Mindset ist ein schönes Wort, aber dazu muss man sich auch im Klaren sein, daß das die weitgehend Aufgabe der bisherigen Lebensgewohnheiten bedeutet. Wie auf einem Grundstück nur ein Haus stehen kann, kann man auch nur ein Mindset leben. Und wer beginnt in Notvorrat, Notgepäck, Fluchtfahrzeug, etc. zu denken, wird niemals eine Krise meistern.
Ganz einfach: Man richtet sich seine alltäglichen Lebensverhältnisse so ein, dass man sich in einer Krise gar nicht groß umgewöhnen muss oder nur ein paar (eingeübte) Anpassungen am "Betriebsmodus" vornimmt, um so weiter zu machen wie bisher.
O.g. Not-X Konzepte kommen nur in den Sinn, wenn man an seinem vom System abhängigen Leben festhalten will. Da gibt es genug findige Geschäftsmänner, die mit der Verlustangst des zivilisatorischen "Komforts" ihre Brötchen verdienen.
Abhängigkeiten erzeugen Entzugserscheinungen, wenn die Versorgung abbricht. Abhängige haben Verstecke mit Drogen-Notreseren oder eine Enzyklopädie mit Ersatzdrogen... aus der Angst vorm Entzug.
Analog: Angst vorm Entzug der Unterhaltungsdroge, der Stromdroge, der Komfortdroge verursacht das Anlegen eines ausgeklügelten Notstromsystems mit Treibstoffvorräten noch und nöcher und dann Konzepten wie man diesen Leuchtturm vor den anderen Süchtigen schützt, die schon auf Entzug sind... und dann Konzepte wie man Leichen entsorgt... wie man Spuren verwischt, wie man noch mehr befestigt und mauert und vergittert und verbarrikadiert.... nur um dann an einer Kohlenmonoxidvergiftung im Schlaf zu sterben, weil man sich Mad Max zum 300sten Mal auf DVD zum Einschlafen anguckt (Die Gedanken rasen so um Schutz und Überleben) und die Abgasrückführung und die Filtervorrichtung vom Notstromer wegen der Sorge vorm Entdeckt werden Indoor gemacht wurden und unbemerkt undicht geworden sind und der CO-Melder schon lange kaputt ist.
Dann doch lieber jetzt schon resilient leben, das man sich um den ganzen Scheiß keine Gedanken machen braucht, egal wie es da "draußen" läuft. Erfordert halt das dauerhafte Verzichten-können der Komfortzone, nicht nur ein Camping-Wochenende.