SILBER : Märkte und Informationen

  • Kleine Frage.. aber nicht glei beißen OK.😅


    Dachte nach einem Jahr nach dem Kauf, kann man das Silber wieder verkaufen ohne Steuer Gedöns privat korrekt?

    Egal wie viel Gewinn?


    Alles verwirrend..


    Was ist eigentlich wenn ich Verlust mache.. bekomme ich dann vom Fiskus auch Geld wenn ich die Rechnung zeige? 😃😁


    Denke die greifen nur.. geben tun die nix.

  • Verluste kannst Du, wie üblich, nur mit evt. vorhandenen Gewinnen verrechnen.

    „Es gehört zum Schwierigsten, was einem denkenden Menschen auferlegt werden kann, wissend unter Unwissenden den Ablauf eines historischen Prozesses miterleben zu müssen, dessen unausweichlichen Ausgang er längst mit Deutlichkeit kennt. Die Zeit des Irrtums der anderen, der falschen Hoffnungen, der blind begangenen Fehler wird dann sehr lang."
    Carl J. Burckhardt


  • Hmmm - Längerfistige Verluste in Silber ...?


    Die kommen unweigerlich dann wenn die Amis ihre Rüstungsausgaben halbieren, unser Klingbeil und auch die Franzmänner einen ausgeglichenen Haushalt hinlegen, unsere Busfahrer keine zweistelligen Lohnerhöhungen mehr fordern und die Inflationsraten gegen Null marschieren. Goldgedeckte Währungen, kein Sozialstaat auf Pump - jeder ist im Grossen und Ganzen für sich selbst verantwortlich.


    Wird das passieen ? Nope.- keinesfalls. Das ist politisch nicht überlebbar so etwas durchzusetzen.


    Die Politik wird von Keynesianern beherrscht - und die haben Silber seit den 70ern von 1$ die Unze bis auf 120$ in der Spitze getrieben.


    Und war das das Ende ?


    Defintiv Nein.


    Das war erst der Anfang - denn Nullzinsjahre und Niedriginflation liegen hinter uns.


    Niedrige Zinsen und Inflationsraten verführen Politiker mehr Geld auszugeben - bis mal des Ende der Fahnenstange erreicht ist weil die Staatsverschuldung selbst bei niedrigen Zinsen unerträglich hoch ist.

    Im Extremfall Japan auch mal über 200% des BIP - bei anderen ist um die 100% Schluss.


    Und der Ausweg ?


    Keynesianer sind ein 'One Trick Pony' - die können nur eins: mehr Geld ausgeben, darauf ist Verlass. Ob der FED Chef nun Greenspan, Bernanke, Yellen, Powell oder Warsh heisst.


    Die Frage ist nur welchen Weg die Politkasper jetzt einschlagen: Überraschungsinflation via Ölpreisschock provozieren (mein Favorit - siehe 70er Jahre), Krieg, Währungsreform, Finanzielle Repression mit fixem Goldpreis wie in den USA bis 1971 etc.


    Eine der Kröten werden die Anleger und Sparer demnächst schlucken - denn sie sind die Gläubiger der Staaten die Ihre Schulden demnächst reduzieren müssen.


    Wie die Entschuldung in den 70ern gelaufen ist kannst du z.B. hier nachlesen:


    https://www.schroders.com/de-ch/ch/verm%C3%B6gensverwaltung/insights/inflation-zuruck-in-die-1970er/


    Ich persönlich erwarte eine ähnliche Entwicklung. Politisch geplant und initiiert von den USA.


    Und auch eine ähnliche Preisentwicklung wie zwischen 1970 und 1980 als der Entschuldungsprozess und Inflation durch FED Chef Paul Volcker mit einem Tritt auf die Bremse mit 20% Zinsen ausgeläutet wurden.


    Hier dazu der 100 Jahr Silber Chart:


    Silver Prices - 100 Year Historical Chart


    ----


    Und weil der oben angesprochene Prozess unausweichlich ist bewahrt jede Unze Silber ein bisschen Kaufkraft - egal was der fiktive Wechselkurs ins der Inflation ausgeliefertem Zettelgeld anzeigt.


    Auch das Römische Reich ist untergegengen - und wenn du am Feld 2000jährige Silbermünzen findest haben diese ihren Wert bewahrt. Kaufkraft eines römischen Bauern oder Sold eines Soldaten bis in die heutige Zeit erhalten.


    So eine Silbermünze beamt Kaufkraft durch Raum und Zeit.


    Lass' dich also nicht irre machen wegen schwankender Zettelpreise - das ist Masche. Haben zählt. Und Geduld. Denn die Manipulateure kann man nur aussitzen.


    Und wenn du die Taler partout loswerden willst nimmt sie dir bestimmt auch jemand privat ab - ohne Finanzamt :)

  • Dif. Besteuerung heißt, es darf auf der Rechnung keine MwSt ausgewiesen werden, aber selbstverständlich muss der Händler auf die Dif. MwSt abführen.



    Lg meggy

    bmwknaz : Ihr habt es ja schon ganz gut anhand des UStG hergeleitet. Meggy liegt hier komplett richtig.


    Im Zweifel sage ich immer, fiskalisch, d.h. pro Finanzamt, denken. Man denkt sich doch die herrliche Differenzbesteuerung auf bestimmte Gebrauchswaren nicht aus, damit die Staatskasse komplett leer ausgeht. Und das Verbot, die abgeführte USt aus der Differenzbesteuerung auf der Rechnung offen auszuweisen, schützt vor einem evtl. Vorsteuerabzug des Rechnungsempfängers.


    2:0 für das Finanzamt. ^^

  • Genau so habe ich das bei Privatankäufen, als ich noch GEWERBLICH war, auch gehandhabt.


    Die Differenz zwischen An- und Verkauf ist steuerpflichtig mit 19 % MWST. Dazu musste die


    Ankaufsrechnung damals 10 ? Jahre aufbewahrt werden, mit Name, Anschrift des Verkäufers,


    Datum und Unterschrift, und dem Kaufbetrag in T€uro. Auf den Rechnungen aus diesen Verkäufen


    durfte die enthaltene MWST nicht ausgewiesen werden.


    Genau so wurde es mir damals von meinem Steuerberater erklärt. :)

    • Offizieller Beitrag

    Auf den Rechnungen aus diesen Verkäufen durfte die enthaltene MWST nicht ausgewiesen werden.


    Genau so wurde es mir damals von meinem Steuerberater erklärt. :)

    Und genau so ist es auch!


    Dafür muss folgender Satz auf der Rechnung stehen:

    "Differenzbesteuert gemäß § 25a UStG"

    Motto: Carpe diem et noctem.


    „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ (Albert Einstein)


    „Wer grundlegende Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu gewinnen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit.“ (Benjamin Franklin)


    Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16.

  • This time is different ™
    Shanghai's watching
    no01.substack.com

    Alles was ich hier schreibe ist keine Anlageberatung. Ich bin in der Regel in die Werte, bei denen ich mich am Austausch von News und Gesprächen beteilige, investiert! Ich empfehle ausdrücklich seine eigene Recherche zu betreiben um zu investieren.


    Oft schreibe ich Informationen zu den Werten aus dem Kopf, das heißt, wahrscheinlich mache ich öfter mal Fehler oder bin nicht auf dem neuesten Stand.

  • Bislang fallende Umsätze in diese letzte Erholung.



    Beim Gold ähnlich.



    Gruß,

    GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

  • Durch die höheren Preis wird es sicherlich reine Silber-Minen geben, die jetzt die Exploration voran treiben,

    Die enormen Kosten dafür ...

    ...sind nebensächlich:


    Entscheidend ist WANN die neuen Minen produzieren bzw. die Produktion signifikant höher wird?!

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

  • Und das erklärt dann vielleicht auch wieder, warum Jemand wie Rick Rule sein Silber verkauft hat.
    Denn er hatte nur SLV oder Sprott-Silver, also physisch hinterlegt. deswegen leicht veräußerlich. Mag vielleicht nicht sein Hauptgrund sein, aber sicherlich auch nicht unbeachtet. Aber wie in dem Artikel beschrieben halte ich es auch für möglich, kritisches Metall, was ja wirklich kriegswichtig sein kann aus diesen Beständen abzuziehen. Wenn es einen Barausgleich gibt kann man den USA ja nicht mal den Vorwurf der Enteignung machen.

    Und der Begriff "Nationale Sicherheit" in den US wird ja derzeit inflationär benutzt. Wenn dann evtl. nicht mal hauptsächlich US-Investoren betroffen sind, weil man den großen Playern vorher den Wink mit dem Zaunpfahl gezeigt hat, ist es umso einfacher...

    Um die europäischen Banken sollen sich mal schön die Europäer kümmern.

    Stell Dir vor es ist Bank Run und keiner geht hin.

  • COMEX im Dauerstreß

    Bislang fallende Umsätze in diese letzte Erholung.

    Das ist die Folge der Marginerhöhung , inital-Margin knapp 20%, das reduziert die Käuferseite bei den Spekulanten. Zusätzlich hat sich seit Jahresbeginn viel verändert. Die Pledged-Unterkategorie bei Silber wurde Ende Januar abgeschafft. Das bedeutet das Silber nicht mehr als Sicherheit für einen Kontrakt hinterlegt werden kann , alles muß in Bargeld abgewickelt werden. Vorteil ist jetzt aber das die 100 Mill oz vertrauenswürdiger sind als vorher. Jedoch was ist eigentlich mit dem Auslieferungsverzug aus den Dez. und Januar-Kontrakten ? Das waren doch bis 6 Wochen, d.h. die Registered-Bestände scheinen höher als wirklich, da immer noch längst zu lieferndes Silber ( angebliche Logistikprobleme) in den Tresoren liegt.

    Seit heute gibt es einen neuen 100oz-Silber-Kontrakt der nur noch durch Bargeldabgleich abgegolten wird und keine physische Lieferung verlangt, also Papier-Silber pur. Vielleicht ein neues Instrument der Preisdrückung.


    Kein Nachschub mehr für die COMEX


    Die Silberminen liefern ihr Rohmaterial an die Raffinerien, dort wird es auf eine Reinheit von 99,9 oder 99,99% gebracht. Von dort aus wird dorthin geliefert wer den höchsten Preis bietet und das ist die SGE trotz höherer Logistikkosten !

    Da die Margins sich zwischen SGE und COMEX angenähert haben sind die Opportunitätskosten vergleichbar geworden.


    Letztendlich stellt sich die Frage wie lange kann die COMEX die einseitige Bevorzugung von Short-Spekulanten und Preisdrückern durchhalten ?

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)

  • [...] Aber wie in dem Artikel beschrieben halte ich es auch für möglich, kritisches Metall, was ja wirklich kriegswichtig sein kann aus diesen Beständen abzuziehen. Wenn es einen Barausgleich gibt kann man den USA ja nicht mal den Vorwurf der Enteignung machen.

    Und der Begriff "Nationale Sicherheit" in den US wird ja derzeit inflationär benutzt. Wenn dann evtl. nicht mal hauptsächlich US-Investoren betroffen sind, weil man den großen Playern vorher den Wink mit dem Zaunpfahl gezeigt hat, ist es umso einfacher...

    Um die europäischen Banken sollen sich mal schön die Europäer kümmern.

    Dafür gibt es dann Bail-In, EZB und ESM.


    Dazu auch die Bail-In Rangfolge: https://www.bankhaus-lampe.de/…0704_Bankenabwicklung.pdf

    Wobei auf die gesetzliche Einlagensicherung von 100.000 EUR pro Konto, auf die wir jedes Jahr so freundlich von unser Bank hingewisen werden, natürlich kein Verlass ist. Das Volumen des Sicherungsfonds beträgt für Deutschland 20 Mrd. und für Europa 80 Mrd. EUR

  • Ja, China erhebt Steuern und Abgaben auf die Einfuhr von Silberbarren.

    • Einfuhrumsatzsteuer (VAT): Auf die Einfuhr von raffiniertem Silber und Silberprodukten wird in der Regel eine Mehrwertsteuer (VAT) von 13% erhoben.
    • Zollanmeldung: Bei der Einfuhr von Silber (inklusive Barren) müssen Passagiere oder Unternehmen die Menge und das Gewicht beim Zoll deklarieren.
    • Keine generelle Beschränkung: Es gibt grundsätzlich keine strikten Mengenbeschränkungen für die Einfuhr (im Gegensatz zu den neuerdings sehr strengen Exportbeschränkungen), aber die Einfuhr muss ordnungsgemäß angemeldet werden.
    • Ausnahme "Processing Trade": Unternehmen, die Silber für den Weiterexport (z. B. in der Solarindustrie für Silberpaste) importieren, können unter bestimmten Bedingungen von der Mehrwertsteuer befreit werden.

    Gold wirft auch nach[s]18[/s] 23 Jahren noch immer keine Strafzinsen ab! :thumbup:
    Hobbyimker (Honig via Boardnachricht)
    Alchemist


    Meine Bewertung: Knallsilber

  • Zitat daraus:


    "Betroffen sein können Sie als Anteilsinhaber oder Gläubiger einer Bank, wenn Sie also von der Bank ausgegebene Finanzin-strumente halten (z.B. Aktien, Anleihen oder Zertifikate) oder als Vertragspartner der Bank Forderungen gegen die Bank haben (z.B. Einzelabschlüsse unter einem Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte).

    Die Wertpapiere, die Sie als Kunde von Ihrer Bank im Depot verwahren lassen und die nicht von der depotführenden Bank emittiert wurden, sind nicht Gegenstand einer Abwicklungsmaßnahme gegen diese Bank. Im Fall der Abwicklung einer depotführenden Bank bleiben Ihre Eigentumsrechte an diesen Finanzinstrumenten im Depot davon unberührt."


    Deswegen NUR Aktien, KEINE ETFs, ETCs, ADRs oder sonstige von Banken oder Finanzinstituten ausgegebenen Derivate / Zertifikate.

    KEINE PANIK !

  • Habe es auch gerade gelesen und lasse es mal durch Deepl laufen.....


    Die Hunt Brothers versuchten es 1980. Sie kauften ein Drittel der weltweiten Silbervorräte, sahen zu, wie der Preis von 6 auf 50 Dollar stieg, und dann... erfand die COMEX am 7. Januar 1980 die „Silberregel 7”. Die Positionslimits wurden von 5.000 Kontrakten auf 2.000 gekürzt. Die Margin-Anforderungen stiegen sprunghaft an – von der Möglichkeit, auf Margin zu kaufen, bis hin zu einer fast 100-prozentigen Barzahlung.


    Aber das reichte nicht aus. Am 21. Januar 1980 – dem Tag, an dem Silber mit 50 Dollar seinen Höchststand erreichte – ging die COMEX mit einem „Liquidation Only”-Handel in die Offensive. Man konnte verkaufen, aber nicht kaufen. Nicht mit Margin, nicht mit Bargeld, überhaupt nicht. Der Markt war so manipuliert, dass er nur in eine Richtung gehen konnte. Nach unten.


    Und um ganz sicher zu gehen, übte Fed-Chef Paul Volcker stillschweigend Druck auf die Banken aus, keine Kredite mehr für Edelmetallspekulationen zu vergeben. Keine Hebelwirkung für Sie. Die Hunt-Brüder wurden durch Margin Calls in den Ruin getrieben, verloren 1,7 Milliarden Dollar und benötigten eine Rettungsaktion in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar durch ein Bankenkonsortium, um zu verhindern, dass sie das gesamte Finanzsystem mit sich in den Abgrund rissen.


    Und die COMEX-Vorstandsmitglieder, die für diese Regeländerungen gestimmt haben? Viele von ihnen hatten Short-Positionen in Silber. Sie verloren Geld durch den Kursanstieg. Also setzten sie ihre „Gouverneurskappen“ auf, stimmten für eine Änderung der Regeln zugunsten von Short-Positionen gegenüber Long-Positionen und retteten ihre eigenen Positionen. Genau die Leute, die unter Druck geraten waren, durften die Regeln schreiben, um den Druck zu stoppen.


    Interessenkonflikt? Sicher. Rechtmäßig? Anscheinend. Die Gerichte haben alles bestätigt.

    Der Silberpreis stürzte innerhalb von zwei Jahren von 50 Dollar auf unter 5 Dollar. Der kleine Mann, der zu 45 Dollar gekauft hatte? Er war am Boden zerstört. Zwanzig Jahre Bärenmarkt.


    Schnellvorlauf ins Jahr 2011. Max Keiser startet seine Kampagne „Crash JP Morgan, Buy Silver” (JP Morgan zum Scheitern bringen, Silber kaufen). Die physische Nachfrage steigt sprunghaft an. Der Silberpreis steigt innerhalb weniger Monate von 8,50 $ auf 49,50 $. JPMorgan, das 2008 die massiven Silber-Short-Positionen von Bear Stearns übernommen hatte, wurde regelrecht vernichtet.


    Was ist passiert? COMEX hat die Margenanforderungen erhöht. Fünf Mal. In neun Tagen. Vom 26. April bis zum 9. Mai 2011. Die Margen stiegen von etwa 5.000 Dollar pro Kontrakt auf über 21.000 Dollar. Das bedeutet eine mehr als vierfache Erhöhung der Kosten für das Halten einer Position.


    Die Rallye kam zum Erliegen. Der Silberpreis brach ein. JPMorgan einigte sich schließlich mit dem US-Justizministerium auf eine Zahlung von 920 Millionen Dollar wegen Manipulationen im Edelmetallhandel. Zwei ihrer Händler mussten ins Gefängnis, aber erst nach Jahren der Marktmanipulation.

    Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.
    Anthony Hopkins


    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Dann kam das Jahr 2021. WallStreetBets hatte gerade GameStop unter Druck gesetzt. Jemand schlug als Nächstes Silber vor. Die Medien stürzten sich darauf – „Reddit nimmt Silber ins Visier!“ Der Preis stieg sprunghaft auf 30 Dollar.


    Nur dass es nicht wirklich WallStreetBets war. Im ursprünglichen Forum wurde ausdrücklich gesagt, dass sie nicht auf Silber abzielten. Aber die Geschichte war bereits in Gang gesetzt worden. Robinhood und andere Broker schränkten den Kauf ein. Die Rallye verpuffte.


    Drei Versuche. Dreimal wird der Kleine zermalmt. Dreimal wurden die Regeln geändert, als das Establishment in Gefahr war.


    Möchten Sie wissen, was passiert, wenn ein Rohstoffmarkt wirklich zusammenbricht? Schauen Sie sich den LME-Nickelpreis im März 2022 an.


    Der chinesische Milliardär Xiang Guangda hatte eine massive Short-Position – rund 450 Tonnen. Russland marschierte in die Ukraine ein. Die Nickelvorräte wurden knapp. Der Preis verdoppelte sich innerhalb von zwei Tagen und erreichte 50.000 Dollar pro Tonne. Dann stieg er innerhalb von etwa fünf Stunden auf über 100.000 Dollar.


    Die LME hat nicht nur den Handel ausgesetzt. Sie hat Transaktionen im Wert von 12 Milliarden Dollar storniert. Einfach ... gelöscht. Als hätten sie nie stattgefunden. Menschen, die Gewinne erzielt hatten, mussten feststellen, dass ihre Transaktionen rückwirkend gelöscht worden waren. Die Börse wurde später mit einer Geldstrafe von 9,2 Millionen Pfund belegt, aber die Transaktionen blieben storniert. Die Gerichte bestätigten dies. Sie erklärten, die LME habe angesichts der „beispiellosen, dringenden und potenziell katastrophalen“ Umstände „effektiv keine andere Wahl“ gehabt.


    Die LME war danach nie mehr dieselbe. Die Handelsvolumina brachen ein. Das Vertrauen schwand zu Recht. Die Börse, die 145 Jahre lang das globale Zentrum für den Metallhandel gewesen war, verlor an einem einzigen Morgen ihre Glaubwürdigkeit...


    Das ist der Präzedenzfall. Wenn eine physische Krise real wird, ändern sie einfach die Realität. Sie stornieren Transaktionen, setzen Märkte außer Kraft und schreiben die Geschichte neu.


    Das bei der COMEX registrierte Silber ist von 167,7 Millionen Unzen im Oktober 2025 auf 102,5 Millionen Unzen im letzten Bericht gesunken. Das entspricht einem Rückgang von 39 % in vier Monaten. Die Entnahmerate liegt bei etwa 750.000 Unzen pro Tag.


    Im Januar 2026 wurden 49,4 Millionen Unzen geliefert. Das entspricht dem 7,27-fachen des Niveaus vom Januar 2024. In einem Monat, der kein primärer Liefermonat ist. Der Februar weist eine Lieferquote von 98 % auf – fast jeder Kontrakt wird geliefert, anstatt verlängert zu werden. Von 19,11 Millionen Unzen offener Positionen wurden 18,72 Millionen zur Lieferung verlangt.


    Das ist kein Terminmarkt. Das ist ein Ansturm auf die Bank.


    Der März-Kontrakt hat einen offenen Bestand von rund 380 Millionen Unzen. COMEX hat 102,5 Millionen Unzen registriert, die täglich sinken. Selbst wenn nur 27 % der Nachfrage geliefert werden – was angesichts der jüngsten Zahlen konservativ ist –, würden 102,6 Millionen Unzen benötigt werden...


    Unterdessen hat der Händler Bian Ximing in Shanghai eine Short-Position von 450 Tonnen. Die gesamte Shanghai Futures Exchange verfügt nur über 349,9 Tonnen. Dieser Mann hat mehr Silber short als an der Börse vorhanden ist. Hinzu kommt noch der unglaubliche Abfluss vom vergangenen Freitag! Es gibt einfach keinen Ausweg. Jemand wird nicht liefern können.


    Das Verhältnis von Papiergeld zu physischem Geld hat absurde Ausmaße erreicht. Einige Schätzungen gehen von 250:1 aus. Auf jede Unze echtes Silber kommen 250 Papiergeldansprüche. Ich habe Zahlen gesehen, die zwischen 400:1 und 25:1 schwanken.


    Ende letzten Jahres schrieb ich, dass die US-Banken zum ersten Mal seit Jahrzehnten eine Netto-LONG-Position eingegangen sind. Im Laufe des Sommers deckten sie ihre Short-Positionen ab und wechselten bis Dezember zu einer Netto-LONG-Position von 773 Kontrakten. Angeblich ist JPMorgan, die Bank, die jahrzehntelang den Silberpreis gedrückt hat, nun in der Lage, von höheren Preisen zu profitieren.


    Die europäischen Banken haben die Mitteilung nicht erhalten. Sie sind immer noch netto short.


    Wenn also COMEX (eine amerikanische Institution) jetzt die Margen erhöht, wer wird dann geschädigt? Nicht JPMorgan (eine amerikanische Institution) ... nein, nein ... Margenerhöhungen setzen europäische Banken unter Druck, die diese massiven Short-Positionen halten.

    Keiner von uns kommt lebend hier raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid albern. Seid freundlich. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit.
    Anthony Hopkins


    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

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