GOLD : Märkte und Informationen

  • Zitat

    Zitat von »auratico«


    The mantra of Goldbugs has been that paper money is worthless and only gold is money. ... WHATEVER is money moves opposite of assets.


    http://armstrongeconomics.com/armstrong_economics_blog


    Zitat


    quote woernie
    Der letzte Satz kommt mir etwas platt vor. Das 'Gleichnis' von der römischen Toga/dem heutigen Herrenanzug den man zu jeder Zeit um eine Goldunze kaufen konnte/kaufen kann käme demnach doch arg ins Wanken.


    Der Vergleich mit der Toga ist ja auch, sofern er stupide und zusammenhanglos mantramäßig wiederholt wird, ein aufgelegter Blödsinn. Als bildhafter Hinweis darauf, dass Gold, anders als diverse Währungen, immer einen gewissen Wert behalten hat, ergibt er Sinn, vor allem gegenüber krankhaft staatsgläubigen Zeitgenossen.


    Auf dem Land in meiner Heimatregion liefen die Bauern am Sonntag noch in den 60er Jahren mit den diversen während der Kriegs-und Nachkriegszeit gegen ein paar Kilo Kartoffeln (nicht Gold) eingetauschten feinsten englischen Anzügen in die Kirche. Die ebenfalls vorhandenen teuren Armbanduhren blieben aus Bigotterie in den Schubladen. Die vererbten Grundstücke jener Familien in dieser – zugegebenermaßen wohlhabenden – Region sind heute Millionen wert und werden nach Lust und Laune an die Generation der abhängig beschäftigten Doppelverdienerfamilien verkauft, die sich dafür auf 35 Jahre hin verschulden müssen.


    Zitat

    quote woernie
    Nach meinem laienhaften Verständnis der Geldtheorie kann 'Geld' gegen einen Korb der zur Verfügung stehenden Assets (Real Estate/Stock...) nur dann an Wert verlieren, wenn seine Menge (Geldmenge) schneller wächst als der Korb an handelbaren Assets.


    Ein von Regierungsstellen zusammengewürfelter Warenkorb ist unbrauchbar, da interessegeleitet. Natürlich verliert Geld, gerade derzeit, massiv an Wert gegen Immobilien in Lagen, wo Menschen sein wollen oder aus Erwerbsgründen sein müssen und gegen Anteile an Produktivvermögen, also Aktien.


    Zitat

    quote woernie


    – we are headed into a very dangerous black hole where government destroys the entire economy in pursuit of taxes.


    Yes ! Aber was genau in dem schwarzen Loch alles drin sein wird wissen wir (noch) nicht. Womöglich auch eine Prise 'Hyperinflation'.


    Eine „Prise Hyperinflation“ gibt es nicht. Inflation hat mit Hyperinflation nicht allzu viel zu tun. Hyperinflation ist die Folge eines total zusammenbrechenden Währungsregimes, die völlige Abkehr der Menschen vom staatlich vorgegebenen Geldsystem, die zwischenzeitliche Flucht in direkten Warentausch und Sachwerte. Dies geschah in den vergangenen Jahrhunderten ausnahmslos immer in global gesehen kaum bedeutenden, peripheren Währungen, die es zerrissen hat, inklusive dem kaputten Deutschland der Zwischenkriegszeit. Den USD und auch den Euro würde eine Hyperinflation zuletzt treffen, während andere Währungen längst über dem Jordan wären, weil die Kapitalflüsse in die Richtung des geringeren Übels geflossen wären.


    Mit dem „schwarzen Loch“ meint Armstrong vielmehr einen politischen Gesamtzusammenhang aus Korruption, zukünftiger Brutalbesteuerung (was deflationär wirkt wie auch die absehbaren Bail-Ins à la Zypern), staatlichen Schuldenexzessen , faschistoider Totalüberwachung und dem unübersehbaren Versagen des Rechtsstaates angesichts der zunehmenden Unantastbarkeit der scheinkapitalistischen Kleptokraten des Finanzsystems, denen eine Horde abhängiger Politiker und Bürokraten unterwürfigst zuarbeitet. Sollte dieses System zusammenfallen, käme auch die große Stunde des Goldes.


    mit ventilatorunterstützten Grüßen


    auratico

    2 Mal editiert, zuletzt von auratico ()

  • Eine „Prise Hyperinflation“ gibt es nicht. Inflation hat mit Hyperinflation nicht allzu viel zu tun. Hyperinflation ist die Folge eines total zusammenbrechenden Währungsregimes, die völlige Abkehr der Menschen vom staatlich vorgegebenen Geldsystem, die zwischenzeitliche Flucht in direkten Warentausch und Sachwerte. Dies geschah in den vergangenen Jahrhunderten ausnahmslos immer in global gesehen kaum bedeutenden, peripheren Währungen, die es zerrissen hat, inklusive dem kaputten Deutschland der Zwischenkriegszeit. Den USD und auch den Euro würde eine Hyperinflation zuletzt treffen, während andere Währungen längst über dem Jordan wären, weil die Kapitalflüsse in die Richtung des geringeren Übels geflossen wären.


    Mit dem „schwarzen Loch“ meint Armstrong vielmehr einen politischen Gesamtzusammenhang aus Korruption, zukünftiger Brutalbesteuerung (was deflationär wirkt wie auch die absehbaren Bail-Ins à la Zypern), staatlichen Schuldenexzessen , faschistoider Totalüberwachung und dem unübersehbaren Versagen des Rechtsstaates angesichts der zunehmenden Unantastbarkeit der scheinkapitalistischen Kleptokraten des Finanzsystems, denen eine Horde abhängiger Politiker und Bürokraten unterwürfigst zuarbeitet. Sollte dieses System zusammenfallen, käme auch die große Stunde des Goldes.


    Okay, zugegeben, eine Prise 'Hyperinflation' gibt es nicht.Hyperinflation ist der finale Sturm der eine Währung hinwegfegt. Wenn aber die ganze Krise (das schwarze Loch) deflationär ablaufen wird/würde, dann würde der Geldwert ja gegen unendlich steuern... ?) Müssten wir uns also darauf einstellen, dass es den Dollar/€uro etc. in 100 Jahren immer noch gibt ? Sind nicht alle bisherigen FIAT-Währungen final inflationär ausradiert worden ?

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

  • Zitat

    Es wird vielmehr das vorhanden Wohneigentum , so zumindest meine Vermutung, in der Summe relativ preiskonstant bleiben.


    Eine durchaus vernünftige Vermutung, aber sie dürfte nicht hinhauen.


    Im Mittel verlieren Immobilien eher an Wert, als dass sie stabil bleiben. Der Grund: einige wenige Regionen bleiben wertstabil oder steigen im Wert, jedoch verlieren viel mehr Regionen an Wert, was dann in absoluten Zahlen zu einem mittleren Wertverlust führt.


    Zitat

    Was die Warenkörbe anbelangt, sollten die bei relativer Geldmengenkonstanz sogar stetig preiswerter werden auf Grund von stetigen Produktivitätsfortschritten.


    Produktivitätsfortschritt zeigt sich leider auf lange Sicht nur in Form von Gewinnsteigerungen der Unternehmen.


    Zitat

    Sind nicht alle bisherigen FIAT-Währungen final inflationär ausradiert worden ?


    In der Vergangenheit, ja. Oft.


    Allerdings kann man unmöglich sagen, dass die Vergangenheit des 20. Jahrhunderts eine Prognose für das 21. Jahrhundert zulässt.
    Die Verhältnisse sind in der heutigen Zeit völlig anderer Art.


    Vieles was heute aktuelle Probleme verursacht existierte damals schlicht nicht.
    Sei es Basistechnologie wie das Internet, seien es Ressourcenknappheit und anderes.


    In 20 Jahren werden fiskalische Probleme sicherlich an Bedeutung in dem Sinne verlieren, als dass Ängste ganz anderer Art sind: z.B. fehlende Ressourcen, um satt zu werden oder Trinkwassermangel.


    Wenn solche Dinge plötzlich für die Allgemeinbevölkerung eine Rolle spielen, könnten sich schlicht die Prioritäten so verschieben, dass man sich eben um fiskalische Probleme oder Schuldenberge nicht mehr so kümmert, d.h., dass es vielen Leuten einfach EGAL wird, ob sie nun Zinsen auf ihr Guthaben kriegen oder sonstwas - weil die Probleme viel existentiellerer Natur sind.



    Ein Wort zum Warenkorb: dass der interessengetrieben sei, ist das geringste Problem.
    Das viel größere ist, dass Warenkärbe realitätsfern sind.
    Sie werden nur alle paar x Jahre aktualisiert und sind damit eigentlich immer veraltet.


    So enthielt glaube ich der Warenkorb 2010 noch immer Kassettenrekorder und solchen Kram.
    Außerdem findet sich da Unsinn wie Pelzmäntel und anderes, was nur für einen minimalsten Teil der Bevölkerung überhaupt relevant ist.

    Copito argentum sum.

    Einmal editiert, zuletzt von Metaller ()

  • Zitat

    Zitat von woernie


    Und ich habe ausdrücklich NICHT von beliebig vermehrbarem FIAT Geld gesprochen, welches ja durch beständiges exzessives Ausweiten der Geldmenge gegen weniger exzessiv vermehrbare Assets verlieren muss.


    FIAT-Geld, das früher im deutschen Sprachraum übrigens – allerdings wertungsneutral verstanden – manipuliertes Geld genannt wurde, ist nur beliebig vermehrbar/manipulierbar, wenn dies politisch zugelassen wird. Genau so, wie man sich ein möglichst ideales Geldsystem mit Goldstandard ideell zusammendenken kann, ist dies grundsätzlich auch mit FIAT-Geld, das sich an Produktivitätsfortschritten u.a. orientiert, möglich, z.B. die D-Mark in den 50er und 60er Jahren.


    Zitat

    Zitat von woernie


    Bei einer relativ konstanten Geldmenge (Gold) in Relation zur Menge der handelbaren Assets , wird es eben nicht so sein, dass nach 100 Jahren alle Wohnungen, also die in attraktiven Lagen genau wie die in den unattraktivsten Lagen, deutlich teuerer geworden sind, also die vorhandene Gold (Geld-) Menge deutlich weniger Wohneigentum kaufen kann.


    Warum sollte das so sein? Die Nachfrage regelt die Preissteigerungen. In – aus welchen Gründen auch immer – als zunehmend begehrenswert empfundenen Regionen sinkt die Kaufkraft des Geldes gegen Immobilien wegen der dort steigenden Preise, egal ob unter einem Goldstandard oder FIAT. Das war von Berlin bis New York auch unter dem Goldstandard so. Es ändern sich nur die Nominalsummen. Bei einem Wochenlohn unterm Goldstandard von 50 Dollar bleibt die Unternehmervilla in Bestlage für 2 Millionen genauso unerschwinglich wie 100 Jahre später bei 1000 Dollar Wochenlohn und 30 Millionen für die Villa.

    Zitat


    Zitat von woernie


    Das was Armstrong als zwangsläufigen Verlust von Geld gegen Assets beschreibt ist meiner Meinung nach der Inflationierung geschuldet, somit auf FIAT bezogen.


    Nein, wie er in dem Satz zuvor klarstellt: „When gold was money, it then declined against real estate and stocks.“


    Zitat

    Zitat von woernie


    Was die Warenkörbe anbelangt, sollten die bei relativer Geldmengenkonstanz sogar stetig preiswerter werden auf Grund von stetigen Produktivitätsfortschritten.


    Die Seegrundstücke am Starnberger See sind auch durch Produktivitätsfortschritte unter einem Goldstandard nicht vermehrbar. Und warum sollte z.B die Aktie eines Unternehmens bei Produktivitätsfortschritten (und höherer Profitabilität) gar preiswerter werden – gegen Gold als Währungseinheit oder FIAT ? Dies bezieht sich auf Deine Definition von Korb als diverse Assetklassen wie Immos, Aktien etc. beinhaltend.


    Ganz nebenbei: Ein interessantes Fundstück für währungsgeschichtlich Interessierte aus der Frühzeit der BRD in Bezug auf Gold- und FIAT-Diskussionen, Ausgleich von Handelsdefiziten innerhalb Europas etc. findet sich in einem guten Spiegel-Artikel von 1953. Schon damals vertrauten die Griechen ihren Drachmen nicht und versuchten stattdessen an noch umlaufende goldene Sovereigns zu gelangen:


    GOLDWÄHRUNG
    In einer andern Welt wieder


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-25656855.html


    Grüße


    auratico

  • Zum letzten Absatz: Die Produktiivitäserfolge der Landwirtschaft sind durch Düngung und Landtechnik sowie Optimierung der Abläufe im Betrieb die letzten 70Jahre enorm gestiegen. Heute Bewirtschaften 2 Landwirte die Fläche einer Gemeinde von ehemals 20 Bauern !!! Was ist das Ergebnis ? Die ERZEUGERpreise sind REAL auf in der Menschheit nie gesehene Stände gefallen. 1950 war der Bauer Mittelstand 1920 eher schon Industrieller. Ich will nicht glauben daß der Heutige Bauer 10X soviel verdient wie Ein Mittelständler,wenn jemand das Gegenteil beweisen kann bittesehr bin ganz gespannt wie diese Rechnung aussieht. Ich bin auch der Meinung daß AU gegen alles abwerten kann, Was nützt eine Tonne Gold wenn kein Brot am Markt ist? Das heißt aber nicht daß man nun die ganze Tonne für einen Laib abdrücken muß. Irgendwo im Ländle befinden sich Stille Reserven .D er Besitzer wird bereit sein etwas abzugeben wenn der Preis hoch genug ist da er selbst viel zu viel davon hat. Und schon Normalisiert sich die Lage wieder. Das Kann zwar bis zur nächsten guten Ernte dauern aber es wird passierwen.So geshieht es zu allen Zeiten auch in allen Vermögenswerten. Dabei hat Au den Vorteil daß es länger Lagerfähig ist als Getreide und auch nicht von Neuen Technischen Entwicklungen entwertet wird wie z.B der Trabi.

    Tretminen reissen ein Bein ab, Wasserminen versenken Schiffe, Goldminen vernichten viele Anleger. :!:

  • Aufhebung von Bretton Woods und Verbot der Golddeckung !! --

    Verbot der Golddeckung? Wer hat das verboten? Steht es nicht jedem Staat frei, seine Währung an was auch immer zu koppeln? Oder ist das neuerdings ein physikalisches Gesetz?

    Natürlich kann man Gold essen, genauso wie Papier. Es stellt sich nur die Frage der Verdauung.

  • Verbot der Golddeckung? Wer hat das verboten? Steht es nicht jedem Staat frei, seine Währung an was auch immer zu koppeln? Oder ist das neuerdings ein physikalisches Gesetz?

    Soweit ich weiss, sehen die Statuten des IWF genau dieses vor, wohl auch explizit auf Gold bezogen. Gegen eine Deckung z.B. mit Schweinebäuchen, Weizen oder Orangensaft wäre allerdings wohl nichts einzuwenden. Wie es sich mit anderen Edelmetallen verhält, weiss ich im Moment nicht.

    • Offizieller Beitrag

    „Der Goldgeist ist der Flasche entwichen: Die Welt bewegt sich Schritt für Schritt zu einem de facto Goldstandard hin“


    Zufällig geriet die etwas zurückliegende Überlegung von Ambrose Evans-Pritchard ins Blickfeld. Interessant nach verschiedenen Rückblicken von ihm seine Schlußbetrachtung. Diese denkbare Entwicklung ist idealisiert und dürfte von härterer Realität überholt werden, indem die BRICS unter Anführung Chinas den US$ attackieren.

    „Eine dritte Reservewährung ist genau das, was Amerika braucht. Wie Professor Micheal Pettis von der Universität Peking argumentiert, ist das Innehaben der globalen Leitwährung eine “exorbitante Belastung”, auf die die USA verzichten könnte.


    Das Triffin-Dilemma – vom belgischen Ökonomen Robert Triffin in den 1960er Jahren entwickelt – legt nahe, dass der Inhaber der überragenden Währung vor einem inhärenten Widerspruch steht. Er muss im Laufe der Zeit ein strukturelles Defizit betreiben, um das System über Wasser zu halten; das aber untergräbt seine eigene Wirtschaft. Das System zerstört sich selbst.


    Ein partieller Goldstandard – vom globalen Markt erstellt und niemandem gegenüber verpflichtet – ist die beste aller Welten. Er bietet ein Wertaufbewahrungsmittel (wenn auch ohne Rendite). Er wirkt als eine ausgleichende Kraft. Er ist nicht dominant genug, um das System zu ersticken.“


    http://www.larsschall.com/2013…oldstandard-wird-geboren/


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Die Kleinspekulanten, auch despektierlich als „The Dumb Money“ bezeichnet, mit einem Rekord bei Goldshorts, sh. Schaubilder und Chart im Artikel. Dieser auch insoweit sehenswert, wie falsch die Kleinspekulanten beim letzten Hoch lagen....


    Zusammen mit der Saisonalität gute Voraussetzungen für den nächsten Goldpreisanstieg.


    http://www.investing.com/analy…t-position-in-gold-178187


    Grüsse

  • Nein, wie er in dem Satz zuvor klarstellt: „When gold was money, it then declined against real estate and stocks.“




    Nur weil Armstrong es 'klarstellt' muss es nicht stimmen. Warum sollte Armstrong im Alleinbesitz der Wahrheit sein ? Wäre das so, dann wäre er vermutlich noch immer im Knast. ;) Wenn diese 'Klarstellung' tatsächlich wahrhaftig ist/wäre, so würde an der Stelle nach meinem Empfinden ein Wirtschafts-Naturgesetz , und zwar das fundamentalste aller Naturgesetze, außer Kraft gesetzt: nämlich das von Angebot und Nachfrage als Preisbildner. Aber lassen wir das. Ist ein Thema über das sich nicht zu streiten lohnt.


    Aber etwas anderes möchte ich hier noch herausstreichen. Weil es meiner Meinung nach wichtig ist und weil DIESES THEMA sich wirklich auch zu streiten lohnt ! Ich habe mir den ganzen Artikel von Armstrong jetzt zweimal durch gelesen.:


    Tangible v Intangible Money – Why Times Have Changed


    http://armstrongeconomics.com/armstrong_economics_blog/



    Und ich muss sagen: Kokolores !!! Zum Teil gefährlicher Schwachsinn ! Wenn man sich vergegenwärtigt hat , was es de fakto mit diesem Artikel auf sich hat, wundert es einen nicht mehr , dass gleich im ersten Satz die 'tumben Goldbugs' mit ihrem 'tumben Credo' Gold ist Geld quasi 'vorgeführt' werden.


    Der Artikel ist ein klares Plädoyer für 'intangible Money' , für digitales, elektronisches Plastikgeld und die Abschaffung von Bargeld! Begründung ? Die Zeiten haben sich geändert. Ich übersetze mal: diesmal ist alles anders !


    [Blockierte Grafik: http://www.cosgan.de/images/smilie/frech/a030.gif]


    Und warum ist diesmal alles anders ? Warum haben sich die Zeiten geändert ? Jetzt wird es echt tiefschürfend: weil 78 % der Amerikaner eine Kreditkarte haben und weil junge Amerikaner bei Starbucks ihren Kaffee nicht mit Pennies, Nickels und Dimes zahlen sondern mit Google Wallet per Mobiltelefon. Dass wir Bargeld garnicht mehr brauchen 'beweist' (laut Armstrong) die Statistik: wir sind auf dem Weg dazu, dass 50 % aller Amis eine Woche verbringen und zwar ohne Bargeld einmal anzurühren . Zur Zeit sind es erst 43 %, aber Armstrong meint: das wird schon ! Und um die Beweisführung auf noch solidere Beine zu stellen , dann der Hinweis, dass auch Glühbirnen, Single-Schallplatten und 8 Spur Tonbänder von der Bildfläche verschwunden sind. Alles klar ? Gold ist ein barbarisches Relikt das keine Zinsen bringt und das man nicht essen kann.


    Ein wenig 'Hoffnung' für Goldbesitzer ( aka Goldbugs) macht Armstrong dann doch noch, wenn auch durch die Hintertüre:


    Zitat

    Up to now, gold has been the WORST performing asset within that class.


    Und weiter hinten:


    Zitat

    Tangible assets survive because they are revalued in terms of the coming new currency.


    Über diese 'coming new currency' sagt Armstrong zwar nichts konkretes, aber in seinem Weltbild wird sie 'intangible' sein, eine FIAT Währung die ganz ohne Bargeld auskommen wird/soll.


    Zitat


    Money as we know it is becoming electronic...



    [Blockierte Grafik: http://i0.wp.com/armstrongecon…s/2013/03/world-model.jpg]


    Wer/wie diese neue elektronische Währung kontrollieren wird/soll sagt uns Armstrong leider nicht Aber immerhin sagt er uns folgendes:


    Zitat

    The good news is in doing so, ( nämlich elektronisches Geld einzuführen) this is really one giant step for Society !!!



    Und hier ist die Grenze zur Satire meines Erachtens überschritten ! Das ist gefährlicher Schwachsinn. Greifbares Geld , egal ob FIAT oder Warengeld, ist die einzige und letzte Bastion individueller und gesellschaftlicher Freiheit. Ohne Bargeld ist es nur noch ein kleiner Schritt zum RFID-CHIP den man bei Geburt unter die Haut implantiert bekommt. Auf den wird dann auf- und abgebucht...und wenn sich einer missliebig verhält, wird in der 'Zentrale' der Wert auf NULL gestellt. Mit diesem Artikel hat sich Armstrong in eine Reihe mit anderen Systemlingen a la Handelsblatt Dummbaddel Oliver Stock etc. gestellt.


    Bye , bye Armstrong.

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

  • Hallo Woernie, weisst Du eigentlich wieso Armstrong im Gefängnis war?


    Beste Grüsse


    Neo

    Alles was Neo in seinen Posting wiedergibt ist natürliche Satire.


    Neo ist eine einzige Witzfigur. :S

  • Soweit ich weiss, sehen die Statuten des IWF genau dieses vor, wohl auch explizit auf Gold bezogen. Gegen eine Deckung z.B. mit Schweinebäuchen, Weizen oder Orangensaft wäre allerdings wohl nichts einzuwenden. Wie es sich mit anderen Edelmetallen verhält, weiss ich im Moment nicht.

    Soweit ich weiß durfte keine Währung eines IWF - nahen Staates durch Gold gedeckt werden sonst gab es keinen Zutritt zum Club bzw Kredite .Geschäftsbanken gaben und geben keinen Kredit gegen Goldhinterlegung ( Nur beim Pfandleiher) Auch als Sicherheit für Z.B Hausbau Geschäftsgründung, sonst Finanz. Engpass aus priv. Gründen wurde Gold als Sicherheit nicht anerkannt.Jedoch gib es in letzter Zeit bestrebungen Gold als sicherheit anzuerkennen. Daraus habe ich für mich abgeleitet: Früher mußte der private Besitzer sein Gold verkaufen, dies entspricht der Zufuhr von Metall ins Banksystem wiel weit und breit kein Goldhändler mehr war! Wenn er sich dafür einen teuren Sportwagen gekauft hatte bekam er dafür mehr Hausbaukredit.und war nachdem die Karre verrostet war sein Gold los , hatte den Kredit evtl noch an der Backe und dadurch noch abhängiger. Zweitens Wer dies nicht mitgemacht hat hat entweder sein Gold verkauft und nur noch überschaubaren Kredit. d H Aus Banksicht weniger Abhängig. Anscheinend gibt es niemand mehr der das alte Spiel mitmacht, so soll jetzt Gold als Sicherheit zugelassen werden / Sein???
    Aus Sicht der Bank ist nun wieder der Zufluss von Gold gesichert , da das Ziel der Bank niemals die Rückzahlung eines Kredits( wenn auch das genaue Gegenteil behauptet wrd) sondern nur die ausweitung gut ist braucht das Metall überwiegend nicht zurückfliessen und schon gar nicht kurzfristig.Drittens Die Banken haben akkuten Metallmangel

    Tretminen reissen ein Bein ab, Wasserminen versenken Schiffe, Goldminen vernichten viele Anleger. :!:

    Einmal editiert, zuletzt von Lexus ()

  • Denm letzten Absatz volle zustimmung von mir. Elektr. Geld führt zur totalen Überwachung und Ausplünderung der Gesellschaft.Eichelburgs Lieblingsantwort auf alle weiteren Fragen : Wer hat den Profit davon?????? Der Taschendieb sicher nicht, und auch nicht der Betohlenele-pardon Besteuerte, Also Wer ?????

    Tretminen reissen ein Bein ab, Wasserminen versenken Schiffe, Goldminen vernichten viele Anleger. :!:

  • Zitat

    Zitat von woernie


    Nur weil Armstrong es 'klarstellt' muss es nicht stimmen. Warum sollte Armstrong im Alleinbesitz der Wahrheit sein ?


    Es geht doch nicht darum, ob er im „Alleinbesitz der Wahrheit“ ist, obwohl ihm geldhistorisch kaum einer das Wasser reichen kann, sondern wo und ob er mit seinen Erläuterungen recht hat bzw., wichtiger noch, wo diese Gedanken aufgegriffen werden können im Zusammenhang mit Überlegungen zu Geld, Gold, Gesellschaft.


    Und : Wo ist der Gegenbeweis, woernie? Er sagt hier und an anderer Stelle, dass Geld (z.B. FIAT-Geld, z.B. Geld als Gold) gegen andere Vermögenswerte im Laufe der Zeit historisch abgewertet hat (gegen Aktien, gegen Immobilien, auch gegen Gold als Asset nach und damit außerhalb der verordneten Geldfunktion etc.). Dieser kurze Artikel ist ein Plädoyer für Vermögenswerte, inkl. Gold (das von seinen inflationsbereinigten Höchstständen noch weit entfernt ist, während der Dow seit 1980 von 1000 auf 16.000 Punkte zugelegt hat).


    “Grasp the understanding between assets and money. Why should you care in what you make the most money. The object here is to survive. Open your mind and see the world for what it is – a giant melting pot of assets v money everywhere.”


    Was er den sog. “Goldbugs” vorwirft, ist ihr Glaube an einen stabilen monetären Wert des Goldes, wenn es denn einmal wieder (unwahrscheinlich angesichts der dazu notwendigen Mengen) offizielles Geld sein sollte. Geld, in welcher Form auch immer, steigt und fällt gegen Vermögenswerte, abhängig von etlichen, sich ändernden Umständen. Die Vorstellung, man könne Geld (nochmals: in welcher Form auch immer) irgendwo in einen Tresor legen, um es 30 Jahre später mit erhaltener Kaufkraft herauszuholen, ist irrig. Zufällig geschehen kann es freilich schon. Was ich in den Tresor legen kann, in der Hoffnung zumal, später darauf werthaltig zurückgreifen zu können sind Anlagewerte wie Gold, Silber, Diamanten, Anteilscheine, von mir aus auch Kunstwerke etc. Und wer ganz optimistisch oder auch ganz schön blöd ist, stapelt darin 30 Jahre lang das immer gleiche Bündel Banknoten als Geld.


    Ist das richtig oder ist das falsch:


    “Money has historically been many things and gold is only one of them. The issue is always the fact that money (regardless of what it is) rises and falls.”


    Es ist richtig.


    Ist das richtig oder ist das falsch :


    “Gold is a commodity and resides on the asset side of the balance sheet. The Goldbugs tout the German Hyperinflation and somehow pretend that only gold survived when in fact it was all assets. Indeed, the replacement currency that stopped the hyperinflation was backed by real estate – not gold.”


    Es ist richtig.


    Tangible assets survive because they are revalued in terms of the coming new currency. Our problem is not WHAT IS MONEY, but it is the DEBT.


    In einem neuen Geldregime, das früher oder später nach dem Scheitern des gegenwärtigen, auf Totalüberschuldung basierenden, kommen wird, könnte Gold, ein seit Jahrhunderten geschätztes, nicht beliebig vermehrbares Asset, als disziplinierener Pfeiler durchaus eine Rolle spielen, eine wohlgemerkt - als Partialdeckung.


    Aus meiner Sicht als jahrelanger Goldhalter gibt es hingegen kaum unerträglichere „Goldbugs“ als jene, die glauben, sie hätten das „kaputte Geldsystem“ nach dem hektischen Erwerb von 10 Unzen Gold in letzter Minute endgültig begriffen und müssten nun nur noch auf den Zusammenbruch warten, um dann mit ein wenig Gold in der Hand die ganze Straße aufkaufen zu können wie in einem Wildwestfilm. Widerlich und unfassbar dumm überdies.


    Zitat

    Zitat von woernie
    Der Artikel ist ein klares Plädoyer für 'intangible Money' , für digitales, elektronisches Plastikgeld und die Abschaffung von Bargeld! Begründung ? Die Zeiten haben sich geändert.


    Dass der elektronische Zahlungsverkehr abgeschafft wird und man wieder in den Satteltaschen das Gold aus den Bergen direkt in den Saloon bringt und alle Transaktionen bar abwickelt, ist unwahrscheinlich und völlig absurd (Nebenbei gefragt: Ist das wirklich der Wunsch der sog. „Goldbugs“ ? )
    Dass man auch in Zukunft z.B. mittels einer Prepaid-Karte, wie es sie prototypisch-archaisch als Telefonkarte schon seit Jahrzehnten gibt, die Benutzungsrechte an irgendeiner Dienstleistung erwirbt, ist hingegen angesichts der kommunikationstechnologischen Entwicklungen weitaus realistischer und würde selbst in einem vollends goldgedeckten Währungssystem keinen Deut anders sein – elektronisch abgerechnete Goldwechsel, und ob das nun von einem Handy aus geschähe, ist dabei völlig gleichgültig. Sonst müsste man eben zu den Amishen auswandern oder eine eigenen Stammesverband gründen.


    Zitat

    Zitat von woernie
    Mit diesem Artikel hat sich Armstrong in eine Reihe mit anderen Systemlingen a la Handelsblatt Dummbaddel Oliver Stock etc. gestellt.


    Ein Systemling klingt anders: “We are in the middle of a collapse in the economic structure upon which society was formed post-war. All governments are collapsing.They are fighting as nasty as they can desperately trying to hold on to their fleeting power (…) This is becoming a serious concern and is the reason why Homeland Security in the USA is buying tanks and Obama has put the word out to buy just about every bullet out there to prevent the citizens from being able to rise up against government. “


    PS Armstrong hat u.a. deswegen so lange im Knast gesessen, weil er sich geweigert hat, dem Gericht die geforderten Goldmünzen auszuhändigen.

    Grüße
    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()



  • Grüße
    auratico



    Danke für Deine sehr ausführliche Antwort. Glaub' mir, in einigen Aspekten herrscht Einigkeit. Aber Armstrong ist nicht mehr Armstrong. Oder ich missverstehe ihn gründlichst. Ich werde mir morgen die Zeit nehmen dies ausführlicher darzulegen.... Heute...zu spät...und vielleicht ein 1/8 el Wein zu viel intus. :P

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

    Einmal editiert, zuletzt von woernie ()

  • Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

    Einmal editiert, zuletzt von woernie ()

    • Offizieller Beitrag

    (......)Wer/wie diese neue elektronische Währung kontrollieren wird/soll sagt uns Armstrong leider nicht Aber immerhin sagt er uns folgendes:



    Und hier ist die Grenze zur Satire meines Erachtens überschritten ! Das ist gefährlicher Schwachsinn. Greifbares Geld , egal ob FIAT oder Warengeld, ist die einzige und letzte Bastion individueller und gesellschaftlicher Freiheit.( ....).


    Ja.
    Nicht ganz ohne Sinn stapeln sich wieder in zunehmendem Maße Goldbarren bei den Zentralbanken, -- genauer gesagt eher bei den cleveren Asiaten -- den Instituten, die Fiatgeld kreieren und verteilen !


    Hier ein Beispiel für einen der wenigen Unternehmer, die das früh erfaßt haben, der charismatische Mineur Rob McEwen. Das Foto ist schon einge Jahre alt, es könnte Gold aus dem Verkauf seiner einige 100 Mio $ Anteile von Goldcorp / GG sein.


    Grüsse

  • Konsequenterweise müsste Armstrong für eine Privatisierung des Geldwesens eintreten. Reduzierung/Abschaffung von Bargeld ist aber das KRASSE Gegenteil davon und eröffnet der Staats-Sklaverei und Umverteilungsvisionen freie Hand.


    Geld, Gold und Ludwig von Mises


    Da der Mensch als Mensch, laut Geschichtsschreibung, unfähig ist dem Papier- und E-Geld die Funktion als beständiges Wertaufbewahrungsmittel einzuräumen, müssen langfristige Rahmenbedingungen geschaffen und erhalten werden.


    Ludwig von Mises (1881 - 1973) sprach sich für eine Goldwährung aus. Aber nicht, weil er der Meinung war, dass das Gold wertstabil sei, sondern weil er wusste, dass man den Wert des Goldes nicht beliebig manipulieren kann. In seinen Worten: "Man hat an der Goldwährung manches auszusetzen gewusst; man hat ihr den Vorwurf gemacht, dass sie nicht vollkommen sei. Doch niemand weiß anzugeben, wie man an Stelle der Goldwährung Vollkommeneres und Besseres setzen könnte. … Die Goldwährung macht die Gestaltung der Kaufkraft von dem Einfluss der Politik und der schwankenden wirtschaftspolitischen Anschauungen wechselnder Majoritäten unabhängig. Das ist ihr Vorzug."


    In der Konsequenz ist auch die Privatisierung des Geldwesens keine Lösung (siehe FED). Das Rad ist bereits erfunden, nur aus egoistischen Gründen eiert man weiter rum.



    Grüße von der Ersatzkasse

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

  • Bezüglich E-Money: sollte es tatsächlich einmal soweit kommen, wäre es doch nicht automatisch so, dass Gold an Wert verlieren würde. Nur die Bezahlung des Kaufes/Verkaufes dieses Gutes würde dann eben rein computergestützt unternommen werden und die Anonymität würde praktisch eliminiert werden.


    Auch wenn ich nicht hoffe und glaube, dass es vorerst zu einer vollständigen Ersetzung von FIAT- durch E-Money kommt, sehe im Moment noch keinen Grund, weshalb Gold dann in irgendeiner Art und Weise an Wert verlieren sollte.


    Grüße
    GS

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

  • was mein jüdischer Kollege Ludwig von Mises schon vor 100 Jahren verstanden hat


    es gibt weder mit Gold noch mit FIAT eine stabile Kaufkraft bzw. Kaufkraft-Erhalt


    aber Kaufkraft-Erhalt ist das Ideal, von dem viele Goldbugs ausgehen. Deswegen wünschen
    sie sich eine Goldwährung.


    Zitat L.v.Mises:


    Wenn man darauf verzichtet, der Chimäre eines Geldes von unver-
    änderlicher Kaufkraft nachzujagen, so liegt darin weder Resignation noch
    auch Geringschätzung der sozialen Folgen der Geldwertveränderungen.
    Man zieht nur die notwendige Schlußfolgerung aus der Einsicht, daß
    Beständigkeit der Kaufkraft des Geldes Beständigkeit aller Austauschverhältnisse und damit völlige Ruhe des Marktes und der Wirtschaft voraussetzt.



    Er hat verstanden, daß man nicht weltweit alle Preise festsetzen bzw. "einfrieren" kann um z.B. in einer
    Goldwährung eine unveränderliche Kaufkraft zu erreichen. Genau so wenig es mit einer nicht goldgedeckten
    Währung funktionieren kann.
    Ebenso wenig können das die Chinesen, denn sie können nicht weltweit die Preise festsetzen.


    Shalom

Schriftgröße:  A A A A A