Beiträge von Statist

    Ich mag den systematischen Ansatz, dass diese Krise auch nur eine Krise wie jede andere ist: man muss sich seinen Krisenfahrplan zusammenbauen.
    wenn andere dann in Panik sind, kann man selbst reagieren.

    Den Ansatz mag ich auch, was bleibt denn Anderes um nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Ich hoffe doch AGIEREN, doch auf die unvorhergesehenen Dinge muss man wohl auch REagieren...

    was den weiteren Fahrplan der Krise betrifft, stochert er genauso im Nebel rum wie wir alle hier. [...] aber es gibt nur ganze wenige, die all dies in ein Modell bringen und eine Prognose wagen, wann und wie sich die Spannungen entladen werden.

    leider, der Nebel ist mal mehr und mal weniger dicht, vielleicht hängt das auch mit der temporären Einbildung man würde es durchblicken zusammen ;)
    Es fehlt am Modell und den genauen Eingängen... Bei stabilen Auf- und Abschwungphasen kann man imo ganz gut etwas rechnen, was auch stimmen könnte. Bei soviel Unruhe und Ungewissheit gibt es aber immer wieder Trigger, die Bewegungen bremsen oder auslösen. Unsere Regierungen tun natürlich auch ihr Bestes zu helfen, was zu schlagartigen Veränderungen führen kann. Vertrauen und Illusion der Marktteilnehmer scheinen einen große Rolle zu spielen. Deshalb finde ich Deine Ansätze bei der Untersuchung der letzten Krisen sehr interessant; frage mich aber was letztendlich der Trigger für die Massen war, nicht mehr bremsend sondern beschleunigend auf die Krise zu wirken.
    Grüße,
    Statist

    Normal müsste nun bald alles runter, Aktien, Öl, Gold, Rohstoffe.
    Falls nicht, dann good luck!

    genau diese Option hält Prechter sich auch offen, auszuschließen von der Sache her ist erstmal garnichts. Explosion oder Implosion... oder beides hintereinander, mit und ohne Butterschnitte... im Moment gibt es viele wirre Informationen, also könnte sich am aktuellen Zustand etwas ändern, oder?
    Grüße,
    Statist

    Ich denke eher, dass die Deflation schleichend kommt - ähnlich 2000->2009. Bis auf Ausnahme 2007-2008 - das war ein Reflationsversuch - der brutalst scheiterte.

    war das wirklich ein extremer Versuch? das regelmäßige Pushen durch die Geldmenge ist imo schon Normalität geworden, da traue ich den Verantwortlichen schon etwas mehr zu...
    Wenn das doch DER Versuch war, wieviele bleiben dann noch? :hae:
    Grüße,
    Statist

    Er spricht von IOUs in Hoehe von $50 Billionen allein aus Krediten, die im Umlauf seien und nicht mehr vollstaendig zu decken sind. Im grossen Masstab implodiert das Geldsystem, die Reflationierungsmassnahmen werden daher nicht viel ausrichten koennen.

    Das Geldsystem vielleicht, das liegt imo alles an der eingeschränkten Sichtweise des Begriffes Inflation. Er meint immer die Geldmenge. Kredit = Geld ist auch klar, aber wer hat das Geld? Diese surrealen Werte gehen dahin woher sie gekommen sind. Problem dabei ist ja, dass die Infrastruktur der Geldverteilung (sollten Banken hauptsächlich tun :hae: ) dabei krachen geht. Ich verstand immer nicht, warum nicht die Landesbanken in diese Lücke einspringen und der Rest dem Markt überlassen wird; aber wenn man natürlich geschickt so ein paar Papiere dort unterbringt, wagt das niemand mehr... Wenn die privaten Einlagen nochmal "gedruckt" werden würden, wäre imo das Geld nur halbsoviel wert; aber nicht entsprechend der stark reduzierten Geldmenge durch die Vernichtung der surrealen Gelder. Von einigen wird auch angeführt das sich die Geldmengeninflation durch Blasen und Co. nicht gleich auf alle Bereiche auswirkt; warum sollte dies bei einer Geldmengendeflation anders sein?
    Grüße,
    Statist

    mmmh, echte Werte sollen also mehr zählen, denn die Kriese sei nicht vorbei...
    Fassen wir kurz zusammen: echte Werte zählen, auf Papierverluste pfeift man, ein großer Produzent ist man auch... könnte jemand mit short-Geld physisch long gehen und dann defaulten????
    Grüße,
    Statist

    Zitat Prechter aus Besiege den Crash: Als Reaktion auf eine entstehende Kreditkrise könnte die Fed zwar die aggressive Strategie anwenden, das Bankensystem mit Liquidität zu überschwemmen, aber ironischerweise würde dies die Deflation noch verschlimmern, anstatt die zu mildern.

    Anscheinend hat er ein paar Erweiterungen vorgenommen...
    http://www.financialsense.com/Experts/2009/Prechter.html
    Wie ich ihn verstanden habe, schützt sich die fed immer durch ein Weiterreichen oder Absichern durch den Staat und geht selbst kaum große Risiken ein. Zur Frage ob ein Papiergeldsystem in Infla/Defla landet meint er, die Kreditexpansion führe zu Blasen und letztendlich implodiere das Geldsystem in der Deflation. Für eine starke Reflationierung sieht er nur EINE Chance, die Banken überstünden nur einen Versuch. Wenn dann neue ATH in bestimmten Bereichen erreicht werden, würde er wohl nochmal mit Herrn Puplava unterhalten, ob es dann doch eine Hyperinflation wird. Er betrachtet den Begriff Inflation nach der VWL Geldmengen-Definition.
    Habe versucht das jetzt wertfrei wiederzugeben, habe es nur einmal während einer Autofahrt gehört. Ergänzungen und Diskussion zu alternativen Inflationsdefinitionen willkommen 8o
    Grüße,
    Statist

    Änderung der Versandadresse:
    Bei der ebay Kaufabwicklung erste Seite, wo auch der Versabd ausgewählt wird, erscheint oben die Lieferadresse mit der Möglichkeit diese zu ändern. Man kann dort direkt neue Adressen anlegen bzw die bisherigen auswählen, vor 2 Wochen funktionierte das auf jeden Fall.
    Grüße,
    Statist

    United States Mint America the Beautiful Quarters Silver Proof SetTM, with the five coins struck in 90 percent silver.


    Ich bin gespannt auf die Motive und ob deutsche Händler dies Anbieten. Leider sind die Münzen wohl nicht aus 99,99% Silber.

    Aber aus 999er... letzter Absatz:
    "Additionally, under the United States Mint America the Beautiful Silver Bullion CoinTM Program, the United States Mint will mint and offer for sale silver bullion coins that are duplicates of the quarters. The bullion coins, to be struck in .999 fine silver, will be three inches in diameter and weigh five ounces. The fineness and weight will be edge-incused."
    Grüße,
    Statist

    am Rande

    Hihi, wer weiß wo noch Reserven versteckt sind :D


    Der Herr Siegel hat bei mir auch für lustige Minuten gesorgt... habe Mexiko bislang unterschätzt [smilie_happy]
    "BP entdeckt im Gold von Mexiko ein Ölfeld mit einem Inhalt von mindestens 3 Mrd barrel Öl."
    http://www.goldseiten.de/conte…artikel.php?storyid=11429


    Außerdem macht es immer Spaß den folgenden Satz zu suchen...
    "Aufgrund der fundamentalen Verfassung des Goldmarktes halten wir eine Umkehr des langfristigen Aufwärtstrends praktisch für ausgeschlossen." :D


    Grüße,
    Statist

    Ohne falsch zu systematisieren und den Anspruch von Vollständigkeit ztu haben: es sieht so aus, als ob Kreditkrisen bei Edelmetallwährungen oder gedeckten Währungen zu Deflatio n führen, dass Kreditkrisen bei der Nutzung von ungedecktem geld zu Inflation führen.
    In island und Russland war geld der Landeswährung extrem knapp, trotzdem gab es Inflation.

    Damit die Frage nicht vergessen wird...


    Da sich bislang kein Experte dazu gemeldet hat hier meine Meinung:
    Bei einer goldgedeckten Währung ist diese eben fest an das Metall gebunden, was es schwer macht einen 'Marktpreis' zu bestimmen. Es gab einige Versuche, statt dessen das Verhalten von Metallen am Silber festzumachen. Das hat aber einige Zusatzfunktionen, was den Vergleich schwer macht. In der Fiat-Währung gibt es bei Inflation kaum einen Grund das Geld aufzuheben, während in einer goldgedeckten Währung dies immer Sinn machen kann wenn der Reserveanteil gleich bleibt. Im Fall des Vertrauensverlustes, der imo bei gedecktem Geld deutlich später eintritt, steigt zwar ev. die Umlaufgeschwindigkeit aber die Menge bleibt konstant.
    Bei Fiat-Geld tritt imo etwas ein worauf hier viele warten: die Monetarisierung (d.h. den Einsatz als Geld) von bislang nicht dafür genutzen Dingen, u.A. Edelmetalle. Dadurch wird imo die 'Geldmenge' erhöht; kombiniert mit steigender Geldumlaufgeschwindigkeit verstärkt sich der Effekt, wenn eine Flucht in EM einsetzt. Vom sich selbst regulierenden stabilen System geht es schnell in eine sich selbst verstärkende Absturzphase über...


    Fall 1: nur Geld wird als Solches eingesetzt (Sollzustand)
    "Inflation" = Verbrauchsgüter + Sparmittel - Einkommen


    Fall 2: Geld, Sachmengen und Verbrauchsgüter werden als Geld eingesetzt (Vertrauensverlust)
    "Inflation" = Verbrauchsgüter*(1+Hortungsveränderung) + Sparmittel - Einkommen + Sachgüterinflation[z.B. METALLE]



    Als einen Grund für das Gelddrucken im einsetzenden crack-up boom habe ich die Monetarisierung von mobilen Sachwerten genannt, d.h. den Einsatz um Verpflichtungen nachzukommen, also als Geld. Um das Monopol zu schützen muss also soviel Geld zur Verfügung stehen, dass diese Dinge dann verkauft, aber nicht als Geld eingesetzt werden. Klingt erstmal komisch, wo ist der Unterschied? ;)


    Schon komisch hier für die Inflation zu sprechen... DIE Steuer an sich, siehe Ron Paul ("inflation is a tax"), aber Deflation zerstört nicht nur Vermögen sondern auch Strukturen. Um einige ist es wirklich nicht schade, um es mal sanft auszudrücken. Aber Alles in Allem ein schmerzhafter Prozess mit vielen Zwangssteuern... währenddessen die Flucht vor der Inflation hoffentlich sinnvolle Projekte unterstützt und nur wenige neue Blasen verursacht; naja man darf ja nochmal träumen [smilie_happy]


    Wenn die Banken soetwas provozieren wollen sollten 8) dann mit dem Ziel, eine Blase bei Dingen zu erzeugen die bei ihnen in den Büchern sind, und zwar zu diesem Zeitpunkt. Mal angenommen es kommen Häuser und Industrieobjekte sowie andere Sicherheiten hinzu, dann wäre es doch gut dass diese steigen, nachdem man diese mit Hilfe des Staates so günstig eingesammelt hat. Deshalb jetzt noch schön viel abschreiben, dafür Kapital von Anlegern und Zwangsanlegern ala Steuerzahlern zu möglichst guten Konditionen einsammeln... oder primary dealer sein. Ein Bankrun ist bei Deflation gefährlich, bei einer Inflationserwartung kann dieser bei Vertrauensverlust auch stattfinden, ist aber imo für Banken weniger gefährlich da das Geld schneller fließt und somit auch schnell zurückkommt.


    Mich wundert immer noch, warum fast alle Stützungsmaßnahmen zu einer Verteilung von der kurzen Seite des Hebels zur Langen führen... wenn das zu einem Gleichgewicht führt weiß ich auch nicht weiter :wall:


    Grüße,
    Statist

    Nein, ein Goldverbot ruft doch nur unnötig Unruhe in der Bevölkerung hervor. Das geht viel eleganter und geräuschlos mit einer Goldsteuer. Diese Steuer ist beim dummen Wahlvolk sehr willkommen: Gold, das haben doch nur Reiche! Und so werden beim Goldverkauf einfach pauschal 25 % Abschlag auf den angefallenen Verkaufserlös erhoben. So wirds kommen. Vom Staat aufgebrochene Schließfächer, das ist doch ein viel zu hoher Verwaltungsaufwand...
    Es grüßt euch
    goldmartin

    Befürchten kann man es... Aber so viele Neider gibts doch gar nicht, viele fragen doch was das komische Zeugs soll :D
    Im Rest der Serie der Wirtschaftswoche (deshalb habe ich diese auch im Infla/Defla Faden empfohlen) geht es auch um Zwangssteuern... Auf Guthaben und Immobilien, jetzt wo ein Direktzugriff auf Konten existiert und mit dem Energiepass und den Haus- und Adressdaten der Post (imo großer Datenhändler!) am Computer alles fernbesteuert werden kann... Gerade die Immobilien sind für alle sichtbar, den Neid kann man nutzen...


    Altkanzler Schmidt sehe ich als herausragenden Menschen und Strategen, der nach seiner Amtszeit viele Dinge offen ausspricht - es lohnt sich da mal reinzuhören. Aber die Tage habe ich eher zufällig seine Antrittsrede von damals gehört... :S Hoffe die wird nicht wieder herausgekramt 8|
    Grüße,
    statist


    man könnte auch sagen, die banken haben mehr fremdkapital als forderungen. oder sie sind pleite. bankrott. total abgebrannt.
    man könnte das auch fictional reserve banking nennen.
    [smilie_happy]
    es gibt kein problem bei der inflation. die banken sind defacto netto-schuldner und keine netto-gläubiger und damit an inflation interessiert.


    fractional reserve banking + deflation --> fractional bank reserves [smilie_happy]
    wenns nicht so traurig wäre...


    ich sehe auch ein verringertes Problem mit Banken bei Inflation, deshalb werden diese imo auch Infla provozieren _wollen_. Vorher noch schön einkaufen bzw. die Hand auf die 'Vermögenswerte' (nur bankfähige Sicherheiten sind 'Vermögenswerte, von Spardingen die nur gut fürs Buch sind mal abgesehen, die wissen schon warum; jetzt also auch offiziell schon Käse...) und dann Kredit-Zinsen runter für eine Geldmengeninflation damit die Assetdeflation gestoppt und umgekehrt wird. Wie lange braucht man bis genug eingekauft ist? Können imo schon Monate werden, bis denn klar wird wer gezockt hat und übernommen werden kann...
    Der Broker verdient immer, besonders aber bei starken Veränderungen. Wie lange würde es denn dauern, das Zentralbankgeld unter das Volk zu bringen? Das kann imo bei den großen Firmen unter den ausgetrockneten Bedingungen vielleicht viele Wochen dauern, aber bei den Konsumkrediten könnte das deutlich länger im Bereich von Monaten sein... je nachdem wie man die Stimmung kippen kann. Im meinem Umfeld sind sowohl crack-up boomer zu finden (Kühlschränke,Möbel...) als auch Extremsparer, die herausfinden wollen wie günstig man leben kann... die Meisten sind aber Ignoranten von Allem, wenn sich das ändert, dann ...?


    Zu den Immobilienpreisen in den USA: die oft erwähnte Stabilisierung findet in breit aufgestellten Wirtschaftszentren statt, nirgendwo anders (siehe z.B. wirtschaftsquerschuss usw.). Das ist der Versuch aus betroffenen Extrem-Clustern ohne Arbeit dem Job nachzulaufen, ohne Gewissheit, mit dem letzten Geld und ohne Sicherheiten... Alles was nicht von großen Investoren gekauft wird steht auf wackligen Beinen, bevor das nicht geklärt ist bewegt sich imo garnichts, abgesehen von temporären Schwankungen. In D ist da imo noch sehr wenig passiert, daher kann ich auch die Deflationisten verstehen... Ob lange Defla oder Hyperinfla in unserem Geld- und Wirtschafts- System existieren können wird wohl ausgiebig getestet... 8)
    Grüße,
    statist

    inflation ist den banken (nicht den kreditgebern generell) völlig wurscht. sie vergeben nämlich kredite immer in höhe der assetwerte. wenn also die assets auf einmal dank inflation das "doppelte" wert sind, bzw. das geld eben nur noch die hälfte, dann wird die kreditmenge innerhalb kürzester zeit einfach angepasst. es wird einfach das doppelte verliehen und die rechnung passt wieder. viel schlimmer ist deflation, weil das zu abschreibungen und damit zu echten verlusten führt. die banken haben nichts gegen inflation. natürlich ist ihnen stabilität noch lieber, weil das das geschäft berechenbarer macht aber inflation ist für banken viel viel viel besser als deflation. niemand kann deflation schlechter verkraften als banken. und da bin ich ganz und gar nicht tollars meinung, der in der deflation offenbar große vorteile für banken sieht. ich sehe da nur bankenpleiten, während bei inflation alles weiter geht wie bisher.

    das stimmt, weil das verliehene Geld den Banken fast nichts kostet! Wenn man als Privatmann verleiht, so achtet man darauf möglichst den inflationsbereinigten Wert wiederzubekommen, da man ja dann damit etwas kaufen will. Die Bank kann dank fractional-reserve banking Geld soooo günstig erzeugen, dass es nur wichtig ist die Kredite wieder zurückzubekommen um diese in den Büchern auszugleichen... Wieviel das Geld wert ist interessiert dann nicht, hauptsache die Positionen heben sich auf. Wenn diese dann, wie goldmob schrieb, einen höheren Wert beleihen können kann man hohes Wachstum vorgaukeln... Abschreiben wird um jeden Preis verhindert.
    Ruhe im Markt wünsche ich mir als ganz ganz kleiner; die Market-Maker brauchen Bewegung damit das Klicken Spaß macht... und sich lohnt. Schließlich wollen doch alle nur die 'Vermögenswerte' 8)


    Edel Man
    schönes Bild... die Silbernen steckt man auch so ungern in die Parkuhr :D


    Grüße,
    statist

    Das nenne ich mal "einen starken Tobak"!
    Wie war das ... was versprach der "Joe" ... 25 Prozent Rendite ... [smilie_happy]


    Ein weiter so vom "bettelmann"! :thumbsup:


    Bei der Show fehlen mir einfach die Worte... wie können die uns noch in die Augen schauen? Und dabei erzählen HRE kam überraschend, und... und... X(


    Bei den 25% wundere ich mich immer wieder, warum das so runtergemacht wird:
    Für die hohen Risiken bei Refinanzierung und Investments finde ich 25% _Eigenkapital_-Rendite zu wenig um mich zu beteiligen, er müsste mir mehr bieten! Bei dem geschätzten Hebel von 25 bis 50 machen die somit nicht mal 1% mehr als die Kapitalkosten, und das unter den genannten Risiken... Das ist jetzt sehr vereinfacht, da ja nicht alle Bilanzwerte Gewinn erwirtschaften und auch Immobilien usw. dabei sind, aber grob zeigt es die Richtung. Darauf wäre ich nicht so stolz wie er, aber das ist wohl Ansichtssache... :hae:
    Grüße,
    statist

    Inflation ist schlecht für Geldgeber. Banken haben in Vergangenheit viel Geld verliehen. Wenn nun das Geld plötzlich die hälfte Wert ist, dann sind die reinkommenden Zinsen aus den Krediten auch die Hälfte wert. Bank verdient also inflationsbereinigt weniger. Für die Bank war es ein Verlustgeschäft - und zwar gleich die letzten 10 Jahre. Darum sind geringe Inflationen OK - aber sehr hohe vermutlich ebenfalls schädlich - aber hauptsächlich im Kreditgeschäft.

    Als Geldgeber sieht man sein Geld nicht gern verwässert, es sei denn man kann auch Profit daraus ziehen. Steigende Bilanzwerte durch die wertvolleren 'Vermögenswerte' sind gut für den Kurs und die Boni, warum also nicht? Zudem bedeutet ja Deflation auch Gläubiger-Verzicht, und das macht man ja ungern da dies endgültig ist.


    In den USA wuerde ich von der Bestandsfestigkeit eines 30-jahrigen-Immobilienkredits mit festen Zinsen ausgehen. Aber das ist letztendlich nur ein rechtliches Detail je nach Jurisdiktion. Es aendert aber wenig an dem Mechanismus der Inflationsbekaempfung, denn ob alte Kreditevertraege aufgeweicht werden duerfen oder die Zinsen nur auf neuen Krediten angehoben koennen ist den Banken egal, sie werden und muessen die Zinsen in der Gesamtbilanz anheben, was wiederum inflationsbekaempfed wirkt. Hohe Inflation ja, aber Hyperinflation - no way.

    Die Inflationsdämpfung geht allein von dem Zusammenhang Geldmenge/Warenmenge aus, was aber nicht reicht, wie die Beiträge der letzten Tage zeigen. Es wird temporär immer ein über- oder unterschätzen der realen Inflation von Käufern (Kreditnehmer) und Verkäufern (Preisbildung) geben, aber eine Stabilisierung sehe ich durch die dann steigende Umlaufgeschwindigkeit nicht. Und das 'sichtbare Geld' am Markt ist nicht nur auf Bargeld bezogen, sondern auch auf Giralgeld - wobei da momentan die Begrenzung bei einer Überweisung pro Tag liegt; beim Bargeld ist es quasi unbegrenzt bei bis zu ein paar Zahlungen/Stunde.


    ... hier ist nun die Frage, wieviel % Inflation wird von der breiten Masse noch als akzeptabel angesehen werden ? Wo ist die Grenze, zumindest ich würde da spätestens ab den 10 % schon im Dreieck hüpfen, einige sicher früher, andere später... doch kommt solch eine Geschichte erst mal ins Rutschen, dann kann die Bank machen was die will, die Hyperinflation wäre nicht mehr kontrollierbar und die Banken wären ebenso ein Spielball wie der Rest der Gesellschaft auch... bis dann mit den ersten Billionenscheinen langsam das Ende der Fahnenstange erreicht werden wird.


    Da geh ich mal fest von aus, es wird eine "normal akzeptable" Inflationsratenprozentobergrenze geben, die nicht überschritten werden darf, vorsichtig gefühlt mag die meiner Ansicht nach irgendwo zwischen 15 bis 25 % liegen und je nach Stimmungslage im Mainstream :hae:

    Hallo Tut, so sehe ich das auch. Dieser Umschaltpunkt ist gefährlich, es kann in jede Richtung kippen - extrem Sparen oder crack-up boom... Der Versuch auf Basis alter Informationen zu steuern, anstatt zu prädizieren was kommt und danach zu handeln, führt imo durch den Zeitverzug zu verstärkten Zyklen... :wall: der weise und unerschrockene Anleger hat vielleicht etwas davon, aber wer ruhig schlafen will hat sich da schon einen alternativen Plan zurecht gelegt 8)


    Manchmal stört Wissen auch :whistling: früher habe ich für mich Geldmengen-Inlfa-Defla am ntv Text S. 301 (Marktübersicht) festgemacht: alles grün - Inlfa, alles rot - Defla :thumbsup:
    mittlerweise glaube ich wieder das dies verlässlicher ist als alle Statistiken...


    Ein schönes Beispiel aus meinem Umfeld; das geerbte Gold nahe Höchststand verkauft und Bankaktien gegen jeden Verstand gekauft... das Ergebnis kennt Ihr selbst :huh: Abrechnung ist zum Schluß.
    Grüße,
    statist

    Link soeben auf Hartgeld gefunden:
    Tausende Viehzüchter geben ihre Höfe auf
    http://www.faz.net/s/RubD16E1F…Tpl~Ecommon~Scontent.html


    Das ist imo ein wichtiger Indikator für den Zustand des Wirtschaftssystems, da es hier um Grundbedürfnisse geht. Ein Produzentensterben kann enorme Folgen haben, da die Abhängigkeit von großen (enorm kreditbelasteten) Genossenschaften steigt... Die Entwicklung incl. der Preise sollte man im Auge behalten. Wenn es Fleisch nochmal so richtig billig (jetzt ist ja schon saubillig, aber halt über die Subventionen) gibt, dann kann man sich darüber sorgen ob es in der Zeit danach überhaupt was gibt... aber die Futtermittel tun zur Not auch 8|
    Wo stehen wir eigentlich im Schweinezyklus?
    Grüße,
    statist