Zurück in die Kleinstaaterei hat etwas für sich, etwas Romantisches, es war die Postkutschenzeit in Deutschland.
Nur müssten da alle Länder mitmachen und wie sollten dann die unausweichlich kommenden Kriege aussehen?
Ich glaube mit diesen romantischen Vorstellungen - auch ich habe dazu eine Affinität - träumt man sich was vor.
Mann konnte damals tatsächlich ein Land in 2 Stunden verlassen, sofern man ein Fahrrad hatte.
Das ist der einzige Grund, warum ich mein super-Mountainbike noch nicht verkauft habe -- damit ich im NotFall abhauen kann, durch Wald u. Flur, waehrend die anderen an StrassenSperren aufgehalten werden. Allerdings hat sich die Uebersichtlichkeit an FlussUfern (sind gute Fernwege) in den letzte Jahren stark erhoeht: Alles Unterholz beseitigt; gibt jetzt eine weite Sicht und kann von weniger Personal bewacht werden .
Ich finde auch, dass ein Land nicht groesser zu sein hat, als dass man in e. paar Stunden die HauptStadt erreicht, von jedem Winkel aus. Da zeigt sich die Asymmetrie zwischen den Herrschern und den Untertanen: Die letzteren kommen mit ihren paar EUR laengst nicht so schnell u. einfach rum wie die ersteren auf der UeberholSpur oder im Flieger.
Aber vielleicht ist das Kriterium ja das KraefteVerhaeltnis zwischen Regierung und Volk; aus Sicht der Berlin-Politiker ist D vielleicht heute auch nur ein KleinStaat, was die Beherrschbarkeit betrifft.
Wenn die Staaten andererseits heute zu klein waeren, dann wuerde sich in manch einem Land bspw. kein Schachtschneider-Aequivalent finden lassen, der die Regierung beim Verfassungsgericht verklagen koennte ... Bei kleineren Staaten ist die Diktatur vielleicht mindestens genauso die Regel; insgesamt lassen sich die Voelker dann sogar noch viel besser beherrschen, denn ein Aufruhr kann meistens regional begrenzt werden.
So gesehen ist KleinStaaterei vielleicht genau das beste, was den Herrschern passieren kann; und mittels der MobilitaetsVerteuerung (Bahn so teuer wie Auto) ist effektiv eine Art von KleinStaaterei auch gewaehrleistet ...