Hier ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Thesen von Horst Lüning aus dem Interview in 12 Punkten:
Pessimistische Prognose für 2026: Lüning erwartet für das Jahr 2026 eine sehr schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland und sieht die „Zeichen auf Sturm“ stehen.
Der schleichende Crash: Seiner Ansicht nach ist der Crash für viele bereits da, insbesondere für die 40 % der Bevölkerung, die am Monatsende finanzielle Sorgen haben; lediglich für gut positionierte Anleger sei er noch nicht voll spürbar.
Staat am Limit: Er sieht Deutschland in der schwersten Rezession seit Jahrzehnten; Kommunen seien reihenweise pleite, was sich bereits durch Sparmaßnahmen bei der öffentlichen Infrastruktur und Beleuchtung zeige
Scheitern der Rentensysteme: Lüning warnt seit Jahrzehnten davor, dass die staatliche Rente nicht sicher sei, und rät zur Eigenverantwortung, da er den Statistiken bereits früh misstraute.
Deindustrialisierung und Arbeitsplatzverlust: Er kritisiert, dass täglich rund 1.000 Industriearbeitsplätze verloren gehen, während gleichzeitig massiv unproduktive Stellen in der Bürokratie geschaffen wurden.
Gefahr eines „Crackup Booms“: Durch die Ausweitung der Geldmenge seien Blasen entstanden; er befürchtet einen harten Bruch, wenn die Währung stark verfällt und Asset-Preise unkontrolliert steigen.
Investitionsstau und Abwanderung: Unternehmen investieren laut Lüning kaum noch in neues Wachstum in Deutschland, sondern lediglich in den Erhalt oder wandern aufgrund hoher Energiepreise und Bürokratie ins Ausland ab.
Kritik am Steuersystem: Er bemängelt, dass das deutsche System Arbeit bestraft, während andere Länder wie die Schweiz durch niedrigere Lohnsteuern und Leistungsorientierung attraktiver seien.
Plan B und Auswanderung: Lüning empfiehlt dringend einen „Plan B“ (z. B. Aufenthalt im Ausland wie der Schweiz), um auf den wirtschaftlichen Niedergang in Deutschland vorbereitet zu sein.
Schweiz als Vorbild: Er lobt das Schweizer System für seinen Konservatismus, die Freundlichkeit der Menschen und ein Steuersystem, das im Wettbewerb der Kantone steht.
Politische Fehlentwicklungen: Lüning sieht eine Tendenz zum „Sozialismus“ und warnt davor, dass die Demokratie Gefahr läuft, Minderheiten bzw. Leistungsträger zunehmend zu berauben.
Bürokratie als Wohlstandskiller: Die enorme Zunahme an Regulierungen und Berichtsplichten fresse die Produktivität auf und verhindere, dass Startups und junge Unternehmen erfolgreich wachsen können.
Ok... das ist alles nichts neues.
Horst Lüning bezieht sich im Interview auf mehrere aktuelle Entwicklungen aus dem Jahr **2025**, wobei das Gespräch offensichtlich zum Jahresende 2025 (um die Weihnachtszeit) geführt wurde.
Hier sind die spezifischen aktuellen Punkte, die er anspricht:
**USA und Trump-Administration:** Lüning bewertet die ersten Schritte von Donald Trump nach dessen (zu diesem Zeitpunkt bereits feststehender) Rückkehr ins Amt. Er hebt positiv hervor, wie Trump begonnen hat, den Staat „aufzuräumen“, insbesondere durch das Einsetzen von Elon Musk und die Schaffung der Effizienzbehörde „DOGE“ (Department of Government Efficiency), um ungerechtfertigte Staatsausgaben zu streichen.
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**Technologisches Wettrüsten (DeepSeek):** Er erwähnt die aktuelle Entwicklung rund um die chinesische KI **DeepSeek**. Er beschreibt dies als einen „PC-Moment“, da gezeigt wurde, dass hochleistungsfähige KI auch mit weniger spezialisierten Chips und durch menschliche Intelligenz im Design effizient gestaltet werden kann.
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**Wirtschaftliche Lage in Deutschland:** Er spricht von der „schwersten Rezession seit Jahrzehnten“, die das Jahr 2025 geprägt hat. Als konkretes Beispiel für den Geldmangel der Kommunen nennt er das Abschalten der Weihnachtsbeleuchtung in vielen Städten Ende 2025.
**Politische Personalien:** Er äußert sich zur aktuellen Rolle von **Friedrich Merz**, den er als „Enttäuschung“ bezeichnet. Zudem kritisiert er die von Innenministerin Nancy Faeser vorangetriebenen Änderungen zum Staatsangehörigkeitsrecht (doppelte Staatsbürgerschaft), die er als problematisch für die langfristige Stabilität ansieht.
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**Deindustrialisierung:** Lüning verweist auf die im Jahr 2025 massiv spürbaren Arbeitsplatzverluste in der Industrie (laut seiner Aussage rund 1.000 pro Tag) sowie die steigenden Insolvenzzahlen.
Zusammenfassend sieht er 2025 als das Jahr, in dem die „Einschläge näher kommen“ und die Weichen für einen großen wirtschaftlichen Bruch im Folgejahr 2026 gestellt wurden.
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Hier sind die konkreten Punkte, die er für 2026 kommen sieht:
1. Der wirtschaftliche „Knall“
Lüning erwartet für 2026 den Moment, in dem die aufgestauten Probleme (Schulden, Deindustrialisierung, Bürokratie) nicht mehr durch staatliche Eingriffe kaschiert werden können. Er nennt das den „großen Knall“, weil die Substanz der deutschen Industrie bis dahin so weit erodiert sei, dass eine schnelle Erholung unmöglich wird.
2. Zusammenbruch der kommunalen Finanzen
Er prognostiziert, dass 2026 das Jahr sein wird, in dem die Flächendeckung der Pleiten sichtbar wird.
- Beispiel Rastatt: Er erwähnt, dass dort die Gewerbesteuer von 100 Mio. auf 1 Mio. Euro eingebrochen ist. 2026 wird dieser Zustand laut ihm viele weitere Städte treffen.
- Folge: Massive Kürzungen bei Schwimmbädern, Bibliotheken und der Straßenbeleuchtung (die „Dunkelheit“ in den Städten).
3. Drastisch steigende Zinslast des Staates
Lüning rechnet vor, dass die Zins- und Tilgungslast des Bundes bis 2026 auf 55 bis 60 Milliarden Euro ansteigen wird. Dieses Geld fehlt an allen anderen Ecken (Infrastruktur, Bildung, Bundeswehr), was den Verfall der öffentlichen Ordnung beschleunigt.
4. Der Wendepunkt am Arbeitsmarkt
Während 2025 noch viele Stellen unbesetzt waren, sieht er für 2026 eine Trendwende bei der Arbeitslosigkeit. Durch KI-Einführungen und den Abzug der Industrie (täglich 1.000 Jobs weniger) wird der Druck auf die Sozialsysteme massiv steigen. Er warnt, dass 2026 jeder vierte Uni-Absolvent Schwierigkeiten haben könnte, einen adäquaten Job zu finden.
5. Politische Sackgasse (Merz & die Union)
Für 2026 sieht er politisch schwarz, da er Friedrich Merz als „Enttäuschung“ abgestempelt hat. Er glaubt nicht, dass ein Regierungswechsel unter Merz die nötige radikale Kehrtwende bringt. Stattdessen erwartet er eine Fortführung des „Sozialismus“ und eine weitere Erhöhung der Abgabenlast, um das System künstlich am Leben zu erhalten.
6. Energiepreise und CO2-Abgaben
Er warnt davor, dass die Kosten für Heizen und Mobilität 2026 durch steigende CO2-Preise und den Wegfall von Subventionen für viele Haushalte unbezahlbar werden. Das ist für ihn der Treibstoff für soziale Unruhen.
Sein Rat für 2026:
Er empfiehlt dringend, bis 2026 einen „Plan B“ zu haben (Auslandswohnsitz oder zumindest liquide Mittel außerhalb des Euro-Raums), da er einen „Crackup Boom“ (Flucht in Sachwerte bei gleichzeitigem Verfall der Kaufkraft) für sehr wahrscheinlich hält.