Beiträge von Dr_Meyer

    Vor meinem geistigen Auge sehe ich hier jemanden, der sich bisher pauschal gegen ein "Horten" aussprach und nun (schon im Jahre März 2009) diesem - da soweit "Realist" bzw. ein von der Realität dazu gezwungener - schweren Herzens hingab.


    Nee, wieso? Warum sollte man etwas, was man für richtig hält, schweren Herzens tun?
    Die Erkenntnis, unter was für einer Zinseszins / Fiat-Matrix wir leben, hatte ein gewisses Entsetzen verursacht,


    aber Gold habe ich mit sehr leichtem Herzen gekauft: vom Saulus zum Paulus, ja, das geht

    Früher warn die Franzosen die größten Goldbugs europas:
    Das, was für die deutschen die Inflation von 1923 war, war für die Franzosen das papiergeld der Französischen revolution.


    In Frankreich gab es im 19. Jh einen Bi-Metallismus, d.h. dass sowohl Gold als auch Silber eine geldfunktion hatten.


    Nach dem zweiten WK war Gold in Frankreich verboten. Für Gold-Napoleons wurden 100% Aufpreis über dem Spotpreis von Tanger und Zürich gezahlt.
    Gold wurde von Zürich in die Schweiz geschmuggelt.


    Heute sind die Franzosen offenbar nicht mehr so starke Goldbugs. Während Deutsche,Schweizer und Ukrainer in Q1 2009 nennenswerte Tonnen Gold absorbiert haben, habe ich von Frankreich nichts gehört.
    Während in den 90er Jahre in D-Land manchen Banken noch Goldmünzen verkauft wurden, habe ich in Frankreich nie was vergleichbare gesehen.


    Da es in Frankreich keine breite vermögende Schicht wie in Deutschland gibt, kann es auch sein, dass die Franzosen ihr Gold gleich in der Schweiz kaufen und dort lagern.

    […]

    Die Geschichtsbücher sind immer die Geschichtsbücher der Sieger.


    In den Geschichtsbüchern der DDR waren die Aufständischen von 1953 von westdeutschen Agenten aufgestachelte Konterrevolutionäre.
    In den Geschichtsbüchern Westdeutschlands war 1953 ein Schrei nach Freiheit.


    Ich bin im "1953" Thema kein Spezialist, aber nach dem was ich weis, ging es damals zuerst um die Erhöhung der Normen für die gehätschelten Berliner Elite-Bauarbeiter.
    Erhöhung der Arbeitsleistung ohne Lohnausgleich, de facto also eine gehaltssenkung - oder Steuererhöhung.


    Auch der Aufstand auf dem Platz des Himmlischen friedens hatte eine ökonomische Ursache, die damals in west -und ostmedien total untergegange ist.
    Meistens werden nicht die armen und wirklich unterdrückten Schichten aktiv. denenb geht es immer und in jedem System so schlecht, dass sie den Unterschied nicht merken.


    Nach allen mir bekannten Untersuchungen von großen Umwälzungen gingen diese
    a) von nach oben strebenden, ökonomisch mächtigen aber politisch ohnmächtigen Bevölkerungsgruppen aus
    b) von Schichten, die ursprünglich Teilhaber am Wohlstand waren, aber von ökonomischer Deklasszierung bedroht waren.


    Die amerikanische Revolution und die Abspaltung der 12 Kolonien war vor allem eine "Steuerflucht" vor den (neu erhobenen) Steuern der Engländer.


    Ein großer Teil der deutschen Mittelschicht wurde durch Inflation und Reallohnverluste seit Einführung des Euros zerrieben.
    Das eine oder andere Statussymbol hält die Illusion aufrecht, dass es noch wie früher sein könnte.
    Wie sagte Dieter Bohlen mal: "Ich fliege seit Jahren zum Tauchen zu den Seychellen. Früher waren die anderen Touris alles Deutsche,
    heute sind es Russen. Schade, dass sich die Deutschen das nicht mehr leisten können".


    Derzeit glaube ich nicht, dass sich neben einem allgemeinen Knurren etwas ändert.
    Ich denke, dass es größere Proteste geben dürfte, wenn wir mehr als 6 Mio Arbeitslose sehen und/oder Bankencrashs, bei denen die Leute nicht shcnell an ihr Geld kommen. teuerung würde wahrscheinlichj als gottgegeben gesehen werden.
    Nach den Erfahrungen aus serbien und Russland führte Hyperinflation dort nicht zu Aufständen, sondern zur zerstörung der sozialstruktur,
    kriminalität, korruption.
    Steuererhöhungen führen eher zu Protesten als Hyperinflation. Von daher wäre in einem Land, wo die Regierung eine "eigene" Währung hat wie USA und UK die Wahrscheinlichkeit einer Hyperinflation größer als von Steuererhöhungen.

    nach neuesten Daten war China im Juni 2009 Netto Verkäufer von US Staatsanleihen: ca. 25 Mrd Dollar.


    http://www.cnbc.com/id/32448656


    Zwar wurden immer noch US treasuries gekauft, die machen aber inzwischen soweit ich das überschlagen habe, weniger als 10% der Neuanlagen aus. Früher waren es mal 70% der Neuanlagen.


    Brasilien hatte vor ca. 4 Wochen ca. 20 % seiner US treasuries verkauft.


    Da zeitgleich der Finanzebedarf der US regierung immer größer wird, öffnet sich eine Scheere zwischen dem Angebot und der Nachfrage.
    Spannend wird also, ob die Tricks von FED und regierung ausreichen, mit gedrucktem geld den Gap zu füllen.


    In UK ist das Staatsdefizit 2009 etwa so groß wie wie Menge des gedrucktes geldes, mit dem die Bank of England Staatspapiere kauft:


    Budget reveals public borrowing will hit £175bn this year as total government debt will rise to almost 80 per cent of GDP by 2014.
    http://www.businessgreen.com/c…uk-facing-per-cent-budget


    Die Bank of England hat ihr Aufkaufprogramm für Staatsanleihen um 50 Mrd Pfund auf 175 Mrd Pfund erhöht.


    48% aller ausgaben in UK (quelle: Konservtiver abgeordneter im eu parlament) sind staatliche Ausgaben.


    Damit kann man in UK jetzt sagen: die Hälfte der Wirtschaft des Landes wird in 2009 wird durch frisch erschaffenes Papiergeld "getragen".


    Nach zahlen von telegraph.co.uk hat bisher ca. 10 mrd. kapital das land verlassen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass es auch deutlich mehr ist. (oder mehr wird).


    Um es ganz ehrlich zu sagen: wie es genau passiert, dass plötzlich das geld "weis", dass es ungedecktes Papiergeld ist und inflationär wirkt,
    das weis ich nicht.
    Als die römischen Kaiser den Silbergehalt der Münzen durch weissgewaschene Bronze ersetzten oder im 15. Jh. süddeutsche und österreischie Münzherren den Goldanteil der Münzen senkten und den Kupfernanteil erhöhten, da war das optisch erstmal nicht erkennbar.
    Aber in beiden Fällen wurde die Wirtschaft zerstört und Geldbesitzer enteignet.


    Was vielleicht noch hinzuzufügen ist:
    Menschen an der Gelddruckmaschine hatten oft (nicht lachen) die allerbesten Intentionen.
    Die erste Tranche der französischen Assignaten bei der französischen revolution war ein Anteilsschein auf zukünftig zu verteilenden Land.
    Das Geld und die Anleihen, dass die Reichsregierung und Reichsbank 1914 ausgaben, wurden in vollster Überzeugung ausgegeben,
    dass deutschland diesen krieg gewinnen würde und die gelder bald zurückgezahlt werden könnten.


    1914 gab es einen einzigen Abgordneten, der im Reichstag gegen die Kredite stimmte: den linken (später kommunistischen) Abgeordneten Karl Liebknecht. 1918 gab es einen solzialdemokratischen Abgeordneten, der vehement vor Inflation warnte.


    Noch ein Zusatz: dem Pfund weine ich eine Träne nach. Also wenn es unter all den Fiat-währungen eine gab, die richtig nach was aussah,
    dann das Pfund. Hübsche Farben , guter Druck, Wappen, Königin: das hat was.

    Der Otte hatte doch dieses Buch geschrieben: "Der Crash kommt"
    Und in ein 2008 aktualisiertes Vorwort zur Weltwirtschaftskrise von 1929.


    Der glaubt, dass es einen Aufschwung gibt und bringt sich in Position, dass ihm seine pessimistischen Prognosen nicht zusehr nachhängen.

    Im Studium habe ich ein klassisches Beispiel aus der Psychologie kennengelernt:
    In einem Experiment saßen 10 Probanden in einem Raum.
    An der Tafel waren zwei Striche, die fast parallel waren. Bei genauem Hinsehen konnte man aber erkennen, dass sie nicht parallel sind.


    Nun sind aber 9 der vorgeblichen Probanden in Wirklichkeit instruierte Schauhspieler.


    Jeder der „Probanden“ soll nun sagen, ob die Striche parallel sind.


    Der einzige echte Proband beginnt: er sagt, dass sie NICHT parallel sind.
    Nachdem alle anderen in der Runde sagen, die Striche sind parallel, ändert er seine meinung und schließt sich der Mehrheitsmeinung an.


    Dann jedoch „fallen“ 3 Mitlieder der Gruppe und ändern ihre Meinung:
    „wir haben uns getäuscht, die Striche sind NICHT parallel“.


    Der echte proband ändert daraufhin seine Meinung und schließt sich den drei Opponenten an:
    „das habe ich doch vorhin schon gesagt: die Striche sind nicht parallel“.


    Nach nochmaligen Betrachtungen, ändern die Opponenten ihre Meinung und sagen wieder, dass alle Striche parallel sind.


    Was passiert? Der proband ändert seine Meinung und schließt sich wieder der Mehrheitsmeinung an.


    Dass ist jetzt 20 Jahre her, dass ich das in einem Lehrbuch gelesen habe,
    aber es ist mir in Erinnerung geblieben.


    Es ist sehr sehr sehr schwer, eine Meinung gegen den Mainstream zu vertreten.
    Deswegen muss ein erfolgreicher Börsianer sich möglichst vom Mainstream abschotten:
    Sonst schafft er es nie eine eigene meinung zu bilden.


    Peinlich ist es natürlich, wenn ein Mann wie Otte heute so schreibt und morgen so.


    In dem Buch über den großen Crash, dass er selbst als eine seiner großen Inspirationen bezeichnet hat, wurde nachgewiesen, dass 1929 sich das meiste Kapital in den Händen ganz weniger menschen zusammenballte. Obwohl es nicht letztlich geklärt ist, wie alles funktioniert, ergeben sich stabile Situationen, wenn der reichtum gleichmäsiger verteilt ist (wie in den 50er Jahren), während Kapitalzusammenballungen zu Instabilitäten führen.


    Kann sein, dass derzeit ein Crash abgewendet ist: aber da alle probleme, die zu diesem Crash geführt haben, noch existieren, dürfte der Crash beim nächsten Konjunkturzyklus noch schlimmer sein. Die Schnelligkeit mit der Blasen entstehen und zerplatzen (China, Schanghai Index : 100% plus in einem Jahr, -6% an einem tag vor ein paar tagen) und die surreal hohe Staatsverschuldung und die Handelsbilanzungleichgewichte machen mich allerdings pessimistisch, dass es noch mal einen ganzen 2-6jährigen Konjunturzyklus hält.


    Dinge, die nicht immer so weiter gehen können, enden irgendwann.



    Ein stabiles System hält einiges aus: selbst wenn Bundesbanker Volltrottel sind oder der amerikanische Präsident über den Sex mit der Praltikantin lügt.
    Derzeit würde es ausreichen, wenn ein chinesischer Notenbanker irgendwo ein Fax im taxi liegen lässt,
    um den Dollar kollabieren zu lassen. Das ist alles andere als stabil.

    Der Otte hatte doch dieses Buch geschrieben: "Der Crash kommt"
    Und in ein 2008 aktualisiertes Vorwort zur Weltwirtschaftskrise von 1929.


    Der glaubt, dass es einen Aufschwung gibt und bringt sich in Position, dass ihm seine pessimistischen Prognosen nicht zusehr nachhängen.

    Erinnert Ihr Euch noch ganz dunkel, an diese Goldman Sachs Analystin, die während des Dot Com Booms wöchtenlich neue Kursziele für Yahoo, AOL und andere new econoy stars ausgegeben hat? Abby Joseph Cohen,
    Nach dem Nasdaq Crash musste sie abtauchen, ist nun aber wieder da:


    Heute auf Bloomberg, mit super optimistischen Prognosen:
    http://www.bloomberg.com/apps/…20601109&sid=a0sLU2hOmYZ0


    aus ihrer dunklen Vergangenheit:
    http://www.finanznachrichten.d…abby-joseph-cohen-009.htm


    http://blogs.marketwatch.com/c…joseph-cohen-is-a-genius/


    Es ist bekannt, dass Goldman Sachs vor 2 Jahren Analysen veröffentlicht hat, die einen Ölpreis von 250 Dollar pro Barrel prohezeit haben,
    während die Goldman Trader schon short gegangen sind.


    Es gibt manche Leute, die sind Perma-Bären und manche sind hausse-Trottel. Abby Joseph Johen meint wahrscheinlich alles was sie sagt.
    Viel interessanter das, was sie sagt, ist dass sie von Goldman Sachs wieder "rausgelassen" wurde.


    Dann dürfte die Bärenmarkt Rally vorbei sein.

    Wirtschaftsblogger Chris Martenson hat errechnet, dass die US Einlagensicherung nach der Pleite der letzten 4 Banken letzzte Woche eigentlich im negativen Bereich ist.


    With this latest series of bank closings, the DIF ratio is now solidly in negative territory. Interestingly, we might also note that insured deposits have declined for the first time since at least 1999, which is as far back as I have found data.


    http://www.chrismartenson.com/blog/fdic-broke-now-what/25274

    Nun, da sind verschiedene Methoden denkbar. Die wirksamste: Ankündigung ( :!: ), dass er bald den großen Staubsauger einschalten wird.
    Das wirkt recht zuverlässig zumindest bei denen, die Gold für ein barbarisches Relikt halten. Und das ist - sorry - die Mehrheit da draußen.
    Wer strategisch plant, der sollte diesen noch nicht ausgespielten Trumpf zumindest auf seiner Rechnung haben. ;)

    Da habe ich meine Zweifel.
    Ich habe lange darüber nachgedacht, ob Gold ein barbarisches relikt ist, aber es gibt wichtige Punkte, die dagegen sprechen,
    vor allem das chinesische Comittment zu Gold. (und das chinesische Gold-Exportverbot).
    Ich bin kein Gold-Bug: ich habe bis März 2009 noch nie Gold gehabt.
    Aber ich bin Realist.


    Man darf niemals die Erkenntnis dadurch limitieren, dass man Möglichkeiten ausschließt. Und man muß seine Erkenntnisse in regelmäßigen Abständen überprüfen.
    Falls sie falsch sind, muss man sie mitleidlos korrigieren (z,b. falsche Aktien, egal bei welchem Stand verkaufen).
    Derzeit sehe ich das größere Risiko eher darin kein Gold zu Besitzen, als Gold zu besitzen.

    aber bitte nicht mit meinem Geld - oder Gold.


    ich erinnere mich noch an unserem Mathelehrer, der uns bewiesen hat, dass Null = 1 ist.
    Er hatte in einer Variable eine Null versteckt, ohne dass man sie gesehen hat.
    dann hat er an einer Stelle seiner Ableitung durch Null dividiert, ohne dass es erkennbar war.
    Nach auflösung der Gleich kam Null = 1 raus.


    Ich erinnere mich an einen Fond mit tollen namen: Long term irgendwas, der von Mathematik-Nobelpreisträgern geleitet wurde.
    Und als der Fond pleite ging, dass halbe Finanzsystem in den Abgrund gerissen hat - und Greenspan musste damals wiede rmal die Zinsen senken.


    An das finanztechnische Perpetuum Mobile glaube ich nicht, auch nicht bei einem Gold-Fond.


    Die herausragende Eigenschaft von Gold ist neben der hohen Wertdichte das physische Inbesitznehmen, der wegfall des Counterpart-Risikos.
    wenn diese Produkteigenschaft weglasse, ist Gold nur noch eine Anlage wie viele andere Commodities.
    Ich habe lange selbst produkte entwickelt: wenn man bei einem Produkt die Eigenschaft wegnimmt, die dem Kunden am wichtigsten ist,
    ist es nonsens.
    Dass ist, als ob man einen Kaugummi entwickelt, der nur die Hälfte kostet, toll aussieht, aber einen pelzigen geschmack erzeugt.

    Wie kann man für den Dollar Bullish sein?


    Das ist Papier:
    Die Blaue Mauritius ist auch aus Papier und ihr wert steigt - WEIL SIE SELTEN ist und nicht nachgedruckt werden kann.
    Und so steigt der Wert dieser seltenen Briefmarke, obwohl sie aus Papier ist; von 1 Mio euro, auf 3 Mio euro, auf 5 Mio euro...
    Bis zu dem Tag, wo ich auf dem Dachboden die druckplatten der Blauen Mauritius finde und ein paar Tausend neue drucke.


    Nach Chart-Technik müsste die blaue Mauritius auf 10 mio steigen,
    es kann auch sein, dass 1000 Analysten bullish auf Blaue Mauritius sind:
    fundamental ist ihr Wert tot, in dem Moment, wo ich anfange zu drucken.


    Ben Bernenke hat eine Druckerpresse - und er hat bewiesen, dass er so schnell und viel Geld druckt, wie er kann.
    Wie soll das, was er "herstellt" - der Dollar - im wert steigen?

    Tipp für Deutschland:


    Ärzte und Apothekerbank: die haben alles, was man für eine Pleite braucht:
    eine Tochter in Dublin, ein ungesundes Geschäftsmodell (seit Jahren steigende Privisionen für Vertrieb von 3rd party products bei sinkendem Eigengeschäft),
    kreative Buchhaltung (die Kreditvorsorge sinkt seit 2008 dramatisch ab - wo sie bei anderen Banken steigt...),
    durch die sinkende Kreditvorsorge kommt die Bank aber 2008 nochmal in die schwarzen Zahlen und kann hübsche Boni zahlen.
    Das eigentliche Kreditgeschäft ist wahrscheinlich unkritischer als bei anderne Banken,


    Man achte in der Bilanz der APO Bank auf die kontiuierlich steigenden Gehaltszahlungen. Und auf das schlechtere Rating.

    Gold steigt auf 5.000, Dow Jones auf 20.000, der Dollar bricht ein... ich kann diesen Quatsch nicht mehr hören. Seit Jahren wird immer wieder vorausgesagt, dass der große Goldanstieg um die Ecke ist. Sogar 50.000 $/Unze werden genannt. Leute hört auf zu träumen und schaut euch die triste Realität an. Gold steht bei 930$ / 660 Euro und kommt trotz Finanzkrise nicht vom Fleck. Falls die "Krise" überhaupt weitergeht, wird Gold jedenfalls nicht das richtige Mittel sein, davon zu profitieren. Ich verkaufe meine Maple Leafs und Barren derzeit wieder Stück für Stück. Besser einen Irrtum einsehen, als ewig auf das falsche Pferd zu setzen.

    Irgendwas stimmt nicht:
    Gold, insbesondere physisches Gold, ist eine Absicherung, keine Spekulation.
    Und wer mit Gold spekuliert, kann doch mit einem ETF oder Calls arbeiten.
    Goldmünzen sind wohl nicht das richtige Objekt, um auf Sicht von 1-3 Jahren zu spekulieren.


    Wer Gold als Absicherung hat und es jetzt verkauft, ...womit soll er sich dann absichern? Mit Riesterrente?
    OK, ich für meinen Teil mit von Gold überzeugt, deswegen habe ich inzwischen mehr als nur ne Absicherung.


    Beim Gold gibt es nennenswerte Gegenspieler, die den Goldpreis gerne niedrig hätten: EZB, FED, Regierungen.
    Es gibt keinen Konzern der Welt, der gegen eine solche Phalanx von Gegner vorwärts käme.


    Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder, die Überlegungen, die dazu geführt haben, in Gold zu investieren sind falsch. Oder sie sind richtig.
    Timing ist nie vorhersehbar.
    Bei meinem besten Investment (Tele Atlas) have ich 3 Jahre gewartet, bevor sich die Aktie bewegt hat - und dann ist sie von 2,5 euro auf 25 euro..
    (da habe ich verkauft... sie ist noch weiter gelaufen...)


    Eine der stabilsten Währungen der Welt war --- das erratet Ihr nie - der somalische Schilling.


    Bei der Eroberung Mogadischus gingen die Druckplatten für den somalischen Schilling kaputt.
    Da nichts nachproduziert werden konnte, wurde er eine extrem stabile Währung, obwohl er durch niemanden unerstützung hatte.


    Das Drucken von Geld (oder das Verschlechtern des Gold und Silberanteils) hat in den letzten 8.000 Jahren immer zu Inflation geführt,
    ob zum Zusammenbrechen von Staaten und Wirtschaften.
    Die BoE hat gerade wieder beschlossen 50 Mrd Pfund zu drucken.


    Der erfahrene Fondmanager Templeton sagte: die Worte "Diesmal ist alles anders. Das sind die teuersten Worte für Anleger".
    Das Deutsche Reich hat 1914 angefangen Geld in Massen zu drucken und riesige Anleihen auszugeben: erst 8 Jahre später führte das zu einer Hyperinflation - als ausländische Anleger massiv die Reichsmark absitießen.


    Vermutlich ist Gold in Inflationszeiten nicht die beste Anlage: Platin, Silber, Acklerland, Wasser, Zucker, Kupfer, Kaffee, Kakao, Immobilien, Minenaktien - irgendeine Anlage wird sicherlich besser performen,
    aber nirgends lässt sich so viel Wert komprimieren wie bei Gold.


    Außerdem hat der Chefökonom der Kommunistischen Partei Chinas gerade gesagt, dass China statt U.S, Treasuries lieber Gold kaufen sollte.
    Und aus meiner Jugend in der DDR weis ich noch: " Die Partei, die Partei hat immer recht :) "

    Im Casino Weltwirtschaft fiel das nicht weiter auf.

    Ein älterer Artikel aus der Zeit: Als Lehmann Pleite ging, wurden für die 400 Mrd Dollar Anleihen von Lehmann ingesagt 365 Mrd Dollar aus Kreditausfallversicherungen fällig.
    Habe damals leider nicht mitbekommen, wer alles zahlen musste.


    http://www.zeit.de/online/2008…x-kreditmarkt-finanzkrise



    Als AIG pleite ging, wurde ein Großteil des Bailout Geldes gebraucht, um Forderungen aus CDS-Derivaten zu zahlen:
    nach heftigen Zetern wurden nun die Namen der Empfänger veröffentlich: Goldman Sachs, Deutsche Bank , Societe General.
    Ingesamt über 20 Mrd Dollar.


    http://www.wiwo.de/unternehmer…ur-eine-anzahlung-391031/

    Eines meiner Lieblingsthemen ist ja die Derivate-Blase, da es hier besonders offensichtlich ist, dass die Summe der fiktiven Werte größer als das mehrfache Bruttoinlasprodukt der Welt ist.
    Waren Bufet bezeichnete die CDS, die Kreditausfallversicherungen als potenzielle "Massenvernichtungswaffen" des Finanzsystems.


    Bei Aktien wird ab einem KGV von 70-90 immer öfter darüber nachgedacht und nachgerechnet, wieviele gute Jahre denn in dieser Bewertung schon eingepreist sind.
    Bei den Derivaten ist das schwieriger, das Thema ist komplexer.


    Wenn ich in einer Spielbank rasante Gewinne mache, kommt irgendwann, wenn ich 1 Mio Euro setze der Bankdirektor und beendet das Spiel.
    Das derzeitige Finansystem setzt keine Grenzen: ich kann im Casino spielen, bis ich 100 Trilliarden Dollar „erwirtschaftet“ habe. Und so lange man nur ein paar Chips an der Kasse in echtes Geld umtauschen will, kann ich mich über die 100 Trilliarden freien.


    Aber sobald irgendein Spieler einen nennenswerten Teil seiner Casino-Chips in echtes Geld umtauschen will, kommt es zum Kollaps.

    In einem normalen Casino, wäre es irgendwann aufgefallen, wenn der Croupier bei den Chips neue Nullen aufmalen muss, da die Beträge das vorhandene Spielgeld übersteigen.

    Im Casino Weltwirtschaft fiel das nicht weiter auf.

    Noch ein Wort zur Chart-Technik: es gibt hie rimmer wieder grandiose Charts: Manche davon sind gut, manche nonsens.


    Der beste Charts ist der, wo man sieht, wie sich der Goldpreis entwickelt, wenn man den Dollar inflationsindexiert.
    Da sieht mann, dass Gold 1980 mit fast 8000 Dollar nach heutiger Kaufkraft bewertet wurde.


    Fast sinnlos sind meiner Meinung nach viele Kurzfrist-Charts:
    bei einem Markt, der manipuliert ist, sagen die kurzfristigen Charts nichts verwertbares aus.
    (zumindest würde ich auf Basis von so einem Chart keine Anlage oder Spekulationsentscheidung treffen)


    Ich habe mal vor 10 Jahren bei einem börsennotierten Konzern gearbeitet:
    Ich dachte, dass die Aktien sinken müssten und habe überlegt, ob ich Puts kaufen sollte.
    Habe ich Gottseidank nicht, denn sie stiegen.


    In Focus Money stand damals: "Akzien weisen relative Stärke aus": Ich kannte den RS Faktor damals nicht: deswegen konnte ich mir das gut merken.
    Wegen der "relativen Stärke" empfahl Focus Money die Aktien zum Kauf.


    Jahre späte ram raus, dass der größte Shareholder der Firma mit einem gewaltigen Kredit die Aktie stützen wollte:
    Als der Kredit alle, war, war auch die Phase der relativen Stärke vorbei und die Aktie fiel ins Bodenlose.


    Da der Goldpreis (aus gutem Grund) manipuliert wird, sind kurzfristige Prognosen praktisch unmöglich.
    Entscheidend zu wissen wäre, wieviel Gold FED und Treasury noch genau haben, um den Goldpreis zu drücken.
    Derzeit gibt es genügend dankbare Käufer, die den "Discount" Preis von 950 Dollar gerne nutzen, um nachzukaufen.


    Langfristig gilt: niemand ist stärker als der Markt. Von daher wird der Goldpreis irgendwann steigen.

    Wurde diese News schon gepostet ?


    der drittgrößte amerikanische Versicherer hat das erste mal seit 152 Jahren Gold gekauft: für 400 Mio Dollar.


    http://www.bloomberg.com/apps/…email_en&sid=ajf0L9wTPq6Y


    Wenn ich annehme, dass sie es über 12 Monate akkumuliert haben, dürften das bei einem mittleren Preis von 28.000 Dollar pro kilo
    ca. 14 Tonnen Gold sein.
    Nach meiner Erkenntnis das erste Mal, dass "Big Money" in Gold geht.
    Vorher war Gold eine Sache von "Smart Money" (Hedge Fond, besonders gut informierte Einzelanleger).
    Gab es schon andere Beispiele, dass große institutionelle Anleger massiv Gold gekauft haben?


    Die Deutschen haben in Q1 2009 Gold in Größenordnungen von 50 Tonnen Gold gekauft,
    die weltweite Investmentnachfrage soll derzeit bei etwa 1000 Tonnen liegen.
    Der SPDR Fond soll etwa 1000 Tonnen verwalten, wobei ein Drittel davon in den Händen des Paulson/Greenspan Fonds liegt.


    Bis Mräz dieses Jahres dachte, ich, dass es bei Gold durchaus ein echtes Rückschlagpotential gäbe.
    Das schließe ich inzwischen zu 90% aus.
    Ich kann mir vorstellen, dass US Treasury und Fed kurzeitig bei krisenhaften Entwicklungen nochmal Gold auf den Markt werfen können,
    dass diese Korrektur aber kaum länger als 4-6 Wochen dauern dürfte. Der Markt hat sich an 900 Dollar pro Unze gewöhnt und alles unter 800 Dollar würde so billig aussehen,
    dass da viele, die bisher in den Wartepositionen sitzen, kaufen dürften.

    ein neuer Aufsatz: der Inhalt deckt sich mit dem, was hier im Forum gesagt, wird, interessant wird es durch die Zusammenfassung und durch den Autor, einen "Deputy Director" eines Pekinger Instituts,


    To finance the rescue package, the US government has only two choices. The first is to issue more treasury bonds, at least US$2 trillion in 2009. If the demand for US treasury bonds is unable to keep pace with the supply, their market value will decrease. As the largest holder of US treasury bonds, the PBoC will therefore suffer a significant loss. The second choice is that, if other investors are unwilling to continue to buy US treasury bonds, the Fed will become the buyer of last resort, meaning that the US government will take up the printing of bills. Unavoidably, the inflation rate will surge and the US dollar will depreciate against other major currencies. Therefore, the international purchasing power of China’s portfolio of US dollar-denominated assets will shrink markedly.


    http://www.realinstitutoelcano…no_in/Zonas_in/ARI62-2009


    First, the PBoC should stop buying US treasury bonds unconditionally.


    Ming Zhang
    Deputy Director of the International Finance Division, Institute of World Economics and Politics, Chinese Academy of Social Science, Beijing