Was ich insbesondere als betriebswirtschaftliches Übel in der Autobranche sehe, sind die Lohnkosten.
Ingenieure, die nur dazu da sind, das Ding so zu designen, daß es nach 10 Jahren auseinanderfällt, verdienen noch viel mehr als die Leutchen am Band. Noch mehr für garnix stecken sich die Händler ein und das meiste landet bei Investoren, die gerne über hohe Lohnkosten schimpfen und die o. g. Ingenieure antreiben, die Produkte noch schlechter zu machen (beispielsweise im Hinblick auf Austausch einzelner Kleinteile - nix da, gleich das Komplettpaket wechseln! usw. usf.). Unter welchen Umständen Du Lichtgestalt den Job noch hinkriegst juckt niemanden, wenn die Leute dort am Band weniger verdienen bzw. der fortschrittlichste Niedriglohnsektor in der EU (vgl. G. Schröder) sich weiter ausbreitet, dann ist niemand mehr da, der die Autos überhaupt noch leasen/finanzieren kann. Auf einmal fallen dann die Autobanken auch noch um, so wie unlängst die von PSA und schreien nach Staatshilfe. Naja gut, das wird sowieso noch passieren, weil schon lange der Großteil an Autos über dem eigentlichen Bedarf abgesetzt wird und somit die Zielgruppe eher tendenziell zahlunsgunfähige Kunden sind - Heinz braucht halt auch dickere Eier, wenn Ali und Mustafa schon wieder 'nen neues 3er Coupe haben. Wobei, wenn mal erst die Restschuldbefreiung nach 3 Jahren kommt, dann braucht man nur noch halb so lange, bis man wieder mitspielen darf...
Achso, für ein Auto in der Qualität, wie es in den 70/80ern gebaut wurde, würde ich gerne die 3 fachen Lohnkosten zahlen...und jetzt komm bloß keiner an und heul hier rum vonwegen Rost bei den Dingern.