Beiträge von Dr_Meyer

    Bei der japanischen Aktien und Immobilienblase Ende der 90er war es so, dass der Preis einer einzigen Immobilie in Tokio teurer war als alle kalifornischen Immobilien zusammen.
    Der Preis aller Immobilien in Tokio war teurer als der Rest aller Immobilien der Welt.


    Während der Internethausse waren die Aktien von yahoo mehr wert als die von Boing oder Daimler, ich glaube sogar mehrfach soviel.



    Wie würde eine Gold-Milchmädchenhausse aussehen.


    Natürlich die unvermeidlichen Schlagzeilen in der Bild.


    „Gold erreicht neue Höchststände“
    aber es müsste auch so was geben:


    „Achtjährige findet Krügerrand auf Dachboden. „Wir machen jetzt erst mal alle eine Weltreise“


    „Die Kombi-Zangen-Bande: Wieder Überfall auf Rentner: „Drei Goldzähne haben sie mir gezogen“


    Im Handelsblatt würde man lesen:
    „Anglo-Gold-Ashanti: das wertvollste Unternehmen der Welt.
    Solbald die Hedge-Verträge voll auslaufen und Anglo-Gold nur noch zum Spotpreis verkauft,
    reicht die Produktion an Gold aus, um alle 4 Wochen ein Unternehmen wie Siemens zu kaufen.


    Gewerkschaftsführer fordert: Löhne sollten im 2-Wochen-Rhythmus ausgezahlt werden. Derzeit sind Arbeitnehmer im Nachteil gegenüber Selbständigen, die ihren Lohn sofort nach Erhalt in Gold umtauschen können.

    In den letzten Tagen kamen in den diversen Threads immer mal wieder Meinungen auf: es wird jetzt soviel über Gold berichtet: das ist die Dienstmädchen-Hausse.


    Zur Erklärung: als Milchmädchen-Hausse bezeichnet man die letzte Phase, die finalie Übertreibung einer Manie, wenn wirklich alle Schichten der Bevölkerung positiv für diese Assetklasse gestimmt sind.


    Während der Milchmädchenhausse im Bereich Immobilien in den USA erwarben Putzfrauen ohne geregeltes Einkommen 1-2 Immobilien auf Kredit.
    Während des Internet-Booms spekulierten Kinder und Jugendliche mit Internet-aktien.


    In der Technoogie-Branche, war es üblich, die Gehaltsverhandlungen nicht mt der Frage nach dem Festgehalt zu beginnen, sondern nach der Frage nach den „Stock-Options“.


    Nach der Hausse 2004-2007 waren Gewerkschaftsführer in Deutschland soweit, dass sie einen Teil des Lohns der Arbeiter als Aktien ausgezahlt haben wollten, die in einen Fond zur Altersvorsorge gehen.
    Irgendein Notenbanker schlug 2007 vor, die Devisen und Goldvorräte der Notenbank teilweise zu verkaufen und dafür Aktien zu kaufen. Devisen seien totes Kapital im Vergleich zu dem, was am Aktienmarkt passiere.


    Erkennbar sind die finalen Phasen einer Hausse oft daran, dass quasi täglich neue Bewertungsmodelle erfunden werden, um den hohen Kurs zu bewerten.


    Ich erinnere mich mal an einen Handelsblatt artikel, der irgendein Tech-Unternehmen bei einem KGV von 200 dieses „fair bewertet“ fand.
    Ein MBA, der als Assistent der Konzernleitung eingestellt wurde, erzählte mir mal, dass er nur Aktien von Firmen besitze, die keine Dividenden ausschütten. Denn wer Dividenden ausschüttet, der zeigt, dass er keine Ideen hat, wo er das Geld investieren könne.



    Das ist der Unterschied zwischen den Rostoffen Palladium, Platin und auch Silber - und dem Geld Gold.


    Gold ist fast nichts zu gebrauchen. UNd das ist gut so.
    (auch papiergeld ist zu fast nichts zu gebrauchen).
    wenn Gold verbraucht werden würde, dann wäre es ein schlechtes Geldmetall und würde Deflation auslösen.


    Ja, auch beim Gold gehört der Glaube dazu: d.h. sein Wert beruht auf dem Vertrauen darauf, dass jemand anderes später mal Gold gegen Waren oder andere Währungen tauschen wird.
    Und beim Gold kommt dazu, dass man es nicht schnell mal neu erschaffen kann.
    auch der Schweizer Franken ist eine emotional hoch belegte Fluchtwährung: aber die Schweizer Nationalbank kann mal schnell 50 Mrd franken neu schaffen, um damit den euro zu stützen
    und ihre exportwirtschaft zu schützen.


    Beim Papiergeld ist dieses Vertrauen unterminiert.

    Dr_Meyer


    [quote]es gibt einige, die deftig über Eichelburg lästern, aber ich glaube, dass eine Währungsumstellung (ohne Haircut) wirklich sehr nah war.

    war die nicht!
    Eichelburger hat die News selbst in Umlauf gebracht - er war der einzige!
    Seit dem liest man überall von Haircut...
    [quote]


    selbst das ZDF heute Journal hat über die Währungsreform berichtet, Quelle waren Frankfurter Bankenkreise.
    aber vermutlich saß Joe Ackermann am PC, hat auf hartgeld.com gelesen, was da kommt, und die News ans ZDF lanciert.


    In Focus Money gab es die Währungsreform als Titelthema.


    Das Wort "hair cut" hat übrigens Axel Weber in die Dikussion gebracht, als es um die Repo Geschäfte mit griechischen Staatsanleihen ging.


    Wie gesagt: 90% der Quellen von Eichelburg waren nicht belastbar, aber es gab auch belastbare Quellen, die ganz unabhängig von Eichelburg waren.

    wer es mal durchspielen will: offizielle staatsschulden:


    http://www.zinsen-berechnen.de/kreditrechner.php
    mit kreditrechner.


    1 700 Mrd euro,


    macht bei 5 % Zinsen und abzahlung über 100 jahre dann eine jährliche Rate von 85,6% Mrd,
    in den ersten 10 jahren sind alleine die Zinszahlungen über 80 Mrd, die Tilgung ist unter 1%


    Das die Bundesregierung derzeit weniger als 85 mrd zinsen zahlen muss hat nur damit zu tun, dass ein Großteil der schulden extrem kurzfristig finanziert ist,
    d.h. mit 1% für Anleihen, die nur ein paar Monate oder bis zu 2 jahre laufen.


    Und warum bevorzugen die Anleger kurzfristige Anleihen?
    weil sie davon ausgehen, dass die Zinsen steigen und sie dann auf höher verzinste anleihen umsteigen musste.


    würden wir Zinsen für etwas zahlen, was vor 100 jahren passiert ist?


    "anlässlich der Thronbesteigung seiner Majestät wurde eine allgemeine Abwrackprämie eingeführt.
    jeder Bürger kann eine Kutsche, die älter als 15 jahre ist subventioniert gegen eine neue Eintauschen.
    Diese Maßnahmen haben dero Gnaden Majestät zu hoher Popularität verholfen, Die Maßnahme wurde auf Schuld finanziert, die Reichsanleihe ist aufgelegt und läuft bis 2014."


    Ein Rückzahlen der Schulden ist ausgeschlossen.
    das bedeutet im Umkehrschluss, dass Menschen, deren Vermögen in Schulden angelegt ist, dieses Vermögen nicht werden bewahren können.
    Im die Großkapitalisten tut es mir nicht leid, aber Menschen die sehr hart für ihr Geld gearbeitet haben, sollten etwas anderes in der Hand haben als Schuldpapiere des Staates.
    (alle privatrenten Kapitalbildenende Lebensversicherungen "investieren" in Staatsschulden.)


    Stimmt alles. Das einzige, was man relativieren sollte:
    da waren keine bösen Menschen am Werk, sondern jeder von uns hätte als Politiker und Staatsbeamter genau so gehandelt.
    Es ist unmöglich, mit other peoples money sparsam umzugehen.


    Kleines Beispiel: Meine Frau hat seit ein paar monaten freiberuflich einen Nebenjob. Dazu nutzt sie manchmal mein Auto.
    Das ich volltanke, von der Familienkasse.


    Ihre Einkünfte aus dem Nebenjob darf sie als Taschengeld behalten. Hin und wieder hat sie bestimmte Jobs,
    wo sie für 30 euro spritgeld verfährt, um 40 euro zu verdienen.
    Für sie lohnt sich dass, da die Kosten aus einer "fremden " Kasse kommen.
    Verluste werden solzialisiert, Gewinne privatisiert.


    Wir stehen heute vor einem Berg Schulden, nicht weil die Politiker alle Verbrecher sind, sondern weil wir menschen im täglichen Leben ein nahezu steinzeitliches
    Gehirn haben, nicht über die nächsten 2 Wochen hinausdenken und in gewissem Rahmen sehr egoistisch agieren.


    Das macht die Sache so schwierig.


    Eine handverlesene Schar von Menschen erkennt Schneeballsysteme schon vor anderen und kann aussteigen.
    Für die Gesamtheit gibt es keine gute Lösung.


    Bei Madoff gab es einen Investor, der hat sich 2 Jahre vor dem Zusammenbruch auszahlen lassen .
    Und?
    Die Insolvenzverwalter von Madoff versuchen jetzt diesen Investor zu verklagen, er soll sein Geld zurückgeben und mit den anderen Gläubigern teilen.
    Dass Madoff ein Ponzi scheme führte, sei doch wohl klar gewesen. deswegen hätte der Investor kein Recht auf das Geld.
    Diese Denke: das ist der Grund, weshalb man Gold anonym kaufen sollte.


    Hier im Forum, ich glaube in meinen "währungsreform" thread.
    Artikel in der "Welt" mit direkten Zitaten von Bundesbankern. Danach -aus der Struktur des Textes erkennbar basierend auf
    diesen Bundesbankquellen - Verweis auf Reservewährung.
    War zwar kein reines Zitat, aber für mich erschloss sich aus der Struktur des Textes und der anordnung der Informationen die Bundesbank als Quelle.

    Warum hat die Bundeskanzlerin deiner Meinung nach dann dem Druck aus den anderen europäischen Ländern nachgegeben? Sie sah nicht glücklich aus, nach der Krisensitzung. Hätte sie nicht Plan B aus der Schublade ziehen können, um dem Druck zu begegnen?


    Sorry, da kann ich nicht mir dienen. Frau Merkel ist für mich eine Sphinx.
    Natürlich sah sie nicht glücklich aus. Trichet hat der Runde, die eigentlich nur nett essen wollte, irgendwelche Charts gezeigt und gesagt,
    dass am Montag die Welt untergeht. (Frankreich war zu diesem Zeitpunkt technisch bankrott, die Staatsanleihen illiquide)
    den Rest werden wir irgendwann in Geschichtsbüchern lesen.

    Dirk Müller ist Autor des lesenswerten Buches "Cashkurs" und Betreiber der gleichnamigen Seite. Allerdings ist er vor kurzem urplötzlich zum Verfechter des Euros geworden. Deshalb sind seine Aussagen mit Vorsicht zu genießen.


    Der Pro-euro-artikel in der Bild war wahrscheinlich gefälscht. Ich hatte das mal in einen Thread untersucht. Wortwahl, Duktus und Satzstruktur entsprachen nicht dem üblichen Müller-Stil.
    Müller musste wahrscheinlich einen fremden Artikel unterschreiben, oder hätte seinen lukrativen Bild-Kolumnisten-Vertrag verloren.

    In den Medien wird allgemein gesagt, dass die Gerüchte mit der Währungsrefom großer Blödsinn sind. Gestern meinte ein Abgeordneter
    in der Partei auf meine Frage,ob eine Währungsreform möglich wäre, alles Quatsch, es gibt keine Währungsreform. Es bleibt beim Euro.
    Woher hast Dein Wissen?


    Zitat aus dem Focus vor zwei Wochen:
    Wer in Berlin bei Regierungsstellen anruft und nach der Währungsreform fragt, erntet keine Dementis, sondern nur genervtes Schweigen.


    Die Hinterbänkler von irgendeiner Partei wissen überhaupt nichts.



    Das ist diese ewige Inflation/Deflations-Frage, über die ich mir auch immer wieder den Kopf zerbreche,


    Im Zeitalter des edelmetalls folgten auf Kreditexzesse höllische Deflationen.


    Wenn Kredite ausfallen und dadurch giralgeld vernichtet wird, dann müsste der rest des Geldes wertvoller werden.
    wenn da nicht der menschliche Faktor wäre.


    Ich nannte vor einem Jahr mal die "exit strategie" den coitus interruptus der Notenbanken:
    d.h. zu Beginn haben alle Notenbanker vor, nur ein wenig mehr Geld zu schaffen, um das system am Leben zu halten.
    Sie schwören bei Gott und allen Heiligen, dass sie den exit schaffen.
    aber dann geschehen Dinge, (die Natürlich kein Mensch vorhersehen konnte: vielleicht ein Crash in China, ein Krieg gegen eine abscheuliche Dikatur), die es
    plötzlich notwendig machen, ganz ausnahmsweise die vorher gesetzten Bedingungen wieder zu verändern:
    etwa so wie während des Coitus völlig überraschend die Umstände sich so verändern, dass der "interruptus" gecancelt wird.


    etwa so, wie bei der EZB, die seit 1 Jahr ihren Ausstieg aus der Liquiditätsschemme angekündigt hat, im April bereits mit der exit-strategie begann -
    und nun ein Gelddrucl-Programm fährt, dass den amerikanern nicht nachsteht.


    Von daher, um auf die Frage zurückzukommen: Deflation ist das, was derzeit abläuft: das führt aber zu ereignissen, die so extrem sind,
    dass die Herren des geldes irgendwann Geld drucken, also Inflation einleiten.
    ------------


    Es gibt einen Unterschied zwischen guten Schulden und schlechten Schulden: bei guten Schulden investiert der Schuldner das geborgte Geld in irgendetwas,
    mit dem er zukünftig mehr Geld machen kann: Maschinen, Technologien , schickeres Mobiliar für sein restaurant.


    Bei schlechten schulden verfrühstückt der schuldner das geborgte Geld einfach.


    wenn die westlichen Industriesstaaten die Billionen euro und dollar, die sie in den letzten Jahrzehnten geborgt haben, sinnstiftend investiert hätten,
    dann müssten wir vor Prosperität überquellen. Stattdessen war es einfach nur vorgezogener Konsum.


    Das Geld für die Staatsanleihen wurde zum großen Teil als Kreditgeld aus dem Nichts erschaffen, hat die preise hochgetrieben.
    Es nun wieder einzusammeln, wäre eine schmerzliche jahrzehntelange Deflation.
    (und: mal bei Prof Senf reinhören: die Zinsen, die auf diese Schulden bezahlt werden, die gibt es nicht.
    Im Zinseszinssystem muss irgendein neuer Schuldner gefunden werden, der sich verschuldet und mit diesem neuen kredit werden Zinsen bezahlt)


    Politisch ist das Schulden rückzahlen ohnehin nicht durchzusetzen: Glaubt jemand ernsthaft, dass unsere Kinder die Schulden für die Steinkohlesubvention aus den 70ern abtragen wollen -
    und zusätzlich noch die 70% -Rentner-Gesellschaft ernähren sollen?


    Dass Papiergeld ist eigentlich nichts schlechtes. Aber es ist so eng mit dem Schuldsystem verquickt und so anfällig für menschliche Schwächen,
    dass Papiergeldbesitzer wohl keinen großen oder länger anhaltenden Vorteil während der kommenden Turbulenzen ziehen werden können.


    Das stammt von Hartgeld.com


    Alles hat seinen Preis, der aus Angebot und Nachfrage entsteht.
    wenn nach einer Währungsreform 90% des Kreditgeldes vernichtet wäre, dann würde der Goldpreis darauf reagieren: wenn niemand Geld hat, um Gold zu kaufen,
    wäre der Preis niedriger: natürlich gerechnet in dem neuen knappen wertvolleren geld.


    Zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Währungsreform mit Haircut absolut unwahrscheinlich.
    Denkbar wäre eine Währungsumstellung - ohne Haircut, evt. mit eingefrorenen Guthaben.


    99% der Menschen ist nicht klar, dass ihre Sparguthaben nur fiktiv sind. deswegen würde eine Währungsreform mit haircut dazu führen,
    dass es zu einem Volksaufstand käme.
    Zivilisation ist nur ein dünner Lack, der schnell abplatzt.


    Eine Währungsreform mit abschlag findet erst dann halbwegs akzeptanz, wenn die Währung vorher zerüttet war.


    es gibt einige, die deftig über Eichelburg lästern, aber ich glaube, dass eine Währungsumstellung (ohne Haircut) wirklich sehr nah war.


    Am Wochenende vor dem Bailout Paket standen weltweit 1 Billion europäische Staatsanleihen zum Verkauf, Trichet sah kreideblass aus und zitterte etwas.
    Deutschland hat definitiv (quelle "welt", indirektes Zitat) eine Reservewährung im Keller.
    Die anderen Länder nicht.
    Vermutlich sind wir hautnahn an einer Währungsumstellung vorbeigeschrammt.


    Sowas gibt es. in UK sagte mal ein Oberhausmitglied, dass das Bankensystem 6 Stunden vor einem Zusammenbruch und Sperrung aller Konten war.


    Um zum Anfang der Frage zurück zu kommen: Deutschland hätte eine neue DM eingeführt, die vermutlich aufgewertet hätte und vermutlich wären eingeforene DM2 Guthaben bald wieder freigegeben worden.
    aber sicher ist bei solchen Ereignissen nichts.


    Ich bin in der ganzen Beurteilung der Situation natürlich etwas vorbelastet: bei der revolution in der DDR war ich dabei, wie ein System, das felsenfest etabliert war,
    innerhalb von 8 Wochen weggespült wurde.
    So eine Erfahrung, dass Undenkbares plötzlich geschieht, prägt einen natürlich.
    d.h., die Neigung, intellektuell zu akzeptieren, dass wieder mal undenkbare passiert, ist bei mir sicherlich höher, als bei Menschen die ihr Leben lang in einem System gelegt haben
    und keine Umbrüche erlebt haben.


    Ein griechischer Pilosoph, ich glaube Heraklit, sagte mal in etwa: "die wahrheit verschließt sich der Erkenntnis wegen ihrer Unglaubhaftigkeit".


    90 % der Fakten zur Währungsreform waren falsch oder nicht belastbar. Ohne alle aufzuzählen: die Fakten, die ich für belastbar hielt bzw. die sich nicht fälschen ließen,
    ergaben bei mir das Bild, dass es wohl sehr ernst Pläne für eine Währungsumstellung gab (mind. 30%).

    Gold hat heute, zur überraschung vieler Trader, korrigiert.
    Es gab am Tag immer wieder erkennbar kleine ausbrüche, aber es setzen sofort Gewinnmitnahmen ein, es fehlten die Nachkäufer von den Gold etfs.


    Unter nachrichtendruck (bernenke) begann dann ein sell off.


    Derzeit ist Gold noch nicht im völlig überkauften bereich: es bleibt noch ein wenig platz für eine Kapitulation der Bullen,
    aber die Frühindikatoren deuten ein eventuelles ende der Korrektur an.


    Keine Situation für einen sicheren Trade, aber für Langfrist-Investoren ein Tag zum Positionsaufbau. Bleibt abzuwarten, ob die physischen Händler morgen die Preise anpassen.


    Wer schon schon genug Gold hat, kann nach dem Tag heute erstmals wieder auf eine Verbesserung des euro-kurses hoffen:
    Frühindikatoren haben das erste mal seit den schwachen Tagen einen Gegentrend-Frühindikator erzeugt.


    Ob dass der Markt ist – oder eine konzertierte Stützungsaktion. Who knows…Beides möglich.

    Erstaunlich hohe Einschätzung für Gold. Also dürfte sich die Mentalität bereits auf breiterer Front ändern.


    Dieser beginn eines mentalitätswechsels betrifft aber derzeit in Europa nur Deutschland und die Schweiz.
    den Deutschen stecken immer noch die Hyperinflation und diverse Währungsreformen in den Knochen.

    Nein, eher nicht.


    Es gibt ganz grob verallgemeinert 3 ganz große Dinge, die den Goldpreis beeinflussen:


    der physische Handel in London mit einer starken europäischen und arabischen Klientel und auch Minen, die dort Produktion verkaufen,
    die Comex mit ihren Tradern, Eigenhandel der Banken
    und den großen Gold etfs, die sich vor allem via Comex mit Kontrakten, aber auch Gold eindecken.


    In der letzten Zeit gingen preisimpule oft von den großen Gold etfs aus, die sich durch den Kauf von Kontrakten im preis an der Comex niederschlugen.
    Die Klientel am physischen Londoner markt sah die sache oft nüchterner: dort war der Preis meistens niederiger als am Nachmittag,
    wenn der Kontrakthandel überwog.


    Das heute ist ein deutlicher Umschwung: Bernanke sagt, die Konjunktur ist stabil, der euro steigt, der dollar fällt und auch Gold fällt,
    die allgemeine Risikofreudigkeit nimmt zu.


    Bei solchen Sachen weis man nie, ob das nur 1-2 Tage dauert und dann die alten Muster wiederkehren,
    oder ob ein längerfristiger Sentimentwechsel ansteht.


    wenn alle Wackelkandidaten, die euros verkaufen wollen, ihre euros verkauft haben, dann kann der Markt kippen und die kleinste positive nachricht löst eine euro-rally aus.
    Bis zu dem tag, wo eine Nachricht kommt, dass auch Anleger die vorher keine Wackelkandidaten waren, ihre Euros loswerden wollen.


    ----


    derzeit kann ich grade nicht, aber ich kann heute abend mal nach der Charttechnik sehen.

    ja, die SNB hat wieder Geld verbrannt ... war aber nur ein Strohfeuer ( )


    [Blockierte Grafik: http://img706.imageshack.us/im…504/eurchf68200676618.jpg]


    http://www.zerohedge.com/artic…everyone+drops+to+zero%29


    Super nachricht:
    Komisch, dass der SNB niemand mal erklärt, wie ein vernünftiges, natürlich aussehendes Chartbild aussieht.


    Dass, was gestern im Devisenmarkt Franken/Euro passiert ist, sieht aus wie die Ardennenoffensive 1944 der Deutschen: letzter Versuch, alles was man hat, zu einer Verzweiflungstat zusammenzufassen. Vielleicht verbunden mit einer Erklärung an die "EZB": das ist unser letzter Versuch, dann müssen wir den euro fallen lassen.


    Nein, sie wollten wissen, an welch geheimnisvollen Plätzen es denn EM zu kaufen gibt? :) Als ich u.a.(!) "Reisebank" sagte, fiel denen die Kinnlade runter: "Waaaas, dort gibt's Gold?" Von einem weiß ich sicher, daß er sich für ca. 2700,- € 'nen 100g Barren "geschossen" hat, ein anderer ein Kangaroo (oder war's ein ML? - jedenfalls kein KR, weil er Feingold wollte...) Von "meinem" Handelsgold kann ich die leider nicht überzeugen... ;(


    Es gibt nicht bei jeder Reisebank Gold.
    Vielleicht haben sie inzwischen das Angebot ausgeweitet, aber früher waren es nur ausgewählte Filialen. Man kann aber telefonisch nachfragen, wo es Gold gibt.

    Hausse ohne Nachrichten.
    Bei der seit Freitag begonnen Hausse fehlen die harten Goldnachrichten.


    sowas gab es im Aug/Sept 2009 schonmal, als der Goldkurs ohne Nachrichten stieg.
    ein paar Tage später kam dann raus: Barrick hat sein Hedgebook geschlossen und die Terminverkäufe für x millionen unzen abgebaut.


    derzeit steigen US-treasuries, dollar UND Gold.
    Üblicherweise gibt es für so ein Verhalten ein Erklärungsmuster: Krieg oder Katastrophe.


    Krige werden heute lange geplant.
    ich erinnere mich an einen Bericht aus der Financial Times: 1 Jahr vor dem 2. Goldkrieg stand in der FT, dass es ein Strategiepapier von USA und UK gab,
    im nächsten Sommer einen Krieg gegen den Irak zu beginnen.
    (ich habe damals die hälfte meiner calls verkauft, die nach dem 11. sept wunderbar gelaufen waren). war zwar nur auf ein Gerücht hin, aber
    ich erinnerte mich, dass die FT (angeblich) nur Sachen schreibt, wo sie eine first hand quelle hat.


    was mag den Goldpreis diesmal treiben? die trader sind erkennbar ratlos und warten, was passiert.
    Und der Ausbruch von 1202 auf 1230 dollar geschah innerhalb von 2 Stunden, als ob in einer art bewaffnetem Überfall irgendjemand innerhalb von 2 stunden alle verfügbaren Kontrakte an sich gerissen hätte.


    Trader, die sich heute früh für den Tag eindeckten, erzeugten heute früh einen kleinen Ausbruch: danach gab es keine Nachkäufer und die Kurse bröckelten ab, bis ein kleiner sell off einsetzte.

    Ich will ja niemandem zu nahe treten: das hier war eigentlich als reine Materialsammlung zu unmittelbaren Vorbereitungen einer Währungsreform gedacht.


    und die meisten Leser, die in diesen Thread schauen, erwarten, dass hier Beobachtungen und Zeitungsbericht, die auf eine Währungsreform hindeuten, veröffentlich werden.


    Es wäre nett, wenn hier nicht zu viel ofrf Topic landet, sonst kann man den Thread nicht mehr gut lesen.