Beiträge von FoersterX

    Ich bezog meine Frage dezidiert auf die beschriebene Masche.

    In der analogen Welt war Kommunikation um den Faktor 100 teurer als heute. Da die Opferdichte nicht besonders hoch ist, sind ziemlich viele solcher Schockanrufe notwendig um ein Opfer zu finden, abhängig von der Qualität der Rufnummern. Die Callcenter dafür sitzen oft in Osteuropa oder der Türkei was das ganze früher wegen der Telefonkosten noch viel unwirtschaftlicher gemacht hätte. In Deutschland wäre der Anschluss direkt entdeckt worden.


    Dann ist es ohne Smartphones und mobile Navigation auch deutlich schwieriger die Abholung der Beute schnell zu koordinieren. Das darf auch nicht länger als eine Stunde dauern.

    Was hätte sie bezahlt wenn sie Kurush im Wert von 14.000€ dabei und diese deklariert hätte?

    Freundlich CARLOZ

    Wenn es wirklich nur die Münzen gewesen wären (und kein Münzschmuck wo die Münzen Teil des Schmuckstückes geworden sind), dann hätten sie die komplett frei von Steuern und Abgaben einführen können.

    Im Artikel steht:

    "Die Frauen mussten noch am Flughafen die Einfuhrabgaben in Höhe von 3125 Euro bezahlen."


    Das sind denke ich 2,5 Prozent Zoll + Einfuhrumsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent des Wertes.

    Das fällt an, da es sich um Goldschmuck und nicht um Anlagegold handelt. Auf Anlagegold wäre überhaupt nichts zu entrichten gewesen.(Anlagegold = Goldbarren und -plättchen aus min 995 Feingold bestehend. Für Münzen, min. 900er Gold und nach dem Jahr 1800 geprägt). Zumindest die 2.5% Zoll auf Goldschmuck hätte man vermeiden können mit einem schriftlichen Nachweis der türkischen Zollbehörden, dass man das Produkt in der Türkei erworben hat.

    Eine so stattliche staatliche Verzerrung der Nachfrage sieht man auch nicht alle Tage.


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    Was geht denn da ab, jetzt auf dem Immobilienmarkt?

    Verdammt, die Markler, Alter, Wahnsinn, Wahnsinn!

    Haben wir noch bezahlbaren Mieten?

    Haben wir die noch?

    Keine mehr?

    Gar nichts mehr?

    Keine bezahlbaren Wohnungen mehr?

    Ein paar noch?

    Boah, die Mieten schießen jetzt ultramäßig in die Höhe, ja

    Sieht man auch nicht alle Tage

    Mein Couseng hat oft mit neuen Mietverträgen zu tun, privat aber.

    Aber ich mein, kann man nichts machen, ne

    Wer zu, ich sag, wer zu lange wartet, der hat auch irgendwann nichts mehr zu lachen.

    Aber die wissen, was die da machen, so, aber ich mag die Immobilienhaie nicht


    Ich schwör, das blendet mich voll. Zockt mich mal nicht ab.

    Haben wir noch bezahlbaren Wohnraum? Ne?

    Wer hat die letzte günstige Wohnung bekommen?

    Hast du die Wohnung noch bekommen?

    Schwöre, der will mich veräppeln.

    Haben wir keine mehr?

    Der sagt auch nichts

    Der spricht nicht über Preise

    Der ignoriert den Markt ein bisschen, ist aber ein Ukrainer, vor dem ich Respekt habe.

    Der hat einfach akzeptiert, Wohnung vom Staat bezahlt, ist ok, so muss man erstmal machen können.

    Aber ich hätte jetzt Bock auf eine günstige Wohnung. Mein Couseng, wenn der jetzt hier wäre, wir würden so gute Wohnungen finden.

    Ist das der Mondpreis? Ich schwöre, dass ich den noch erleben darf. Unnormal.

    Studie - 910.000 Sozialwohnungen fehlen in Deutschland
    Berlin (Reuters) - In Deutschland fehlen einer Studie zufolge 910.000 Sozialwohnungen.
    www.onvista.de

    Frage mich wie nachhaltig das alles ist. Insgesamt sicher auch eine Blüte des späten Fiat-Geldsystems.


    Prämissen und Schlussfolgerungen aus dem zitierten Text:


    1. Es fehlt an bezahlbaren Wohnraum.

    2. Der Staat akzeptiert aufgrund dieses Mangels höhere Mieten auf dem freien Markt.

    3. Diese höheren Mieten führen zu gestiegenen staatlichen Ausgaben für Wohngeld und Unterkunftskosten.

    4. Hauptsächlich profitieren die Vermieter von dieser Situation.


    Die Situation führt zu einem Anstieg der Mieten auf breiter Front auch außerhalb des sozial unterstützten Wohnungssektors. Familien der unteren Mittelschicht, die möglicherweise zu viel verdienen, um für staatliche Unterstützung in Frage zu kommen, aber zu wenig, um die gestiegenen Marktmieten problemlos zu bezahlen, geraten in Schwierigkeiten. Sie müssen einen größeren Anteil ihres Einkommens für Wohnkosten aufwenden, was ihre finanzielle Belastung erhöht. Im Prinzip werden solche Leute mehr oder weniger aus den Metropolen rausgekickt.

    Wo ist jetzt das Problem wenn die Gedenkmünzen um den Spotpreis gehandelt werden +-10%? Man sollte eben nicht zu viel erwarten. Für mich ist das unser deutsches "junk silver".


    Im Corona-Hype haben sich vielleicht einige Leute etwas übernommen und der Preis lag deutlich über Spot. Nun eben etwas darunter. Finde es trotzdem für Privatpersonen eine der der besten Möglichkeiten in Silber zu investieren mit guter Verfügbarkeit und wenig Risiko.


    Ist ja nicht so, dass Leute, welche die normalen Bullionmünzen vor 2 Jahren für 25-50% über Spot eingesammelt haben, einen besseren Schnitt gemacht hätten.

    ist eigentlich bekannt, ob es auch (gute) nachbauten der vrenelis oder lmu taler gibt?

    Freili, die gibt's. Was die Nachbildungen angeht, ist es wichtig zu unterscheiden, ob du dich auf exakte Repliken aus Gold beziehst, die als Sammlerstücke verkauft werden, oder ob es um Fälschungen geht, die dazu bestimmt sind, Käufer über den Goldwert der Münze zu täuschen.


    Das Häufigste, was man findet, sind einfache Fälschungen, die sich jeder für wenige Euros bei Aliexpress bestellen kann.
    https://www.aliexpress.com/w/wholesale-swiss-gold-coin.html


    Solch ein Vreneli sieht dann so aus (beides die gleiche Münze):



    Hier sind keine groben Schnitzer im Prägebild erkennbar (wenn man nicht gerade täglich Vrenelis hantiert). Auf die Waage bringt das vergoldete Messingteil jedoch nur 5,4 anstelle von 6,45 g, womit sich die Münze direkt disqualifiziert.


    Darüber hinaus existieren auch hochwertigere "Fälschungen", wie bei den Willis. Diese sind aus echtem Gold und imitieren die ursprünglichen Legierungen sehr genau, manchmal mit minimalen Abweichungen. Nur eine detaillierte Analyse kann da die Unterschiede aufdecken: https://www.linkedin.com/pulse…chungen-peter-zgorzynski/

    Für einen Laien kann es schwierig sein, solche Feinheiten zu erkennen. Der Kauf von numismatisch relevanten Stücken ist aber eine komplett andere Schiene als Anlagegold. Für mich als Goldkäufer mit dünnem Aufgeld zählen solche Stücke auch als "echt".

    Zu Eurer edlen Anfrage, ob geachtete Goldhändler wahrhaftiges Aurum bereitstellen: In der Tat, gewöhnlich ja. Solche Meister sind bemüht, ihren ehrbaren Ruf zu bewahren und handeln darum meistens mit rechtschaffenem Sinne. Doch es sei geraten, allezeit mit scharfem Auge zu wachen. Es ist bekannt, dass gewisse Münzen und Barren seltener der Fälschung anheimfallen, doch variiert solches je nach Land und Zeit.


    Vor geraumer Zeit habe ich mir aus dem fernen Cathay einige Münzen zugeführt, um zu erforschen, welch trügerisches Werk in den Gassen umhergeht. Großteils dieser Nachbildungen zeigen klägliche Qualität und täuschen nur die unbedarften Gemüter. Sie sind des Gewichts zu leicht und das Gepräge, für den wissenden Blick, wenig eindrucksvoll. Insbesondere die Münzstücke in Särglein oder dicken Hüllen bergen Gefahr, da sie sich nicht leicht wägen lassen und ihre Prägung schwerlich zu beurteilen ist.


    In Anbetracht Eurer Überlegung, ob Barren oder Münzen: Bei einer Investition von weniger als einem Zentner würde ich persönlich von Goldbarren abraten. Goldene Münzen könnten im Wert etwas über Barren liegen, doch variiert solches je nach Münzart und Menge. Doch, o Edelster, die Differenzen im Bullion-Handel sind meist gering und der Unterschied schmälert den Wert nicht übermäßig.


    Warum bevorzuge ich gemeine Standard-Goldmünzen?

    Solche Münzstücke können trefflich mittels der modernen Apps, "Pingcoin" und "Precious Coin Tester", auf ihren Klang geprüft werden. Nachahmungen, die fremde Metalle beinhalten, werden bei solchen Untersuchungen fast stets enttarnt. Dies bietet selbst dem Laien eine vorzügliche Methode der Echtheitsprüfung.


    Münzstücke in Hüllen oder gar verschweißt würde ich meiden, es sei denn, Ihr besitzet kunstvolle Prüfgerätschaften oder handelt nur mit vertrauenswürdigen Händlern. Mir persönlich sind solche Apparate zu wertvoll. Ich verlasse mich lieber auf meine jahrzehntelange Erfahrung, eine akkurate Waage und die zuvor genannten Apps.


    Euer dienlicher Meister

    Foerster X.

    Warte erst bis die Bugwelle der Golden Visas abflaut.

    Vielleicht sind die jährlich ~1000 Häuser, die so weggehen, auch nur ein kleiner Spritzer in der Sangria, bei ~130.000 Transaktionen jedes Jahr in Portugal. In dem Preissegment und gesuchten Lagen sind es aber bestimmt 5-10% der Käufer, was erheblich Einfluss auf die Preise hat.


    Habe den Markt dort schon seit 2017 auf dem Schirm. Hätte ich mein Gehirn einfach ausgeschaltet wäre ich 1000x besser gefahren. :wall:

    Aber tendenziell sind Aktien stärker als EM oder Immos.

    Gaanz langfristig halten sich alle Assetklassen im Gleichgewicht, was dadurch illustriert wird, dass in den letzten 2000 Jahren keine Klasse in den Himmel gewachsen ist.

    Wert und Stabilität unterliegen natürlichen Grenzen und werden durch verschiedene Störungen und Zerstörungen moderiert. Um das zu sehen braucht es aber einen abgeschlossenen langen Asset-Zyklus in dem auch seltenere Negativereignisse vorkommen.


    Wäre es anders, hätte der Vorfahre eines Forummitglieds lediglich ein paar Gold-Dukaten in ein Mietshaus oder ein produktives Unternehmen investieren und re-investieren müssen, um dem heutigen Mitglied ein absolut bombastisches Leben zu ermöglichen. Leider hat das bei der Mehrzahl überhaupt nicht funktioniert...


    Kurzfristig, über einige Jahrzehnte betrachtet, haben gehebelte Vermögenswerte und solche, die der Kreditschöpfung nahestehen, einen Vorteil. Hierzu gehören, neben Immobilien, auch Aktien, da fast alle Unternehmen mit gehebeltem Eigenkapital arbeiten. Besonders in frühen Phasen ist der Anstieg der Unternehmens-Wertefiktion sehr extrem, gilt aber auch für den Wertverlust für das spätere Scheitern. Bei größeren Verwerfungen (die das globale Fiatsystem stören oder fragmentieren) verlieren Aktien und Immobilien ihren Wert definitiv schneller als Edelmetalle. Wenn der Markt jedoch stabil bleibt, passen sich EM allmählich den Kreditvermögenswerten nach oben an, wenn auch sehr zeitversetzt und nicht linear.


    Der Schlüsselvorteil von Immobilien auf kurze Sicht liegt imho nicht nur in der reinen Hebelmöglichkeit für Private, sondern besonders darin, dass keine klassischen Margin-Calls erfolgen (Nachbesicherung wird in der Masse der kleinen privaten Eigenheime praktisch nicht durchgeführt), solange die regulären Kreditzinsen bedient werden. Selbst wenn dies nicht mehr der Fall ist, wird vielleicht der Nanny-Staat eingreifen. Ein bescheidenes Haus wird als Schonvermögen angesehen, und die Kreditzinsen werden ggf. wie heute schon vom Amt übernommen.


    Kurzum, jede Vermögensklasse hat ihre Zeit.

    Abschließend ein Rat an das gesamte Forum: Die Fähigkeit, Vermögenswerte zu erschaffen und Werte zu generieren, ist ungleich bedeutender als der bloße Reichtum an sich. Es ist das Know-how, die Leidenschaft und das Engagement, das zählt. Investiert also nicht nur in Assets, sondern vor allem in euch selbst und eure Fähigkeiten. Denn wer Werte schaffen kann, bleibt in jeder Wirtschaftslage resilient und erfolgreich.


    "Das ist der Weisheit letzter Schluß:

    Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben,

    Der täglich sie erobern muß."

    Denke die Preise haben sich erholt weil eben auch die anderen Assetmärkte wieder gestiegen sind was den Käufern mehr EK verschafft. Wenn ein Dax vom Tief um über 30% steigt wird das schon eine Auswirkung haben und die Löhne sind auch eher angezogen und Pleiten gab es kaum.


    Historisch in verschiedenen globalen Immo-Märkten dauerte es meist 2-3 Jahre bis ein Großteil der Abschläge eingepreist war und 4-6 Jahre bis der Boden erreicht wurde. Meistens hatten sich die Preise zuvor fast verdoppelt bis verdreifacht und sind dann nominal 20-50% gefallen.


    Im aktuellen Zyklus scheinen mir erhebliche dämpfende Faktoren zum Einsatz zu kommen wie hohe Staatsausgaben, Inflation, kein Leerstand, wenig Neubau und viel Regulation, so dass die Zyklus-Amplitude BISHER kaum durchdrückt. Aber der Immo-Markt ist auch ein ziemlich langsames Dickschiff. In die Köpfe der Käufer muss nach Jahren der Konditionierung erstmal wieder rein, dass sie einen Preis verhandeln (müssen) und Verkäufer müssen peilen das sie keine Könige mehr sind.


    Auf dem Mietmarkt sollte es eigentlich aussehen wie auf dem Markt für Arbeitskräfte. Alle sollten händeringend nach Mietern suchen, da die nachrückenden Jahrgänge viel kleiner ausfallen.
    Aufgrund der Sondereffekte ist das aber nicht der Fall.

    Ist es normal, dass 99 % derer, die sich für einen Bauplatz vormerken lassen, dann einen Rückzieher machen?

    Ab einem bestimmten Level von Knappheit scheint die Nachfrage geradezu exponentiell zu steigen.
    Das liegt daran dass die Nachfrager wegen der geringen Chancen auf Erfolg einfach anfangen überall ihren Hut in den Ring zu werfen. Selbst wenn sie ein bestimmtes Zielobjekt nur mittelmäßig interessiert. Das machen sie um überhaupt irgendwo landen zu können.
    Das kann schon bei verhältnismäßig kleinem Nachfrageüberhang stattfinden.


    Bei den Anbietern ergibt sich dann den Eindruck satt auf der sicheren Seite zu sein, weil ja XXX Bewerbungen eingehen und alle anderen Anbieter auch XXX Bewerber haben.


    Oftmals ist es aber bei allen Anbietern der selbe Überhang der sich bewirbt und wenn der wegfällt oder abgearbeitet ist, dann ändert sich auch das Nachfrageverhalten der einzelnen massiv. Die bewerben sich dann nur noch dort wo es 100% passt. Somit sinkt nicht nur die Zahl der Bewerber, sondern anstatt 20 Anfragen stellt jeder nur noch eine einzige Anfrage.


    Das ist so bei diesen Bauplätzen, aber auch bei Mietwohnungen, Stellenausschreibungen, Studienplätzen etc.

    Das FA hat in der Vergangenheit Leute schon beim regelmäßigen Kauf (ohne Verkauf!) von Münzen bezüglich Gewerblichkeit belästigt.


    Briefe schreiben und einen zumüllen kann jeder. Wer weiß was er macht sollte da nichts drauf geben.


    Die Abgrenzung gewerblich/ nicht gewerblich ist einfach sehr unscharf und man kann viele Positionen vertreten mit den verschiedenen Merkmalen. Je nachdem wie die Verkäufe strukturiert sind, sollte man eine Gewerblichkeit selbst bei hundertausenden Euro und noch mehr Umsatz abwehren können, wenn man z.B. nur seine Sammlung auflöst und dies halbwegs belegen kann.


    Briefe schreiben mit dem Amt ist natürlich eher nervig, weshalb man natürlich immer gut daran tut erst überhaupt nicht auf deren Radar aufzutauchen.


    Das mit dem FA ist so ähnlich wie die Überlebenszwiebel beim Militär. :D


    Wollte jetzt kein neues Thema extra deswegen eröffnen, aber auf dem richtigen eBay werden jetzt alle privaten Verkäufe wieder kostenlos (also keine Einstellgebühren + Verkaufsprovision mehr usw)


    Somit sollte dieser Markt besonders für EM wieder deutlich attraktiver werden da vorher die Verkaufsprovision von 11% für EM lächerlich unattraktiv war.


    https://www.n-tv.de/wirtschaft…ufer-article23949064.html

    Beim Wort Eigenmietwert dürfte manchem ein kalter Schauer über den Rücken laufen.


    In der Schweiz funktioniert er aber ohne Probleme. Dort darf man dann aber auch Kreditzinsen und Instandhaltungskosten von der Steuer absetzen.
    Würde wetten dass sie bei uns nur den Mietwert ohne die Vorteile einführen würden. [smilie_happy]


    Naja, wenn die Preise mal ins rutschen kommen lohnt es sich kaum die Buden brach legen zu lassen.
    Habe mir letztens laienhaft einige Preiskorrekturen der letzten Jahrzehnte in anderen Ländern angeschaut. Es dauerte vom Top meistens 2-4 Jahre bis Preise ein niedriges Plateau gefunden hatten und von dort nur noch wenig weiter gefallen sind. Insgesamt waren es von top dann so 3-9 Jahre bis zum Einsetzen eines neuen Aufwärtstrends.

    Die Kaltmieten haben natürlich wegen den Flüchtlingen angezogen und wären ansonsten wegen der schrumpfenden Bevölkerung im Sinkflug


    Es ist immer von der Marktsituation abhängig (Käufermarkt, Verkäufermarkt) welche Preise dominieren. Immobilienpreise sind sehr stark von marginalen Phänomenen beeinflusst, also wenige Prozent Immobilien zu viel oder zu wenig können eine sehr große Auswirkung auf die Preise haben


    Die 3000€/m² Baukosten sind Kosten für das Hinzufügen einer weiteren Immobilie und sehr relevant, so lange wir uns im absoluten Verkäufermarkt/Vermietermarkt befinden und die günstigsten neu hinzugefügten Einheiten den Preis setzen. Auch der komplette Bestand orientiert sich daran und dessen Preise ziehen in diese Richtung. Die Käufer sind gezwungen gegenseitig in Auktionskonkurrenz zu treten und ihre begrenzte maximale Kaufkraft bestimmt den Preis.


    Im Verkäufermarkt/Mietermarkt gibt es dagegen einen strukturelles Überangebot an Häusern und es ist ziemlich egal was neue Häuser kosten. Langfristig haben die Neubaupreise zwar eine Bedeutung, aber sie können viele Jahre nicht preissetzend wirken. Der Preis wird nur durch das Aushalten der Verkäufer/Vermieter bestimmt und die Durchschnittsmieten streben in die Richtung des niedrigsten Preises den die VK/VM aushalten können. Der Preis kann sehr tief sein, weil die meisten in Deutschland keine 3000€/m² bezahlt haben sondern eher 800€.


    Normale Häuser in Deutschland vor 1970 hatten Baukosten pro m² unter 400€, vor 1980 unter 800€, vor 2010 unter 1400€. Das durchschnittliche Haus in Deutschland ist ungefähr von 1980 und hat sich bereits amortisiert. Die Erbauer dieser Bestandsimmobilien und auch die große Gruppe der Erben kulieren bei der Vermietung meist nicht mehr mit der eisernen Feder und sie müssen auch im Bullenmarkt nicht den allerletzten Euro rausdrücken, weil sie sich oft mit der aktuellen Miete reich beschenkt fühlen. Die Baisse stecken sie auch viel leichter weg oder zumindest leichter als Käufer, die zum absoluten Höchstpreis an der Schmerzgrenze finanziert haben.

    Hier hat man es noch etwas genauer aufgelöst:
    https://report.europace.de/index-epx-mean/


    Ohne Glättung (Index oben benutzt einen gleitenden Durchschnitt über 3 Monate) bei den Eigentumswohnungen 15% Abschlag vom Hochstand und bei den Bestandshäusern ca. 10% Abschlag.


    Schwäche ist das es nur ein Fünftel aller Finanzierungen wiederspiegelt und nicht bekannt ist welche Biases in dem Datenset stecken. Käufer die finanzieren sind im Schnitt keine klassischen Goldhüte und sehr empfindlich im Bezug auf das Zinsniveau.

    Würde bei Silber den Effekt nicht unterschätzen, dass wenn es teurer wird, die Nachfrage möglicherweise anzieht, weil sich die Wertdichte vergrößert. Es würde sich dann wie ein Veblen-Gut/Luxusgut verhalten. Nicht wegen "Snob"-Effekt, sondern weil die allgemeinen Eigenschaften als Investment-Metall durch den höheren Preis besser werden.


    Die Theorie dahinter ist, dass die physische Nachfrage vieler wohlhabender Haushalte aktuell beim Silber mutmaßlich durch Volumen und Gewicht gedeckelt ist und beim Gold dagegen durch den absoluten Wert. Steigt Silber im Wert, so wird es insgesamt attraktiver relativ zu Gold.


    Die Wertdichte der Geldmetalle ist ein Spektrum bei dem Kupfer das untere Ende markiert. Kupfer und die meisten Buntmetalle sind bezüglich der Wertdichte einfach tod und werden es auch bleiben. Niemand legt sich physisch Kupfer hin. Platin, Palladium und Gold sind dagegen auf so hohem Niveau, dass dort Preisveränderungen im Bezug auf die Wertdichte für die meisten Investoren kaum einen Unterschied machen.


    Silber ist momentan an einem sweet spot um vom Faktor der höheren Wertdichte zu profitieren und wird zwischen 50 und 200€ pro Unze richtig interessant werden. Viele Investoren werden dann in der physischen Allokation erstmalig in ihre nominalen Limits laufen und nicht mehr wie heute bei XXkg oder XXXkg sagen "jetzt reicht es aber". Für viele kleine private braucht es dann ggf. überhaupt keinen Goldanteil mehr da sie auch auch an Silber nicht mehr zu tode schleppen und alles gut unterbringen können.