GOLD : Märkte und Informationen

  • Komisch, in der Vorschau des Postings wird mir das Bild korrekt angezeigt. Weshalb hier nur die Adresse angezeigt wird, ist mir ein Rätsel. Sorry.

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

  • Ich finde den verlinkten Artikel journalistisch so etwas von schwach. Da wird mit angeblichen Insiderinformationen nur im Trüben gefischt. Nicht Millionäre sind seine Informationsquellen, nein Milliardäre müssen es sein, die die Wichtigkeit seiner Informationen bekräftigten sollen. Die einzigsten Zahlenbeispiele sind dann solche, die auch ein Gymnasiast aus den allg. verfügbaren Quellen heraus hätte ausrechnen können. Das einzig greifbare sind Nennungen von Firmen/Fondsnamen, die angeblich alle vor dem Aus stehen. Aus einem Spotpreisunterschied von 10-15 $ von London zu Asien kann ich persönlich noch keinen signifikanten Spread erkennen. Allein die vermutlich unterschiedlichen Transaktions-/Lager-/Versandkosten werden diese Unterschied schon begründen können. Es handelt sich ja um den Preisunterschied bei physischem Gold, nicht den von Papier-Gold!


    Bei solchen "Journalisten" lohnt immer einmal der Blick zurück, um deren Arbeitsqualität vergleichen zu können. Es steht heutzutage Jedem frei, seine Meinung im Internet zu veröffentlichen. Man darf nur nicht den Fehler machen, alles im Internet geschriebene, auch für bare Münze zu nehmen. Wenn dem wirklich so wäre, dann hätte doch mindestens 1 Wirtschaftsblatt/Tageszeitung schon eine riesen Story daraus gemacht. Geht natürlich nicht, wenn alles die so tolle Weltverschwörung wäre, an der alle, aber auch wirklich alle anderen Journalisten beteiligt sind.


    Das stimmt schon, man darf nicht gleich alles, was man so zu lesen bekommt für bare Münze nehmen. Weder wenn es aus der einen, noch wenn es aus der anderen Richtung kommt. Jeder Kommentator (auch Jim Willie) hat auch eigene Interessen, ob er sie bewusst einsetzt oder nicht. Am Ende bleibt einem nichts anderes übrig, als eine eigene Überzeugung zu finden.


    So bin ich ob der 25% Aufschlag für Barabwicklung auch eher skeptisch. Das Gerücht, dass es so laufen würde, geht mir auch schon zu lange rum, das soll angeblich schon länger so laufen. Wenn es stimmen würde, stellt sich die Frage, warum nicht einige Querkopf-Hedgefonds auf den Zug draufspringen und mit solchen Kontrakten so lange massiv long gehen, so lange solche Aufschläge zu verdienen sind. Mit billigem Dollar-Krediten rein, der Papier-Preis wäre längst explodiert IMHO. Aber das ist halt nur meine bescheidene Amateurmeinung. Am baldigen Zusammenbruch unserer Welt, wie wir sie heute kennen, glaube ich deshalb auch nicht so recht. An den langfristig intakten Gold-Bullennmarkt schon.....


    PS: und heute läuft Gold doch wieder im Gleichschritt mit dem Euro, Euro runter, Gold runter. War wohl gestern doch nur ein Versehen der Marktteilnehmer..... :rolleyes:

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  • Irgendjemand mal den Preis in Euro im Blick gehabt? Wir stehen nur ´ne Kleinigkeit von einem neuen ATH in € entfernt und sehen irgendwie alle nur den USD-Preis? Kann doch nicht sein, oder? :D

  • Irgendjemand mal den Preis in Euro im Blick gehabt? Wir stehen nur ´ne Kleinigkeit von einem neuen ATH in € entfernt und sehen irgendwie alle nur den USD-Preis? Kann doch nicht sein, oder? :D

    Genau, wenn man darauf schaut, sieht es für uns Gold-in-Euro-Anleger gut aus. :thumbsup: Alles in Butter, selbst in $, stehen wir nahe der 1100, obwohl der $ i.M. sehr stark ist.

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

  • Genau, wenn man darauf schaut, sieht es für uns Gold-in-Euro-Anleger gut aus. :thumbsup: Alles in Butter, selbst in $, stehen wir nahe der 1100, obwohl der $ i.M. sehr stark ist.


    Gestern gabs halt mal die signifikant neue Bewegung, dass Gold in Dollar sogar steigen kann, wenn der Euro fällt/der Dollar steigt. Das war mal was ganz was neues, jedenfalls in der Deutlichkeit. Heute ist es wieder das alte Spiel, Dollar steigt und Gold (in Dollar) fällt. Natürlich ändert sich der POG in Euro dabei nicht, und das ist auch ganz nett. Aber die altbekannte Korrelation, die es so schon seit im Prinzip zehn Jahren gibt, ist halt wieder da wie immer. Das wollte ich damit nur sagen....

  • Wenn der Goldpreis in Dollar leicht dahinkrümelt, der Euro gegen Dollar aber schneller abwertet macht halt sogar ein sinkender Goldpreis hier noch Spaß. So gesehen bringt das im Moment irgendwie garnicht aus den Rhytmus. :whistling:


    Stellt euch vor, der Goldpreis knackt heute wieder die 800,- Euro und keiner merkt´s... :thumbsup:

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  • Stellt euch vor, der Goldpreis knackt heute wieder die 800,- Euro und keiner merkt´s... :thumbsup:


    Na büdde, da wär´n wir also schon mal, wo war doch gleich das ATH in € ? Vielleicht machen wir das ja morgen, so ganz unbemerkt nebenbei?

    • Offizieller Beitrag

    ;)
    Hab den vorletzten Beitrag von 13:18 aus dem Chartsräd hierhin kopiert, weil wir das Thema "Goldblase " hier fast erschöpfend diskutiert haben.
    Als Ergänzung noch dieses:


    "I don’t even know why we are having this conversation. It is beyond ridiculous. Gold went up 25 times in the 70s. In the last 10 years it is up nearly 5 times. Quite the bubble if you compare that to the Nasdaq, Housing, and even Oil, which was up nearly 15 times from 1998 to 2008.


    John Paulson is having trouble getting a lot of money for his Gold fund. Very interesting considering Paulson’s history and the fact that Gold has been up for 10 years. Crowded trade my ass!" :)


    http://thedailygold.com/sentim…ld-isnt-a-bubble/?p=1716/
    .

  • wo war doch gleich das ATH in € ? Vielleicht machen wir das ja morgen, so ganz unbemerkt nebenbei?


    Wenn über 790 € bis Handelsschluß USA heute halten, wäre das immerhin ein neuer höchster Wochenschluß für den POG auf €-Basis. Ja wenn... :)


    GL

    Bilder

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Also ich kann mir heutzutage für eine Unze in etwa den qualitativ selben hochwertigen maßgeschneiderten Anzug kaufen/erwerben wie vor 30, 40 oder 50 Jahren. Nicht mehr, und wenn überhaupt, dann eher weniger. Also kann ich in Hinsicht auf einen Wert des Goldes nicht den Ansatz einer Blasenbildung sehen. Sollte ich mir irgendwann einmal 3 oder 4 solcher Anzüge für eine Unze "kaufen" können, kann man sich gern noch mal ernsthaft darüber unterhalten. ;)

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

  • wie hier soeben anhand des Beispiels mit dem Maßanzug nochmal erwähnt:


    Diese Regel gilt NACHWEISLICH so schon seit der Antike. :!:


    Nimmt man das Höchstpreis-Edikt von Kaiser Diokletian (Wende 3. zum 4. Jh. u.Z.) her, kostete eine komplette Herren- (okay: damals "in Stil der Zeit" ganz konkret Soldaten-)bekleidung recht präzise den Gegenwert von <tätää!!> ca. 30 g Gold in den spätantiken (nach heutigem Wording bereits heftigst inflationierten) "Rechendenaren", in denen die Preise in diesem Edikt ausgewiesen sind.


    Q.e.d. :)

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

  • Um dieses bekannte Beispiel Maßanzug = 1 OZ Gold noch etwas zu verfeinern :


    damit war früher ein maßgeschneiderter Anzug gemeint, also nicht der heutige aus der "Chinafabrik" von der Stange. Maßgeschneiderte Anzüge kosten heute locker 1500+ Euro, d.h. Gold muss noch etwa doppelt so teuer werden, um den alten Stand 1 OZ Gold = 1 Maßanzug wieder zu erreichen.

    Hinab in die Hölle, hinauf auf den Thron, am schnellsten empfängt man alleine den Lohn.

    3 Mal editiert, zuletzt von Silberfinger ()

    • Offizieller Beitrag

    Noch etwas zum Thema "Goldbären" :
    Diese sehen einen Ausbruch nach unten, Goldbullen den sehr wahrscheinlichen nach oben. :)


    OK OK, es gibt noch wesentlich schönere und interessantere Dreiecke. ^^



    Woraus zu entnehmen ist, daß bereits damals -- wie eh und je -- das Militär eine bevorzugte Stelle einnahm, denn der normale Bürger brachte sicher nicht diesen Betrag für seine Kleidung auf.


    Grüsse

  • @Edel: Der Soldat mußte sich damals seine Ausrüstung und Uniform übrigens SELBER kaufen. Okay, seinen Sold (*) bekam er natürlich aus Steuergeldern - dennoch hatte das besagte Prinzip eine interessante "Nebenwirkung": Er ging dann pfleglicher mit SEINEN Sachen um und es gab freie Konkurrenz unter den Heereslieferanten ... :)


    So, genug der Mithras'schen Geschichtsstunde. ;)


    (*) "Was steckt im Begriff 'Soldat'? Ruhm? Ehre? Vaterland? Der SOLD steckt darin!" - Karlheinz Deschner (aus dem Gedächtnis zitiert)

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
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  • Auch heute müssen Offiziere ihre "erste Geige" als Selbsteinkleider eigenständig einkaufen. Das wird zwar durch monatliche Zahlung eines geringen Betrages auf ein spezielles Konto subventioniert, die Kosten oberhalb dieser Subvention hat der Soldat aber selbst zu tragen. Wer viel den Dienstanzug tragen muss, legt i.d.R. drauf.


    Selbst das teuerste Tuch mit einem guten Hemd (die haben auch Eterna und Olymp) und guten Schuhen (LLoyd) kommt auf maximal 600 Euro.


    Da sind Anpassungen der Schneiderin auch schon eingerechnet.


    Maßanzüge gibts da nicht. Da haben sich die Zeiten massiv gewandelt, Uniformen kommen von der Stange.


    Tja, wir hatten einst eine heile Wehr, aber das ist eine Weile her.

  • Zitat

    OK OK, es gibt noch wesentlich schönere und interessantere Dreiecke. ^^

    mir scheint, das entwickelt sich eher in Richtung uniforme Streifenhörnchen :D

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