GOLD : Märkte und Informationen

  • Nach der Euro-Krise ist vor der Euro-Krise. Die Frage ist nur, wann die nächste Krise kommt? Oder wann die nächste Dollar-Krise kommt? Die Antwort kennt niemand. Wir können aber spekulieren und uns die gigantischen Rettungspakete ansehen. Die werden die Euro-Zone vielleicht 2 Jahre hinüber retten können – bevor erneute Rettungsanker geworfen werden müssen. Ich könnte mir daher gut vorstellen, dass das Thema Gold & Silber erst mal eine Weile von der Bildfläche verschwindet. Die Aktienmärkte steigen und steigen, bilden neue Hochs aus. Dann geht’s dort bergab und mit den Aktien das ohnehin schon gebeutelte Gold. Dann sind wieder Einstiegszeitpunkte und gruenundblau könnte recht haben, dass der richtige Einstiegszeitpunkt vielleicht in ein bis zwei oder drei Jahren sein wird.


    Ich glaube auch, dass diejenigen, die in Gold und Silber gehen wollten, das nun gemacht haben. Jetzt kaufen einige in ein fallendes Messer hinein. Die großen Investoren schauen sich nach gewinnbringenderen Investments um. Ein paar Staaten (Indien, China, etc. ) werden auf jeden Fall bei billigem Gold zugreifen. Doch das wird dem Goldpreis nicht genügend Auftrieb geben.


    Ich für meinen Teil besitze Edelmetalle, weil ich damit besser schlafen kann. Auch wenn der Kurs vielleicht einmal unter meinen Einstandskurs fallen könnte – das ist mir egal. Ich sehe alles langfristig. Auf Dauer (Zeithorizont 10-15 Jahre) werden die Edelmetalle gewinnen. Ich glaube nicht daran, dass das FIAT-Money Bestand haben wird.

    Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen: ..."Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. (...) Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie." ...


  • Bis vor kurzem warst du doch aber der Meinung, dass Gold sein Tief 2016 erreicht. Stadn doch auch in deiner Signatur.
    Jetzt also 2013/14??


    Also, ich könnte die Zeit auch nicht abwarten.
    Dumm nur wenn du 2014 kaufst und wir die Tiefs atsächlich dann 2 Jahre später sehen :thumbsup:

    Gold was an objective value, an equivalent of wealth produced. Paper is a mortgage on wealth that does not exist, backed by a gun aimed at those who are expected to produce it. Paper is a check drawn by legal looters upon an account which is not theirs: upon the virtue of the victims. Watch for the day when it bounces, marked, ‘Account overdrawn.’
    ("Atlas Shrugged", Ayn Rand)


  • Lös Dich vom Maßstab des Fiatgeldes, das ist irrelevant

    Nun ja, so ganz leider nicht, denn wenn ich (mal theoretisch) paar Jahre warten muss um die gleiche Anzahl von Arbeitsstunden, Autos, oder Klopapierrollen raus zu haben wie ich für die Unze zahlte, ist es nicht so ganz irrelevant. Und solche Zeiten gab es schon, kann man ja nicht als Tatsache ignorieren. Da man EM nicht essen kann und sie mal irgendwann getauscht werden müssen, werden sie nun mal auch mit anderen Sachen verglichen, es gibt viele Punkte die für EM sprechen, aber ich bin noch nicht ganz blind im Goldrausch ;) Ist ja kein Selbstzweck.
    Auch gibt es die guten alten Opportunitätskosten, so verrückt ist die Idee auch nicht dass gerade Unternehmensbeteiligungen (natürlich nur solidere Werte) bedingt durch Krise unterbewertet sind und es nicht ewig so sein wird.
    Da ich das Thema EM relativ spät entdeckte, so letztes Jahr eigentlich erst, gibt es Nachholbedarf um auf meine k.a. 20% oder so zu kommen, das würde ich schon gerne, aber die Frage ob es jetzt nicht zu teuer ist, bleibt.
    Ich habe es schon vermieden in letzter Zeit als die Preise explodiert sind groß was zu kaufen, wäre trotzdem blöd wenn ich jetzt was kaufe und trotzdem Jahre warten muss bis es wieder +-0 wird.
    Bisschen was kaufe ich mir wahrscheinlich so oder so, frage mich nur wie viel.

  • Als Oldie hier im Forum habe ich mir einen Leitsatz angewöhnt:
    Diejenigen, die sich niedrigere Preise wünschen, haben in der Regel zu wenig von besagtem Objekt im Portfolio und vice versa.

    Und wenn Du meinst es geht nichts mehr, kommt von irgendwo ein Weltkrieg her.

  • bis 2016 - das ist alternatives Szenario
    ich schwanke noch zwischen diesem und 2016


    ich sag es mal so: sollte Gold um 50% abstürzen, dann ist es egal ob es bis 2014 oder 2016 dauert


    Du willst also entweder bis 2014 oder 16 mit dem Goldkauf warten--- was wenn nächstes Jahr die Währungsreform und die große Inflation kommt ?
    (Ich bin kein WE Jünger, aber auszuschließen isses nicht - nur weil jetzt alles gebailout wurde, ist die Krise nicht vorbei - so scheinen die meisten zu denken, ich nicht)

  • Zitat

    Du willst also entweder bis 2014 oder 16 mit dem Goldkauf warten--- was wenn nächstes Jahr die Währungsreform und die große Inflation kommt ?

    Inflation sehe ich nicht
    Währungsreform ist zwar möglich - aber nicht wahrscheinlich

  • Als Oldie hier im Forum habe ich mir einen Leitsatz angewöhnt:
    Diejenigen, die sich niedrigere Preise wünschen, haben in der Regel zu wenig von besagtem Objekt im Portfolio und vice versa.

    Das klingt logisch und ich kanns Dir zumindest für meinen Fall bestätigen. [smilie_happy]

  • Ich bin davon überzeugt, dass wir Ende des Jahres weltweit Aktienmärkte sehen, die tiefer stehen als heute. Ob das den Goldpreis in Euro auch nach unten drückt, wie schon im Sommer/Herbst 2008, weiß ich nicht. Aktuell scheint mir der Verfall des POG jedenfalls erst mal gestoppt.


    Ich bin auch gespannt, ob wir in den ersten Augustwochen noch mal einen Ausbruch nach unten sehen werden, aber selbst wenn, wird die Frage, ob es dauerhaft nach unten oder oben gehen wird, erst im Herbst entschieden sein. Mittelfristig (> 2Jahre) sehe ich den POG ohnehin höher als heute: wie o.g. haben die "Rettungspakete" Europa nur Zeit gekauft. Spätestens wenn das Geld durch ist, kommt der Tag der Wahrheit.


    Auch kaufen in Asien (besonders in Indien) wohl schon Investoren, wie oben von Dr. Meyer vermutet:


    Zitat

    Nach dem gestrigen Absacker unter die Marke von 1.160 Dollar verhalfen asiatische Käufer dem gelben Edelmetall am heutigen Mittwoch zu einer kleinen Erholung. In Indien stehen im August einige religiöse Feiertage an, die den Bedarf an Goldschmuck – und mit ihm den Goldpreis – stimulieren könnten.


    Quelle: http://www.finanzen.net/nachri…Monats-Tief-erholt-833868


    Hier zur Beruhigung noch ein Ausschnitt aus einem Zitat mit Roland Leuschel, dessen Analysen ich schon seit langem verfolge und den ich für ausgesprochen klar denkend in diesen Zeiten einschätze. Er hat sich bislang nicht vom Tagesgeschehen ablenken lassen und macht es aktuell auch nicht:


    Zitat

    Wilhelm Brinkmeyer: Wie hoch wird der Goldpreis noch klettern? Lohnt sich ein Einstieg?

    Roland Leuschel:
    Er kann noch sehr hoch steigen, wobei die nächsten Etappen 2000 und dann 5000 Dollar pro Feinunze sein werden. Da lohnt sich natürlich auch ein Einstieg auf heutigem Niveau, vor allem nach einer kräftigen Korrektur. Diese kommt immer, weil die Notenbanken durch die Verkäufe ihrer Goldbestände versuchen, den Anstieg zu mildern. Sie sehen zu Recht den Goldpreisanstieg als Antwort auf die inflationäre und verantwortungslose Geldpolitik. Sobald die europäischen Zentralbanken ihr letztes Gramm Gold verkauft haben, kann die Party beginnen.


    Quelle: http://www.ftd.de/finanzen/:in…-den-opfern/50148039.html (Das gesamte Interview ist lesenswert.)

    In dubio pro aurum
    Um zu erfahren, wer über dich herrscht, finde heraus, wen du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

  • Inflation sehe ich nicht



    Geldmengenentwicklung in der Europäischen Währungsunion
    Die für die Inflationsentwicklung verantwortlichen Geldmengen in der Europäischen Währungsunion stiegen im Juni nicht so stark zum Vorjahr wie noch im Vormonat. So stieg die Geldmenge M1 auf Jahressicht um 9,2 Prozent (Mai 10,3) und die Geldmenge M3 um 0,2 Prozent (Mai -0,1). Die Geldmengenentwicklung zeigt somit ein Inflationspotenzial an, welches sich demnächst auf die realen Güterpreise auswirken sollte.




    Siehst sie jetzt?

    "Demokratie ist, wenn zwei Wölfe und ein Schaf entscheiden, was es zu Essen gibt" (Thomas Jefferson)

  • Als Oldie hier im Forum habe ich mir einen Leitsatz angewöhnt:
    Diejenigen, die sich niedrigere Preise wünschen, haben in der Regel zu wenig von besagtem Objekt im Portfolio und vice versa.


    Hallo Baal,


    ja man hat Dein Wiedererscheinen auch "anderswo" wahrgenommen, schön, dass Du wieder da bist.


    Zum Zitat, man hat doch nie genug davon, also muss sich jeder richtige Goldbug niedrige Preise wünschen, die anderen sind nur Spekulanten :P


    VG
    Goldhamster

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller

    • Offizieller Beitrag

    (....)
    Zum Zitat, man hat doch nie genug davon, also muss sich jeder richtige Goldbug niedrige Preise wünschen, die anderen sind nur Spekulanten :P


    VG
    Goldhamster


    Na na, Spekulation ist nicht das, was die meisten von uns hier betreiben. Wir sind doch kein Traderforum!! :]


    Der kluge und hier gut informierte legt sein Fiatgeld in Edelmetalle an, um sein Vermögen zu SICHERN !!
    Erst danach kommt der erhoffte Wertzuwachs...

    Aber richtig ist schon, niemand mag Werteverluste, und seien sie nur temporär oder buchmäßig....


    Grüsse
    Edel

  • (...)


    Der kluge und hier gut informierte legt sein Fiatgeld in Edelmetalle an, um sein Vermögen zu SICHERN !!
    Erst danach kommt der erhoffte Wertzuwachs...

    Aber richtig ist schon, niemand mag Werteverluste, und seien sie nur temporär oder buchmäßig....


    Hallo Edel,


    Wertzuwachs ist mir etwas zu schwammig? Kaufkraftzuwachs, ja da hab ich auch nichts dagegen :thumbsup:


    Wertverluste? Verlierst Du aktuell werthaltige EM, nein? Wenn man Fiat als Wertmaßstab heranzieht dann mag das bei dieser Bemessungsbasis schon stimmen, dass ein Goldbug auf dem Papier verliert, aber was verliert er denn? Er verliert nur den Schein seines Wertes im Bewertungsmaßstab der Scheinwelt.


    Es braucht seine Zeit, bis man in Gold rechnet, meine letztjährige größere Autoreperatur hat mich damals ne Unze gekostet, aber wieviel das in Euro war, beginne ich bereits zu vergessen, verstehst Du, was ich meine?


    Was interessiert uns als langfristige "Geldwechsler" denn eine hohe Scheinbewertung in einer verfallenden Währung? Viel wichtiger ist doch, dass wir für dieses Dreckspapier noch möglich viel "eintauschen" können.


    Alles eine Frage des Standpunktes, ich komme mir langsam wie ein Außerirdischer vor :rolleyes: [smilie_happy]


    Mit den besten Grüßen aus der Untertasse, ähm, dem Hamsterrad [smilie_blume]
    Goldhamster

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller

  • Was interessiert uns als langfristige "Geldwechsler" denn eine hohe Scheinbewertung in einer verfallenden Währung? Viel wichtiger ist doch, dass wir für dieses Dreckspapier noch möglich viel "eintauschen" können.

    Wenn Du es so sehen willst: Das Dreckspapier hat in den letzten Wochen einiges an Kaufkraft gegenüber Gold gewonnen und vorgestern nochmal einen gewaltigen Batzen. Meine Autowerkstatt nimmt kein Gold für Reparaturen, doch wenn sie es täte, dann müßt ich jetzt mehr an Gewicht Au bezahlen als noch vor einem Monat. Es ändert sich doch nichts, bloß weil man die Sache von der anderen Seite betrachtet. :hae:


    Außer daß gelbes Blech objektiv schwerer ist als bunte Zettelchen.

  • Als Oldie hier im Forum habe ich mir einen Leitsatz angewöhnt:
    Diejenigen, die sich niedrigere Preise wünschen, haben in der Regel zu wenig von besagtem Objekt im Portfolio


    ... oder sind noch jung = im arbeitsfähigen Alter


    ... und haben einen in Fiat-Money bezahlten Job


    ... und brauchen ab und zu ne günstige Gelegenheit, das sich ansammelnde Papiergeld in härtere Währung umzutauschen
    zumindest wer über seinen (Konsum)verhältnissen verdient ;)

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

  • Die Inder haben ein Doppeltop hinter sich, danach ging`s durch die Unterstützung.....nur soviel dazu


    Passend dazu:

    Zitat

    Indien importierte im Juli 14 - 15 Tonnen Gold
    Wie Reuters meldet, gab der Chef der Bombay Bullion Association Suresh Hundia gestern bekannt, dass Indiens Goldimporte im Juli im vierten Monat in Folge gesunken sind. Man geht derzeit davon aus, dass das Land in diesem Monat etwa 14 bis 15 Tonnen des Edelmetalls eingeführt hat.
    Laut Hundia ist dieser Importrückgang auf die Goldpreise zurückzuführen. Auf den internationalen Märkten sank der Preis für Gold im Juli nach den Hochs im Vormonat zwar nach und nach, doch trotz der rückläufigen Preise, seien die Inder die noch immer stolzen Preise nicht gewöhnt.
    Auch der jährliche Monsun schmälerte die Nachfrage, da in dieser Zeit weniger Feste wie beispielsweise Hochzeiten stattfinden. Hundia erwartet im August wieder höhere Importe, da dann die Festsaison in Indien beginnt.

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

  • Wenn Du es so sehen willst: Das Dreckspapier hat in den letzten Wochen einiges an Kaufkraft gegenüber Gold gewonnen und vorgestern nochmal einen gewaltigen Batzen. Meine Autowerkstatt nimmt kein Gold für Reparaturen, doch wenn sie es täte, dann müßt ich jetzt mehr an Gewicht Au bezahlen als noch vor einem Monat. Es ändert sich doch nichts, bloß weil man die Sache von der anderen Seite betrachtet. :hae:


    Außer daß gelbes Blech objektiv schwerer ist als bunte Zettelchen.


    Nein, das Dreckspapier hat im Verhältnis zum Gold zugelegt und nicht an Kaufkraft.


    Deine Argumentation impliziert, dass Du Gold verkaufen willst/musst/würdest, das tut ein Goldbug nicht, Fiat wächst nach und wer nicht verkauft, nur kauft hat kein Interesse an hohen Preisen, ganz einfach.
    Gold ist keine Geldanlage, Gold ist Währung seit tausenden Jahren, wenn Du da billig umtauschen kannst ist das doch ein Traum und nicht wenn der Wechselkurs für Deinen regelmäßigen Geldwechsel schlecht steht.


    Gold ist DER Wertmaßstab aber noch funktioniert der Tanz ums Fiat-Kalb, solange selbst hier noch viele in Fiat denken...

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller


  • ... oder sind noch jung = im arbeitsfähigen Alter


    ... und haben einen in Fiat-Money bezahlten Job


    ... und brauchen ab und zu ne günstige Gelegenheit, das sich ansammelnde Papiergeld in härtere Währung umzutauschen
    zumindest wer über seinen (Konsum)verhältnissen verdient ;)


    Endlich jemand, der mich versteht :thumbsup:

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller

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