Beiträge von Mithras

    Erstmal ein Lesetipp: http://www.rene-finn.de/pdf/Britische%20Goldmuenzen.pdf


    Die Saudis haben zum Beispiel selbst eine Münze mit Sovereign Gewicht geprägt, Sovereign und 2 Rand bzw. Half Sov. und 1 Rand Südafrika sind gewichtsgleich.


    Der Sovereign wurde in Spitze auf 5 Kontinenten geprägt, so auch in SA in Pretoria.


    Ich ergänze noch: Er ist auch gern gefälscht worden. Und zwar gerade zeitgenössisch. Speziell in Saudi Arabien und im Ottomanischen Reich. Onkel Mithras zeigt hier ein schönes Beispiel (ist mir mal in einer Wechselstube zugeflogen):




    Aus Anlegersicht kein Problem (weil gutes Gold); und auch noch (wirtschafts-)historisch HOCHINTERESSANT!! Das ist lebendige Geschichte zum Anfassen (Stichworte hier Lawrence von Arabien etc.)


    Ansonstenm möchte ich aber (und zwar als großer Sovereign-Fan) Golden Mask dezent widersprechen: Die Variantenvielfalt der Sovereigns hält sich (vor allem in Bezug auf ihren insgesamt GIGANTISCHEN Prägeumfang!!) doch recht in Grenzen, wenn man sie z.B. mit deutschem Reichsgold vergleicht (siehe die vielen, vielen kleinen und kleinsten deutschen Königreiche/Fürstentümer, die alle eigene Münzen prägen durften - die natürlich dann einen u.U. den Goldwert um GRÖSZENORDNUNGEN überschreitenden Sammlerwert haben). Aber das tut ihrer Bekanntheit keinen Abbruch.


    In Amerika aber haben Sovereigns nichts verloren. Dort war ja auch nie das Commonwealth. ;)

    Scheiß Forensoftware hier :( - wieso wurde mir dieser Thread nur angezeigt, wenn ich auf "Neues der letzten 24 Stunden" gehe und nicht bei "neue Themen"?? ;(


    Nun ist ja schon fast alles gesagt. Vor allem Graf Zahl sieht das genau wie ich: Es geht doch gerade für den echten Goldbug eigentlich NICHTS über Münzen aus jener Zeit, als Gold noch richtiges (Umlauf-)Geld war. 8)


    Und gerade dann führt am Sovereign kein Weg vorbei!! :)


    Nachteil: Bekanntheit in der BRD in der "Normalbevölkerung" eher gering. Da kennen mehr Leute (vor allem die älteren) eher die Goldmark aus Kaisers Zeiten. Oder den Krügi (erstaunlich aber wahr!).


    Vorteil: International ist der Sovereign aber absolut unschlagbar! Im Nahen und Mittleren Osten noch heute als Kurantgeld(!) gebräuchlich! Auch z.B. in Griechenland ist der Sovereign geradezu ein Synonym für Goldmünze - Krügis et al. kennt dort kaum einer...


    In Indien benutze ich diese Münzen als Bargeld zum Erwerb von antiken Ausgrabungen etc. Klar könnte ich die auch in Papier-Rupien zahlen. Aber da ist der Sortenkurs eh schon schlecht genug, und in Indien kosten Sovereigns dann nochmal mindestens(!) 10% Aufschlag auf den Devisen-Mittelkurs. Mithin bekomme ich dort fast 20% mehr für einen in Sovereigns als in Papier-Rupien umgetauschten Euro. Noch Fragen?? ;)

    Es gibt keine 20-RM-Goldstücke, wohl aber zumindest ein 20M-Stück der DDR aus Gold.


    Rein formal hast Du recht. Es gab nur "Reichsbanknoten". Das Goldgeld hieß hoch offiziell "Mark".


    Aber guck mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Goldmark - da steht:


    Gelegentlich wurde und wird in der Literatur schon ab 1871 von „Reichsmark“ gesprochen, und zwar im Sinne einer einheitlich im gesamten Deutschen Reich gültigen Mark-Währung, was hier jedoch nicht mit der späteren, ab 1924 offiziell eingeführten Reichsmark verwechselt werden sollte. [Hervorhebung von mir.]


    Es gibt überhaupt keine 20-REICHSmark-Münzen i.e.S. (also ab 1924 bis unter Adi dem 1000-Jährigen geprägt); demnach KÖNNEN damit nur die kaiserzeitlichen "Goldfüchse" gemeint sein... "goldene 20-Mark-Münze" ist aber in der Tat jedoch NICHT mehr eindeutig.


    Die DäDäRä-Goldmünzen sind a) ein Unikat (20,- M Marx) und b) ein paar Materialproben (40. Jahrestag des 8. Mai 1945 aus 333er "Gold" - nur als Geschenk fürs Diplomatische Corps verwendet). Nicht wirklich relevant...

    Ein "goldenes 20-Mark-Stück" wäre bei mir in der Tat auf jeden Fall KEIN "20-RM-Goldstück", sondern wohl nur ein vergoldetes "20,- M"-Stück der DäDäRä. Den Unterschied macht schon das "R" für "Reich", das diesbezüglich relevant ist. ;)


    PS: Der "Goldene Reiter" (die Statue von August dem Starken) in Dresden ist auch nicht aus Echtgold... Aber "golden" ist sie schon. Wie die "Else" auf der Berliner Siegessäule (zu deren Füßen ich gerade im Biergarten sitze - muß auch mal sein... ;) ).

    Doch, doch! Als privaten "Gag" mag es VERGOLDETE DäDäRä-Fenn'che durchaus geben. Aber wer war so pervers, sowas a) überhaupt zu machen (Erzstalinisten??) und b) das dann auch noch zu einer CHRISTLICHEN Feier zu verschenken?!? Skurril, einfach nur skurril! :wall: Aber "es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde ...", das wußte schon der olle Goethe... ;)


    (Vielleicht war auch die DDR'sche "Jugendweihe" gemeint, aber selbst da hätte der "Jugendweihling" jemanden nur doof angeglotzt und für verrückt erklärt, der so frech war, ihm sowas "popeliges" zu schenken - der erwartete eher "Marx' gesammelte Werke in Leder", sprich: viele Ost-Hundertmarkscheine in einer Brieftasche oder ein Moped... ;) !)

    @all:
    Ja, manchmal finde ich die Umgangsformen gegenüber Neulingen hier auch zum Kotzen! :wall:


    Pfaeffchen:
    Allerdings bist Du nicht ganz schuldlos daran. Denn "Dachbodenfund" IST nunmal DAS ihBäh-Unwort schlechthin. Das sollte man beim Stellen solcher Fragen IMMER vermeiden!


    Ein Tip: Hättest Du gleich geschrieben, daß Du vor soundsoviel Jahren (das ist eine wichtige Randinformation zur "Zeitschiene": ich vermute, das war noch zu DDR-Zeiten, oder?!) einen goldfarbigen DDR-Pfennig "geschunken gekrochen" ;) hast und Dich jetzt wieder daran ERINNERT hast (schon ist das Unwort "Dachboden" vermieden! ;) ) und Du GLEICH ein paar GUTE Fotos davon eingestellt hättest (mindestens 300*300 Pixel - und zwar ALLEIN für die Münze - Deine Tischoberfläche ist hier im GSF nicht von Interesse ;) !) sowie eine Gewichtsangabe: Du wärest SOFORT viel freundlicher "empfangen" worden.


    Ach so: Die Gewichtsangabe fehlt immer noch! :( Kannst Du die uns bitte noch nachreichen? Und komm' jetzt nicht, daß Du keine Waage hast ... Hier geht's nicht ums Milligramm, sondern lediglich darum, ob das Teil
    UNTER 1g oder über 3g wiegt - und das geht mit jeder digitalen Küchenwaage mit 1g-Auflösung, ja sogar mit der "guten, alten" mechanischen Briefwaage "vom Dachboden"... 8)

    Cheffe:


    Zu den genannten Auktionspreisen kommt jedoch immer noch das Auktionsaufgeld plus Märchensteuer dazu - zusammen ca. 25% Aufschlag! Macht also schon deutlich über 6000,- €, die der Käufer dafür realiter hinlegen mußte. Dennoch hast Du das gut beobachtet: Ich schrieb doch oben, daß das so eine Art "Anlagemünzen der Antike" waren, die sich in beachtlichen(!) Stückzahlen bis heute erhalten haben. Sie sind also keinesfalls "wirklich richtig selten".


    Außerdem hängt der Preis bei antiken Münzen in GANZ erheblichem Maße von Stil und Erhaltung ab, und in den "letzten 20%" zwischen "vorzüglich" (wie Deine Abbildung aus dem CoinArchive) und sog. "Kabinettstücken" (also einfach "ideal" erhaltenen Exemplaren) geht der Preis dann EXPONENTIELL nach oben .... Da sind locker auch 30.000,- € für sowas drin - trotz der zahlenmäßigen Häufigkeit...


    Dieser Artikel ist ein typischer Sommerloch-Füller. An dieser Münze ist nur der bekannte Fundort interessant, und daß sie trotz jüdischen Bildnisverbots damals NICHT eingeschmolzen wurde. Rein erhaltungsmäßig ist diese "Ruine" auf dem Sammlermarkt max.(!!) 4000,- € wert, wenn überhaupt...

    Ach weißt Du, Goldelefant, das hat wie immer (abgesehen von der persönlichen Präferenz jedes einzelnen) zwei Seiten: Dafür finde ich nun wieder, daß es den Stempelschneidern ab der (frühen) Neuzeit oft verdammt gut gelingt, TROTZ des niedrigen Reliefs ein absolut erstaunliches Maß an Naturalismus rüber zu bringen. 8)


    Nur EIN Beispiel: sämtliche(!) Darstellungen von Elefanten auf antiken Münzen, die ich kenne, können mit dem auf Deiner faszinierenden Not(!)münze aus Gold nicht wirklich mithalten. Für nahezu alle Tierdarstellungen außer Pferden und Löwen sowie Adlern fehlte den antiken Stempelschneidern einfach "der letzte Pfiff"; oft auch mangels eigener Anschauung. Es ist jedoch Fakt, daß die gesamte griechisch-römische Kunst auf die Darstellung des Menschen (sowohl als Porträt als auch ganzfigurig) hin angelegt war; und DABEI wurden dann auch heute kaum wieder zu erreichende Meisterwerke geschaffen. Dieses Gold-Oktodrachmon ist ein wunderschöner Beleg dafür. :)

    Wenn die Serie komplett ist (und sofern der Goldpreis bis dahin nicht in Eichelburg'schen Regionen schwebt, so daß sie sich der Gemeine Goldbug überhaupt noch leisten kann ;) ...), hat wenigstens der Deutsche Goldbug[tm] die Fähigkeit gewonnen, einheimische Bäume rein an ihrer Laubform erkennen zu können. :) Na, wenn DAS nix ist... ;) :thumbup:

    Nachtwächter:


    Du hast NUR bezogen aufs Römerreich recht. DORT waren derart große Goldstücke IMMER Sonderprägungen. Heute gemeinhin zur Unterscheidung von "normalem Umlaufgeld" als "Medaillons" bezeichnet, die wohl damals in der Tat ausschließlich als Auszeichnungen oder Ehrengeschenke dienten.


    DIESE Gold-Oktodrachmen aus dem ptolemaischen Ägypten waren aber "nur" "ganz normales Geld" - allerdings eben wunderschön anzuschauen. Die in der Tat größten Umlaufmünzen der Antike in Gold!! Hintergrund dafür: Es gab in der griechischen Antike nur ganz wenige Staaten mit einer Gold(kern)währung - es gab damals fast ausschließlich Silbergeld. Das hatte mit der extrem hohen Kaufkraft gerade des Silbers zu tun.


    Ich wiederhole mich hier: 17g Silber(!) waren kaufkraftmäßig IN ETWA mit einem heutigen "500-Euro-Schein" zu vergleichen. Die GSR war ca. 1:12 - also ca. 1,5g Au waren ETWA 500,- €! Fast Eichelburg'sche Regionen, was?! ;)
    Rechnet Euch selber aus, was so ein ca. 30 g schweres Teil wert war: GAAAAANZ viel Geld jedenfalls!! Diese Münzen waren deshalb logischerweise mehr "Schatzbildner" als "Alltagszahlungsmittel". Schon verständlich, daß möglicherweise ein reicher jüdischer Kaufmann aus Alexandria sowas mit "nach Hause" genommen hat und es dort trotz des jüdischen Bildnisverbots NICHT eingeschmolzen hat (es gab gerade in dieser Zeit des Hochhellenismus SEHR VIELE durchaus säkular denkende Juden, denen der Jahwe ziemlich am Anus vorbeiging... ;) ).

    damaligen 100%igen Sammleraufschlag und heutigen Goldpreis kannste aber trotz allem nicht vergleichen, oder ?


    Natürlich nicht - deswegen arbeitete ich ja auch mit Prozentangaben.


    Aber 20,- ... 40,- DM waren vor 50...60 Jahren SEHR viel Geld! Und das allein für den SAMMLERaufschlag bei EINER 20-RM-Münze, nicht etwa für's Material...

    Ich sehe EM als langfristige Anlage zur Altersvorsorge und als Krisenversicherung und diese Einschätzung ist für mich der Grund, warum ich von Münzen mit Euronennwert die Finger lasse, sogar von Philharmonikern (von den ganzen Bundesbank-Ausgaben erst recht).
    Die paar Goldphilis, die ich mal gekauft habe, sind das erste was ich bei einer eventuellen Milchmädchenhausse raus haue.


    Das einzige was ich in der Richtung habe ist eine (echte) Goldmark. Die musste aus sentimentalen Gründen einfach sein :thumbup:


    So ähnlich sehe ich das auch.


    Ich habe jedoch einen ganzen Schwung Gold-100er; die "Hintergedanken" dabei waren zweierlei Art:


    a) Diversifizierung! Vielleicht kommt ein Goldverbot so, daß offizielle BRD/EU-Ausgaben davon ausgenommen werden?! Es also nur für Krügis, ML, Eagles, Nuggets, ... sowie vor allem Barren gilt....


    b) Ich habe jedoch ALLE diese komischen Halbunzen zu einem Preis gekauft, der UNTER dem anderer ("üblicher") Halbunzen lag (VK bei EuroChange oder Exchange-AG zugrunde gelegt, die allerdings bei Halbunzen je Stück einen Spread von ca. 40,- € haben X( !).


    Die Exchange-AG hat die 100er aber (weil die dort AUSGEMACHTE "Ladenhüter" sind) immer zum BARRENpreis verkauft; also wenn z.B. der 1/2 oz Krügi gerade 500,- € VK kostete, gab's die BRD-100er nur für ca. 480,- € (d.h. die haben einfach den 100g-Barren-Preis auf 15,5 g Feingehalt runtergerechnet). Da habe ich öfters mal zugegriffen, wenn sonst nix Sinnvolles da war und es gerade einen Dip im POG gab. Ergänzend kam noch hinzu, daß die bei der Exchange-AG bis Anfang d.J. nur EINMAL täglich ihre Preise aktualisiert hatten - das war günstig, wenn der POG zur Crimex-Zeit (also 16 h bei uns) nach oben schoß, dann war die Exchange immer deutlich billiger als die EuroChange gleich nebenan in Berlin, die ihre Preise minutengenau aktualisieren, sobald sich da 2,- €/oz Differenz ergeben... War dann öfter mal mein Nachmittagsspaziergang vom Büro... ;)

    goony:
    GRUNDSÄTZLICH hast Du ja "irgendwie" sogar recht. Aber es gibt schon Leute, die "gewissen" Ärger bekommen können, wenn sie "zu viel" (Bar-)Geld haben. Vor allem, was das EINZAHLEN auf ein KONTO betrifft. In Sachsen z.B. war ich zwar VERPFLICHTET, für den kompletten Unterhalt meines Registrierten Lebenspartners[tm] zu sorgen (d.h. der bekam keinen Cent staatliche Mittel...), allerdings durfte ich diese Aufwendungen nur unter besonderen Bedingungen steuermindernd geltend machen (Anlage "Unterhalt" zur Einkommenssteuererklärung; nix von wegen Ehegattensplitting und so). Nämlich nur dann, wenn SOWOHL ich ALS AUCH er "kein nennenswertes Vermögen" haben, sonst hätten "wir" erst selbiges "aufbrauchen" müssen, ehe die Rückerstattung der ca. 7500,- €/Jahr griffe.


    Die Grenze für uns beide wurde (INKLUSIVE Hausrat, Auto, etc.!) auf lächerliche 30.000,- € festgelegt. Davon wurden 10.000,- € für "Hausrat" abgezogen - wir hätten also zusammen(!) auf "Konten" oder im Aktien-Portfolio oder ähnlichen Asset-Klassen, wo die Staatsschnüffler vollen Zugriff drauf haben, nie mehr als 20.000,- € haben dürfen - und da hat das FA stets schon SEHR genau nachgeguckt. Ich hatte damals ein richtig gutes Festgehalt (sechsstelliges €-Brutto/Jahr), und im Sommer gab's Jahreszielprämie fürs Vorjahr, wo gleich mal locker ein Zehntausender in einem Schlag aufs Konto kam. Das mußte ich dann immer SOFORT bar runterholen und "verprassen". (Das hat mich dann übrigens ERST RECHT zum Goldbug gemacht ... denn nur die bunt bedruckten Zettel der EZB in der Bude liegen lassen, ist auch eher suboptimal; ich habe die Zettel also SOFORT in die nächste Wechselstube getragen, um gelbes Schwermetall dafür zu kaufen ... oder eben 2000 Jahre Sammlermünzen.)


    bzw. Wiki mit Ahnung ! ;)


    Nee nee, im Originalartikel steht inhaltlich über den "Kreislauf des Goldes" schon sehr viel mehr drin als in dem verlinkten, banalen & kurzen Wiki-Eintrag zur Affinerie (die sowas eben macht).


    Auch viele ausgemachte Goldbugs übersehen das allzu oft, daß "unser" Gelbmetall immer und immer wieder "recyclet" wird. Einmal gefördert, verschwindet es nicht mehr "wirklich" aus der Zirkulation bzw. dem Lagerbestand. Letzterer ist natürlich eine Gefahr für "unsereins", denn wenn die Zentralbanken et al. mal auf die Idee kommen würden, daß ihr Gold "nutzlos" ist und es ergo auf den Markt schmeißen, ist's sofort relativ wertlos: Nur noch schön anzuschauendes, gelbes, weiches und schweres Metall... ;(


    Interessanterweise lehrt uns aber die Geschichte der letzten 5000 Jahre, daß da eher der Mond auf die Erde fällt, als daß genau das in dieser letzten Konsequenz passiert. Ändert aber nichts daran, daß Gold eben KEIN "zwingend benötigter/unersetzbarer" (Industrie-)Rohstoff, sondern eben doch "nur" eine Existenzform von "Geld" ist. Das ist bei Ag und Pt ganz anders - und bei z.B. Lithium (um mal ein Ultraleichtmetall als Vergleich zu nehmen) noch viel extremer...

    Die Scheideanstalten (Affinerie) trennen (scheiden) diese Legierungen immer wieder zu Reinmetallen und diese werden dem Weltmarkt wieder als Reinmetall zugeführt – und der Kreislauf beginnt (zumindest für einen Teil des Goldes) wieder von neuem: vom Goldbarren zur Schmuckindustrie – Legieren – Schmuck kommt an den Mann / die Frau – Schmuck wird an eine Goldankaufstelle verscherbelt – Einschmelzen – Trennen zu Reingold – Reingold wird in Barren gegossen und dem Weltmarkt wieder zugeführt – Barren wird von der Schmuckindustrie gekauft... usw…


    …und so kann es ewig weitergehen...
    …zumindest theoretisch…


    http://de.wikipedia.org/wiki/Affinerie


    Einer mit Ahnung! :) Du hättest nur noch ergänzen sollen, daß das SEIT TAUSENDEN VON JAHREN so läuft. In jedem modernen Krügi etc. steckt Gold aus aller Herren Länder und allen Zeiten drin. Vielleicht sogar ein bißchen was von dem riesigen (mutmaßlich Tonnen schweren!) Goldbehang des Phidias-Zeus: http://de.wikipedia.org/wiki/Zeus-Statue_des_Phidias (dieses Gold war zugleich der "Staatsschatz" der Alten Griechen) - alles ist möglich. ;)

    Ich tippe auf letzteres. Das lies sich in den letzten Monaten z.B. auch bei Lunar II, Buffalo und einigen historischen Münzen beobachten.


    Die übrigen deutschen Euromünzen sind ja auch nicht gerade der Renner.


    Im Grundsatz ACK - ich gehe sogar noch ein Stück weiter und prophezeie diesen potthäßlichen Knöpfchen selbst bei steigenem POG einen SINKENDEN Marktwert. Die Grenze nach Süden ist nur der POG. Wie Du es schon richtig schreibst: so war's auch beim Reichsgold, das in den 50er und 60er Jahren noch mit über 100% Sammleraufschlag gehandelt wurde, auch die häufigste Massenware wie Wilhelm II, was ja Schmidt/Hausmann erst auf ihre "Falschmünzer"-Idee brachte. Heute zählt bei den Jahrgängen in Millionenauflage nur der Goldgehalt...