Beiträge von Pauli

    Tja Eule. Das gibt doch einen guten Anhaltspunkt, wie wenig die Leute und auch die Profis an den Märkten diesem lancierten Mainstream-Geblubber noch glauben.


    Als vor 4 Monaten ebenfalls Petrobras die angebliche Mega-Entdeckung "Tupi" im Atlantik gemeldet hat, ist der Ölpreis erst mal gefallen. Petrobras hat damals einen 15%igen Satz nach oben gemacht. Beides wurde danach schnell wieder korrigiert. Das heute gemeldete Feld ist angeblich 6x so groß wie das "Megafeld" Tupi. Und was macht der Markt daraus? 113$/barrel und die 9%, die Petrobras heute zulegt, werden auch bald wieder korrigiert werden. Siehe Chart.


    Got Oil?

    Ein Nachteil ist das hohe Gewicht im Vergleich zum Marktwert. Die Transportlogistik ist erheblich, ...


    => Lucky: Ist es nicht schön, dass sich dieser Nachteil seit 2004 (in $ gerechnet) schon um fast 70% verringert hat! ;) Wenn der Unzenpreis erst mal dreistellig ist und das Kilo dann gut 3000 $ kostet, dann muss der arme Dollar-Millionär nur noch zehn poplige Standardbarren à 1000 Unzen im Kofferraum spazierenfahren. Der Cayenne packt 310kg Zuladung schon.


    Das Transportproblem wird also von Jahr zu Jahr kleiner. Sollte die GoldSilber-Ratio auch noch auf die historisch nicht ungewöhnlichen 15:1 zurückkommen, dann genügt schon ein Goldpreis von 1500 $/oz, um den Silbermillionär zu entlasten.


    Silber ist einfach viel zu billig - es ist ein Material für echte Männer ! ;) Die schmächtigen Millionäre sollten bei Palladium und Gold bleiben - die GANZ Schmächtigen müssen eben 500 Unzen (16kg) Platin kaufen.

    Eben Meldung der FTD (online): Sachsens Ministerpräsident Milbradt tritt von allen Ämtern zurück. Gründe gibt es noch keine (PK um 12 Uhr). Aber man muss wohl kein Hellseher sein, um einen Zusammenhang mit der früher von Milbradt beaufsichtigten Sachsen-LB zu finden: Gerade heute wird nämlich auch gemeldet, dass die milliardenschwerden "Garantien" des Freistaats Sachsen für die Sachsen-LB nun sehr bald schon gezogen werden und damit für die Steuerzahler ZAHLUNGSWIRKSAM werden - sprich es wird zu Steuererhöhungen und/oder Kürzungen der Staatsausgaben (mit der Folge zB von Schulschließungen oder Straßenverrottung etc.) kommen.


    Die Bürger zahlen nun den Preis der Banken-Bailouts.


    Bei den Bailouts der PRIVATbanken sind es im Gegensatz zu den Landesbanken zwar nicht direkt die Steuerbürger - indorekt über die Inflation aber doch wieder wir.

    Hier mal etwas aus dem so hochgelobten Gelben Elli Forum. Gut zu wissen, dass die Gurus dort auch ab und an Contra von einigen Sterblichen bekommen, die es wagen, dort noch immer eine Bedeutung der Geldmengen zu behaupten. Die Guru-Reaktionen darauf sind eher beleidigter Natur. Man macht aus einer Frage, die sich eher empirisch denn analytisch klären lässt, eine Glaubensfrage. Kommt uns irgendwie bekannt vor...
    http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=17127



    => PS: Die m.E. empirisch bedeutendste US-M3 hat vorige Woche erstmals die 20%-Wachstums-Marke p.a. erreicht!


    Got GoldSilver?

    @ DisP: Da hast Du sicher recht. Aber bis zur IEA hat sich all das offiziell noch nicht herumgesprochen. Könnte man jedenfalls meinen, wenn man sich ihre Publikationen durchliest.


    Gerüchteweise übrigens gibt demnächst ein Unternehmen Bohraktivitäten im Ammerseegebiet (!!) bekannt. Sicher kein Cantarell - aber auch NICHT nur Exploration...
    [Anmerkung für Grundbesitzer dort: keine Angst - es geht nur um einige Mio Barrel, die man vermutlich innerhalb von 5 Jahren mit dem LKW abtransportieren kann. Säureneinsatz oder gigantischer Wassereinsatz wie in Alberta bei den Ölsanden ist nicht geplant. Auch die erste Uferreihe bleibt nach meinen Infos verschont und Pipelines von Andechs nach Rotterdam wird es nicht geben. Also kein Wertverlust beim Baugrund zu befürchten ;) ].

    Pauli, wir reden hier aber über Kapitalmarkt- und nicht Geldmarktzinsen, und auf die haben FED und Konsorten ungefähr soviel Einfluss wie du und ich auf's Wetter ... die Doofies, die in den USA wie blöd T-Bonds über alle Laufzeiten kaufen, denen mußt du den Vorwurf hinsichtlich negative Realrenditen machen, nicht dem ollen Greenspan


    => Du wirst aber sicher zugestehen, dass die Kapitalmarktzinsen (also auch die langen Laufzeiten) nicht gänzlich im freien Raum schweben bzw. sich von den kurzfristigen Geldmarktzinsen völlig abkoppeln könnten?!



    Wenn das anders wäre, würde ja jeder seinen eigenen CarryTrade veranstalten, dh kurzfristige Schulden zu künstlich tiefen, Fed-gesetzten Geldmarktzinsen aufnehmen und langfristig anlegen mit schönen hohen Zinsen. Mit anderen Worten: WEIL eben viele diesen CT versuchen, werden auch die Zinsen am langen Ende indirekt über die künstliche Drückung der kurzfristigen Zinsen und über die sich daraus ergebenden Arbitrage-Möglichkeiten gedrückt. Ist alles völlig rational, geschieht millionenfach und führt eben automatisch auch zu künstlich niedrigen KAPITALMARKTzinsen. Daher behaupte ich schon, dass Greenspan/Bernanke eben auch auf das lange Ende einen gewissen Einfluss haben - selbst wenn sie das regelmäßig dementieren.[/quote]

    @DisPater


    Klar - auch dieser Fonds wird aus Kunden- und ggf. Steuergeldern bestückt. Die Summen dahinter bringen aber das Abendland nicht um. Steinbrück hat neulich eine Zahl von 4,6 Mrd EUR für ALLE Einlagensicherungsfonds in D genannt. Also lächerlich. Und da der Fonds meines Wissens seit der Herstatt-Pleite (70er) kaum mal größere Summen ausbezahlen musste, ist dieses Geschenk schon lange finanziert.


    Erschreckender finde ich die allgemeine Verdummung zu diesem Thema: Eben auf n24 - deren Finanzexperte im Interview. Sinngemäßes Zitat: "Die Einlagen sind bis zu 20.000 EUR pro Konto gesichert - also großzügig und sehr sicher :wacko: . Aber AKTIENeinlagen sind NICHT gesichert [sic!] 8o " Hat der WIRKLICH so gesagt! Pure Volksverdummung - von Sondervermögen hat der noch nie was gehört! Und so was erklärt dem deutschen Michel die Bankenwelt... :wall:

    @ freefly: Got you wrong then... ;) Begründest Du das auch? Die einzige Begründung, die mir einfällt, wäre, dass interessierte Kreise eben schon vorab von dem IEA-Interview wussten und nun "sell the facts" machen könnten.


    Die IEA hat tatsächlich bereits im letzten Jahr vor Versorgungsmängeln gewarnt, wenn sie auch den Begriff Ölpeak vermied; das hatte doch ziemliches Aufsehen erregt.



    Ulfur


    Diese Links sind mir bekannt. Diese verbalen "Warnungen" haben aber die IEA dann selbst im NOVEMBER 2007 nicht davon abgehalten, ihr Hauptszenario so wie oben in der von mir eingestellten Grafik in den WEO hineinzuschreiben (hellblaue Linie). Die Interview-Äußerungen von Herbst 2007 fanden keinen Widerhall im WEO-Report - auch wenn sie in Wiki prominent dargestellt werden. Letzten Endes ist es aber auch nicht mehr wichtig, was die 2007 geschrieben haben.


    Looking forward: Die IEA ist und bleibt eine komplett korrupte Organisation, die von den börsennotierten westlichen Ölmajors abhängig ist und der Peak-Wahrheit noch immer hinterherschreibt. Selbst im ganz neuen Interview vermeidet Faith Birol das böse P-Wort noch immer und macht noch immer China und fehlendes Investment für "mögliche Versorgungsengpässe" verantwortlich. Es ist weiterhin ein Tabu, von GEOLOGISCHEN Restriktionen zu schreiben, weil das die Börsenkurse der Majors schwer schädigen würde, weil die Analysten RRRs (reserve replacement ratios) von unter 100% bzw. schrumpfende Reserven gar nicht lieben.


    Klar baut Matt Simmons in seinen Präsentationen Bilder der IEA/WEO ein: das Ding ist eben die meistbeachteste statistische Publikation zum Ölmarkt und die Bibel der Branche, an der auch Simmons nicht vorbeikommt. Darum IST es ja so schlimm, dass da seit 10 Jahren an den entscheidenden Stellen nur Müll drinstand.


    Und darum wird das Erwachen der WEO-gläubigen institutionellen Fondsmanager so gewaltige Folgen haben, wenn die IEA nun im 2008er-WEO radikal (? ) in Richtung Wahrheit umschwenkt! Das smart money kannte die Wahrheit schon lange - das BIG money der großen Pensionsfonds und die große Hype-Spekulation hat das Öl-/ Energiethema noch nicht entdeckt - auch wenn Kraus/Weinberg was anderes behaupten. Ob die Preisfolgen -wie freefly vermutet- schon heute nachmittag zu spüren sein werden, glaube ich eher nicht. Die großen Instis brauchen viel Zeit, um ihre trägen Fonds-Tanker umzusteuern. Das ATH bei WTI lag jedenfalls bislang bei 110$/bl.


    Got Oil/coal/uranium/solar/wind?

    Hab´s auch gerade gesehen. Ich wage folgende Prognose (nur bedingt originell):


    - Das Ding wird in die Insolvenz geschickt.
    - Ist keine wichtige oder systemtragende Bank - daher kann hier an diesem Fall mal gezeigt werden, dass die "Marktwirtschaft funktioniert" bzw. die "Marktreinigungskräfte wirken" :whistling:
    - Bilanzsumme ist 120 Mio EUR - also lächerlich
    - die paar Millionen an Spoareinlagen, die hier wirklich nicht mehr bedient werden können, wird in diesem Fall sogar der Einlagensicherungsfonds übernehmen können...
    - ...damit kann man dann gleich noch "beweisen", dass dieser Fonds funktioniert und solvent ist :D


    Falls selbst DIESES Mini-Institut über Zwangsfusion oder über Geldspritzen des Landes Bremen oder so gerettet werden muss, dann würde das nur zeigen, dass die Angst vor einer allgemeinen Bankenpanik bei den Politikern und Systemeliten IMMENS ist!


    On verra - man wird sehen.

    Zitat

    ...und immer noch sind sie da! Die Spekulanten und Anleger, Hedge-Fonds und Investoren, die Absicherer und Preistreiber. Schon haben die Spekulanten wieder begonnen ihre Netto-Long-Positionen auf WTI wieder langsam aufzustocken. Bedeutet weiterhin hohe Rohölpreise, ungeachtet der fundamentalen Ausgangslage. Das heißt ungeachtet hoher Lagerbestände und schwacher Nachfrage in den USA.


    => Während Frau Miriam Kraus im Rohstoff-Daily noch immer ihr Mantra vom überspekulierten Ölpreis wiederholt, ist der IEA mittlerweile wohl der Reputationsverlust zu hoch geworden. Ihr Chef Faith Birol gibt in einem langen Interview erstaunliche "neue" Erkenntnisse preis neu jedenfalls für die IEA: http://www.internationalepolit…/original_ip_04_birol.pdf


    Der Rückblick darin auf den IEA-WEO-Report 2007/8 ist zwar Geschichtsklitterung, denn auch im Nov 2007 hat die IEA in den Langfristpreisprognosen noch keinerlei Versorgungsgefahr gesehen. Der NEUE WEO-Report 2008/9, der im November rauskommen wird, wird aber wohl ein VÖLLIG neues Licht auf die Öl-Versorgungssituation werfen als die Vorgängerreports 1998-2007. Die IEA hat derzeit richtig Ärger wegen ihrer seit Jahren chronisch viel zu optimistischen Prognosen. Im neuen Report haben sie offenbar vor, weiteren Reputationsverlust zu vermeiden, alles zu korrigieren und die (PeakOil)-Lage realistisch(er) darzustellen. Das wird -obwohl dieses Wissen mittlerweile natürlich kein Insiderwissen mehr ist- m.E. spät. ab Sommer, wenn die Vorab-Versionen bekannt werden, zu Panik im Markt führen, weil dieser WEO-Report noch immer die Grundlage der Instis, Analysten und Fondsmanager für Anlagen im Ölbereich ist.


    Got Oil [or coal, uranium etc.]?

    Das kann durchaus so sein. Im Prinzip hätte ich auch nicht TEILprivatisierungen, sondern ggf. auch KOMPLETT-Privatisierungen sagen sollen. Klar herrschten bei den Landesbanken schon seit Jahren Vetterleswirtschaft (wer kennt noch West-LB Neuber? ), Korruption und Politikerentsorgung auf lukrative Pöstchen und es wurden dort viele hanebüchene Managementfehler gemacht. Aber letztlich könnte es in ein paar Jahren durchaus soweit kommen, dass diese ganze Landesbanken-Szene für einen Appel und ein Ei privatisiert wird - und dass damit dann alle staatlichen Gelder und Subventionen und sinnvolle Förderprojekte abgeschrieben werden müssen. Bei den eine Ebene tiefer liegenden Sparkassen hat dieser Prozess schon begonnen.

    Marty


    Genau so muss man es sehen. Die Steinbrücks dieser Welt hoffen immer darauf, dass der dumme Steuerzahler noch nicht einmal um eine Ecke herum denken kann - und wenn sie noch so transparent und offensichtlich ist...


    Es kommt noch ein weiteres hinzu: Die IKB und die KfW sind FÖRDERbanken. Wenn über Verlustvorträge und ggf. Garantien nun ihre EK-Quoten sinken, muss entweder (auf Steuerzahlerkosten) eine Kapitalerhöhung durch den Bund stattfinden und/oder (auf Bürgerkosten - schließlich geht dem Staat Substanz verloren) eine Teilprivatisierung stattfinden und/oder es müssen wegen der zu geringen EK-Decke die eigentlichen Förderaktivitäten (auf Kosten des geförderten Mittelstands) gekürzt oder eingestellt werden.


    Ggf. kann das so weit gehen, dass bereits begonnene, KfW-/IKB-seitig geförderte Projekte einfach abgebrochen werden müssen! Gestern war hier irgendwo eine Meldung im Forum, wonach der Freistaat Sachsen wegen der Garantien für die beim Freistaat Sachsen verbliebenen Risiken der Sachsen-LB (die OHNE die Risiken mittlerweile an die LBBW verkauft ist) praktisch SÄMTLICHE staatlichen Zuschüsse an sächsische Infrastruktur-Projekte streichen wird! Das bedeutet, dass vielfach bereits im Bau befindliche Straßen und Schulen einfach nicht weitergebaut werden können und als Ruinen verrotten werden! Die Kommunen dahinter können das ohne Landesmittel nicht weiterbauen.


    Soviel also zum Thema "der Bürger ist nicht betroffen, wenn Verluste vorgetragen werden" :wall:

    Greenspan wehrt sich mit dem Argument, dass ein Zusammenhang zwischen monetärer Politik und den Bubbles statistisch sehr fragwürdig sei. Zudem sagt er, auch in anderen Ländern mit gänzlich anderer Zentralbankpolitik hätte es starke Anstiege bei den Immobilienpreisen gegeben, ohne dass man gegen die dortigen Verantwortlichen ähnliche Vorwürfe vernehmen würde. Seiner Meinung nach wäre die Hauspreis-Bubble primär durch sinkende Realzinsen verursacht gewesen, welche wiederum durch weltweit hohe Sparquoten (”Savings Glut”) bedingt waren. Und außerdem wären Vorkommnisse wie “Subprime” auf Fehler in der Banken- und Investmentindustrie zurückzuführen, aber nicht auf die Zentralbank.


    Greenspan ist nicht nur ein alter Bubbler, sondern auch ein alter Blubberer. Wenn er vor lauter Floskeln überhaupt mal was Substanzielles sagt, ist es daher entweder bewusst irreführend ("conundrum"-Rede) oder wird durch eigene Taten widerlegt (pro-Gold-Rede von 1966). Eigentlich sollte man ihm daher nicht ernst nehmen und auch nicht über ihn diskutieren. Er ist nicht mehr im Amt und daher ist seine selbst-apologetische Rede hier für die heutigen Märkte irrelevant.


    Andererseits müssen wir uns von dem alten Herrn aber auch nicht unwidersprochen auf den Arm nehmen lassen. Daher kurz zum oben unterstrichenen Satz: Was glaubt denn Greenspan, wo negative Realzinsen herkommen? Fallen die vom Himmel? Nein: Nach landläufiger Definition sind Realzinsen die Zinsen sicherer Anlagen (Staatsanleihen) abzüglich der jeweiligen Inflationsrate. Und nach der noch immer mehrheitsfähigen monetären bzw. Geldmengen-getriebenen Inflationsdefinition ist die Inflation eine direkte Funktion der Geldmengenerhöhung und der Gütermengenerhöhung [ weissgarnix: Dein Protest an dieser Stelle ist zu Protokoll genommen - aber so sind wir hier nunmal].


    Und daher: Greenspan kann sich keinesfalls über irgendwie vom Himmel gefallene "sinkende/negative Realzinsen" exkulpieren! Denn die sind direkte Folge seiner eigenen Zins- und Geldmengenpolitik! Selbst wenn einige der Greenspan´schen Schlussfolgerungen (siehe Artikel von weissgarnix) durchaus plausibel und stimmig sind. Der AUSGANGSPUNK "sinkende Realzinsen" hat Gründe - und die liegen wiederum bei Greenspan selbst.


    Ein klassischer Catch-22 in der Argumentation. Greenspan´sches Spindoctoring in Hochform. Muss man nicht drauf reinfallen.


    Nutzwertiges PS: Die Realzinsen sind ehrlich gerechnet bei etwa -8% oder sogar noch tiefer! Aktien- / Immo- und Goldinvestments sind daher völlig rational. Natürlich mit Unterschied: Got Gold?

    Goldbugs haben aber zwei große Vorteile in der Debatte: a) Letztlich ist es den Bugs egal, ob nominale Inflation oder Deflation kommt, weil der REALE GoldSilberwert in jedem Fall steigt. Die Deflationisten und Freigeldler fürchten die Deflation wie der Teufel das Weihwasser.

    Falsch. Der Goldwert schwankt wie jeder andere Sachwert in Relation zu anderen Gütern. Einfach einmal mit Gold 1946 im zerstörten Deutschland ein Ei kaufen gehen, dann weiß man, wie extrem der Wert des Goldes schwankt.
    => Mein Gott - welche Trivialargumente. Sachwerte schwanken - welche Erkenntnis. In der Tat. Und darum diskutieren wir eben hier, ob der (nominale UND der reale) Wert des Golds heute (2008 ) gerade günstig oder teuer ist. Das zieht sich hier durch fast alle Threads... Aktuell ist hier im GSF herrschende Meinung, dass der faire Wert (meinetwegen: Preis) von Gold weit über $1000 liegt, weil Gold langfristig die Kaufkraft erhält, was Volatilität aber keineswegs ausschließt! Begründungen dafür wirst Du hundertfach hier im Forum finden. Wenn die Finanzcrash-Leute diese nicht teilen, ist das nicht unser Problem (weil wir eben nicht missionieren müssen!). Valide bleiben sie dennoch.



    Zitat

    Aber in den wirklich freien Zeiten war GoldSilber das Tauschmedium der Wahl, sofern nicht gerade geographisch nur Muscheln vorhanden waren.

    Da fehlt wieder das Argument zur Behauptung. Wann genau waren die "wirklich freien Zeiten"?


    => Das apodiktische "fehlendes Argument"-Totschlagargument wird durch Wiederholung nicht richtiger. :tired: Wir reden nicht von Muschelland, sondern von den Zeiten in der Neuzeit, in denen Gold gerade mal unmanipuliert und sein Preis auch nicht gesetzlich per Dekret festgelegt war. Es ist ziemlich sicher belegt, dass dies zuletzt etwa 1971/74 bis ca. 1980 der Fall war. Damals war Gold gerade frisch demonetisiert (also das GEGENTEIL von staatlich aufoktroyiert) - aber die Goldkabale und die Systemeliten haben damals versäumt, es zu manipulieren. Das hat Jahre später sogar Paul Volcker zugegeben mit seinem berühmten Eingeständnis "The goldprice was not managed at the time. That was a mistake". Das (Preis)ergebnis haben damals alle spektakulär beobachten können. Die Menschen mussten nicht ins Gold geprügelt werden - die Inflationsangst hat sie massenhaft und weltweit und völlig freiwillig reingetrieben. Barbarisches Relikt hin oder her - es WAR einfach so! Freie Bürger wählen Gold als Geldmedium der Wahl - wenn man sie lässt, was leider die Papiergeld-Despoten immer wieder verhindern wollen.


    Zitat

    Insofern kann der echte Goldbug die Krise diskutieren - er maßt sich aber nicht an, sie groß beeinflussen zu können! Die Freigeldler dagegen MÜSSEN (unweigerlich und das ist auch unwidersprochen) ihr Freigeld über gesetzliche und m.E. früher oder später sogar totalitäre Methoden absichern, weil die Menschen aus dem Zwangsgeld und vor allem dem erzwungenen Schwund fliehen werden. Und die Antwort im Finanzcrash-Forum, dass eine Flucht in Sachwerte (Gold, Silber, Immos) KEINE Flucht aus dem System sei, sondern letztlich (gewünschten) "Umsatz" brächte, ist einfach lächerlich:

    Vermutlich bist Du kein Kaufmann und weißt vielleicht nicht, wie Umsatz entsteht. Wenn ich mit Euro (Muscheln, Gold, Freigeld, Dollar, Silber) eine Tüte Milch kaufe, "fliehe" ich aus dem Euro. Das kann ich aber nur, wenn der Milchverkäufer in Euro "fliehen" will, sonst klappt das nicht. Finden sich beide entgegengesetzt "Fliehenden" über die Tüte Milch passiert Umsatz.


    => Zur Info. Bis durchaus Kaufmann - sogar System-Diplomierter, worauf man sich aber nicht viel einbilden muss. Das Problem ist, dass Freigeldler den "Umsatz" immer als oberstes Ziel ansehen und dadurch immer irgendwie Arbeitsplätze gerettet sehen, weil die Wirtschaft (der Umsatz) ja offenbar wächst. Das ist bei HANDELSumsätzen aber kaum der Fall. Hier wird kein Wert geschöpft, der eine Volkswirtschaft irgendwie reicher/wohlhabender machen würde. Und weil das sogar viele Freigeldler selbst erkannt haben, sind sie eben zT (Du offenbar nicht) militant gegen Käufe von Wertbeständigem eingestellt, weil sie genau wissen, dass das im Gold/Immos etc. künftig gebundene Geld erst mal dem Kreislauf entzogen ist und kurzfristig erst mal nicht mehr "erneut kauft". Der intelligente Goldbug und Immobesitzer wird diese Mittel zwar irgendwann wieder in Umlauf bringen - nämlich dann, wenn sich nach einem Crash wieder eine Papierwährung etabliert, die zunächst einmal wertbeständig ist. Das kann aber ggf. dauern und in FREIgeld wird er sein Gold zuallerletzt zurücktauschen - wenn man mal davon absieht, dass der Dollar und der Euro ja bereits Schrumpf-Freigeld sind.


    Zitat

    Insofern ist ihre Daueraggression gegen die Goldbugs nachvollziehbar, obwohl wir gar nicht der wirkliche Feind sind, sondern nur der Überbringer der wahren aber schlechten Botschaft (der leider gerne geköpft wird).

    Einerseits haben die Gold- und Muschelbugs das Geldsystem ansatzweise verstanden, ziehen dann aber leider die falschen Schlüsse. Insofern sind sie tatsächlich Überbringer einer schlechten Botschaft.


    => Das geben wir mal zurück. Die System-ANALYSEN der Freigeldler sind durchaus richtig und unseren sehr ähnlich. Habe Hannichs Bücher immer bis zum Kapitel "Wie lösen wir das Problem nun?" bzw. "Was tun?" sehr gerne gelesen. Es sind nur die SCHLÜSSE und Vorschläge, die in der Praxis nicht funktionieren (die Theorie lassen wir mal außen vor - im MODELL und ohne empirischen Test funktioniert vieles). Gold (oder in China: Silber) haben zT jahrhundertelang funktioniert, wobei ich mir durchaus bewusst bin, dass die Herrscher in diesen Zeiten auch viel betrogen haben und auch, dass um Gold Kriege geführt wurden.


    Zitat

    GÄBE es ein wertbeständiges Papier-Geld, in dem die Leute dauerhaft ihre Arbeitsleistung konservieren könnten, wäre Gold überflüssig und quasi wertlos.

    Richtig. Vermutlich ist das der Grund, weshalb Goldlbugs kaufkraftbeständiges Freigeld ?) 8o fürchten. Es würde deren Goldillusion überflüssig machen.


    => Falls das kein Typo von dir war -und es sieht im Kontext nicht so aus-, dann habe vielleicht wirklich ICH das Freigeld (Gesell, Wörgl, Hannich, Creutz...?!) nicht verstanden oder DU musst Dich fragen lassen, ob Du es verstanden hast bzw. ob dies eine mehrheitsfähige Meinung in Freigeld-Foren darstellt?! Eigentlich ist dort doch Konsens - ja geradezu KONSTITUTIV für Freigeld, dass es eben NICHT wert- und kaufkraftbeständig ist?!! Also bitte keine Spin-Doktor-mäßigen Neudefinitionen, die die ganze Diskussion verunmöglichen. Danke.


    Zitat

    Aber da wertbeständiges Papiergeld nach aller Empirie eine Illusion ist, ist es aus Sicht der Menschen eben rational, Gold einen Wert beizumessen. Dafür können aber die Goldbugs nichts - wir analysieren das nur. Ganz gelassen. 8)

    Das ist doch schon einmal ein sehr guter Erkenntnisschritt. Du bist es, der dem Gold einen Wert beimisst. Mit anderen Worten, der Wert des Goldes stellst Du her, er ist nicht im Gold selber drinne. Wie Du oben selber ausführst, könnten es genausogut auch Muscheln sein, so geographisch und so. Ob das rational ist, Muscheln (Gold) einen Wert beizumessen, ist allerdings eine andere Frage.


    => Im Prinzip sind wir hier d´accord (auch wenn Hardcore-Goldbugs widersprechen würden). Letzten Endes ist HEUTE in fast schon wieder hyperinflationären Papiergeld-Zeiten die Frage, ob Gold einen intrinsischen Wert hat (eher nicht) oder nur einen beigemessenen (yep) - akademisch. In Inflationszeiten ist es begehrt - und DAS ist sowohl rational als auch empirisch belegt. NACH dem Crash und im Kondratieff-Frühling hat Gold nur einen sehr geringen Wert (und Preis).


    Zitat

    PS: Hoffentlich schlägt mich weissgarnix jetzt nicht. War nicht meine Absicht, hieraus einen Freigeldthread zu machen! Für diese Diskussionen geht ihr bitte ins Finanzcrashforum.


    => guadelope: Du bist nicht der erste Freigeldler, der sich hierher verirrt. Einfach mal die einschlägigen Threads suchen. Da dieser hier von weissgarnix eher zur Diskussion der Deflationisten-Theorien eröffnet wurde, werde ich hier nicht weiterdiskutieren. Bitte einen neuen Thread eröffnen.


    Nochmals: Goldbugs sind in der Regel keine Missionare. Wir können mit Dissens (zB mit Freigeldlern oder über die Frage, ob Gold gerade günstig oder teuer ist) gut leben. Zumindest solange, wie die Freigeldler den Kauf und den Besitz von GoldSilber nicht als asozial und Freigeldsystem-gefährdend verbieten wollen (was ich durchaus schon oft gelesen habe!). Leben und leben lassen. Wir sind nicht der Feind. Take it easy.


    Over and out, Pauli.

    ... auf vielfachen Wunsch in einem anderen Thread hier der Link zu den ISINs der vier Edelmetall-ETFs der ZKB. Hier stehen alle technischen Details dazu: http://www.zkb.ch/de/startseit…zkb_gold_etf/details.html .


    Der GOLD-ETF hat somit die ISIN CH0024391002; der Silber-ETF die CH0029792717. Die ETFs sind derzeit nur an der SWX in Zürich kotiert. Es gibt daher noch eine schweizer Valorennummer und Preise in CHF.


    Nach wie vor übrigens gibt es deutsche Banken / Direktbanken / Broker, die aus irgendwelchen nicht nachvollziehbaren Gründen die Produkte nicht handeln lassen. Die ZKB ist m.W. gerade dabei, hier Aufklärungsarbeit zu leisten.


    Andere Banken wiederum lassen generell nicht in Zürich handeln - da kann man dann wenig machen außer Broker wechseln.

    Hallo Leute,


    Die Mods sind offenbar wegen der Foren-SW-Umstellung sehr beschäftigt. Daher darf ich Euch freundlich bitten, diesen Thread an dieser Stelle selbsttätig zu schließen und stattdessen hierher Neue ETFs mit physischen Material ??? zu kommen, wo wir (etwas umfassender) das ETF-Thema schon seit vielen Monaten beackern und wo auch die ETFs der ZKB eine durchaus positive und prominente Bewertung erfahren!


    Wenn ihr dahin wechselt, stelle ich Euch dort auch gleich alle relevanten WKNs dieser ETFs ein 8)

    @guadeloupe


    Da bist Du ja genau im richtigen Forum für diese Diskussion gelandet! Was soll bei Hannich und Co. dazu schon zurückkommen? Das war so sicher wie das Amen in der Kirche.
    Am besten ist folgender Kommentar dort, den man 1:1 an diese Gehirngewaschenen zurückgeben kann: "Gibt es in jenem Forum auch Leute, die nicht nur in Reflexen denken? " :D


    Und weil das so ist und ich das jahrelang in x Diskussionen erlebt habe, muss man einfach mal feststellen, dass hier Aussage gegen Aussage steht und beide Seiten vorläufig ihre Positionen nicht beweisen können. ANALYTISCH ist dazu alles gedacht und gesagt.


    Goldbugs haben aber zwei große Vorteile in der Debatte:


    a) Letztlich ist es den Bugs egal, ob nominale Inflation oder Deflation kommt, weil der REALE GoldSilberwert in jedem Fall steigt. Die Deflationisten und Freigeldler fürchten die Deflation wie der Teufel das Weihwasser.


    b) Wir können die Diskussion viel gelassener als die Hannichs und Konsorten führen, weil wir unsere "Ideologie" nicht aktiv und aggressiv in den Markt drücken müssen. GoldSilber waren historisch (fast) immer die Währung, die ein freier Markt mit freien Bürgern sich wählen würden. Man kann zwar darüber streiten, ob es diese Freiheit geschichtlich häufig gegeben hat. Aber in den wirklich freien Zeiten war GoldSilber das Tauschmedium der Wahl, sofern nicht gerade geographisch nur Muscheln vorhanden waren. Insofern kann der echte Goldbug die Krise diskutieren - er maßt sich aber nicht an, sie groß beeinflussen zu können! Die Freigeldler dagegen MÜSSEN (unweigerlich und das ist auch unwidersprochen) ihr Freigeld über gesetzliche und m.E. früher oder später sogar totalitäre Methoden absichern, weil die Menschen aus dem Zwangsgeld und vor allem dem erzwungenen Schwund fliehen werden. Und die Antwort im Finanzcrash-Forum, dass eine Flucht in Sachwerte (Gold, Silber, Immos) KEINE Flucht aus dem System sei, sondern letztlich (gewünschten) "Umsatz" brächte, ist einfach lächerlich: Freigeldler als proaurum-Promotoren?! :D Nein: Der Kauf von GoldSilberImmos ist NATÜRLICH die (unerwünschte) Hortung bzw. das SPAREN in Wertbeständigem, das die Freigeldler so bekämpfen. Insofern ist ihre Daueraggression gegen die Goldbugs nachvollziehbar, obwohl wir gar nicht der wirkliche Feind sind, sondern nur der Überbringer der wahren aber schlechten Botschaft (der leider gerne geköpft wird). GÄBE es ein wertbeständiges Papier-Geld, in dem die Leute dauerhaft ihre Arbeitsleistung konservieren könnten, wäre Gold überflüssig und quasi wertlos. Aber da wertbeständiges Papiergeld nach aller Empirie eine Illusion ist, ist es aus Sicht der Menschen eben rational, Gold einen Wert beizumessen. Dafür können aber die Goldbugs nichts - wir analysieren das nur. Ganz gelassen. 8)


    Got GoldSilver?


    PS: Hoffentlich schlägt mich weissgarnix jetzt nicht. War nicht meine Absicht, hieraus einen Freigeldthread zu machen! Für diese Diskussionen geht ihr bitte ins Finanzcrashforum.

    Hephaistos
    Völlig d´accord: Eichelburg ist sicher nicht der beste Kronzeuge gegen das Freigeld. Da gab und gibt es sicher größere Denker. Sein Kommentar war nur Anlass für den Post.


    Und zu den Immos: Das ist ein Missverständnis. Die Immos habe ich nicht als "Deckung" vorgeschlagen. Sie sind nur im Kontext "Flucht in Sachwerte" hier zusammen mit Edelmetallen genannt. Schon klar, dass Immos einige notwendige Geldeigenschaften fehlen: beliebige Teilbarkeit, geringes Gewicht, Homogenität / einfache Vergleichbarkeit, hohe Wertdichte, Beweglichkeit usw.

    Eichelburg hat sich heute mal mit einem Freigeldler angelegt. http://www.hartgeld.com/leser-reaktionen.htm Dieser ist sogar der Initiator einer "umlaufgesicherten" Währung (also Schwundgeld) und er outet sich ggü. Eichelburg TROTZDEM als Gold-/Silberanleger! 8o Zumindest für sich selbst - für die anderen natürlich nicht und bei "Alltags-Tauschgeschäften" sollen wir natürlich alle Freigeld benutzen. Dass in diesem "Alltag" (also ohne erforderliche Wertspeicherungsfunktion des Geldes) auch der Dollar oder der Euro problemlos funktionieren würden, bleibt unerwähnt. Eichelburg selbst gibt aber den passenden Kommentar zu dieser Heuchelei ab:



    => Wo Eichelburg recht hat, hat er recht. Bleibt noch anzumerken, dass natürlich auch viele der heutigen elitären Systemträger zunehmend GoldSilber kaufen, während sie offiziell dagegen wettern. Besonders beliebt sind solche Mittagspausen-Einkäufe von EM nach inoffiziellen Angaben führender Goldhändler bei staatstragenden Bankern, Politikern und Journalisten!
    => Und zuletzt sollte man noch feststellen, dass die Forderung des Freigeldlers nach einer "umlaufgesicherten Währung ohne eine Koppelung an Edelmetalle" eine Illusion ist, die nur über totalitäre Mittel durchsetzbar wäre. Schwindet der Geldwert zwangsweise durch die Umlaufgebühr, werden die Menschen IMMER aus dieser Währung zu fliehen versuchen. Es bleiben dafür nur Sachwerte - und damit ultimativ GoldSilber sowie Immobilien. Wenn man diese indirekte aber sichere Kopplung (=Einlösbarkeit) der Währung in Sachwerte verhindern will, geht das nur totalitär und ggf. gewaltsam. [und es komme jetzt BITTE kein beleidigter Freigeldler mit einer Textbaustein-Antwort vom "gelungenen Freigeldexperiment in Wörgl"...]