Thai Guru's Gold und Silber ... (Informationen und Vermutungen)

  • Du verstehst mich völlig falsch!


    Um mal keinen Zweifel an meiner Auffassung aufkommen zu lassen: Wer hier einen Untergang "herbeisehnt" kann nur ein absoluter Vollidiot sein!


    Das sind nämlich diejenigen, die sich über die Folgen am aller wenigsten im Klaren sind.


    Du glaubst doch nicht im Ernst, daß ich nicht um so mehr jeden Tag genieße, je mehr Hiobsbotschaften uns aus der Finanz und Wirtschaftswelt erreichen?
    Du glaubst doch nicht etwa, daß ich lieber vor verschlossenen Supermärkten stehe als stattdessen in Urlaub zu fahren?
    Glaubst Du es macht mich glücklich, mit ansehen zu müssen, daß in meinem engsten Bekannten und Freundeskreis sich keiner findet, der ein Interesse dafür entwickelt, in Edelmetalle oder etwaige Vorsorgemaßnahmen zu investieren, bzw. nicht die Mittel dafür hat, dies zu tun?
    Kein Zweifel, über meine Lebensverhältnisse kann ich mich nicht im
    Geringsten beschweren, jedoch trage ich die Sorge mit mir herum, daß
    dies nicht von Dauer sein wird.



    Und mit den "20 Jahren" will ich hier mal klar stellen:


    Wenn sich die derzeitigen Entwicklungen noch weitere 20 Jahre dahinziehen sollten, die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht und damit der Weg für weiteren sozialen und politischen Sprengsatz weiter geebnet wird, dann ist das durchaus eine Vorstellung, die ich grauenhaft finde!


    Ich hoffe damit einige Unklarheiten beiseite geräumt zu haben!


    Eine letzte Spitze sei mir noch am Ende gestattet: Dein Beitrag gegenüber mir war nicht gerade freundlich. Aber nix für ungut... :thumbsup:


    Schönen Gruß

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson

  • Nun es wird wohl an der Gier liegen und gierig sind wir alle, sonst würden wir uns nicht in solchen Foren tummeln. Eichelburg verspricht, mit 1 Unze Gold könne man sich dann ein ganzes Häuserviertel kaufen, weils man auch 1929 konnte. Tatsächlich hat sich 1929 niemand Häuser gekauft. Was hätte er damit auch anfangen können? Häuser, die zwar Kosten, aber keinen Ertrag erwirtschaften, weil niemand das Geld für die Miete aufbringen kann. Weiters ein Staat der in solchen Krisensituationen immer mehr in die Eigentumsrechte eingreift.


    Erstens waren es 5 Unzen für ein Haus und 750 g für einen Häuserblock in Berlin in gutem Zustand.


    Zweitens weiss wirklich jeder hier, daß Immobilien in der Inflation und an ihrem absoluten Bewertungstiefpunkt absolut keinen Ertrag abwerfen, sondern nur laufende Kosten. Selbst, wenn sie vermietet sind kann man die Mieten nicht so schnell anheben, wie dier Kosten steigen......


    Das ist absolut banal.


    Und jeder, der sie noch halbwegs alle auf die Latte hat, wird in einer solchen Situation vielleicht ein Objekt zum selbst drin leben erwerben, vielleicht noch weitere, wenn er darin Angehörige oder gute Freunde unterbringen kann und wirklich erst dann, wenn die Krise ihren Tiefpunkt durchschritten hat zuschlagen, wenn dann auch etwas teuerer, aber vom ersten Moment an profitabel bzw. kostendeckend......


    30 Krügers dann für ein Haus ist immer noch billiger, als 5 Krügerränder in der Krise und 12 Monate lang 3 Krügerränder an Unterhalts- und Reparaturkosten.....


    ....oder schlimmer noch: Verwüstung und Ausschlachtung durch Besetzer, weil es ein paar Monate kaum Polizei gab......


    ...der Staat greift ein - Du Optimist. Schlimm wird es, wenn der Staat keine Macht mehr hat die Bürger zu schützen, geschweige denn "einzugreifen".


    Die Kosten und die Risiken explodieren in der Krise nämlich.


    Und die Kosten wahrscheinlich sogar noch gegen GOLD.


    Weil in der Krise die Produktion kolabiert und es zeitweise Knappheit an Baustoffen / Ersatzteilen geben wird.


    Mögllicher Weise kauft man dann für 30 von jemanden, der fünf bezahlte und 36 reinsteckte.....


    ...natürlich ein Objekt das nicht verwüstet wurde......


    Und je mehr kaputt gemacht wurde, desto besser die Chancen auf lukrative Mieten nach der Krise.....


    Alles klar?!.


    Übrigens: keiner wünscht sich die Krise... aber davon kommt oder geht sie auch nicht. Dafür sind von anderen geschaffene Fakten verantwortlich, auf die wir hier Null Einfluß haben.

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.

    2 Mal editiert, zuletzt von mesodor39 ()

  • Hallo Beowulf,


    diese Schere ging schon immer auseinander, zuletzt Ende der 90-er. Damals waren es die Aktionäre, die für diese auseinandergehende Schere verteufelt wurden. 2002 sprach dann komischerweise niemand mehr davon.


    Jetzt mit den steigenden Rohstoffpreisen geht sie augenscheinlich wieder auseinander. Dieser auseinandergehenden Schere kann jeder entkommen, indem er statt ins Sparbuch in Gold/Silber investiert. Aber die wenigsten machen sich Gedanken über Investmentfragen, wie du richtig erkannt hast. Sie dürfen sich dann auch nicht beklagen. Der Unterschied zwischen Armen und Reichen besteht darin, dass sich Arme in Ihrer Freizeit allen möglichen Vergnügungen hingeben, Reiche sich hingegen in Ihrer Freizeit mit Ihren Investments befassen.


    Sorry, wenn ich gestern etwas schroff rübergekommen bin. Du hast gute Ansätze und solltest dich öfter mal hier zu Wort melden Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum :)


    Gruß, SilVisconti

  • man liest das überall: die Schere geht auseinander .. die Reichen werden immer Reicher ..
    wenn ich andere Länder betrachte, komme ich zum Schluss, dass ich kaum ein Land finde,
    in dem die Reichen (also der obere Mittelstand, die Besserverdiener, die kleinen Vermögen..)
    stärker besteuert werden, mehr Sozialabbau spüren. Und gleichzeitig ist diese Gruppe am stärksten
    betroffen von der Inflationierung der Vermögen (wenn sie, wie richtig beschrieben wird, nicht
    in diesem Forum gelernt haben :sleeping: . Quellensteuer auf Inflationsgewinne empfinde ich z.B. als Enteignung)
    Und gleichzeitig die untere Schicht kaum irgendwo besser das steht als in Deutschland mit dem ach so
    menschenverachtenden Harz4. Dass das grosse Füllhorn nicht mehr so gut wie früher gefüllt ist,
    ist natürlich auch wahr .. aber das Jammern geschieht in ALLEN Schichten auf hohem Niveau.



    Als Argument für Steueranhebungen für die Mittelschicht, und als Indiz für "die Schere" werden dann immer eine
    Handvoll Superreiche und Top-Verdiener wie Schrempp, Ackermann, Zumwinkel genommen ..
    (und "Ausländer "wie Quandt, Flick, an die unser FinMin sowieso nicht rankommt) in der
    Realität haben die aber gar keinen so nennenswerten Anteil am Volkseinkommen, und
    ausserdem: Superreiche sind nicht wirklich eine Entwicklung der letzten Jahre, und
    auch kein deutsches Phänomen .. oder sind hier neue Milliardenvermögen entstanden ?



    Wir diskutieren ja doch über das eigene Land, nicht über die ausgewogenen Sozialstaaten


    wie Indien, Mexiko, Russland, China .. da sollen Neu-Milliardäre schon öfters gesichtet werden !



    Lediglich die Einkommen der Industrieführer, also der Top-Manager, sind in den letzten
    10 Jahren weit überdurchschnittlich gestiegen .. nachdem sie in den vergangenen Jahrzehnten den
    Anschluss an andere Länder wie USA verloren hatten. Dass es dabei Übertreibungen gab und gibt, und
    Luschen, die das Einkommen nicht "verdient "haben .. wer stellt das in Frage? Dass 100 Top-Manager
    eine Schieflage für das deutsche Sozialgefüge sein sollen, halte ich dagegen aber für eine Realitätsverdrehung !
    Die Einkommen der mittleren Manager (IT Chef, Vertriebsleiter, Niederlassungsleiter, Aussendienst, Ingenieure),
    die sind übrigens in den letzten Jahren nicht nur stagniert, sondern durch Wegfall von Prämien,
    und ganz ausgebliebene Erhöhungen, real durchaus gesunken. Während die kleinen Einkommen,
    jedenfalls soweit Tarifgebunden, gestiegen sind. Eine Schere sehe ich zwischen den tarifgebundenen
    Einkommen, und den Billigjobs ... aber .. wäre es wirklich irgendwie machbar gewesen, jeden wie
    die VW und Mercedes Arbeiter zu bezahlen, ohne den Anschluss an die Weltwirtschaft zu verlieren ?
    Ist das in der Schweiz anders ? Ist jede Verschlechterung wirklich das Werk böser Eliten, die sich die
    Taschen vollstopfen ? Ist ein Einbruch bei den Realeinkommen von 2 oder 3 % wirklich eine Katasthrophe ?
    Oder lebt eine gesunde Marktwirktschaft nicht auch ein bisschen von Auf- und Ab-Bewegungen ?


    ++++++++++++++++++++++++++++++++
    Übrigens liest man auch immer wieder, dass es global noch nie so grosse Vermögen und so unvorstellbar Reiche
    gegeben hat .. wirklich ?? Weil Bill Gates ein Vermögen von 50 Mrd Dollar in einer 14.000 Mrd Dollar Volkswirtschaft
    besitzt .. in Russland, Indien, Mexiko dürfte der Reichtum noch gigantischer sein.


    Ich sage da nur: Reisen bildet ... man besuche mal Schloss Sancoussi .. oder eine Nummer grösser:
    den Peterhof in St Petersburg. Oder Florenz, wo die Rothschilds eine ganz Kunst-Epoche gesonsort haben,
    und Könige und Kriege finanziert haben ... das waren wohl in Relation zur Weltwirtschaft wohl viel grössere
    Vermögen als die der russischen Oligarchen oder der saudischen Königsfamilie etc etc.
    Sollten auch manche Journalisten mal überlegen, bevor man in Superlativen schwelgt!

    Einmal editiert, zuletzt von juergenlangen ()

  • Zitat

    Die Einkommen der mittleren Manager (IT Chef, Vertriebsleiter, Niederlassungsleiter, Aussendienst, Ingenieure),
    die sind übrigens in den letzten Jahren nicht nur stagniert, sondern durch Wegfall von Prämien,
    und ganz ausgebliebene Erhöhungen, real durchaus gesunken. Während die kleinen Einkommen,
    jedenfalls soweit Tarifgebunden, gestiegen sind.


    @ juergenlangen
    In deinem Post vermisse ich nur noch den Satz : und seit der Globalisierung geht es uns doch allen besser ?)
    Ja direkt peinlich ist, dass die o. a. Personengruppe (Manager u.a.) nun auch schon Einbusen zu verzeichnen hat. Während die kleinen Einkommen "gestiegen sind" ??? Der Wegfall von Weihnachtsgeld ( 13 Monatseinkommen) und der Wegfall des Urlaubsgeldes sind bei den kleinen Einkommen wegen Unerheblichkeit wohl zu vernachlässigen :wall:
    Oder bezieht sich dein Post nicht auf das Deutschland in dem wir leben?

    Wenn man die Zipfelmütze über die Augen zieht- sieht man nichts mehr

  • Schönen Dank für die Blumen.


    Ich werde in Zukunft versuchen, mich etwas deutlicher auszudrücken. :)

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson

  • Ja, das ist der Fall! :)

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    Cyril Northcote Parkinson

  • Oder lebt eine gesunde Marktwirktschaft nicht auch ein bisschen von Auf- und Ab-Bewegungen ?


    Du meinst damit sicherlich: - mal ein paar Millionen Arbeitslose, mal ein paar Millionen offene Stellen?
    Oder: - heute setzen die Mächtigen ihre eigenen Interessen durch, morgen setzen sie sich dann für die Interessen des Prekariats ein?


    Findest du wirklich, dass unsere Marktwirtschaft, die ja auch ein Teil der Weltwirtschaft ist, gesund ist?


    Falls ja, wie definierst du das?


    gruß goldzeit

  • @ juergenlangen


    Dein Beitrag ist natürlich richtig!


    Dennoch würde ich vorsichtig sein, die Top-Manager als Alleinschuldige zu brandmarken und erlaube mir, Deinen Beitrag etwas zu ergänzen.


    Meines Erachtens handelt es sich vielmehr um den Versuch eines geschickten Ablenkungsmanövers, denn ich vertrete die Auffassung, daß wir wahrscheinlich in eine schwierige Zeit eintreten werden, in der sich unsere wirtschaftlichen und politischen Führungsriegen für eine eventuell auftretende Misere mit gegenseitigen Schuldzuweisungen geradezu überhäufen werden.


    Denn, die Top-Manager und auch die Spekulanten tun formell gesehen nichts illegales. Natürlich ist es moralisch verwerflich, sich die Hosentaschen nach belieben vollzustopfen und die Arbeitergemeinschaft mit neuen Entlassungswellen vor den Kopf zu stoßen.
    Genauso verwerflich ist es auf Grundnahrungsmittel zu spekulieren.


    Aber:


    Ist es nicht so, daß diese Menschen nicht mehr tun, als den gesetzlichen Rahmen (mehr oder weniger) auszunutzen?
    Hat die unterschiedliche globale Gesetzeslage für Manager nicht erst den Weg dafür bereitet, sich den einheimischen Gesetzen zu entziehen,Schlupflöcher zu erschließen und sich nach Belieben den Seckel vollzustopfen?
    Hat es unsere hochgepriesene Globalisierung und der Superstaat Europa nicht erst ermöglicht weltweite Finanz- und Rohstoffwetten auf einfachen Wegen durchzuführen?
    Ist es nicht so, daß unsere Regierungen diesem exzessiven Treiben tatenlos zusieht und sich ab 2009 mit der Abgeltungssteuer sogar an diesen Spekulationsgewinnen klammheimlich selbst beteiligt?
    So nach dem Motto: Geht ihr mal schön spekulieren und riskiert euer Geld und wir werden im Falle eines Gewinns mit 25% beteiligt (und das ohne jedes Risiko).


    Wer hat uns diesen Mist den eingebrockt?
    Wenn unser Bundes-Glos die OPEC Staaten besucht und unverblümt den auf ihn schielenden Kameras erzählt: "Die Spekulanten sind am Ölpreis schuld!"


    Dann fällt mir nur ein Wort ein: Heuchelei!


    GN

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson

  • @ juergenlangen In deinem Post vermisse ich nur noch den Satz : und seit der Globalisierung geht es uns doch allen besser.


    => Den nimmt er demnächst als Abbinder. Wäre sehr konsequent. Er glaubt daran auch wirklich. Und vielleicht hat es in den letzten 30 Jahren sogar gestimmt (älter ist die massenhafte Globalisierung de facto nicht). PeakOil wird sie beenden - ob es uns passt oder nicht. Dann erübrigen sich diese etwas undifferenzierten und akademischen Diskussionen über die Vorteile der Globalisierung. Es profitieren von Jahr zu Jahr weniger Menschen davon. Die Unter-und zunehmend die Mittelschicht spürt täglich, was sie an "ihrer" Globalisierung hat. Das ist eine Diskussion mit Verfallsdatum.


    Zitat

    {mesodor} Übrigens: keiner wünscht sich die Krise... aber davon kommt oder geht sie auch nicht. Dafür sind von anderen geschaffene Fakten verantwortlich, auf die wir hier Null Einfluß haben.


    => Genau so ist es. DAS ist der Satz, der eigentlich als automatischer Abbinder vom System unter alle unsere Beiträge in den Crash- und Collapse-Threads gesetzt werden sollte. Dann hörte das naive Geblubber der "Gegenwarts-Extrapolierer" endlich auf und ihre Vorwürfe an uns "Crash-Junkies"

    Erst wenn die letzte Bank pleite, der letzte Staat ruiniert, die letzte Währung wertlos geworden ist, werdet Ihr merken, dass man Gold nicht drucken kann.

  • : und seit der Globalisierung ..

    da liegt der Denkfehler ..
    Globaliserung ist nämlich nichts, was jemand erfunden, eingeführt oder beschlossen hat ..
    genausowenig wie man dagegen etwas unternehmen kann, abschaffen oder oder

    .. und Zeitverschwendung, das gut oder schlecht zu finden


    die Globale - globalsierte Welt ist einfach die Rahmenbedingung, in der wir leben.
    natürlich war das vor der Dampfschifffahrt, den Autobahnen und vor
    Internet/ Telekom anders ...
    aber der Planet Erde (Globus) war schon immer EIN Planet


    Das andere Thema ist die Marktwirtschaft .. ich kenne keine Alternative ...
    also mache ich mir Gedanken, wie man sie verbessern kann, Fehlentwicklungen korrigieren kann,
    aber nicht, ob Sozialismus oder Planwirtschaft oder Muschelgeld vielleicht besser wäre.


    Diskutieren kann man, ob man ein bisschen mehr oder weniger regulieren lassen sollte ..
    und da komme ich zum Schluss, dass ein bisschen weniger den Politikern zu überlassen besser wäre
    (wobei ich mir der Zustimmung hier ziemlich sicher bin) ... nur beim logischen Schluss kann mir keiner
    folgen: wenn keine Planwirtschaft, und weniger EU/nationale Bürokratie ... dann heisst das mehr dem
    Markt überlassen ... oder gibt es einen anderen Weg ?



  • weniger den Politikern zu überlassen

    Aus Sicht eines Europäers ist das wohl richtig. Gehen wir jedoch mal zu anderen Teilnehmern dieses grossen Spieles, dann sieht es schon anders aus.


    Nehmen wir China als Global Player:


    Zunächst einmal haben wir hier nicht die erste Globalisierungswelle in unserer menschlichen Geschichte. Genau genommen hat die Globalisierung vor über 2000 Jahren während der Han-Dynastie mit der Seidenstrasse in China begonnen und hat dann rund 800 Jahre später in der Tangzeit, durch die entsprechende Politik der damaligen Kaiser eine Blütezeit erlebt. Waren, Glaube, Know-How, Wissenschaft, etc. wurden rege zwischen Ost und West ausgetauscht. Vieles wurde auf der gesamten Strecke vereinheitlicht - Zahlungsmittel war z.B. die chinesische Bronzemünze. Die heutige Stadt Xi An, damals Chang An, war die erste Millionenstadt in der menschlichen Geschichte - zudem eine Multi-Kulti-Gesellschaft. Das wirtschaftliche und kulturelle Nomadentum hat also eine lange Geschichte. Mit der Mongolenherrschaft, in Zentralasien mit der Tyranei von Timur und später in der Ming-Dynast durch die Verlagerung des Handels via Ozeane hat die Seidenstrasse stetig an Bedeutung verloren. Bis hin, dass China seine glorreichen Zeiten im 19 Jh. dann endgültig hinter sich hatte. Danach begann die vorletzte grosse Globalisierung. Die Qing-Herrscher waren schwach und liessen sich ab Mitte des 19 Jh. durch die westlichen Imperialisten unterjochen - bis sie nichts mehr zu melden hatten und schlussendlich zum Sturz der letzten Dynasty wesentlich beigetragen haben. Ähnliches trug sich in weiten Teilen des eurasischen Kontinentes zu. In Shanghai waren alle wichtigen Branchen in ausländischer Hand, es wurde viel Geld verdient während sich die Chinesen, egal ob unter Jiang Kaishek oder Mao Zedong, im Bürgerkrieg und später im anti-japanischen Krieg zermürbten. Am 01. Oktober 1949 wurde die Globalisierung einfach abgeschafft und alle Ausländer mussten raus.
    Die 100 Jahr hat China nicht vergessen.
    Seit der Öffnungspolitik empört man sich, wie die Pekinger Politiker den Weg für Investitionen in China zwar ebnen, aber rigoros bei JVs, etc. die Entscheidungshoheit den chinesischen Partner zuspricht. Auf dem Papier hat sich das zwar mittlerweile geändert, aber in der Praxis wird es nicht umgesetzt - the chinese way - eben. Deng Xiao Ping hat gesagt: "wenn man das Fenster öffnet, dann muss man auch damit rechnen, dass Fliegen rein kommen"... Viele Fliegen haben sich dann gewundert, dass sie ziemlich schnell in einem umgestülpten Wasserglas endeten. Hand drauf und sorgsam wieder draussen aussetzen.
    Lange Rede, kurzer Sinn, ich will damit Beispiele bringen, dass
    - die Globalisierung nicht neu ist
    - die Globalisierung nicht umkehrbar ist
    - die Globalisierung inklusive Marktwirtschaft durchaus sinnvoll von Regierungen reguliert werden kann.
    Wäre Peking schwach gewesen und hätte man die Fliegen (bei uns sind es glaub' Heuschrecken) machen lassen, dann würde China heute schlecht da stehen.


    Zum Schluss nochmal zum Anfang: warum ist die obige Aussage für Europäer eher richtig? Vielleicht, weil unsere Regierungen in vielen wichtigen Bereichen schwach sind und wenig Ahnung von Weltgeschichte haben, aber eben diese schreiben wollen.


    Anfang der 70iger hat Deng Xiao Ping einmal Mao folgendes ins Gesicht gesagt:


    "WER DEN LOKUS BESETZ HÄLT, OHNE ZU SCHEISSEN, SOLLTE IHN LIEBER RÄUMEN"


    ...das war ein Teil seiner Fahrkarte zur Strafarbeit in eine Traktorenfabrik im Süden.

    Politische Tätigkeit ist das Bohren von Löchern in den Boden eines Bootes. (Dwight. R. Lee, Ökonom)

    3 Mal editiert, zuletzt von Kassandra ()

  • Wenn der 3te "Bürgermeister" in Erfurt als Staatsdiener und als "Oberaufseher der staatlichen Gartenbaubetriebe" mal so ca. 150 Mitarbeiter "einweisen" muss, so finde ich sein Gehalt von ca. Euro 220.000,00 im Jahr so oder so bedenklich.


    Die Sendung Frontal hat diverse Leistungskosten der Steuerzahler aufgezeigt, wo wir Steuerzahler einfach so Gehälter zahlen, die wir freiwillig an diese Staatsdiener nie zahlen würden. Diese Gehälter sind in der freien Marktwirschaft auch nicht mit Beziehungen erreichbar.


    Die Gehälter der deutschen AG-Vorstände sind daher von den Nervenärzten auch beanstandet worden, denn man muss ja soviel Geld auch ertragen können. Der Esser spielt z.B. nun in der Sandkiste (ganz ohne Betreuer!).


    Der DGB hat auch was vom Kaiser und der DFB so oder so. " wir können nur kämpfen".


    Rohstoffe wie Öl und Gas müssen verteidigt werden, damit nicht Banausen 25 Liter auf 100 Km. verschwenden. Diese "möchte gerne was Sein" haben immer ne große Klappe und nen großen Auspuff. Wie die Regierungsvertreter auch. Z.B. Frau Merkel im Golf, würde mir als Wähler völlig reichen.


    Haben wieder Alle vergessen: WIR SIND DAS VOLK

    Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist.
    (Victor Hugo 1802-1885 Philosoph)

    Einmal editiert, zuletzt von Ersatzkasse ()

  • Das ist wohl richtig, dass bei uns wahrscheinlich alles zu überzogen und aufgebläht ist. Ein chinesischer Spitzenpolitiker liegt, meines Wissens, etwa in der Lohnklasse wie Papst Benedikt - dazu kommen noch identische Privilegien wie unsere Staatsdiener sowieso noch haben. Ich bin nicht von Neid zerfressen, für mich gilt grundsätzlich gute Arbeit soll gutes Geld bringen.


    Allerdings sehe ich nicht, dass wir Öl und Rohstoffe "verteidigen" müssen. Wir sind eigentlich ein innovatives Völkchen, das doch ganz Gutes zu Stande gebracht hat. Die Softlösung sehe ich in neuen Entwicklungen, die uns eine gewisse Autarkie zurück bringt. Was man im "Kleinen" erlebt, gilt doch auch für den grossen Rahmen. Sch..ss-Situation, wenn man nur noch von anderen abhängig ist und sich (selbstverschuldet) in allen Bereichen versklavt hat. Das war und ist z.B. auch ein Fehler bei uns im Lande, dass man im Siegestaumel als "Exportweltmeister" zu existieren, die Binnenkonjunktur völlig vernachlässigt. Früher war ein ganz anderes Qualitätsbewusstsein in unserem Volk vorhanden... dann war plötzlich Geiz geil und Aldi salonfähig. Das lässt sich nur mit Billigimport durchführen.


    Ja, wir sind das Volk. Allerdings sagt man doch auch über uns
    Deutschen, bevor wir zur Revolution gehen, lösen wir noch eine
    Bahnsteigkarte.




    So stellt sich für mich die Frage, wo liegt unsere Schmerzgrenze?



    ...und irgendwie sind wir im falschen Thread... jetzt :boese:

    Politische Tätigkeit ist das Bohren von Löchern in den Boden eines Bootes. (Dwight. R. Lee, Ökonom)

  • Wobei ich mich eigentlich schon frage, wie bei einer Rezession die Rohstoffe außer der PGM´s steigen sollen, ... .Eher weniger, zumindest vorübergehend (1-2 Jahre).

    Gegen die Treffergenauigkeit der GSF-Foristen sind die ANALysten der Banken blutige Laien, wenn nicht noch Schlimmeres.
    Glückwunsch @ gutso!
    P.S. Wer hat behauptet, dieser Thread wäre dichtgemacht worden? :P

    Gold bringt keine Zinsen, also: Kauft Kriegsanleihen ... ähh ... MeFo-Wechsel ... ähh ... Sondervermögen ...!

    Einmal editiert, zuletzt von trenntWände ()

    • Offizieller Beitrag

    Weiss jemand, was mit Mogambo los ist? Ist er angesichts der Ereignisse der letzten Monate vom Schlag getroffen worden?


    Letztes Editorial (von nur 2 im ganzen Jahr 2008 ) auf 321gold ist von anfangs 2008. Im Jahre 2007 gab es noch über 30 Editorials.


    Seine wild ironischen Kommentare fehlen mir....


    Lucky

    "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
    "Die meisten Politiker sind ja Vollidioten! Schmeißt diese Idioten RAUS!" Marc Faber, Schweizer Finanzanalyst, Thailand, nach einem Bier...
    "The whole game is rigged" Gerald Celente

    Einmal editiert, zuletzt von LuckyFriday ()

  • Weiss jemand, was mit Mogambo los ist? Ist er angesichts der Ereignisse der letzten Monate vom Schlag getroffen worden?



    Lucky


    Der und die Klappe halten? Ausgerechnet jetzt? Nein, er ist bestens in Form. Regelmässig nachzulesen z.B. in der sehr empfehlenswerten "Asia Times".
    Zuletzt:


    http://www.atimes.com/atimes/others/mogambo.html



    grüsse
    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()

    • Offizieller Beitrag

    ich danke herzlich, mamba und auratico :D :thumbsup: [smilie_blume]


    Mein WE ist gerettet, sogar wenn die Partnerin gleichzeitig Migräne, die Tage und Besuch von ihrer besten Freundin hätte :P .


    Lucky

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    "Die meisten Politiker sind ja Vollidioten! Schmeißt diese Idioten RAUS!" Marc Faber, Schweizer Finanzanalyst, Thailand, nach einem Bier...
    "The whole game is rigged" Gerald Celente

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