Nicht übel gedacht, Argus, aber eine kleine Kleinigkeit fehlt (die Frage, die ich mir stelle, ob das bewusst oder unbewusst fehlt), die Deine Kombinationen so richtig "rund" machen. Habe mir die Freiheit genommen, in blau zu kommentieren:
Alles anzeigen2-4 Wochen Vorrat reichen aus meiner Sicht. Wer Platz und Geld hat, kann natürlich länger einlagern, aber warum?
Mit 2-4 Wochen kommt man über die Zeit der Aufstände und Verteilungskämpfe. Danach wurde die innere Ordnung entweder wieder hergestellt oder wir gehen alle den Bach runter - egal, ob man dann noch Vorräte für weitere 5 Monate hat. Wenn nach 4 Wochen die Versorgung nicht wenigstens notdürftig funktioniert, haben wir Zustände wie in einem Mad Max-Film.
Viel schlimmer als Mad Max, denn - wie in diesem Faden oft diskutiert - hängt das Schicksal der gesamten Zivilisation nicht von Verteilungskämpfen als solchen und dem Durchstehen dieser ab, sondern schlicht und ergreifend davon, ob es im Verteilkampfszenario kontinuierlich Strom gibt oder nicht.
Denn die AKWs, die es hier nunmal zuhauf gibt, reagieren auf Stromlosigkeit stets mit spontanen Kernsschmelzen, egal, ob die jetzt langsam oder schnell abgeschaltet wurden oder im vollen Betrieb sind. Denn ohne Strom kann weder der Containmentinhalt noch die Abklingbecken gekühlt werden. Ach ja, die Notstromversorgung, die auch im Verteilungskampfszenario gewartet, betreut und gesichert werden muss, braucht, wie hier vor kurzem im Forum vermeldet wurde, nach bisherigen Vorschriften nur für 2 Stunden (!!!) ausgelegt zu sein. Das reicht beim besten Willen nicht für die raschesten Verteilungskämpfe und Wiederherstellung der Ordnung (sprich der Stromversorgung).
Mag sein, dass es in abgelegenen Winkeln der Republik noch anders sein wird. Aber ich spreche von den größeren Städten und Ballungszentren. Hier hilft kein Vorrat von 6 Monaten.
Yep, bei Fukushima x 200 und den daraus resultierenden Strahlungs- und Vergiftungsschäden kann man nicht davon ausgehen, dass man Nahrung körperinwendig behalten kann, um es mal moderat auszudrücken.
Wir leben nicht mehr auf einem Bauernhof, wo es darum ging, mit der alten Ernte bis zur nächsten Ernte zu kommen. Da war das sicher sinnvoll. Aber in einem hochindustrialisierten Land mit stark arbeitsteiliger Wirtschaft und einer komplexen Logistikkette kannst du nicht mehr so planen wie in einem Agrarstaat.
Ja, vorallem blöde AKW-Logistikkette, die nie grossflächig reissen darf, weil es sonst für die nächsten tausend Generationen aus ist. Völlig einerlei, ob man über einen 4-Wochenvorrat oder einen 2-Jahresvorrat verfügt oder ein Experte im Tomatenanbau, Algenhaltung oder bei Brennstoffzellen ist.
Wer von uns könnte sich und seine Familie denn noch komplett selbst versorgen? Und die Früchte seiner Arbeit gegen all die anderen verteidigen, die das nicht können? Niemand.
Na ja, Lady Diana vielleicht schon (kleines Spässle, bitte nicht übel nehmen).
Daher: 2-4 Wochen, wenn's danach noch nicht läuft, wechselt man besser ins Lager einer örtlichen Gang. Aber am besten einer, die stark und mächtig ist ...
Mad Max ist in der Tat eine beschauliche Sache mit einer Hauch von Abenteuer und Heldenromantik. Die wirklich Harten kommen allerdings nicht in den Garten, sondern werden als noch lebende Sieche die Toten beneiden. Aber so kommt es ja nicht, weil alles gut wird und wenn es mal nicht so gut läuft mit der Verteilung, der Logistik usw. die AKWs und der Abklingbeckenvorrat immer lückenlos sicher sind und fachmännisch betreut werden. Nicht wahr?