Alles anzeigenHier ist noch ein jüngerer Text zum Great Taking.
https://www.oval.media/betrachtet/
Aber er zieht die falschen Schlüsse.
Die von Webb dokumentierte Infrastruktur könnte für etwas anderes als eine apokalyptische Beschlagnahmung konzipiert sein – für eine kontinuierliche, unsichtbare Sozialisierung von Verlusten statt einer einzigen großen Enteignung. Diese Umdeutung könnte sich als nützlich erweisen, als Ausweg aus der Hoffnungslosigkeit.
Kann ich mir nicht vorstellen. Ich hab ja keine Ahnung, aber sobald es einen Lieferausfall gibt, wird in der Finanzbranche ein Dominostein nach dem anderen fallen. So wie im von Der Vorsichtige verlinkten Video geschildert. Dann werden sicherlich auch die von Webb beschriebenen Prozesse ablaufen.
Das mag ein..zwei Jahre dauern, aber am Ende wird der Vertrauensverlust so groß sein, daß es wie eine weitere Abrißbirne des alten Systems wirkt. Man erinnere sich nur an den allgemeinen Unmut über die Bankenrettung 2008 ("700 Mrd für die Banken, 54€ fürs Kindergeld"). Wie wär's, wenn zur Bankenrettung diesmal alle Aktien weg sind?
Austin-Fitts meinte mal, daß das alte Erntesystem nicht abgerissen wird, bevor das neue steht.
Es wird schon seine Gründe haben, daß Lagarde beim e-Euro (CBDC, Implementierung 2027..2029) auf die Tube drückt und alle Zentralbanken wieder Gold horten. Die nächste Staatsschuldenkrise, 100x größer als 2008, dürfte noch dieses Jahr anlaufen, da sind sich Alex Krainer und MA einig.
Harter Tobak so früh am Morgen ..
dennoch eine Lektüre mit sehr interessantem, be -merkenswerten Inhalt!
(M-)Ein Versuch einer Deutung der Kernaussage von „The Great Taking“:
Es geht nicht um eine große Enteignung, sondern um dauerhafte Verlustsozialisierung
Die geschaffene Infrastruktur eignet sich hervorragend dafür:
* Verluste werden bei Krisen systematisch nach unten verteilt,
* gesicherte Gläubiger und große Finanzakteure werden geschützt,
* das System bleibt stabil genug, um weiter Erträge aus der Bevölkerung zu ziehen.
Eine Privatperson kann nicht einfach „gesicherter Gläubiger“ im institutionellen Sinn werden.
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Und Überlegungen, sich dem entziehen zu können:
Es gibt realistische Wege, die rechtlich funktionieren und sich aus der Masse der ungesicherten Anspruchsinhaber heraus zu heben:
Echtes / physisches Eigentum halten
• physisches Gold/Silber
• Immobilien
• Kunst
• Oldtimer
• Werkzeuge, Maschinen
Das ist echtes Eigentum, kein Anspruch gegen einen Intermediär.
Direkte Wertpapier-Eigentumsformen nutzen
In Deutschland/EU möglich über:
• Namensaktien im eigenen Registereintrag
- Dein Broker muss die Eintragung unterstützen,
(Nicht alle tun das automatisch)
• Wertpapierurkunden (selten, aber existiert)
• Direktregister in manchen Ländern (z. B. USA: DRS über Computershare)
Das ist der einzige Weg, bei Aktien wirklich Eigentümer zu sein und nicht nur „Anspruchsinhaber gegen den Broker“.
Gläubiger mit Sicherheiten werden (selten, aber möglich),
selbst besicherte Kredite vergeben
Beispiele:
• Grundschulddarlehen an Privatpersonen oder Unternehmen
• Pfandkredite (z. B. gegen Gold, Fahrzeuge, Maschinen)
• Private Hypotheken (in manchen Ländern üblich)
Dann bist du der gesicherte Gläubiger.
Bankrisiko / Bankeinlagen vermeiden, die ungesichert sind
Bankeinlagen sind ungesicherte Forderungen gegen die Bank,
also nachrangig.
Besser:
• Tagesgeld/Sparbuch bei staatlichen Instituten (z. B. KfW, NRW.Bank)
• Geldmarktfonds mit Staatsanleihen
• Kurzläufer-Staatsanleihen direkt
Damit bist du nicht Gläubiger einer Bank, sondern Halter eines staatlichen Schuldtitels.
Repo-ähnliche Strukturen für Privatpersonen nutzen
Das ist exotisch, aber möglich:
• Treasury-Repo über bestimmte Broker
• Collateralized lending über institutionelle Plattformen
Hier wird dein Geld durch hochwertige Sicherheiten gedeckt.
Das ist funktional sehr nah an „gesichertem Gläubigerstatus“.