COMEX verschärft brutal ihre Strategie
Scheinbar gibt es bei der COMEX Möglichkeiten für "riskante" Positionen die Margin noch weiter zu erhöhen. Immer mehr Silberkäufer müssen sich von ihren Kaufaufträgen trennen weil bis zu 13% des kaufvolumens als Sicherheit verlangt werden kann. Wer also z.B. 10 Kontrakte für März bestellt hat, muß nun 50.000oz x 100$/oz x 0,13 = 650.000$ hinterlegen. Wie viel Zeit gibt die COMEX den Long-Spekulanten ? Bestenfalls 1-4 Stunden, oder es wird bei kleineren Spekulanten sofort liquidiert, das heißt zum aktuellen Preis verkauft, weil sie wie im vorigen Beispiel nur 450.000$ hinterlegt haben (9%f). Hier erleben wir gerade ein Blutbad!
Wird sich das für die COMEX rächen ? Möglicherweise kaufen jetzt die Chinesen sofort alles registered Silber auf und lassen es nach Shanghai liefern (Arbitrage-Gewinn ). Bleibt der Preis in Shanghai stabil über 100$/oz und fällt der COMEX - Preis auf z.B. 70$ ist davon auszugehen das die Lager der COMEX leer sind, sie den niedrigsten Preis haben und keiner mehr Silber kaufen kann . Es ist absurd ! WAHNSINN !
Natürlich wird auch keiner mehr physisches Silber an die COMEX liefern, sondern lieber gleich nach Shanghai wo das Minenunternehmen ja fast 50% mehr bekommen würde. Die Frage ist wieviel Risiko nimmt die COMEX in Kauf ?
Alles anzeigenFortsetzung der Kurskorrektur bei den EM
Man schaue sich die Fakten und sollte sich keinesfalls durch die Volatilität beunruhigen lassen. Der Papiermarkt ( COMEX wie auch Shanghai ) bereinigt sich. Dennoch wird das Angebotsdefizit immer größer und die EM-Märkte trocknen aus (historischer Tiefststand 30Mio oz Ag) . Um dem entgegenzuwirken erhöhte die COMEX heute die Sicherheitsanforderung und löste Zwangsliquidationen aus:
Gold (100 oz) 5,0 % ~25.000 $ (bei 5.000 $/oz) ca. +40 % Silber (5.000 oz) 9,0 % ~45.900 $ (bei 102 $/oz) ca. +120 % Palladium 11,0 % — —
Die daraufhin einsetzende Ereigniskette:
1. Physischer Run: Die Bestände in der Kategorie Registered schmelzen, weil Käufer auf Auslieferung bestehen.
2. Reaktion der Börse: Um einen "Default" (Lieferunfähigkeit) zu verhindern, werden die Kosten für das Halten von Kontrakten (Margins) erhöht. Die CME hat die Margin-Anforderungen heute auf ein Rekordniveau gehoben. Da bei $102 pro Unze ein Kontrakt (5.000 Unzen) einen Nominalwert von über einer halben Million Dollar hat, können viele Trader die geforderte Sicherheit (Margin) nicht mehr hinterlegen. Da Silber heute Morgen fast 120 $ erreichte, mussten Trader pro Kontrakt plötzlich über 54.000 $ hinterlegen. Viele konnten das nicht mehr bedienen und wurden zwangsliquidiert.
3. Zwangsverkäufe: Spekulanten müssen ihre Kontrakte glattstellen, was den Papierpreis nach unten drückt – während die physische Ware gleichzeitig immer seltener wird. Das Ergebnis ist eine Verkaufswelle im Papierhandel, die den Preis drückt.
Doch das Kernproblem bleibt: Für den Märzkontrakt (160 Mio oz) stehen nur 30 Mio. Unzen in der Kategorie Registered gegenüber.