Da hast du aber gleich drei Denkfehler. Ein regelbasiertes Rebalancing kann schon so einiges bringen, es heißt ja erstens nicht komplett aussteigen (so wie du es getan hast), zweitens wieder nachlegen bzw. zurück umschichten, wenn der Kurs zurückgeht (was du offenbar nicht getan hast), und drittens waren die anderen möglichen Kandidaten wie z.B. Aktien, Fiat und Gold keineswegs auf Dauer Verlustbringer.
Ich gebe aber zu, habe mir das selber nur an eingen Beispielen angesehen und nicht wirklich selber praktiziert.
Goldmünzen
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Ja, nein. Hab ich, hab ich nicht. Nö, das sehe ich so nicht.
Und Du hast / machst vielleicht nur einen Denkfehler, weil Du in Fiat rechnest.
In Gold gerechnet ist alles das, was weniger, als der Goldpreis steigt real ein Verlustbringer. Mach Dir mal den Spaß und rechne Firmenbilanzen einer durchschnittlichen Firma oder auch nur Anleihen und das was draus wurde eines einzigen Staates in Gold um. Dann wird Dir kotzschlecht. Nicht wegen der Kritzelratios....auch nicht wegen elendig langer Zeiträume von 50 und mehr Jahren. Nein: solche Dich enteignenden Verlustbringer willst Du nicht.
Das Thema lautet: KALTE E N T E I G N U N G
Es ist systhematische Desinformation und Massenpsychologie vom Allerfeinsten.
Und wenn Du weniger Volatilität rechnen, also klarer und ruhiger sehen willst: rechne in Kugeln Speiseeis vom Eismann um. Immer schön mit dem Eispreis zum jeweiligen Zeitpunkt recherchieren und dann stichprobenartig rechnen. Das reicht völlig, um den Eimer mit Mageninhalt zu füllen.
Anders als Geldmetalle ist mir nicht bekannt, dass der Eispreis manipuliert wird in dem Sinne, dass Verkäufer long oder short sind oder Eismänner und Eisfrauen binnen Stundenfrist ihre Eisdielen ein Jahr in Voraus reservieren. Das hat Du beim Eis alles nicht. Nach Deiner Rechnung wirst Du entweder Eis hassen oder erkennen, dass das Eis nichts dafür kann und dort nicht das Problem liegt.
Anders, als bei Gold, sind mir Null Zeiträume bekannt, in denen Speiseeis über längere Zeit auch nur 20% im Preis (DM oder Euro) gefallen ist. Bei Gold, Silber Platin und Co. sind 20 Prozent in Fiat fast garnix.
Ein Denkfehler reicht, wenn er schlimm genug ist in dem Sinne, dass es einen blind macht für das, was real ist.
Nach einem schlimmen, tödlichen Fehler, machen weitere Fehler es dann auch nicht mehr schlimmer, weil die Wirkung so oder so eintritt. Und das Ereignis selbst tritt auch nur einmal ein.
Und vor Denkfehlern ist keiner sicher.
Und NEIN: Weggucken und Bestreiten bringen es nicht, was das Ergebnis des Wegsehens und Bestreitens (schleichende und im Ergebnis drastische Verarmung) angeht.
Das ist meine feste Überzeugung, Hoffentlich liege ich falsch damit. Leider befürchte ich, dass es bei der Hoffnung oder dem guten Wunsch bleiben wird.