Beiträge von Wayne Schlegel

    Nicht übel gedacht, Argus, aber eine kleine Kleinigkeit fehlt (die Frage, die ich mir stelle, ob das bewusst oder unbewusst fehlt), die Deine Kombinationen so richtig "rund" machen. Habe mir die Freiheit genommen, in blau zu kommentieren:


    Da du relativ neu hier bist und wir die Notstandsgesetze schon mal hatten, HIER noch mal der Link auf meine Sammlung von Tieren und Produkten, die davon NICHT betroffen sind, du also durchaus auf deinem Hof berücksichtigen solltest, bzw. im worst case schnell zulegen solltest.

    Servus ECU,


    also ich habe keinerlei Vertrauen in die (Konstanz der) Notstandsgesetzgebung des Staates. Wenn Maastricht-Verschuldenskriterien, no-bailout-klauseln, nie-wieder-Krieg, Lebensarbeitszeit und alles, was sonst noch opportun erscheint, gebrochen/über den Haufen geworfen wird, wieso sollte der Staat sich an den jetzigen Wortlaut von Notstandsgesetzen halten? Das wird dann passend gemacht - schließlich ist in der Not alles gerechtfertigt, so sahen es bisher alle Staaten in Notzeiten, und fertig.


    Und wenn ich einer von zehntausenden (hunderttausenden?) hungrigen Städter wäre, dann würde ich von meinem Staat schon verlangen, dass er dafür sorgt, dass er allem was er an Essbarem mit seiner Staatsgewalt im Umland habhaft werden kann, gefälligst in die Notstands-/Hungergebiete schafft. Wenn er das nicht tut, müssen und werden die Menschenmassen das in Selbsthilfe eben selbst in die Hand nehmen. Nur mal so gedacht ...


    Servus Desertfighter,


    wenn und solange dieses neue Geld altes, untergegangenes, ausgebuchtes, währungschnittverlorengegangenes Geld ersetzt oder von wenigen Adressen gehortet wird, is nix mit Inflation (=Zunahme der ungedeckten Geldmeng) bzw. wird es nicht inflatorisch (preistreibend) wirksam.

    Danke goldmeier für den Link: http://planetx.blog.de/2009/01/11/2012-ueberleben-5361282/


    Da "Nibiru" über der Ausarbeitung steht, geht der Autor offenbar von einem Impakt oder ähnlichem (Gravitatsionswellen bei naher Begegnung) aus und baut daraufhin seine Gefährdungsanalysen auf. Bei den AKWs scheint er mir aber zu kurz gesprungen zu sein, wenn er ältere als unsicher, neuere als sicher einstuft und entsprechend eingeschränkt seine Gefährdungs- und Verseuchungsradien zieht. Wie wir hier schon vor 1 Woche diskutiert haben, sind alle AKWs gleich (un-)sicher, wenn es keinen Strom mehr gibt.


    Auch die Russen scheinen im Szenario des Authors die Gunst der Stunde zu nutzen, um das wehrlose Europa zu überrollen, da die Russen zuhause offenbar nichts anderes zu tun haben. Gerade im V-Fall müssen die AKWs aber heruntergefahren werden - steht in jedem Handbuch (also gäbe aus auch ohne Impakt, Erdbeben und Vulkanismus) wenig Strom (von Kohlekraftwerken, so die Russen diese nicht vorher attackieren :boese: ; Gas würden die Russen bei einem Sturmangriff den Verteidigern wohl auch nicht mehr liefern (obwohl, Logistik-Pannen gibt es überall)).


    Aber bei einem Impakt oder ähnlichem mit globalen Erdbeben, Vulkanismus und Überflutung der norddeutschen Tiefebene (so das Szenario des Authors) wird es keinen Strom mehr geben (außer für Lady Di mit ihren Brennstoffzellen und alle Notstromaggregatler solange Brennstoff- und Ersatzteilvorrat reicht und das bestromte Anwesen vor anstürmenden Stromlosen ohne Migrationshintergrund und später dann den Russen mit Migrationshintergrund verteidigt werden kann).

    Die Frage ist, in welchen Situationen macht es für welche Gruppe von Menschen (im Sinne von Zielgruppe) Sinn mit dem Rucksack zu Fuss unterwegs zu sein?


    Genau das ist die Frage!


    Bei einer Bevölkerungdichte von 229 Menschen pro qkm und einer Situation, in der nicht nur ein paar sondern viele auf die Idee kommen loszumarschieren, kann es auch in normalerweise ruhigen Gegenden recht bald ziemlich belebt werden.


    Das soll einem gewiss nicht hindern, wenn man es für notwendig/unausweichlich hält, sollte man aber auf der Rechnung haben.

    Servus Lady Di,


    gerne antworte ich wie folgt>



    Da es keine Abmilderung im Allgemeinen und im Zweifelsfall auch kein Aufhalten des Kollapses für alle gibt, gibts eben die klammheimliche Abmilderung im Privaten für Einzelne. [smilie_blume]


    So ist es, Noma.


    Allerdings ist das mit der Klammheimlichkeit außer in total menschen- und gottverlassenen Gegenden angesichts von evtl. sichtbarem Licht, röhrenden Aggregaten und leckerem Bratenduft eine echte Herausforderung, wenn man nicht teilen will oder infolge spärlicher Rationen/vielen konsuminteressierten Zeitgenossen teilen kann. Das Restrisiko von nicht mehr kontrollierten/kontrollierbaren AKWs im Krisenszenario ist hingegen für alle gleich und auch durch räumliche Distanz nur verzögerbar und nicht aufhaltbar. Da ist die Natur letztlich sehr gerecht und präsentiert, wenn es unglücklich läuft, allen die Rechnung für unser bis dato allgemein sehr bequemen und energieverzehrendem Leben zu total unpassender Zeit. Aber so ist es halt.

    Nochmals servus Lady Di


    Danke sehr Fragezeichen für die super Zusammenstellung zum Thema Stromausfall und die Konsequenzen unter obigem Beitrag Nr. 3817. Kommt in mein Archiv.


    In dieser "amtlichen" Darstellung steht klipp und klar geschrieben, dass es bei einem umfassenden Stromausfall zu einem Kollaps der Gesellschaft kommen könnte und warum.


    Sowas kann keiner wollen, aber ob einzelne private Brennstoffzellen, Stromaggregate und Gehöfte auf dem Lande in der Lage sind, eine solche Kollaps-Kaskade aufzuhalten/abzumildern, bleibt die Frage. Wenn das Ausstattungsverhältnis nicht klar besser ist als 1:100, dann kann ich mir keine Abmilderung im Allgemeinen vorstellen.

    Servus Lady Di,


    Man merkt, dass du noch nie in südlichen Gefielden gelebt hast. Ich kann dir nur sagen, dass es großartig ist, wenn du morgens die Fensterläden nicht mehr hochbekommst (weil die Strom brauchen) und du dann den ganzen Tag im Dunkeln sitzt. :-))) - Es gibt auch sonst noch hübsche Kleinigkeiten, die man nicht unbedingt braucht.
    Aber jedem das Seine. Petroleum ist ein teurer Brennstoff, das haben mir meine Testlämpchen inzwischen gezeigt. LED-Lampen sind dagegen sehr sparsam. Aber jeder so, wie er mag. - Ich kenne auch die Situation, dass es nur stundenweise Wasser gab....... das war dann dafür aber schön braun......
    Da kommt Freude auf. Und sicherlich wird nach einer Prioritätenliste vorgegangen. KKWs, Krankenhäuser, militärische Einrichtungen, Regierungsanlagen etc. etc...... Bin auch froh, dass es so ist.


    Also, jeder so, wies ihm behagt. Alles lediglich Anregungen, keinerlei Verpflichtungen. Ich lese auch gerne, dass jemand Gras ißt oder sich in Ameisenhaufen setzt und kann nur zur Kenntnis nehmen, dass so etwas für mich nix wäre..... anderen geht es sicherlich genauso mit den Dingen, die ich präferiere.


    Gewagte (und übrigens unzutreffende) These bzgl. der Unkenntnis von südl. Gefilden. Völlig d'accord mit der Philosophie "jeder wie es ihm behagt". Das machen unsere Regierenden ja auch, warum nicht wir selbst?


    Mir wäre es zuviel verschwendete Lebenszeit, mich mit Brennstoffzellen zu beschäftigen, um einen Komfortverlust bei morgendlichem Stromausfall ausgleichen zu wollen. Jeder wie es ihm behagt, wozu er Zeit und Lust hat - kein Problem für mich.


    Auch in Ordnung, wenn man Vorsorge im Sinne dieses Fadens betreibt, um seinen Komfort auch in (phasenweisen) schlechten Zeiten erhalten zu können und nicht davon ausgeht, dass es existenzielle, umfassende und anhaltende Situationen gibt/mit nicht gegen Null gehender Wahrscheinlichkeit geben kann, in denen ein Rückgriff auf solche Vorsorge existenziell notwendig wäre. So kann man sich dann die gewohnte komfortable Welt längstmöglich erhalten und darüber den Interessierten in Vorsorgeforen berichten.


    Ein Problem habe ich aber bezüglich des Vertrauens in Prioritätenlisten in Krisen-, Not- und Katastrophenfällen und dem erfolgreichen Abarbeiten dieser Listen. Und zwar deshalb, weil ich schon einige dieser Pläne/Listen beruflich kenne. Es gibt weder eine Liste noch die praktische Möglichkeit bei Vorhandensein von nur einer Strommenge X, das Krankenhaus, um obige Beispiele aufzugreifen, am Netz zu lassen und das umliegende Wohngebiet abzuschalten, wobei wiederum Bauten mit Fahrstühlen ausgenommen werden können und der gerade verschlossene Bahnübergang auch. Entweder hat das Krankenhaus eine funktionierende Notstromversorgung, die länger als die 2 Stunden in AKWs ausgelegt sein sollte, oder es hat die nicht. Natürlich gibt es im OP-/Intensivbereich weitgehend unterbrechungsfreie Stromversorgung - wäre ja noch doofer als die Rolladengeschichte im Süden. Unlängst wurden der hier noch aus dem Kalten Krieg stammenden Essensbezugsmarkenvorrat vernichtet. Kann man natürlich neu drucken, wenn es Strom für Druckanlagen/Kopierer gibt. Laut den Plänen hat es diesen Strom zu geben ...


    Wichtige Militäranlagen haben eigene Generatoren. Die entweder dauerhaft funktionieren oder auch nicht. Da ist es ja nicht so schlimm, wenn ein Tor/Hangar für die Panzer/Jets von Hand hochgekurbelt werden muss. Blöd ist es halt immer an AKWs, wenn dort etwas nicht funktioniert und technische oder menschliche Pannen passieren ...

    Nur ein paar Fragen (in blau):


    Die kriegt dann das grüne Band der Sympathie.


    Einerseits ist es wurscht, welche Rettungsschirme von "uns"/den Euronordstaaten oder Marsianern ausgebreitet oder Garantien versprochen wurden und werden. Gezahlt werden kann das von niemandem werden, egal ob explizite oder implizite Staatsschulden. Ob Staaten jetzt mit dem 3fachen, 30fachen oder 300fachen Schuldenstand ihres BIP untergehen, ist unerheblich.


    Andererseits kann man über jede Woche froh sein, wo viele von uns (nicht mehr alle und langsam weniger werdend) aber selbst die meisten Hartzer noch ihrem im globalen und historischen Vergleich Luxuslebensstil nachgehen können und mit weit über 50 PS zum Discounter fahren, um Kiwis, Litschis, Kokosnüsse und Dijon-Senf zu holen, zum nächsten Bundesligastadion kutschieren oder der Unterhaltungselektronik einschließlich dem Internetforenaustausch fröhnen. Dieser "Luxus" wird von vielen freilich mit viel Arbeit im Hamsterrad und Verbrauch von Lebensarbeitszeit erkauft. Gerecht geht es da freilich nur selten zu.


    Aber schuften musste der Großteil der Menschheit in den letzten zigtausend Jahren schon immer und Gerechtigkeit waltete da auch höchst selten.


    Wenn die Pleitekaskaden erstmal gestartet sind, das Kartenhaus und damit das von uns gescholtene System fällt, wird dieser "Luxus" (im Vergleich) nicht mehr möglich sein - und zwar für fast ausschließlich jeden.

    Also ich gehe weder von kompletter Endzeitstimmung noch von einem totalen Crash aus, sondern davon, dass wir Unruhen bekommen, einige viel verlieren, andere weniger viel und dass die meisten von uns mit weniger auskommen müssen, als vorher. Außerdem rechne ich mit Versorgungsengpässen, die jedoch nicht unbedingt auf Dauer (kurzfristig durchaus möglich) die Grundnahrungsmittel betreffen. Ich kann mir aber vorstellen, dass es bald auch bei uns (wie in anderen Staaten bereits seit längerer Zeit) immer wieder mal zu mehrstündigen Stromausfällen kommen kann. (Kurbelradio und Batterien gehörten übrigens im ersten "Schock" auch zu meinen Anschaffungen..... )

    Okay, kompletter Systemzusammenbruch und einhergehendes Zivilisationsende ausgeklammert (machen ja schließlich grob geschätzt 99,99 % der Menschen - und soviele können sich nicht irren), aber dann verstehe ich nicht, wieso eine umfassende, ausgeklügelte und hortende Vorbereitung überhaupt von nutze sein sollte und man stattdessen seine Zeit nicht lieber mit einem guten Roman oder mit Freunden bei Brettspielen und einem Tröpfchen verbringt.


    Versorgungsengpässe nicht auf Dauer, mehrstündige Stromausfälle - die kann der Durchschnittsgesunde doch dann locker aussitzen. Da reichen ein paar Kerzen und Müsliriegel aus. Wo ist mein Denkfehler?

    Servus geschätzes Fragezeichen,

    Wayne Schlegel


    Ich verdränge die Gefahren von außer Kontrolle geratenen AKWs sicher nicht und ich denke auch Dein Frühsteinzeit-Szenario zu Ende. Ich habe nur auch ziemlich genaue Vorstellungen davon, bis zu welchem Punkt ich überleben möchte und wann ich es nicht mehr möchte.


    Da ich mich nicht mit fremden Federn schmücken will: Das Frühsteinzeit-Szenario ist nicht von mir erfunden/eingeführt. Es hat nach meiner Sicht der Dinge in sehr langfristiger Hinsicht allerdings schon eine gewisse Plausibilität, weshalb ich es hier zum Drübernachdenken genannt habe.


    Respekt für den zweiten Satz. Das sieht aber natürlich für jeden individuell anders aus. Gerade auch für Menschen, die Verantwortung für ihre Kinder zu tragen haben.

    Servus Noma,


    meine eingefügten Anmerkungen bitte auch hier rein sachlich als Diskussionsbeitrag/Ansicht verstehen und keinesfalls persönlich nehmen



    Servus Markus,


    nochmals Anmerkungen anbei.



    Aufs pure Überleben bereite ich mich nicht vor. Da habe ich keine Chance und die Stämmegesellschaft ist auch keine Lebensform, die ich besonders überlebenswert finde.



    Servus Fragezeichen,


    fast kein Zivilist würde sich diese Lebensform jetzt aussuchen (bis auf einige Aussteiger, die es immer gab und gibt). Die Frage ist, ob man es sich dann aussuchen kann, wenn es den Untergang der Zivilisation gibt, den niemand will und braucht, der aber konsequent und angstfrei bedacht eben nicht auszuschliessen ist. Und auf den sich - freilich mit ziemlichen graduellen Unterschieden - die Vorsorgler ja doch irgendwie vorbereiten.


    Denn sonst bräuchte man sich keinerlei Gedanken über Aktivkohlefilter, Umkehrosmose, Brennstoffzellen, Algen, Stromaggregate, Dörrobst usw. zu machen. Nur stoppt der Otto-Normalvorsorgler seine szenarienhaften Überlegungen häufig vor dem entscheidenden Punkt. Das ist psychologisch nur allzu verständlich und gewiss auch nicht leicht, diese Zuendedenkblockade zu überwinden.

    Servus Markus,


    ich habe unten Anmerkungen reingeschrieben. Verstehe das bitte auf keinen Fall als "Angriff/Polemik/Besserwisserei usw." Nur als sachliche Anmerkungen. Du weißt, dass ich Dich und Deine Beiträge sehr schätze.