Mir erschließt sich nicht ganz wieso 1% Abhebungen das System sprengen würde ?? Das kann doch die Zentralbank locker einfach ausgleichen ?
Da schauen wir doch mal ins Büchlein "Geld und Geldpolitik" (ISBN 978-3-86558-543-1), herausgegeben von der Deutschen Bundesbank, auf Seite 73 (Aktiva und Passiva deutscher Banken August 2009, auszugsweise):
Kredite (kurz-, mittel-, langfristig) deutscher Banken an Nichtbanken: 3,2142 Bio. €
Barreserve deutscher Banken: 75,1 Mrd. €
Dem stehen Verbindlichkeiten deutscher Banken gegenüber Nichtbanken (täglich fällige Einlagen, Termineinlagen, Spareinlagen) von 3,0454 Bio € gegenüber. Schuldverschreibungen, die vor allem aus KLV-Beiträgen deutscher Bürger stammen dürften, kommen in Höhe von 1,6394 Bio. € noch hinzu.
Wenn die Banken also die Fristen transformiert haben (aus Kurz mach Lang, Verstoß gegen die Goldene Regel), dann ist nach Abheben von 2,5% der Kundeneinlagen keine Barreserve mehr da. Schalter und Automaten dicht.
In der Not gibt es natürlich wieder Geheimkredite in unbegrenzter Höhe, wie 2008 durch FED und BoE geschehen.
Wie meso mehrfach, z.B. hierrichtig schrieb, der Verlust der Sparer findet entweder durch Ausfall der Forderungen oder Monetisieren statt:
ZitatLange Rede, kurzer Sinn:
Es ist ganz gleich, wie es ausgeht, denn (physisches, selbstverwahrtes) Gold schützt gegen Deflation (Geldverknappung durch Forderungsausfall) und Inflation (Geldentwertung durch Aufblähung der Geldmenge) gleichermaßen.
Aus obigen Zahlen der BuBa ist i.Ü. klar ersichtlich, daß Sicht-, Spar- und Termineinlagen NICHT 50 mal weiterverliehen wurden, sondern sie entsprechen ungefähr den ausgereichten Krediten.