Bullisches Setup für Edelmetalle
Peter Schiff informiert über erstaunliche Vorgänge im Finanzmarkt und deren Fehlinterpretation. Hier eine Zusammenfassung.
Explodierende Bond-Renditen: Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe stieg auf ein Einjahreshoch von 4,59%. Noch dramatischer ist die 30-jährige Rendite, die mit 5,12 % ein 20-Jahreshoch erreichte.
Der Fehler der Trader: Kurzfristige Trader und Trading-Algorithmen verkaufen Gold/Silber, weil sie glauben, dass höhere nominale Zinsen Gold unattraktiv machen.
Schiff betont, dass der Markt das Wesentliche übersieht: Die Realzinsen (Nominalzins minus Inflation) brechen ein, weil die Inflation viel schneller steigt als die Zinsen. Ein Nominalzins von 5 % bringt nichts, wenn die reale Inflation deutlich höher liegt (>6%) – man verliert Kaufkraft.
Katastrophale Inflationsdaten (CPI, PPI & Außenhandel)
Schiff untermauert seine These mit den neuesten Wirtschaftsdaten der Woche:
CPI (Verbraucherpreise): Stieg im Monatsvergleich um 0,6 % (annualisiert über 5–7 %). Die Kernrate (ohne Nahrung und Energie) sprang um 0,5 % an.
PPI (Erzeugerpreise): Explodierte im April um 1,4 % in nur einem Monat (6 % im Jahresvergleich). Da Erzeugerpreise zeitverzögert an Konsumenten weitergegeben werden, rollt laut Schiff eine massive Inflationswelle auf den CPI zu. Die Kern-Erzeugerpreise stiegen um 1 % (annualisiert ~12,5 %).
Import-/Exportpreise: Importpreise stiegen um 1,9 % im Monat (4,2 % im Jahresvergleich). Schiff sieht hierin den Beweis, dass US-Konsumenten die Zölle zahlen und nicht das Ausland . Exportpreise schossen um 3,3 % nach oben (8,8 % im Jahresvergleich).