Sehr interessantes Thema - okay, da will ich auch mal meinen "Senf" dazu geben, obwohl ich das alles schon mal im Neulinge-Begrüßungs-Sräd erzählt hatte: 
Daß aus mir so ein Goldbug geworden ist, hängt z.B. mit meiner Großmutter zusammen. Sie stammte aus allereinfachsten Verhältnissen, hat sich als junge Frau in den letzten Jahren des I. Weltkrieges als Schneiderin gerade so durchs Leben geschlagen (Motto: "Zum Leben zuwenig - zum Sterben zuviel!"). Sie ist 1920 als junge Frau vom Judentum zum evang. Christentum konvertiert, als sie meinen Opa geheiratet hat. Der war ein kleiner Versicherungsangestellter. Dann gleich Hyperinflation (fast alle Ersparnisse weg ... bis auf: siehe gleich) - später dann wieder bescheidenster "unterer Mittelklasse"-Wohlstand in den Roaring Twenties als Schneiderin und Modedesignerin ...
Ja und dann "Deutschlands Große Zeit"[tm]: Oma galt als "Volljüdin" (trotz evang.-luth. Bekenntnisses), Opa als rassischer "Arier" als "Rassenschänder", weil er sich von Oma Ruth partout nicht trennen wollte, auch als diese dann "deportiert" wurde. Ende 1944 Flucht von Oma Ruth aus dem Ghetto unter abenteuerlichsten Umständen; Überleben allein durch Menschen, die sich trotz (oder wegen?!) der Zeitenläufte ihre Menschlichkeit bewahrt hatten. ![smilie_blume [smilie_blume]](https://goldseiten-forum.com/wcf/images/smilies/smilie_blume1.gif)
Nach dem Kriegsende Niederlassung in der Nähe Berlins, also der späteren DDR. Und dann wegen ihrer Herkunft auch wieder nur Ärger gehabt mit den HERRschenden (denn die Stalinisten sind letztlich genauso antisemitisch wie die Nazis es waren). Wollte deshalb Ende 1961 in den Westen gehen - da kam der 13. August dazwischen... 
Und sie hat mir erzählt, daß sie, als sie Oktober 1944 endgültig "deportiert" werden sollte, bei ihrer Flucht "nur" ihren Familienschatz dabei hatte, den sie auch über die Inflationszeit gerettet hat: ein paar "Goldfüchse" (12 oder 15 Stück), in ihre Unterwäsche eingenäht. Dieser Goldschatz hat dann bis zur Befreiung von der Faschistenpest die Münder von Leuten verschließen helfen, die sonst eher schnell mal zu Denunziationen neigten, weil sie doch "gute deutsche Volksgenossen[tm]" sein wollten... (und auch zum Füllen des Mundes und Magens von Oma taugten diese geprägten Gelbmetallscheiben ausgezeichnet ... auch und gerade, als dann "die Russen kamen"...).
Sogar zu DDR-Zeiten haben sie dann noch zwei von den letzten drei Stück aus sehr, sehr brenzligen Situationen gerettet. Und der eine, der als letzter noch übrig war (sie hat bewußt den von Friedrich III. von Anno 1888 aufgehoben, weil dieser liberale Monarch ihr absolutes Politikeridol war), den hat sie kurz vor ihrem Tod dann 1988 (also genau 100 Jahre nach dem Tod von "ihrem" Friedrich III.) mir vermacht - ihrem liebsten Enkel.
Damals war ich ca. 30 Jahre alt, und das Teil war in Ostmark ca. 3 Monatsnettogehälter(!) eines wissenschaftlichen Mitarbeiters an einem Industrieforschungsinstitut wert (ca. 2000,- Aluchip-Mark) ... Ein Schatz der Sonderklasse also!
Ansonsten war mein Hobby damals schon seit Jahren die Numismatik - aber "nur" (aus heutiger Sicht "billiche Massenware"-)Münzen der Antike (speziell Römerreich). Und obwohl zu DDR-Zeiten eine antike Goldmünze der für einen Normalsterblichen wirklich VÖLLIG unerreichbare Traum war und blieb (die "billigsten" Byzantiner - heute um 300,- ... 400,- € wert - kamen damals über 4000,- ... 5000,- Ostmark, also mehr als ein Halbjahresnetto eines Wissenschaftlers): Ich wußte natürlich schon damals, daß es letztlich nur ein ultimatives Wertaufbewahrungsmittel gab und gibt: GOLD!
Anfang 1989 dann begann es in der DDR zu kriseln, und zugleich gab es de facto kaum noch was für mein o.g. "echtes" Hobby zu kaufen. Und auch ansonsten: Man verdiente zwar wenig (s.o.), aber die Grundnahrungsmittel und Mieten waren spottbillig - der Effekt: Man KONNTE sein Geld gar nicht sinnvoll ausgeben, und so sammelte es sich dann nach und nach in Form von immer größer werdenden Zahlen auf dem Konto an... Da habe ich mir kurzentschlossen für zusammen 14.000(!!),- Ostmark zwei 20-Golddollarstücke aus den 20er Jahren gekauft: Meine erste "große" Investition in das Gelbmetall.
(Mein Vater hat mir damals als Geschenk 4000,- Ostmark zugeschossen, denn wie gesagt: 14000,- Ostmark entsprachen ca. anderthalb Jahres(!)gehältern!!)
Dann kam die Wende - und ich war sauer, denn keiner hätte damals (1989) daran gedacht, daß die BRD mal so "lieb" sein würde, uns für unser lustiges, mit Marx- und Engelsbildchen bedrucktes, Spielgeld allen Ernstes richtige DM zu geben - zum Kurs 2:1 wohlgemerkt! Meine 2 Fast-Goldunzen waren damit für umgerechnet 3.500,- DM je Stück gekauft, und das war ein Vielfaches über dem Marktwert!
(1990 kam so ein 20-Dollarstück AFAIRC um 500,- DM oder so, stimmt's?! - ich gucke jetzt nicht die historischen Charts...) Also hatte ich erstmal die Nase voll vom Gold, denn es gab ja für das (scheinbare) Echtgeld mit den grimmigen Dürerporträts drauf soooo schöne antike Münzen und sonstige Dinge zu kaufen: WAHNSINN!! Die drei Goldmünzen wanderten in eine Schatulle ... besser nicht mehr dran denken ... oder wenn, dann nur als historische Reminiszenz an Oma Ruth sel.A. und die olle Honecker-TäTäRää.
Erst genau 2001 kam bei mir wieder EM in den Fokus. Hintergrund: Euro-Einführung, der ich massivst skeptisch gegenüberstand. Damals habe ich mir jedenfalls auf einer Münzbörse in München kurzentschlossen 5 verschiedene Känguruhs zum Tagespreis gekauft, weil die mir einfach gefielen und ich das Geld gerade in bar dabei hatte (gedacht war's eigentlich für den Kauf einer römischen Goldmünze, die mir dann aber "in der Hand" nicht richtig gefiel, so daß ich über 3000,- DM sinnloses Bargeld dabei hatte, die ausgegeben werden wollten, weil sie eh schon verplant waren).
Ja, und 2003...2004 habe ich gemerkt, daß diese Entscheidung wohl richtig war. 
Ich habe dann ab 2005 immer wieder mal Gold nachgekauft - richtig intensiv jedoch erst ab Ende 2008. Der Hintergrund hierfür ist Euch ja zeitlich-kontextuell sicher klar. 
So ist Euer Mithras also so ein ausgemachter Goldjunge geworden... 