Beiträge von Bembelpetzer

    Gestern begann die dritte "Umzugswelle" bei der Postbank. Zwei gab es ja schon, wobei ich zu den Opfern der ersten Welle gehörte.


    Aktuell ist der Postbank-Kommentarbereich voll mit Leuten, die ihr Leid klagen das sie gestern erfahren mussten.


    • "Ich konnte an der Tanke nicht zahlen"
    • "Im Supermarkt ging die Kartenzahlung nicht und ich wurde komisch angeschaut"
    • "Konnte kein Geld abheben"
    • "Habe übers Wochenende jetzt nichts zu Essen und zu Trinken"


    Mein Gott, was für Idioten.

    "Idioten" reicht noch nicht, solche Leute bekommen nur das mit, was sie wollen und was sie unterhält. Im Vorfeld der Umstellungen gab es immer eine Kommunikation, bei dieser vierten und sehr tiefgreifensten sogar in den MSM seit vielen Tagen.


    Die gleichen "Idioten" werde ich auch heute hier erleben. Am Kaufland hängt seit ein paar Tagen ein DIN A4 Zettel, in dem für heute ein Streik angekündigt wird inkl. Forderungen und Co. ... außer mir scheint den bisher niemand beachtet zu haben. Ist halt nicht DIN A2, rot gelb, in Schriftgröße 100 und blinkend. Gestern abend wurde nur gemeckert, dass vorbereitend schon so gut wie kein Obst und Gemüse mehr da war.


    Das sind die gleichen "Idioten", die dank automatischer Zeitumstellung auf dem Smartphone nicht mehr zu spät kommen, aber sich wundern, dass die Nacht so schnell rum war.

    Welt-Artikel ist hinter der Paywal ... ist das 2026er Verbot obsolet?



    GEBÄUDE-ENERGIEGESETZ
    Plötzlich hat sogar die Ölheizung eine Zukunft


    Angeblich hatten sich die Ampelparteien beim Heizgesetz über „alle offenen Fragen“ geeinigt. Auffällig war jedoch das Schweigen zur Zukunft der Ölheizung in Deutschland. Schließlich steht sie noch in jedem vierten Haus. Jetzt sieht es so aus, als wäre der Einbau auch in Zukunft möglich.
    Inzwischen haben die Ampelparteien sich schon drei Mal über angeblich „letzte Fragen“ des umstrittenen Heizungsgesetzes geeinigt. Tatsächlich sind aber weiter viele Fragen offen, die drei Koalitionspartner überbieten sich derzeit mit sich widersprechenden Interpretationen dessen, was man da angeblich beschlossen hat.


    Und es kommen sogar ganz neue Fragen hinzu, die eigentlich schon als geklärt erschienen, doch seit Mittwoch scheint selbst ein Heizungsmodell wieder möglich zu werden, dessen Verbot schon beschlossene Sache war: der Ölkessel.


    Über die Zukunft der Ölheizungen, die noch in jedem vierten Heizungskeller stehen, sagten alle bisherigen Entwürfe, Leitplanken- und Einigungspapiere bislang gar nichts aus. Das liegt auch daran, dass schon die Vorgängerregierung unter Angela Merkel in das bisherige Gebäudeenergiegesetz (GEG) ein Verbot neuer Ölheizungen ab 2026 hineingeschrieben hatte. Doch dieses Verbot steht nun wieder zur Disposition. [...]

    Leitzinsen sollen weiter steigen
    Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde (Foto), sieht die Notenbank im Kampf gegen die hohe Inflation unvermindert gefordert. "Es ist unwahrscheinlich, dass die EZB in naher Zukunft mit voller Zuversicht sagen kann, dass der Zinsgipfel erreicht ist", sagte die EZB-Präsidentin heute beim jährlichen Symposium der Notenbank im portugiesischen Sintra. "Sofern sich der Ausblick nicht wesentlich ändert, werden wir die Zinsen im Juli weiter erhöhen." Der Leitzins, zu dem sich Geschäftsbanken frisches Geld bei der EZB besorgen können, liegt aktuell bei 4,0 Prozent. "Die Inflation im Euroraum ist zu hoch, und dies dürfte für zu lange Zeit so bleiben", sagte Lagarde weiter. "Zwar sehen wir derzeit weder eine Lohn-Preis-Spirale noch eine Entankerung der Erwartungen, aber je länger die Inflation über dem Zielwert bleibt, desto größer werden diese Risiken. Das bedeutet, dass wir die Inflation zeitnah zu unserem mittelfristigen Ziel von 2 Prozent zurückführen müssen."


    Lagarde: Inflationsprozess hat sich verändert
    Nach Ansicht der EZB-Chefin hat sich auch der Inflationsprozess geändert. In einer ersten Phase des gegenwärtigen Inflationsumfelds hätten die Unternehmen ihre Gewinnmargen zu verteidigen versucht, indem sie höhere Kosten an die Verbraucher weitergegeben hätten, so Lagarde. Im Unterschied zu früheren Inflationsepochen hätten die Verbraucher diese Preiserhöhungen stärker akzeptiert, weil sie ihren Konsum nach der Pandemie wieder steigern wollten und hierfür auf hohe Ersparnisse zurückgreifen konnten. Daher hätten steigende Unternehmensgewinne in der ersten Phase des laufenden Inflationszyklus stärker die Inflation befeuert als früher. Diese erste Phase ist nach Ansicht Lagardes mittlerweile abgeschlossen. "Wir treten nun in eine zweite Phase ein, in der steigende Löhne eine wichtige Rolle für die Inflation spielen", betonte die EZB-Präsidentin.

    ... jetzt muss er das auch noch mit Ungarn erörtern ...


    Handelsblatt: ... Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat nach eigenen Angaben ein Treffen hochrangiger Vertreter der Türkei, Schwedens und Finnlands arrangiert, um die türkischen Einwände gegen einen Nato-Beitritt Schwedens auszuräumen. Mit der für den 6. Juli angesetzten Zusammenkunft wolle Stoltenberg einen letzten Versuch unternehmen, Schweden noch vor dem Nato-Gipfeltreffen am 11. und 12. Juli den Beitritt zu sichern.
    Torpediert wurden diese Pläne gestern vom Nato-Mitgliedsland Ungarn, dessen Parlament die Ratifizierung des schwedischen Beitritts auf die Sitzungsperiode im Herbst vertagte.
    Die Türkei wirft Schweden vor, zu nachsichtig mit türkischen Regimegegnern im eigenen Land umzugehen. Welche Probleme Budapest mit einem schwedischen Nato-Beitritt hat, versteht hingegen niemand so ganz genau – außer, dass die Regierung sich dort gerne moskaufreundlicher gibt als der Rest Europas. ...

    ich halte den vogel wie eigentlich alle anderen selfmade investorenexperten der youtube accademy für einen vollpfosten, aber hier erklärt er das ganze in kurzform:

    Sebastian Hell ist bzw. war auch Autor auf goldseiten.de



    Zitate von oben aus dem November ... und jetzt aktuell in der Presse ...


    VERLUSTE AUS ANLEIHEN
    Rechnungshof sorgt sich um Bundesbank
    26.06.2023


    [...] Nach Einschätzung des Bundesrechnungshofes könnte die Bundesbank wegen der Verluste aus dem Anleihekaufprogramm der Europäischen Zentralbank eine Geldspritze benötigen. [...] Im März hatte die Bundesbank dann erklärt, die Verluste dürften in den kommenden Jahren zunehmen und seien womöglich nicht vollständig durch die Rückstellungen abgedeckt, die sich damals auf 19,2 Milliarden Euro beliefen.


    „Die möglichen Verlustvolumina der Bundesbank sind erheblich und könnten daher eine Rekapitalisierung der Bundesbank mit Haushaltsmitteln notwendig machen“, heißt es im Bericht des Rechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Das Finanzministerium erklärte, es teile diese Schlussfolgerung nicht. [...]


    Die Bundesbank selbst hatte im März gesagt, die Verluste würden vorgetragen und durch künftige Gewinne ausgeglichen. Damit wäre eine Kapitalspritze nicht erforderlich. Der Bundesrechnungshof indessen ist der Ansicht, dass solche Fehlbeträge möglicherweise nicht tragbar sind. Die Risiken „könnten den Bundeshaushalt im Schadensfall erheblich belasten, im Extremfall könnten sie die haushaltspolitische Gesamtverantwortung des Deutschen Bundestags gefährden.”


    Die Rechnungsprüfer bezweifeln, dass die Bundesbank die Verluste in jedem Fall eigenständig tragen könnte. „Denn nicht nur der Extremfall des Austritts eines großen Mitgliedsstaats aus der Währungsunion könnte bei der Bundesbank zu negativem Eigenkapital führen. Sondern auch die laufenden geldpolitischen Aktivitäten bergen angesichts ihrer Größenordnung das Risiko negativen Eigenkapitals bei der Bundesbank.”


    --------------------------


    Mögliche Verluste der Zentralbank
    Muss der Bund bei der Bundesbank einspringen?
    26.06.2023


    [...] Seit die Notenbanken in der Eurozone aktiv Anleihen kaufen, um die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zu unterstützen, hat sich das Risikoprofil ihrer Bilanzen verändert. Zwar erscheinen die Ausfallrisiken aufgrund der hohen Anforderungen an die gekauften Staats-, Unternehmens- und Hypothekenpapiere gering. Die hohen Anleihebestände bei den Zentralbanken unterliegen aber dennoch einem hohen Kursänderungsrisiko.


    Grund ist die historisch beispiellose Zinswende, die auch in Europa zu einem rasanten Anstieg des Zinsniveaus geführt hat. Neue Anleihen werden also mit deutlich höheren Zinsversprechen ausgegeben. In der Folge verlieren die älteren Anleihen mit geringeren Nominalzinsen (Kupons) entsprechend an Wert.


    Das schlägt sich auch in den Bilanzen der nationalen Notenbanken nieder, die im Auftrag der EZB billionenschwere Anleihenbestände angehäuft haben. [...]


    Muss der Bund Verluste der Bundesbank ausgleichen?


    In dieser neuartigen Konstellation sind Verluste der Bundesbank wahrscheinlicher geworden. Der Bund wäre in diesem Fall möglicherweise gezwungen, den Verlust aus dem Bundeshaushalt, also aus Steuergeldern auszugleichen.


    [...] Laut "Wirtschaftswoche" monierten die Bonner Rechnungsprüfer außerdem, dass das Bundesfinanzministerium es versäumt habe, die Anleihe-Kaufentscheidungen der EZB kritisch zu hinterfragen, wie es das Bundesverfassungsgericht geboten habe.


    [...] Die Bundesbank erklärte dazu, ihre Bilanz werde voraussichtlich künftig durch den zügigen und starken Anstieg der Zinsen in Verbindung mit den großen Anleihebeständen erheblich belastet werden. Schon im vergangenen Jahr hatte das Institut auf seine Wagnisrückstellungen zurückgegriffen, um einen Verlustausweis zu vermeiden. Die normalerweise übliche Ausschüttung an den Bund war bereits das dritte Jahr in Folge ausgefallen.


    [...] Die Annahme, dass dann eine Rekapitalisierung durch den Bund nötig wäre, wies die Zentralbank allerdings zurück: In diesem Fall werde sie Verlustvorträge ausweisen, die sie mit Hilfe künftiger Gewinne ausgleichen könne. Auch im Falle eines Verlustvortrages sei die Bilanz der Bundesbank solide. Sie besitze Eigenmittel einschließlich Bewertungsreserven in beträchtlicher Höhe. Bereits im Herbst hatte Bundesbank-Präsident Joachim Nagel erklärt, es sei nicht damit zu rechnen, dass der Staat Kapital nachschießen müsse.


    Die Bundesbank hatte bereits in den 1970er-Jahren sieben Jahre lang rote Zahlen geschrieben, als sie nach dem Zusammenbruch des Systems fester Wechselkurse hohe Abschreibungen auf ihre Fremdwährungsbestände vornehmen musste. Diese Verluste konnte die Bank aber mit späteren Gewinnen verrechnen.

    Geduldsprobe für Postbank-Kunden: Letzte Welle der IT-Umstellung
    Die Verträge von zwei Mio. Kunden werden von Freitag aufs IT-System der Deutschen Bank migriert. Bankgeschäfte sollten die Postbankkunden vorher erledigen: Bis Montagnachmittag ruhen die Services.


    [...] In der vierten und letzten Welle sollen rund vier Millionen Verträge von etwa zwei Millionen Kunden übertragen werden. Dabei geht es um Konsumentenkredite, Baufinanzierungen, Girokonten, Tages- und Termingeld sowie gewerbliche Finanzierungen. [...] Von Freitag, 17.00 Uhr, bis Montag, 9.00 beziehungsweise 14.00 Uhr, sind Bankgeschäfte weder per Postbank-App übers Smartphone noch online am heimischen Computer oder per Telefon möglich. In Postbank-Filialen kann man in diesem Zeitraum zwar Postdienstleistungen erledigen wie Pakete abgeben und Briefmarken kaufen, aber keine Bankgeschäfte tätigen. [...]


    Diese Werte sind leider nur bedingt nutzbar, denn der "aktuelle" Fahrplan von Fit for 55 sieht vor, dass alle Immobilien in der EU neu eingruppiert und mit neuen EU-Bedarfsausweisen versorgt werden sollen (Verbrauchsausweise gibt es dann nicht mehr).


    So sollen die schlechtesten 25% der Immobilien eines Landes in die Klasse E und die besten x% in Klasse A (habe leider den Wert vergessen) eingruppiert werden, der Rest wird dann grob gedrittelt in B, C und D eingeteilt.


    Man bräuchte also eine Matrix, wie viel Prozent der Immobilien eines Landes heute in welcher Klasse ist.
    Hier eine Grafik von McMakler mit Daten aus 2021 für Deutschland ...


    D.h. natürlich immer noch nicht, dass dann eine Klasse A oder B eines Landes besser ist, als die Klasse C oder D eines anderen Landes.
    D.h. aber auch, je besser der Bestand eines Landes zum Zeitpunkt der Neueingruppierung ist, desto härter werden die Anstrengungen werden.

    Deutscher Bankenrettungsfonds mit Milliardengewinn

    Der Finanzmarktstabisilisierungsfonds hat von einer Bankbeteiligung und einem Vergleich profitiert. Dennoch bleibt die Bilanz mit mehr als minus 21 Milliarden Euro negativ.


    Der Wertzuwachs der Commerzbank und die Beilegung von Anlegerklagen gegen die ehemalige Hypo Real Estate haben dem staatlichen Bankenrettungsfonds FMS 2022 einen Milliardengewinn beschert. Der in der Finanzkrise vor 15 Jahren eingerichtete Finanzmarktstabilisierungsfonds (FMS) schloss das vergangene Jahr mit einem Gewinn von 1,31 Mrd. Euro ab, wie die Finanzagentur des Bundes mitteilte. Die Bilanz der großflächigen Bankenrettung war aber Ende 2022 mit minus 21,5 (Ende 2021: 22,8) Mrd. Euro immer noch stark negativ. Wie viel davon am Ende beim Steuerzahler hängen bleibt, wird erst mit dem Abschluss des FMS klar werden.


    Vergleich mit HRE-Anlegern geschlossen


    Schon 2022 hatte der Rettungsfonds nach drei Verlustjahren schwarze Zahlen geschrieben, einen Milliardengewinn gab es aber zuletzt 2017. Die größte Entlastung für den FMS brachte im vergangenen Jahr ein Vergleich bei Anlegerklagen, die ehemalige Aktionäre der HRE nach deren Zusammenbruch angestrengt hatten.


    Die HRE zahlte am Ende 190 Mio. Euro, um die Verfahren beizulegen. Das finanzielle Risiko hatte einschließlich aufgelaufener Zinsen bei mehr als 1,4 Mrd. Euro gelegen. Deshalb konnte der FMS der HRE in seinen Büchern um 689 Mio. Euro zuschreiben. In diesem Jahr soll die HRE zudem 807 Mio. Euro an den Fonds überweisen, weil sie angesichts der geringeren Risiken weniger Kapital braucht.


    Rückstellung für HRE aufgelöst


    Bei der Bad Bank FMS-Wertmanagement, die die riskanten und exotischen Papiere der HRE abbaut, rechnet der Rettungsfonds nun nicht mehr damit, dass er für weitere Verluste einstehen muss. Das ergebe sich aus deren Abwicklungsplan, hieß es im Bericht der FMS. Die dafür gebildete Rückstellung von 484 Mio. Euro sei daher aufgelöst worden - auch das erhöht den Gewinn. Der steigende Aktienkurs der Commerzbank, an der der Bund über den FMS weiter 15,6 Prozent hält, schlug sich mit einem Buchgewinn von 419 Mio. Euro bei der FMS nieder.

    Wurden Steuererhöhungen, Abgaben und sonstige nutzlose Zahlungen, die der Bürger an das Staatsgebilde abgeben darf, in die Rechnung auch mit einbezogen? Nein? Dacht ich's mir... :tired:

    Es steht im zitierten Handelsblatt-Artikel nicht drinnen, was alles beim "verfügbaren Einkommen" alles berücksichtigt wurde.
    Zwar war früher die Progressionsbreite etwas höher, dafür waren aber die Tarifsätze höher, so dass das für Normalverdiener grob vergleichbar sein sollte.


    Ein andere nicht unwichtige Passage im Artikel:
    "Früher habe man sich aber auf jeden Fall mehr einschränken müssen als zuletzt und habe auch mehr gespart als heute, ist sich Reiner Braun, Chef des Wohnungsforschungsinstituts Empirica, sicher. „Wenn man sich anschaut, wie sich das reale durchschnittliche Geldvermögen entwickelt hat, dann hat sich da nicht viel getan. Da aber die Immobilienpreise und Löhne deutlich gestiegen sind, bringen Käufer heute weniger Eigenkapital mit.“

    Illusion: Immobilien sind in Deutschland gar nicht teurer geworden


    Immobilien sind in Deutschland enorm teuer geworden. Spätestens seit dem jüngsten Zinsanstieg ist es für Normalverdiener endgültig unmöglich, sich noch eine Immobilie zu leisten. Stimmt doch, oder?


    Nein, stimmt so nicht. Früher waren Immobilien in Deutschland kaufkraftbereinigt deutlich teurer als heute. Seit 1980 haben sie real, also nach Inflation betrachtet, um gerade mal 15,5 Prozent im Preis zugelegt. Im gleichen Zeitraum stiegen die verfügbaren Realeinkommen jedoch um 40,9 Prozent. Die Industriestaatenorganisation OECD errechnet aus beiden Größen einen Erschwinglichkeitsindex für Immobilien. Der ist seit 1980 deutlich gesunken, wie unsere Grafik zeigt.


    Bezieht man zusätzlich die Hypothekenzinsen ein, die damals Rekordstände erreichten, war es 1980 sogar viermal so schwer wie heute, eine Immobilie zu finanzieren. Warum gelang es trotzdem so vielen Bundesbürgern? Früher habe man halt mehr gespart als heute, ist sich Reiner Braun, Chef des Wohnungsforschungsinstituts Empirica, sicher: "Meine Eltern haben bei zehn Prozent Zinsen als Einverdiener-Haushalt finanziert, das war eine ganz andere Belastung als heute. Wir sind ein paar Jahre nicht in den Urlaub gefahren oder nur in den Schwarzwald."


    Wo wir schon nicht ganz beim Thema sind, eine Frage zu Banknoten und Geldautomaten. Ich habe mehrmals mit zeitlichem Abstand jeweils 1.000 Euro in Wunschstückelung (immer gleiche Scheine) abgehoben. Die Scheine waren 100% druckfrisch und nach Seriennummer sortiert, jedoch nicht lückenlos. D.h. man hatte beispielsweise 001, 004, 007, 011, etc., also immer eine Lücke von 3-4 dazwischen. Habt ihr das auch beobachtet und was könnte der Grund sein, dass die Scheine nicht fortlaufend nummeriert sind?

    Die letzte Ziffer ist eine errechnete Prüfziffer.


    EDIT: https://www.geldschein.at/euro…en/euro_seriennummer.html

    Post wegen letzter Frage ... man fängt wohl an, an der Büchse der Pandora zu kratzen ...



    Im Interview: Holger Schmieding


    „Die Zentralbanken sollten ihr Inflationsziel nicht anheben“


    Der Chefvolkswirt der Berenberg Bank, Holger Schmieding, beobachtet seit vielen Jahren intensiv die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks. Im Interview äußert sich der Ökonom über die aktuelle Lage von Fed und EZB – und zu grundsätzlicheren Themen der Geldpolitik.


    Herr Schmieding, die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen erneut um 25 Basispunkte angehoben und zugleich recht deutlich signalisiert, dass sie im Juli nochmals die Zinsen erhöhen wird. Wie weit müssen die Leitzinsen noch steigen, um die Inflation von aktuell 6,1% in angemessener Zeit und vor allem nachhaltig auf das Ziel von 2% zurückzuführen?


    Der Inflationsdruck geht bereits spürbar zurück. Die Energiepreise sinken, der Druck bei den Nahrungsmittelpreisen lässt nach, und die Einfuhrpreise für viele Güter außerhalb des Energiebereiches sind bei wieder geringeren Transportkosten ebenfalls leicht rückläufig. Da Geldpolitik zeitlich verzögert wirkt und sich die volle Wirkung der bereits um 4 Prozentpunkte angehobenen Leitzinsen erst Ende 2023 und im kommenden Jahr zeigen wird, sollte die EZB bald innehalten und abwarten, wie sich Konjunktur und Inflation weiter entwickeln. Notfalls könnte sie später nachlegen.


    Ist es aus Ihrer Sicht derzeit für die EZB die größere Gefahr, bei der Straffung der Geldpolitik zu viel zu tun oder zu wenig zu tun?


    Die EZB hat Ende 2021 und Anfang 2022 zu lange gezögert, bevor sie die geldpolitische Wende eingeleitet hat. Jetzt läuft sie Gefahr, dass ihr der Folgefehler unterlaufen könnte. Sie könnte die Konjunktur unnötig destabilisieren, indem sie ihre Leitzinsen zu sehr anhebt. Der scharfe Einbruch des Geldmengen- und Kreditwachstums sollte gerade den monetaristisch geschulten Ratsmitgliedern zu denken geben. Zudem weht dem verarbeitenden Gewerbe angesichts der schwachen Konjunktur in China der Wind ins Gesicht. Auch in den USA geht die Industrieproduktion aktuell zurück. Das belastet den Ausblick für die europäische Ausfuhr. Für die Eurozone zeichnet sich für 2023 und Anfang 2024 nur ein mickriges Wachstum ab, das von sich aus den Preisauftrieb weiter dämpfen wird.


    In den USA hat die Fed nun erstmals seit März 2022 eine Zinserhöhungspause eingelegt. Hat sie bereits genug getan, um die Inflation von aktuell 4% wieder unter Kontrolle zu bringen, oder muss sie noch nachlegen, wie ihre eigene, neue Zinsprognose signalisiert – zumal die Kerninflation ohne Energie und Lebensmittel mit mehr als 5% hartnäckig hoch ist?


    Anders als die EZB, die es vor allem mit einer importierten Inflation zu tun hat (Stichwort Putin-Schock), muss die US-Notenbank eine hausgemachte Inflation bekämpfen. Das erfordert deutlich höhere Leitzinsen. Vermutlich wird die Fed noch mindestens einmal nachlegen müssen.


    Viele Marktteilnehmer spekulieren bereits auf baldige Zinssenkungen in den USA, noch in diesem Jahr. Ist das angesichts der weiter viel zu hohen Inflation vorstellbar – und ratsam?


    Ratsam wäre es nicht. Aber möglich ist es schon. Die Fed ist eher bereit als die EZB, auch eine Inflationsrate von knapp 3% hinzunehmen. Gerade für das Wahljahr 2024 möchte sie vermeiden, dass bei einer allzu straffen Geldpolitik die Arbeitslosigkeit spürbar hochschnellen könnte. Da bei langsam rückläufiger Inflation ja die Realzinsen steigen und so die Bremswirkung der Geldpolitik zunimmt, wird sie wahrscheinlich etwa zum Jahreswechsel wieder den Fuß etwas von der geldpolitischen Bremse nehmen wollen.


    Die Folgen der Zinserhöhungen für die Banken und die Finanzstabilität nehmen zu. Droht das Ziel der Preisstabilität da unter die Räder zu kommen?


    Bisher gibt es dafür kein Anzeichen. Die Finanzturbulenzen im März haben die Notenbanken nicht davon abgehalten, ihre Geldpolitik weiter zu straffen. Sie setzen andere Instrumente ein, um Risiken für die Finanzstabilität einzugrenzen, beispielsweise indem sie dazu beitragen, dass strauchelnde Banken ordnungsgemäß abgewickelt statt chaotisch geschlossen zu werden.


    Zuletzt haben die Forderungen wieder zugenommen, die Zentralbanken sollten das verbreitete 2-Prozent-Inflationsziel anheben, auf 3% oder 4%. Wäre das sinnvoll oder würde das die Glaubwürdigkeit vollends untergraben?


    Nein, die Zentralbanken sollten ihr Inflationsziel nicht anheben. Das würde einen Präzedenzfall schaffen und könnte die Erwartung wecken, dass sie künftig vielleicht sogar eine noch höhere Inflation zulassen könnten. Das heißt aber nicht, dass die Zentralbanken nicht gelegentlich ein leichtes Unter- oder Überschießen des Zieles, beispielsweise eine Inflationsrate von 1,5% oder 2,5%, hinnehmen sollten. Punktgenau lassen sich in einer unsicheren Welt voller unerwarteter Schocks die 2% nicht immer erreichen.

    @Lupus @SirVival @hammwolln

    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Neben "The Line" wird auch an "The Mukaab" geplant...


    Externer Inhalt m.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    ... und der Neugestaltung von Mekka...


    Externer Inhalt m.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    Durchbruch beim Heizungsgesetz – Das sind die wichtigsten Änderungen


    ... Hauseigentümer, die Aussicht auf den Anschluss an ein Wärmenetz haben, können sich den kostenträchtigen Einbau einer elektrischen Wärmepumpe sparen. ...


    kostenträchtig ??? bisher wurde doch immer kolportiert, dass der Wärmepumpeneinbau gar nicht teurer wäre ???

    Weil es dazu passt ... was nicht heißt, dass die Gründe auch diese sind ...


    In Finanz-Szene wurde ein Artikel veröffentlicht laut dem noch in diesem Jahr bis zu 70 VRBs miteinander fusionieren könnten. Habe die Tabelle dort herausgezogen und mal nach Bundesland sortiert ...


    Laut Bloomberg ...


    The European Central Bank will neither raise interest rates too far nor stop lifting them too early, according to economists surveyed by Bloomberg who see borrowing costs peaking in July.


    Following two quarter-point moves this month and next, the deposit rate is expected to remain at 3.75% for nearly a year to ensure inflation — still more than three times the target — retreats sustainably. Only seven of 42 respondents anticipate a third hike to 4% in September.




    ... Anhebung des Einlagenzinses in zwei Schritten auf 3,75%, danach ein Jahr schauen was die Inflation macht ... ergänzt um eine aktuelle Grafik des Zinsverlaufs ...