Der Ordnung halber - mein Depot

  • Danke Wolfgang :thumbup: Das ich letzte Woche vor dem Einbruch quasi punktgenau komplett verkauft habe, war natürlich auch Glück dabei....aber halt auch jahrzehntelange Erfahrung an der Börse....war eine traumhafte Fahnenstange die einfach wie immer zusammenfallen musste. Ich trade normalerweise nicht, aber das war mir dann doch zu heiss(gelaufen). Hab wieder 1/3 investiert....der Rest wartet noch an der Seitenlinie.

    Gerne würde ich auch Silber physisch kaufen, aber das ist immer so eine Sache mit der Lagerung.


    Schönen Tag

  • Also die Volatilität bei Silber ist schon bemerkenswert......habe ich so seit meinen Anfängen - und das ist schon lange her - noch nicht erlebt. Den nächsten Kauf erwäge ich um die 70$ rum, wenn wir da noch hinfallen sollten. Wenn nicht belasse ich es bei der Anfangsposition Silber die ich gesetzt habe und mit der ich immer noch im Plus bin......der Rest geht in Gold und Kupferminenaktien bzw. entsprechenden ETF......bei Silber ist aktuell würfeln vielversprechender.


    VG

  • Ich konnte mich heute vormittag doch nicht zurückhalten und habe die beiden Silberminen, die ich am vergangenen Freitag - leider etwas zu früh - je zur Hälfte zurückgekauft habe, nun wieder auf die ursprüngliche Positionsgröße aufgestockt.


    Es war dann doch zu verlockend. Immerhin ist Silber in der vergangenen Nacht bis auf 64 USD abgerutscht, was dann praktisch eine Halbierung innerhalb weniger Tage bedeutet (wenn man die 128, die ich China erreicht wurden, als Maßstab nimmt). Die 128 sind in meiner Erinnerung hängengeblieben, und ob es ein paar Dollar mehr oder weniger waren, ist auch egal. Und da mir zu Beginn der vergangenen Woche aufgefallen war, dass die Minenaktien den enormen Aufwärtstrend der Metall nur noch sehr verhalten mitmachten ... und ich nun den Eindruck habe, dass sie sich beim Abwärtstrend der Metalle doch relativ wacker halten ... riskiere ich es mal. Außerdem: Eine Halbierung des Silberpreises ist schon mal ein Wort. Es sollte doch nun wohl zumindest eine Gegenreaktion geben. Und überhaupt: Sollte sich der Silberpreis auch nur auf dem aktuellen Niveau halten, sollten die Bilanzen der Silberminen in diesem Jahr grandios ausfallen. Das zu meinen Überlegungen.


    Zum Öl: Ich habe nun auch eine Royalty-Aktie in mein Depot genommen: Viper Energy (A41F4Y). Das Unternehmen expandiert relativ aggressiv, verdaut derzeit noch Übernahmen und möchte den Großteil des Cashflows an die Aktionäre ausschütten. (Ich finde Royalty-Gesellschaften prima, weil sie nicht die Risiken und Kosten des operativen Geschäftes tragen. Auch zahlt Viper Energy im Gegensatz zu den großen Edelmetall-Royalties eine ordentliche Dividende, was m.E. für alle Öl-Gesellschaften ein absolutes Muss darstellt. Daher habe ich Viper als Ergänzung und Abrundung meines Öl-Engagements hinzugefügt.)


    Auch würde es mich überhaupt nicht wundern, wenn die Explorationsaktivitäten in sachen Öl wieder deutlich zunehmen, sobald der Ölpreis merklich anzieht, worauf ich ja spekuliere. Daher hat nun auch Transocean (A0REAY) den Weg in mein Depot gefunden.


    Valueman: Ich hoffe, es ist i.O., wenn ich ab und an in Deinem "Faden" etwas zu meinen Aktivitäten schreibe.

  • Ich habe mich heute von sämtlichen restlichen und jüngst in kleinem Rahmen nochmal hinzugekauften Gold- und Silberminen-Investments getrennt. Die Royalty-Aktien werde ich behalten. Hier stichwortartig die Gründe, die mich zum Verkauf der Aktien der Minen-Betreiber bewogen haben:

    1. Viele Manager haben über viele Jahre enttäuscht, indem laufend Kapitalerhöhungen vorgenommen wurden, wodurch die Kapitalstruktur verwässert wurde. In der Zeit stiegen damals die Förderkosten, während die Metallpreise nicht oder nur moderat stiegen.

    2. Es hat einen enormen Kursaufschwung in kurzer Zeit bei Gold und Silber benötigt, bis - z.B. von Coeur Mining und von First Majestic - gute Quartalszahlen präsentiert wurden.

    3. Derartige starke Kursgewinne bei Gold und Silber erwarte ich nun erstmal nicht. Im Gegenteil: Ich erwarte, dass die Förderkosten steigen, was dann wiederum entsprechend auf die Bilanzen durchschlagen wird. (Wegen der Verwässerung der Papierwährungen habe ich ja im Edelmetall-Bereich investiert. Diese Verwässerung geht m.E. munter weiter, so dass auch die Förderkosten wieder deutlich steigen dürften. Meine Vermutung ist, dass die jüngsten Preissteigerungen bei Gold und Silber auch(!) ein Vorlauf bzgl. weiterer Kaufkraftverluste bei den Papierwährungen waren.)

    4. Ich rechne damit, dass dann wieder das altbekannte "Spielchen" weitergeht: Aktionäre werden vertröstet und es finden Kapitalerhöhungen statt. Was bleibt, sind in dem Falle dann wieder Hoffnungen auf steigende Gold- und Silberpreise. Kurzum: Wir könnten in diesem "Kreislauf" wieder bei obigem Punkt 1 landen. (Die erhofften Kursanstiege bei den Minenaktien haben wir nun gesehen, und jetzt lautet die logische Konsequenz für mich, Abschied von Minenbetreibern zu nehmen.)


    Oder anders ausgedrückt: Auch wenn Gold und Silber weiter steigen, dann werden die Quartalszahlen nicht wirklich besser, falls meine Vermutung steigender Förderkosten sich als korrekt erweist.


    Insgesamt habe ich diese Entscheidung natürlich auch im Rahmen meiner persönlichen Gesamtsituation getroffen: Die Royalty-Aktien sind durch die Kursanstiege nun sehr große Positionen in meinem Depot, und gemeinsam mit dem Physischen bin ich noch immer deutlich überproportional im Edelmetall-Sektor unterwegs. Ich kann also trotz des Verkaufs gut schlafen. Außerdem habe ich nun wieder höhere Cash-Reserven, die ich vermutlich in den ein oder anderen dividendenstarken Titel stecken werde.

  • Flenzburg: Danke für deine Einblicke. Ich finde das hätte locker einen eigenen Thread verdient. Willst du nicht mal einen aufmachen? :)

    Ja, das könnte ich wohl machen. Allerdings sind die Themen Kapitalerhöhungen und Kostensteigerungen bei der Förderung ja nicht unbedingt speziell, sondern dermaßen übergreifend, dass es einiges an Überschneidungen mit Threads zu einzelnen Minenaktien geben würde - da ist die Diskussion darüber u.U. besser aufgehoben, weil die verschiedenen Aktien ja auch unterschiedlich stark betroffen sind.


    Und: Ich für meinen Teil habe nun im Prinzip schon alles dazu geschrieben, was ich dazu zu sagen habe, und weil ich wohl auch nicht mehr in Minenaktien investieren werde, ergibt das Thema für mich keinen wirklichen Sinn mehr. (Das hatte ich schonmal irgendwo geschrieben: Ich werde meine Royalty-Aktien noch behalten, da Kostensteigerungen für diese kein Thema sind und bei ihnen auch nicht soviel schiefgehen kann. Ich habe immer die "Drei Großen" (WPM, RGLD, FNV, also quasi "die Originale") bevorzugt, weil diese über die meisten Erfahrungen verfügen und auch größere Brocken wuppen können, wie man jüngst an der Vereinbarung zwischen WPM und BHP sehen konnte.)


    Wenn Du möchtest, kannst Du gern einen Thread dazu aufmachen und natürlich auch meine Überlegungen zu dieser Thematik mit reinnehmen.

  • Royalty-Aktien noch behalten, da Kostensteigerungen für diese kein Thema sind und bei ihnen auch nicht soviel schiefgehen kann.

    Der Gedanke hat mich die letzten Tage auch beschäftigt. Mal sehen, es gab Zeiten, da führten eine Wheaton, eine Franco-Nevada und eine Royal Gold den Sektor an, indem sie als Erste Stärke zeigten.


    Jim Sinclair war großer Fürsprecher des Royalty-Modells, wies immer auf obigen Sachverhalt (Sektor-Leaderschaft) hin, und nicht zuletzt hatte er mit seiner (später) Tanzanian Royalty Corp. das Gleiche vor.


    Leider kam es anders... siehe hier: RE: TRX Gold Corp. TNX / TRX (TSX / NYSE)


    Gruß,

    GL

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

    3 Mal editiert, zuletzt von GermanLong ()

  • Hallo valueman,


    was hältst Du von Texas Pacific Land? Ich finde den Royalty-Ansatz genial. Die jüngsten starken Kurssteigerungen dürften damit zusammenhängen, dass man nicht nur mit Öl, Wasser, Pacht usw. Geld verdienen möchte, sondern auch mit der Bereitstellung von Rechenleistung für KI. Ich ärgere mich darüber, dass ich nicht früher auf dieses Unternehmen aufmerksam geworden bin, da ja Royalties und seit einiger Zeit auch Öl meine bevorzugten Investments sind. Kaufen werde ich die Aktie jetzt nicht mehr, weil bereits zuviel Optimismus im Kurs steckt.


    Was KI betrifft: Hier ist die Nebius Group mein Favorit. Zwar sehe ich, dass auch in den Kursen vieler KI-Aktien bereits viel Phantasie steckt, aber ich denke, dass der Optimismus bei Nebius Group absolut berechtigt ist: Während an der Wall Street in den vergangenen Wochen Skepsis gegenüber KI-Aktien herrschte, weil sehr hohe Anfangs-Investitionen erforderlich sind, ist Nebius Group eines der Unternehmen, das von diesen Investitionen profitiert.


    Konkret: Man stelle sich den KI-Trend wie einen Goldrausch in der Wildnis vor: Viele Unternehmen stecken ihre Claims ab, und kein Mensch weiß vorab, welches Unternehmen fündig werden wird. Daneben gibt es andere, die einfach nur die Infrastruktur bereitstellen - die Infrastruktur, die von allen anderen benötigt wird, also Spitzhacken, Schaufeln und Siebe sowie im Zweifel auch Bars und Bordelle. Die wenigsten Goldschürfer sind reich geworden. Die meisten haben ihr weniges Geld in die Ausrüstung gesteckt und das wenige gefundene Gold in Bars und Bordelle gebracht - deren Betreiber sind sehr erfolgreich gewesen und hatten doch praktisch ein narrensicheres Geschäft.


    In diesem Sinne zurück zu Nebius. Drei Dinge sind es, die Nebius zu meinem Favoriten machen:

    1. Das Unternehmen erhält von seinen Kunden Vorauszahlungen, muss sich also entsprechend nicht bzw. nicht so hoch verschulden und kann Kapitalverwässerungen aus dem Wege gehen.

    2. Neben der Infrastruktur hat Nebius auch eigene Software. Ich kann mir gut vorstellen, dass manch Kunde gern "alles aus einer Hand" haben möchte.

    3. Nebius hat russischen Ursprung (ist aus Yandex hervorgegangen): Ich habe starken Bezug zur Informatik: Die wenigen Ingenieure und Informatiker, die aus der ehemaligen Sowjetunion in den Westen gekommen sind und die ich kennenlernen durfte, haben eine für mein Verständnis grundsolide Ausbildung genossen - sie gehören zu den Besten.


    Falls Du Interesse an KI-Aktien hast: Was hältst Du von meinen Überlegungen?

    Einmal editiert, zuletzt von Flenzburg ()

  • Guten Morgen Flenzbug,


    im Minenbereich halte ich nach wie vor nur 4 Positionen

    -A12CCM

    -A2T0VS

    -A0M4ZR

    -AZDRBP


    Damit fühle ich mich dort ausreichend vertreten.

    Sollte es nochmal abtauchen, würde ich nachkaufen. An große Kapitalerhöhungen bei den Etablierten rechne ich aktuell nicht, da die die Taschen mehr als voll haben. Ich denke jedoch, dass die Großen sich über kurz oder lange noch die restlichen verbliebenen guten Explorer und Juniors einverleiben werden.

    Die Förderkosten steigen bestimmt, allerdings ist der POG noch nicht da wo ich denke dass er hingehen kann. Man sagt ja immer die Hausse nährt die Hausse. Wenn der Trend der Zentralbanken zum aufstocken anhält wird keine große Entlastung des Preisdrucks stattfinden.

    Mit KI hab ich mich schon beschäftigt, allerdings bisher nicht mit den von dir Genannten. Mal schauen, vielleicht ist mir am Wochenende langweilig😉

    Vom Plan her bin ich in drei Jahren fertig mit Arbeiten.....von daher ist mein Gesamtdepot eher auf Ertrag ausgerichtet mit striktem Risikomanagement. Es befinden sich also gute Dividendenaktien im Depot. Dann noch physisch Gold (Da hast Du recht, damit schlafe auch ich wunderbar), ein paar Anleihen zwei Immobilien und eben das Risikokapital zu denen ich u.a. die Minenaktien zähle. Auf aktuellem Niveau sammle ich gerade auch noch ein bisschen Bitcion ein.

    Danke für Deine Einblicke, Gedanken und Anregungen, das motiviert mich über meinen Tellerrand rauszuschauen.

    Bis bald.

  • Darf ich Euch beide mal was fragen:


    - seht ihr die Minenaktien tatsächlich so negativ? Was ist aus "10 Jahre Rohstoff-Dekade" geworden?


    - Ich bin seit der Finanzkrise 2008 sehr rohstofflastig aufgestellt, und warte (seit Jahren) auf einen Einbruch der Standard-Aktien, um dann einen Teil in gute Div.-Papiere umzuswitchen...Ist das einfach nicht Euer Ansatz, oder bin ich hier auf dem Holzweg?


    Danke für Eure Einschätzung (bin auch kurz bzw. ein paar Jahre vor der Rente- je nach Investmententwicklung ;O)

  • Hallo valueman,


    die "vollen Taschen" der Großen und eventuelle Übernahmen hatte ich gestern gar nicht auf dem Radar. Richtig - mit weiteren Übernahmen ist zu rechnen. Mit dem Thema Übernahmen befinden wir uns aber in einem Bereich, der mich gar nicht interessiert - da unkalkulierbar und unberechenbar.


    Die vielen Jahre, die seit meinen ersten Käufen von Minenaktien vergangen sind, kommen mir nachträglich ziemlich stressig vor. Und vor allem: Gebracht haben die Investments - relativ! - nicht wirklich etwas, denn trotz der herausragenden Performance meiner drei Royalties haben die Aktien (einschl. Royalties) mir einschließlich der mickrigen Dividenden prozentual weniger Rendite gebracht als das Physische. Mit dem Arbeiten bin ich auch bald durch - entsprechend älter bin auch ich geworden, und diesen Stress mit Minenaktien und irgendwelchen "gemanagten" ETFs möchte ich mir nicht mehr antun. (Mein Alter, die Erfahrungen, der Stress, die finanzielle Situation insgesamt ... das alles hat mich bewogen, den Fokus auf gute Dividendenzahler aus unverzichtbaren und niedrigbewerteten Branchen zu legen.)


    Was eventuelle Langeweile betrifft: Da kann ich vielleicht abhelfen: Unter dem Link unten findest Du m.E. brauchbare Analysen zu der von mir bereits erwähnten Nebius Group. Ich bin bei dieser Aktie überaus optimistisch. Irgendwie inspiriert mich das Geschäftsmodell auf eine Weise ... so habe ich das letztmalig empfunden, als mir seinerzeit Wheaton P.M. und Co. über den Weg gelaufen sind. (Ich fand den Ansatz damals sofort brillant, da sichere Erträge mit geringem Aufwand und geringen Risiken verbunden waren/sind. Nur Geduld musste/muss man bringen. Und jetzt wirkt der Zinseszinseffekt bei diesen Investments so richtig. Ich nehme an, dass es in Deinem Posting nicht AZDRBP heißen sollte sondern A2DRBP, also Wheaton P.M.)


    Hier der Link:

    Northwise Project
    Northwise produces long-form, fundamental research in tech designed to help investors think clearly about businesses, not react to headlines.
    northwiseproject.com


    Unter "Research" findest Du frei verfügbare Analysen. Da kommen zu den analysierten Unternehmen immer wieder verschiedenste Aspekte zu Sprache, an die man nicht unbedingt selbst denkt. Na ja, ist klar ... deshalb liest man ja auch und tauscht sich aus. An Nebius reagieren sie sich neuerdings so richtig ab und analysieren neben dem Unternehmen insgesamt (das war im November) auch die einzelnen Datenzentren, die Software, die Beteiligungen und - soeben erst gesehen und noch nicht gelesen - "Nebius Robotics Strategy". Der "Premium"-Bereich ist Abonnenten vorbehalten, aber hier ist Nebius auch nicht dabei.


    Die Webseite konzentriert sich übrigens auf Software, KI, Fintech usw. Das sind alles Bereiche, die insgesamt wahnsinnig hoch bewertet sind und die nicht zu meinen Favoriten gehören. Man muss also vorsichtig sein. Das ist Dir natürlich sowieso klar, aber ich wollte es nochmal erwähnen. (An einer Stelle schrieben sie mal sinngemäß, dass alle Analysen unter der Annahme geschehen, dass die heutigen hohen Wachstumsraten bei den Gewinnen auch beibehalten werden. Da kann ich natürlich nur lachen, denn das ist genau der Knackpunkt. In den Einzelanalysen kommen sie darauf nicht mehr zu sprechen und setzen entsprechend bei den Kurszielen KGVs an, die auch in ihrem "Bärenfall" recht ambitioniert sind - vom "Basisfall" und vom "Bullenfall" ganz zu schweigen.)


    Grüße

    Einmal editiert, zuletzt von Flenzburg ()

  • Hallo Reblis,


    nein, ich sehe Minenaktien nicht wirklich negativ. Aber ich bin älter geworden, und Investments in diesem Bereich empfinde ich mittlerweile als echt stressig, zumal das Physische mir völlig stressfrei höhere Renditen als die Minenaktien gebracht haben. Natürlich kann man mit einem Treffer richtig Glück haben. Aber: Zieht man so ein Investment bei all dem Stress und all den Schwankungen dann wirklich durch? Erfahrungsgemäß klappt das nicht. Lass Dich nicht täuschen: Die Gewinneraktien, die heute im Fokus stehen, haben die Investoren viel Zeit, Kraft und Nerven gekostet. Und da gleichzeitig die vielen Verliereraktien kaum beachtet werden, entsteht insgesamt evtl. der fatale Eindruck, es sei leicht, mit Minenaktien Geld zu verdienen - genau so ist das aber wohl eher nicht.


    Auch ich bin noch immer sehr rohstofflastig aufgestellt, lege den Fokus nun aber auf dividendenstarke Werte, die im Minenbereich (Edelmetallminen meine ich) nicht zu finden sind. Siehe dazu auch mein Posting oben, von vor wenigen Minuten.


    Ich kann mich auch total irren und die kleinen Klitschen starten nun voll durch. Der TSX-Venture-Index hinkt ja - noch? - total hinterher. Aber den Stress werde ich mir, wie gesagt, nicht mehr antun - und das muss ich auch nicht mehr.


    Grüße

  • Hallo Flenzburg,

    vielen Dank für die Erläuterung. Das mit den Minen verstehe ich zu 100%.

    Aber der Punkt, auf den ich hinaus wollte: Ich habe Bauchschmerzen damit, jetzt bei DowJones 50000, DAX 25000 in diese Märkte zu gehen, nur wg. den Dividenden. Auch das Ratio Gold:DOW ist bei weitem nicht so, wie ich es mir vorstelle.

    Macht Ihr das peu a peu und zieht eine evtl. Umkehrung der Bewertungen für Standardaktien dann einfach durch, und hofft, mit den jährlichen Dividenden trotzdem auf Euren schnitt zu kommen, oder haltet Ihr eine größere Reserve für einen Crash zum Nachkauf bereit?


    Das sind aktuell meine Gedanken, vor einem Renten-Eintritt...(Fließende Erträge wären in meinem Fall nicht unwichtig...aber die Bewertungen erscheinen mir seit langem zu hoch zum Einsteigen...)

    Danke für Deine Einschätzung...

  • Macht Ihr das peu a peu und zieht eine evtl. Umkehrung der Bewertungen für Standardaktien dann einfach durch, und hofft, mit den jährlichen Dividenden trotzdem auf Euren schnitt zu kommen, oder haltet Ihr eine größere Reserve für einen Crash zum Nachkauf bereit?

    Für "Standardaktien" (Dow Jones, DAX) interessiere ich mich gar nicht. Was ich konkret mit "dividendenstarken Aktien" mit niedriger Bewertung meine, sind vor allem Ölförderer. Ich betrachte den Sektor als stark vernachlässigt und gehe davon aus, dass der Ölpreis und damit auch Ölaktien mittelfristig deutlich steigen werden. (Hintergrund ist auch, dass ich nicht an die "Energiewende" glaube und den "Machern" auch nicht die "CO2-Story" abkaufe. Das sind m.E. alles Lügen, mit denen aktuell "Karriere" gemacht und - ich mag es kaum schreiben - Geld "verdient" wird. Es geht in meinen Augen um nichts anderes als die Karriere einiger weniger Leute, die dafür die gesamte Gesellschaft in eine Art Geiselhaft nehmen. Das ist insbesondere in Deutschland besonders arg.)


    Schau mal in meine Postings der vergangenen Wochen - und auch in die Postings anderer Forenmitglieder, die sich mit Öl beschäftigen.


    Das ist natürlich, wie immer, nur meine eigene Sichtweise und Meinung.

  • O.k. danke für die Klarstellung. Da gehen wir konform und wir befinden uns damit immer noch, oder wieder, im Rohstoffbereich. Ich hatte das so herausgelesen, dass Du Dich nun auf Dividendentitel anderer Branchen verlegst....


    Da wir uns ja im Forum von valueman befinden: Gibt es von Dir zu meinen Fragen noch Anmerkungen, Einschätzungen...?


    Danke schon mal für den guten Austausch!

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