Zum Thema gabs schon im April einen interessanten Beitrag von Analysten der Commerzbank. Bin leider jetzt erst über diesen Kommentar im Barrons Blog
http://blogs.barrons.com/focus…bubble-asset-commerzbank/
darauf gestoßen.
Verglichen werden in einem Chart die Kursverläufe
- Brent Öl ab Juni 1998
- Nasdaq ab Januar 1990
- Gold ab Januar 2002
mit jeweils Startwert=100
In 10 Jahren ungebrochener Hausse stiegen die ersten zwei Werte etwa auf 1100, Gold auf 600 (wenn der Startwert gleich 100 gesetzt wird).
Nach dem Top folgte in den ersten zwei Fällen etwa eine Drittelung des Kurses binnen 1 bzw. 2 Jahren; im Gold haben wir nach knapp zwei Jahren Baisse einen Rückgang von etwa 35%. Im April kommentierte der Blog das wie folgt:
"Eine Blase, die nach einem so langen Zeitraum platzt, wäre ein ziemlich ungewöhnliches Ereignis."
Damals war der Kursrückgang erst 20%, aber die Aussage hat nach wie vor Gültigkeit: die Kursbewegungen von Gold waren sowohl aufwärts als auch abwärts bisher weitaus gemäßigter als die genannten zwei bekannten Blasen der letzten Zeit. Insbes.der Rückgang bisher hält sich immer noch im Rahmen dessen, was andere Assets im heutigen Finanzsystem routinemäßig hinlegen. Bezogen auf den Start der Hausse liegt der aktuelle Goldpreis zwischen den Niveaus, auf die sich nach dem Absturz der Nasdaq und das Brent einpendelten.
Stärker waren die Bewegungen von Silber. Es hat sich vom Tief der letzten zehn Jahre bis 2011 tatsächlich verzehnfacht. Mit einer Fast-Drittelung vom Top sollten wir allerdings nun wirklich unten sein, selbst wenn die 50 Dollar eine Blase vom Brent-oder Nasdaq-Ausmaß waren. Für jemanden, der 60% seines Investments verloren hat, ist das natürlich kein Trost, aber wer am Top in den Nasdaq oder in Brent einstieg, konnte genausoviel verlieren.