Nach der landesüblichen zweimonatigen Auszeit am Strand meldet sich der der französische Think Tank der „Erasmus-Generation“ GEAP/LEAP 2020 wieder zu Wort. Wie gehabt wird für Großbritannien und die USA der baldige Untergang vorausgesagt, während die Eurozone wie ein Phönix aus der Asche aus der Staatsschuldenkrise auf dem eigenen Kontinent hervorgehen wird – vorausgesetzt, man läßt endlich die in den Startlöchern wartende europhile Erasmus-Generation, die ja nun auch schon die Vierzig überschritten hat, an die Regierungsstellen.
Der Abgang von Jürgen Stark wird gefeiert, weil sich mit ihm ein Verständnis des Zentralbankwesens verbinde, das in seiner Starrsinnigkeit eher der ehemaligen DDR gleiche. Wenig verwunderlich wird stattdessen Peer Steinbrück als Visionär gefeiert.
So nachvollziehbar und gut argumentiert vieles von dem ist, was GEAP/LEAP 2020 schon seit langem über die zerstörerische Rolle der angelsächsischen Finanzindustrie bemerkt (nichts Neues zwar zumal für mich), so schwer erträglich ist die unglaubliche Ignoranz gegenüber den strukturellen Unzulänglichkeiten der Eurozone inzwischen. Man müsse nur endlich die richtigen europasüchtigen Leute ranlassen, dann komme schon alles wie von Zauberhand in Ordnung. Das Allheilmittel auf dem Weg dahin ist natürlich – richtig geraten – die Einführung von Eurobonds.
Vorerst nur in französischer Sprache, demnächst dann wohl auch auf Deutsch:
http://www.leap2020.eu/Crise-s…ciers-mondiaux_a7619.html
Grüße
auratico