Es gibt ja schon Gerüchte, dass die USA über die Aufwertung des Goldes in der US Bilanz nachdenkt.
Das wäre ein sinnvoller und logischer Schritt und sehr naheliegend. Damit können sie das Triffin Dilemma zwar nicht auflösen aber sich Zeit kaufen.
Das Triffin Dilemma zeigt, dass ein Land nicht dauerhaft sowohl die Welt mit Liquidität versorgen als auch die eigene Währung stabil halten kann. Die strukturellen Leistungsbilanzdefizite der USA sind kein Zufall, sondern systembedingt.
Ein weiterer Weg sich Liquidität zu verschaffen ohne das Vertrauen weiter zu ramponieren wären die Eurodollar- und Asiadollar-Märkte als externe Geldschöpfungsquellen außerhalb der USA.
Diese Offshore-Dollar-Systeme können durch Kreditvergabe in Dollar außerhalb der USA die globale Liquidität erhöhen, ohne dass die USA selbst Leistungsbilanzdefizite machen müssen.
Diese Dollars existieren außerhalb der US-Regulierung FED und sind Buchgeld, das durch Kreditvergabe nicht amerikanischer Banken geschöpft wird.
Ein vordergründig eleganter Weg, der aber nicht nachhaltig ist da das Vertrauen von der USA als Schuldner hin zu einem Vertrauen in das globale Dollar-Finanzsystem verlagert wird, das am Ende trotzdem auf die US-Institutionen zurückfällt.
Ich vermute das sie mindestens diese beiden Wege (und noch etliche andere die ich nicht kenne) versuchen werden und möglicherweise wird der Weg über die Offshore $ ohnehin schon genutzt. Für die Neubewertung der Goldbestände sind Werte um 10000$ notwendig - zumindest liest man das häufig. Wäre bei den aktuellen Preisen auch kein Beinbruch. Halte ich für realistisch.
Aber was dann? Wenn sie so weitermachen müssen sie alle 10 Jahre eine Neubewertung durchführen. Ich vermute sie werden das zumindest einmal probieren. Danach wird man sich ernsthaft was neues überlegen müssen.