• Den Moment bewußt erleben und zu genießen hat nichts mit Feiern, Einen-drauf-machen, in Luxus-schwelgen, o.ä. zu tun. Da wird der Augenblick in den Egoismus verkehrt. Wenn ich Kollegen sehe, die aus Sorge oder Strebsucht nachts nicht schlafen können, dann sind sie nicht in der Lage, den Augenblick wahrzunehmen, sie sind mit dem Materiellen und dem Ego beschäftigt. Mein Augenblick ist, wenn die Bienen und Hummeln am Rosmarin oder Lavendelstrauch summen, wenn ich den Sternenhimmel betrachte oder im Wald das Wild beobachte.


    Es ist traurig, daß ausgerechnet ein Karl Valentin, so über sich selbst gesprochen hat. Da kann man nicht mit sich im Reinen sein... :(

    Mancher ertrinkt lieber, als daß er um Hilfe ruft. (Wilhelm Busch/Spricker)

    "In jeder Organisation gibt es eine Person, die Bescheid weiss. Diese Person muss entdeckt und gefeuert werden, sonst kann die Organisation nicht funktionieren."

    Cyril Northcote Parkinson

  • Den Moment bewußt erleben und zu genießen hat nichts mit Feiern, Einen-drauf-machen, in Luxus-schwelgen, o.ä. zu tun. Da wird der Augenblick in den Egoismus verkehrt.

    Da hast Du natürlich recht. Interessanterweise gibt es dazu seit Jahrzehnten eine eigene Büchersparte, während gleichzeitig die Unfähigkeit dazu wächst.


    Wenn Karl Valentin über ein menschliches Existenzproblem spricht, spricht er dann doch nur von sich selbst? Wirklich? Valentin legte den Finger in eine Wunde, bevor sie gesellschaftlich geradezu gepflegt wurde: das Ankommen bei sich selbst, der Kult um das eigene Selbst. Interessanterweise scheint das Problem mit der Auflösung der Familienstrukturen gewachsen zu sein!


    Natürlich geht es darum, in der Gegenwart zu leben. Aber paradoxerweise lebt nicht in der Gegenwart, der nur in der Gegenwart, nur im Moment leben will. Wenn das "Leben als letzte Gelegenheit" (Marianne Gronemeyer) betrachtet wird, dann hat das Auswirkungen auf das Zeitbewußtsein: man hetzt von Moment zu Moment, getrieben von der Angst, etwas im Leben zu verpassen. Man ist gerade nicht da, wo man gerade ist.


    In der Gegenwart zu leben ist voraussetzungsreich, weil der Mensch von heute nie nur der Mensch von heute ist. Ich will den Faden hier aber nicht mit Kommentaren zumüllen, sd. wollte einfach einen Kontrapunkt zu erbaulich daherkommenden Texten oder Büchern setzen, die m.E. verhindern, was sie anzielen. Es ist nicht der Mangel an fühligen Texten und Büchern, der Menschen daran hindert, da zu sein und zu betrachten, was werden will.


    Es ist vlt. noch nicht mal vordergründig ein individuelles Problem (das man wegtherapieren kann und muß). Vlt. hängt es auch mit der Unbehaustheit zusammen: geschwundene Ewigkeitshoffung, fehlende intergenerationelle Einbindung, aberzogenes Heimatgefühl... womit wir bei einer politischen Dimension wären, die diesem Forum gemäßer ist, meine ich.

  • Es ist vlt. noch nicht mal vordergründig ein individuelles Problem (das man wegtherapieren kann und muß). Vlt. hängt es auch mit der Unbehaustheit zusammen: geschwundene Ewigkeitshoffung, fehlende intergenerationelle Einbindung, aberzogenes Heimatgefühl... womit wir bei einer politischen Dimension wären, die diesem Forum gemäßer ist, meine ich.

    Dort stehen wir.


    Wobei ich mit dem wegtherapieren der individuellen Ausprägungen dieses Mangelseins meine liebe Not hätte.

    Geschieht es doch meist IN den kausal verantwortlichen Universalismus hinein und nur selten aus diesem hinaus.


    Ein Antidot?


    Bedauere ...

    was mir taugt trifft ganz offenbar auf diverse Resitzenzen beim typischen NPC.

  • Sie nannte sich Buchela nach ihrem Geburtsort. Während eines Gewitters im Schatten einer Buche kam sie zur Welt, geboren als Kind des fahrenden Volkes. Von klein auf verfügte sie über eine Gabe – sie konnte die Zukunft der Menschen sehen, die ihr begegneten. Was als kindliches Spiel begann, wurde rasch zu einer Bürde, die sie ein ganzes Leben lang tragen sollte. Ihre Vorhersagen erwiesen als ebenso überraschend wie korrekt, brachten ihr Bekanntheit und Ansehen. Als die „Seherin vom Rhein“ gehörten Größen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu ihren Kunden, aber auch viele einfache Menschen suchten den Rat der Madame Buchela. Nach ihrem Tod in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts geriet sie schnell in Vergessenheit. In ihrer Autobiographie aus dem Jahre 1983 hat die Buchela auch Vorhersagen für unsere Zeit hinterlassen. Sie sollen im Folgenden dargestellt werden.

    Wer die Zukunft sieht, achtet sehr auf Kinder, denn diese sind die Zukunft. [...]


    Das Buch (1983) ist offenbar im normalen Handel nicht mehr zu bekommen! :hae:


    Auf https://www.info24service.com/…-grossen-seherin-buchela/ kann man eine eingescannte Version (PDF ~44 MB) runterladen. Der Download von dort gestaltet sich sehr holprig, ständig Abbrüche mit Fehlermeldung. Mit dem Bravebrowser ging es mit Hängen und Würgen dann doch.

    Ein Alternativdownload ist nun hier: https://filetransfer.io/data-package/1InPzNeK#link

    (Verfallsdatum 21 Tage, Downloadlimit 50×)


    Im beiliegenden PDF ist eine interessante 7-seitige Zusammenfassung. :thumbup:


    saludos

  • Der Download von dort gestaltet sich sehr holprig, ständig Abbrüche mit Fehlermeldung.

    Hat nicht mal zehn Sekunden gedauert. Mit dem Fuchs.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Sachbücher, die ich sehr schätze und mehr als einmal gelesen bzw. angehört habe (mit Links zu Amazon):

    Die 4-Tage-Woche Klick

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    Die Psychologie des Überzeugens Klick

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    ...und wenn sie nicht gestorben sind, dann impfen sie noch heute...
    „Freiheit ist die Freiheit zu sagen, daß zwei und zwei gleich vier ist. Sobald das gewährleistet ist, ergibt sich alles andere von selbst.“
    “Der Staat zeigt seine Zähne Und wir sorgen für Zahnausfall Wir werden uns wehren Wir ergeben uns in keinem Fall“

  • You will own nothing: Ein alarmierender Blick hinter die Kulissen der globalen Finanzwelt. Diesmal… Anmelden oder registrieren

    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3 (Kunstfreiheit-Satire)

    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Am Anfang versteigt er sich etwas im Alten Testament, aber nach wenigen Seiten wird es spannend


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