Hallo Doktor Meyer ,
ich schätze Deine Weitsicht und die guten Beiträge hier im Forum. Es läßt sehr gut lesen . Respekt !
Aber nun zur Sache.
Die meisten rennen dem Goldpreis natürlich nur hinterher. Ach hätte man damals ..... , sagen wohl die meisten heute.
Ich habe damals , obwohl eigentlich von allen belächelt. Ich kann mich gut an einen Börsenchat erinnern wo ich 2004 /2005 gold und silber propagiert hatte und auf das ggröbste beleidigt wurde. Heute werden sie an meine Worte denken.
Man muß eben einen Trend erkennen bevor er ein Trend wird. Man kann auch sagen , das was alle tun sollte man eben nicht tun.
Antizyklisch handeln sozusagen.
Von daher muß man auch beim gold vorsichtig sein. Mir ist da derzeit zu viel Wirbel drum herum.
Warum den euro nicht einfach halten.Die Notenbanken haben ja immer noch ein letztes Mittel in der Hand .
Und zwar Währungsstützung mittels massiver Zinsanhebung .Sollten die zinsen auf sagen wir mal 12 % im Euro Raum steigen , wird der Goldpreis 40 - 50 % einbrechen .
Geld wird wieder ehr wert. allle anderen Assetpreise werden massiv fallen . Immobilien , autos , Rohstoffe - alles wird massiv im Preis fallen.
Wir bekommen eine rezession mit deflationären Einflüssen . Das ganze jedoch bei stabilen Währungsverhältnissen .
Der Besitzer von Barreserven wird die besten Möglichkeiten vorfinden zu investieren.
Cash ist King .
Denn im Fall des Falles werden die Notenbanken die Währungen stützen. Zumindest den Dollar und den Euro.
Das sollte man nicht unterchätzen , auch im jetzigen Goldfieber.
Also was meinst Du dazu?
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Das ist diese ewige Inflation/Deflations-Frage, über die ich mir auch immer wieder den Kopf zerbreche,
Im Zeitalter des edelmetalls folgten auf Kreditexzesse höllische Deflationen.
Wenn Kredite ausfallen und dadurch giralgeld vernichtet wird, dann müsste der rest des Geldes wertvoller werden.
wenn da nicht der menschliche Faktor wäre.
Ich nannte vor einem Jahr mal die "exit strategie" den coitus interruptus der Notenbanken:
d.h. zu Beginn haben alle Notenbanker vor, nur ein wenig mehr Geld zu schaffen, um das system am Leben zu halten.
Sie schwören bei Gott und allen Heiligen, dass sie den exit schaffen.
aber dann geschehen Dinge, (die Natürlich kein Mensch vorhersehen konnte: vielleicht ein Crash in China, ein Krieg gegen eine abscheuliche Dikatur), die es
plötzlich notwendig machen, ganz ausnahmsweise die vorher gesetzten Bedingungen wieder zu verändern:
etwa so wie während des Coitus völlig überraschend die Umstände sich so verändern, dass der "interruptus" gecancelt wird.
etwa so, wie bei der EZB, die seit 1 Jahr ihren Ausstieg aus der Liquiditätsschemme angekündigt hat, im April bereits mit der exit-strategie begann -
und nun ein Gelddrucl-Programm fährt, dass den amerikanern nicht nachsteht.
Von daher, um auf die Frage zurückzukommen: Deflation ist das, was derzeit abläuft: das führt aber zu ereignissen, die so extrem sind,
dass die Herren des geldes irgendwann Geld drucken, also Inflation einleiten.
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Es gibt einen Unterschied zwischen guten Schulden und schlechten Schulden: bei guten Schulden investiert der Schuldner das geborgte Geld in irgendetwas,
mit dem er zukünftig mehr Geld machen kann: Maschinen, Technologien , schickeres Mobiliar für sein restaurant.
Bei schlechten schulden verfrühstückt der schuldner das geborgte Geld einfach.
wenn die westlichen Industriesstaaten die Billionen euro und dollar, die sie in den letzten Jahrzehnten geborgt haben, sinnstiftend investiert hätten,
dann müssten wir vor Prosperität überquellen. Stattdessen war es einfach nur vorgezogener Konsum.
Das Geld für die Staatsanleihen wurde zum großen Teil als Kreditgeld aus dem Nichts erschaffen, hat die preise hochgetrieben.
Es nun wieder einzusammeln, wäre eine schmerzliche jahrzehntelange Deflation.
(und: mal bei Prof Senf reinhören: die Zinsen, die auf diese Schulden bezahlt werden, die gibt es nicht.
Im Zinseszinssystem muss irgendein neuer Schuldner gefunden werden, der sich verschuldet und mit diesem neuen kredit werden Zinsen bezahlt)
Politisch ist das Schulden rückzahlen ohnehin nicht durchzusetzen: Glaubt jemand ernsthaft, dass unsere Kinder die Schulden für die Steinkohlesubvention aus den 70ern abtragen wollen -
und zusätzlich noch die 70% -Rentner-Gesellschaft ernähren sollen?
Dass Papiergeld ist eigentlich nichts schlechtes. Aber es ist so eng mit dem Schuldsystem verquickt und so anfällig für menschliche Schwächen,
dass Papiergeldbesitzer wohl keinen großen oder länger anhaltenden Vorteil während der kommenden Turbulenzen ziehen werden können.