Warum jeder Gold-Sparer ein privates Gold-Netzwerk aufbauen sollte
Wir benötigen eine Tauschmöglichkeit zwischen Gold und EUR
Ich bezahle in EUR, weil meine Kosten (Strom, Essen, Online-Shopping) in EUR sind.
Ich spare in Gold, weil der Staat den EUR durch Geld-drucken entwertet. Zusätzlich kann man Gold selbst verwahren, während du bei deinem Bankkonto von der Bank bzw. dem Staat abhängig bist. Wer sich politisch zu unbeliebt macht, verliert sein Bankkonto.
Wenn ich spare, dann muss ich EUR verkaufen und dafür Gold kaufen. Wenn ich meine Ersparnisse verwenden möchte, dann muss ich Gold verkaufen und dafür EUR kaufen.
Fazit: Ich benötige unbedingt eine zuverlässige Tauschmöglichkeit zwischen Gold und EUR.
Goldhändler tauschen Gold und EUR bequem - aber nur in guten Zeiten
Am bequemsten ist der Tausch zwischen Gold und EUR über einen offiziellen ortsansässigen Goldhändler. Der gewerbliche Goldhändler war bisher meine Tür zwischen der Gold-Welt und der EUR-Welt.
Der gewerbliche Goldhändler muss sich aktuell natürlich an alle aktuell gültigen staatlichen Regeln halten. In Zukunft muss er sich dann an alle in Zukunft gültigen staatlichen Regeln halten.
Das dumme ist, dass der Staat bestimmt, ob und wie weit diese Tür zwischen Gold und EUR offen ist. Im Trend wird diese Tür durch den Staat bereits langsam geschlossen. Die Grenzen für den anonymen Kauf von Gold wurden über die Jahre immer weiter auf inzwischen nur noch 2000 EUR gesenkt. Durch EUR-Entwertung und Gold-Aufwertung sinkt diese Grenze weiter. Vor wenigen Jahren konnte man mit 2000 EUR noch eine Unze kaufen, jetzt noch nicht mal 1/2 Unze. Die Tür kann noch weiter geschlossen werden. In der Geschichte gab es bereits Zeiten mit privatem Goldverbot, ohne gewerbliche Goldhändler, welche Privatpersonen einen Umtausch zwischen Gold und Staatswährung ermöglicht hätten. Dies waren tendenziell schwierige politische und wirtschaftliche Zeiten.
Gold versichert gegen schlechte Zeiten - eine Zeit ohne Goldhändler
Je mehr der Staat unter Druck kommt (Inflation, Kapitalflucht, Steuerbedarf), desto mehr verschließt der Staat die Fluchtmöglichkeiten aus seiner zunehmend instabilen Papierwährung über diverse Kapitalverkehrskontrollen. Dazu zählt auch die Fluchtmöglichkeit in Gold. Wer also viel in Gold spart als Schutz gegen politische oder wirtschaftliche Probleme, sich dann aber nur auf offizielle Goldhändler verlässt, der hat in der Krise evtl. ein Problem. Diese Person hockt dann in der Krise auf ihrem Gold, kennt aber keine potentiellen Käufer, die nicht vom Staat kontrolliert werden. Er muss dann entweder Jahre / Jahrzehnte warten, bis der Staat ihm wieder erlaubt sein Gold zu Marktpreis zu verkaufen oder er muss sein Gold weiter unter Wert an den Staat abgeben. Beides ist blöd.
Ein Gold-Sparer sollte sich nicht nur um Erwerb und Lagerung seines Goldes kümmern, sondern auch vertrauensvolle Handelsbeziehungen zu Privatpersonen aufzubauen, die dann auch robuster in der Krise sind.
Anstelle eines zentralisierten Systems, wo 1 gewerblicher Goldhändler 1000 Kunden bedient, sollte jeder für sich ein dezentrales System aufbauen. Jeder findet 5-10 vertraute private Handelspartner. So kennt man direkt 5-10 Handelspartner und indirekt 20-100 Handelspartner.
Ich muss zugeben, selbst habe ich nur von Goldhändlern gekauft. Aber in Zukunft würde ich gerne mehr privat machen (kurzfristig verkaufen aber auch mittel bis langfristig auch wieder kaufen).
Diskussion
Könnt ihr meine Gedankengänge nachvollziehen? Ist es sinnvoll / wichtig oder sogar essenziell sich ein privates Gold-Netzwerk aufzubauen?
Handelt ihr überwiegend über Goldhändler? Gibt es Leute, die überwiegend privat Kaufen und Verkaufen?
Gerne würde ich Meinungen der alten Hasen hier im Gold-Forum anzapfen, ihr habt hier bestimmt schon mehr Erfahrung als ich.