INFLATION / DEFLATION - Debatte
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Smithm, das war ansonsten aber mal wirklich wieder ein Interview! Auch dieser Absatz sollte imho herausgehoben werden:
Alles anzeigenGrundsätzlich ist es unmöglich, aus unserer gegenwärtigen Lage
schmerzfrei herauszukommen. Eine Reform der Währungsordnung, so
notwendig sie auch auf lange Sicht ist, führt unweigerlich zu harten
Änderungen und zumindest kurzfristig auch zu einer starken Verringerung
des Lebensstandards. Psychologisch ist ein solcher Übergang für die
meisten Menschen nur dann hinnehmbar, wenn sie die langfristige
Notwendigkeit erkennen. Aber selbst das reicht nicht immer. Thorsten
Polleit hat sehr richtig auf die “kollektive Korruption” hingewiesen,
die durch das heutige Währungssystem entsteht. Auch wenn dieses System
aus gesamtwirtschaftlicher Sicht eindeutig schädlich ist, hoffen doch
die meisten Haushalte und Betriebe, dass ihnen selber durch Kredite per
Geldschöpfung einzelwirtschaftliche Vorteile entstehen könnten. Von
dieser trügerischen Hoffnung getrieben führen sie ein Leben als willige
Teilzeitknechte der Finanzindustrie und des Staates.
Der ein oder andere Professor verdient sich sein Salär jedenfalls nicht umsonst, Prof. Hülsmann gehört wohl dazu!
Schöne Grüße
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Hallo zusammen!
Der interessanteste Artikel seit langem:
http://www.goldseiten.de/artik…coma-Bridge-Teil-1~2.html
ZitatDaily Bell: In welche Richtung ist der Goldpreis jetzt unterwegs?
Antal Fekete: Der Goldpreis geht auf seinen Untergang zu. Ich für meinen Teil gehe nicht davon aus, dass der Goldpreis in den fünfstelligen Bereich unterwegs ist. Bevor es so weit käme, hätte die Backwardation* schon längt die Gold-Terminmärkte ausgeschaltet. Gold könnte dann schon gar nicht mehr zu irgendeinem Preis gekauft werden. Gold wäre dann nur noch über Tausch erhältlich. Der Welthandel steht vor einer lawinenartigen Transformation, bei der die monetäre Wirtschaft zu einer Tauschwirtschaft abgeflacht wird.
Praktisch allen Ökonomen, Finanzautoren und Marktanalysten ist dieses mögliche Szenario entgangen. Sie erkennen nicht, dass die größte ökonomische Kontraktion aller Zeiten ihnen genau ins Gesicht starrt. Sie erkennen den anrückenden Tsunami der Arbeitslosigkeit nicht. Nur sehr wenige betrachten die Deflation als ein schrittweises Verschwinden von ‘Bar-Gold‘ (cash gold). Bernanke ist es nie in den Sinn gekommen, dass die neuen Federal-Reserve-Noten, die er in rauen Mengen druckt, auch zum Kauf physischen Goldes genutzt werden könnten, was ein Schrumpfen der Goldbasis verursacht. Sobald die Goldbasis permanent in den negativen Bereich gefallen ist, wird die Gesamtverschuldung der USA, also die gesamten 16 Billionen $, nicht mehr eine Unze Gold wert sein. Das wird dem internationalen Geldsystem den Boden unter den Füßen wegziehen. Tauschhandel ist die extreme Form von Deflation; und die bekommt die Weltwirtschaft.
Vieles in diesem Interview ist ein paar levels zu hoch für mich, da ich aber wie der Professor von Deflation ausgehe, bin auch ich der Meinung, dass der POG wegen Papiergoldverkäufen zwar runtergeht, das physische Metall aber an Wert gewinnt aber nicht für (Falsch-)Geld hergegeben wird.
Deflationator, besonders Deine Meinung würde mich dazu interessieren, Du gehst ja von einem geringen POG während der kommenden Deflation/ Depression aus.
Ansonsten finde ich dieses Interview zu wertvoll um nicht im einen oder anderen Faden diskutiert zu werden, es ist aber zugegebenermaßen sehr anspruchsvoll.
Einen schönen Abend
Teddy
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Ein Beitrag von Susanne Kablitz / EF über die Gründe von Deflation, die nur dann ein Problem darstellt, wenn nach einer vorherigen exzessiven Geldmengenausweitung das Pendel wieder zurückschlägt.
http://ef-magazin.de/2013/09/1…aerchen-von-der-deflation
ZitatAlles anzeigen„Mehr Geld“ hat die Probleme noch nie gelöst
Neben der Inflation, die sich sprachlich und inhaltlich
dauernd missbrauchen lassen muss, hat es die Deflation nicht minder schlimm
erwischt. Oftmals sind es gerade diejenigen, die auf der ständigen Suche nach „Schnäppchen“
sind, die sinkende Preise in einer „Deflation“ für unser ganzes Elend
verantwortlich machen wollen.Zunächst einmal ist es notwendig, die Begriffsverwirrung „Deflation“
aufzulösen und nicht länger unwidersprochen hinzunehmen wie die von der
Inflationspropaganda profitierenden Zeitgenossen das „Schreckgespenst” –
Deflation in seiner eigentlichen Ausprägung für ihre Zwecke und zum Nachteil
der arbeitenden Bevölkerung verleumden.Was ist also Deflation? Die Deflation, die sogar noch im
Verhältnis zur Beulenpest grauenerregender zu sein scheint? Die Schädlichkeit,
die angeblich von der Deflation ausgeht, ist in unserer heutigen Zeit ein
heiliges Dogma, ein kaum aus der Welt zu schaffendes Damoklesschwert, das
ständig über unseren Köpfen kreist und großes Unheil ankündigt.Folgt man jedoch der korrekten Ökonomie, dann folgt auf den
großen Schrecken meist nüchterne Sachlichkeit, denn Deflation bedeutet nichts
anderes als das Schrumpfen der Geldmenge oder auch das Sinken des Geldangebots.
Welche Beschreibung Sie auch bevorzugen, keine der beiden setzt automatisch
eine Deflation mit einer Depression gleich, auch wenn die keynesianische
Voodoo-Ökonomie – die insbesondere durch den ehemaligen Notenbankchef Alan
Greenspan in neuem Glanz erstrahlte und einen enormen Hype auslöste – uns dies
glauben machen möchte.Das, was uns als Deflation verkauft wird – also das
dramatische Fallen der Preise auf breiter Front und die damit zwangsläufig
eintretende Verarmung der breiten Massen – hat jedoch mit der Realität nichts
zu tun. Genau wie bei der Inflation ist die Preisentwicklung, die sich aus
beiden Phänomen entwickeln (kann) nicht mehr als eine mögliche Folge, jedoch
nie die Ursache für wirtschaftliche Verwerfungen.Die große Depression in den USA ist der Inbegriff für die
katastrophalen Folgen einer „Deflation“. Der amtierende Notenbankchef Ben
Bernanke ist geradezu davon besessen,
die desaströsen Folgen der damaligen Zeit in den dunkelsten Farben zu zeichnen
und – genau wie es derzeit geschieht –
nicht zu bemerken, dass Ursache und Wirkung in verhängnisvoller Weise
(bewusst?) verwechselt werden.Dem damaligen dramatischen Wirtschaftseinbruch war eine Zeit
von unfassbarer Geldmengenausweitung vorangegangen, die durch die im Jahre 1913
von der Regierung legitimierte Federal Reserve organisiert worden war. Zwischen 1921 und 1929 war das Geldangebot
von 37 Milliarden Dollar auf über 55 Milliarden Dollar aufgepumpt worden und
provozierte somit einen enormen Aufschwung, der die Welt glauben machte, es
würde ewig so weitergehen. Auch damals schon – mit verblüffenden Parallelen zur
heutigen Zeit – zeigte sich diese Geldmengenausweitung nicht vornehmlich in
steigenden Konsumgüterpreisen, sondern eher im Kapitalgüterbereich und bei den
Finanzwerten.Als die Blase platzte waren es vor allem die „Inflationsanbeter“,
die sich überrascht zeigten und dem ganzen Elend noch die Krone aufsetzten. Mit
dem „New Deal“, der in den meisten Köpfen als Erlösung von eben diesem Elend
herumgeistert, verhinderte zunächst die Hoover-Regierung gefolgt von dem nicht
minder interventionistisch-gläubigem Franklin D. Roosevelt die dringend
notwendige Bereinigung einer zuvor dicken, fetten Blase.Der „New Deal“ war eine giftige Mischung aus staatlichen
Ausgaben und Kreditvergaben, Regulierungsorgien und Besteuerungen und wurde
zudem immer noch von einer expansiven Geldpolitik begleitet. Die große
Depression wurde durch den „New Deal“ überhaupt erst möglich; hätte die
Regierung es zugelassen, dass sich Preise und Löhne der Rezession anpassen
(dürfen), wäre die Krise auch schmerzlich gewesen, hätte sich aber nicht zur
großen Depression entwickelt. So wuchsen in den dreißiger Jahren die Schulden
nach damaligen Verhältnissen enorm an; der Zweite Weltkrieg „beendete” dieses
Trauerspiel, was sich sonst in seinem ganzen hässlichen Antlitz der
Öffentlichkeit früher oder später hätte präsentieren müssen. Aber es wäre wohl
davon auszugehen, dass die wahren Gründe auch in diesem Fall verschwiegen
worden wären.Es ist eine gern in die Welt gesetzte Binsenweisheit, dass
durch eine Geldmengenverknappung auf breiter Front eine gesamtwirtschaftliche
Nachfrage ins Bodenlose fallen kann. Es findet vielmehr eine Verschiebung der
Nachfrage statt, die durchaus zu Einbrüchen bei einigen Marktteilnehmern, bei
anderen jedoch zu einem Zuwachs führen kann. Vor allem bei hochverschuldeten
Marktteilnehmern wirkt eine Deflation „bereinigend“, die „Wohlstandsillusion“
zerplatzt.Eine Deflation findet in erster Linie dann statt, wenn
vorher eine umfassende Inflation „unterwegs“ war; sie enthüllt unprofitable
Unternehmungen und einen künstlich aufgeblähten Wohlstand, der nicht mit realen
erarbeiteten Werten unterlegt war. Niemals hat eine Deflation (sofern sie denn
zugelassen wurde) demjenigen geschadet, der seinen Wohlstand auf echter Arbeit
aufgebaut hat. Kein Werkzeug, keine Maschine verschwindet, nur weil die
Geldmenge auf ein der Wirtschaftskraft entsprechendes Maß reduziert wird.Niedrige Preise als Folge der Deflation erhöhen den
Wohlstand, weil sich Menschen für ihr Geld mehr kaufen können. Unsägliche
Forderungen nach stetig steigenden Löhnen und Gehältern erübrigen sich, wenn
die vorher aufgeblähte Geldmenge wieder auf ein „wertgedecktes“ Maß
zurückschrumpft und somit die jeweiligen Einkommen eine stabile Kaufkraft
haben.In unserem Geldsystem birgt eine Deflation in der Tat
bedenkliche Gefahren. Das Schrumpfen der Geldmenge führt notwendigerweise zu
Kreditausfällen, Banken verbuchen Verlust und gehen bankrott, Sparer verlieren
ihre Sichteinlagen, die – übrigens alle – als Darlehen an die Banken verliehen
sind. Die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Abwärtsspirale dreht sich
unaufhörlich. Unser Geldsystem – das Staatsgeldsystem – implodiert, wenn die
Deflation einer Inflation folgt. Durch hohe Schulden werden fallende Preise zu
einer gesellschaftlichen Zerreißprobe.Und so wird uns eingetrichtert, dass gerade in
wirtschaftlich krisenhaften Zeiten der Konsum unter gar keinen Umständen
einbrechen darf. Also gerade dann, wenn die Unsicherheit in der Bevölkerung in
Bezug auf einen ungewisse Zukunft wächst, sollen wir die Kreditausweitung
gnadenlos vorantreiben und uns noch abhängiger von Banken und der Politik
machen.Im Hinblick auf unser Geldsystem, das überwiegend Geld aus
der Kreditvergabe „aus dem Nichts“ schafft, sind die ausgesprochenen
Empfehlungen durchaus nachvollziehbar. Die ganze politische Vernetzung, die
ganze „innige Freundschaft“ unter den Mächtigen hilft nichts, wenn Deflation
herrscht. Deflation ist kontraproduktiv für das politische Establishment und
für die „Eliten“ alles andere als wünschenswert. Regierungen können wesentlich
problemloser und vor allem immer höhere Steuern einfordern, wenn das Einkommen
der Menschen auf dem Papier wächst, Zentralbanken haben nur dann Macht, wenn
sie Inflation erzeugen, Gewerkschaften nur dann eine Daseinsberechtigung, wenn
sie „mehr Geld“ einfordern.„Mehr Geld“ hat die Probleme allerdings noch nie gelöst;
wäre dies der Fall, könnten wir uns alle reich drucken. „Mehr Geld“ nutzt gar
nichts, wenn die Kaufkraft ständig sinkt, sei es durch eine immer
umfangreichere Besteuerung und durch Sozialabgaben oder durch die verdeckte
Besteuerung, die Inflation.Da uns die Medizin allerdings mit dem falschen Beipackzettel
eingeflößt wird, erkennen wir die Nebenwirkungen erst, wenn es wahrscheinlich
schon zu spät ist. Es sind und waren niemals die engen monetären Zügel, die für
Wirtschaftseinbrüche und Depressionen verantwortlich waren. Es war immer und zu
jeder Zeit das von einem Fiat-Money dominierten, in einem Schuldenmorast
feststeckende Wirtschaftssystem, das von Banken und Regierungen vorangetrieben
und uns als Wohlstandsindikator verkauft wurde.Nichts auf der Welt wird daran etwas ändern, es sei denn,
wir erkennen die bösen Geister und vertreiben sie für alle Zeiten und auf
nimmer Wiedersehen.Gruß
Smithm
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http://www.querschuesse.de/eur…um-756-mrd-euro-verkurzt/
EZB-Bilanzsumme von 3,1 auf 2,3 Billionen geschrumpfthttp://www.spiegel.de/wirtscha…iarden-euro-a-924587.html
Staatsschulden -34 Mrd !!! -
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Zitat
Zahl der Prostituierten auf der Charlottenstraße in Düsseldorf steigt
http://www.derwesten.de/staedt…402240.html#plx1537892187Wie entwickelt sich die Prostitution in der Krise? Sie wird steigen, das ist definitiv klar. Die Preise sind billig, da es Konkurrenz aus Ost-Europa gibt. Nur sind irgendwann die Grenzen zu.
Und die Preise? 1oz Silber für? 1Stunde? 3 Stunden? 1e Woche? -
Wie entwickelt sich die Prostitution in der Krise? Sie wird steigen, das ist definitiv klar. Die Preise sind billig, da es Konkurrenz aus Ost-Europa gibt. Nur sind irgendwann die Grenzen zu.
Und die Preise? 1oz Silber für? 1Stunde? 3 Stunden? 1e Woche?Mit oder ohne Tripper?

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Ohne natürlich

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Inflationsnutten bei gleichzeitigem Deflationstripper?
Na, das halte ich aber für ne gewagte Theorie, wenn sich viele davon mangels Sprachkenntnisens nichtmal richtig verständigen können.
Kommt hier einer aus Düsseldorf? Dann könnte er ja schnell mal den Praxistest machen, natürlich hinsichtlich der Sprachkenntnisse, was denn sonst
Wünsche
...einen goldigen Tag
Tut -
Die Inflationsrate sinkt weiter, tiefster Stand seit über 3 Jahren.
http://www.tagesschau.de/wirts…nflation-eurozone102.html -
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Importpreise -2,6%
Exportpreise -0,9%
Großhandelspreise -1,7%schauen wir weiter...
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"Der Hamburger Röster Tchibo senkt seine Kaffeepreise. Von Montag an werde das Pfund Kaffee um bis zu 50 Cent günstiger, teilte der deutsche Marktführer mit. Begründet wurde der Preisrückgang am Freitag mit den niedrigeren internationalen Rohkaffee-Notierungen für Arabica-Bohnen."
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einzelne Preise sind irrelevant...
Besonders Kaffee schwankt sehr stark -
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Geringste Inflation seit 4 Jahren
http://www.spiegel.de/wirtscha…d-seit-2009-a-931143.html
ZitatDer geringe Auftrieb der Binnenpreise geht wesentlich auf die
überwiegend hohe Arbeitslosigkeit in Europa zurück. Sie lässt die
Einkommen der privaten Haushalte sinken und veranlasst die Unternehmen
im Gegenzug zu Preissenkungen.DIE DEFLATIONS-TODESSPIRALE ALSO...
Zitat
"Geht es der EZB um die Abwehr von Deflationsgefahr, braucht sie meines Erachtens keine weiteren Argumente, um den Leitzins
noch einmal zu senken", so ein Bankökonom. Wegen der wackligen
Konjunkturerholung steht die Tür für eine zusätzliche Zinssenkung
ohnehin seit Monaten offen. EZB-Chef Mario Draghi wird nicht müde zu betonen, dass alle Optionen zur Verfügung stünden.ansonsten gibt es noch negative Zinsen um die Deflation zu ubekämpfen...
anstatt Zinsen zu bekommen, muß man Zinsen zahlen... (Geld wird also weniger statt mehr)
Wie das Deflation aufhalten soll, weiß nur DraghiHier die EZB-Grafik:
http://www.ecb.europa.eu/stats…cp/html/inflation.en.html
(so schwarz wie 2009)Und Griechenland hat offiziell Deflation (oh Wunder!)
wie paar kleine Länder auch: Bulgarien, LettlandAbwarten... ist noch nicht kritisch...
kommt aber nochKomisch M3-Statistik wurde nicht veröffentlicht...
war sonst immer um 27ten da...
nun fast 1 Woche überfällig... -
"Wir haben hier festzuhalten, dass das US- Budgetdefizit nach dem
Shutdown noch dazu explodiert ist. Es existiert eine Korrelation
zwischen US- Budget und Goldpreis und - raten Sie mal - auch diese
funktioniert derzeit nicht. Wird hier ein Zeitfenster zum Umschichten in
billiges Gold weiter aufrecht gehalten, weil mehr als ärgerliche
Großgläubiger unsanft darauf bestehen, noch Zeit zum Umwechseln zu
bekommen?"Was hat die BoE verstanden? Machen die etwas anderes als die anderen Zentralbanken?
Kann mal bitte jemand aufklären.... -
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Vor 90 Jahren: Das Ende der deutschen Hyperinflation
Börsen-Zeitung, 14.11.2013
Morgen vor 90 Jahren, am 15. November 1923, wurden die entscheidenden Schritte eingeleitet, um den Alptraum der Weimarer Hyperinflation zu beenden: Die Reichsbank hörte auf, Schuldpapiere des Kaiserreiches aufzukaufen, und der Papiermarkt wurde die neu geschaffene "Rentenmark" mit einem festen Wechselkurs zur Seite gestellt. Die Hyperinflation wurde erfolgreich gestoppt, die Kaufkraft der Papiermark war und blieb jedoch ruiniert. Um verstehen zu können, was sich damals zutrug und wie es so weit kommen konnte, muss man zurückblicken auf die Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs.Im deutschen Kaiserreich wurde die Mark mit dem Münzgesetz vom 4. Dezember 1871 gesetzliches Zahlungsmittel mit dem Wert 1 / 1 393 eines Pfundes Feingold; ein Gramm Gold entsprach damit 3 Mark. Mit Beginn des Ersten Weltkriegs wurde die Goldeinlösepflicht der Reichsmark jedoch am 4. August 1914 aufgehoben. Aus der goldgedeckten Mark (nach 1914 sprach man von "Goldmark") wurde die ungedeckte Papiermark. Das Kaiserreich finanzierte die Kriegsausgaben zunächst vor allem durch Ausgabe von Anleihen. Die Staatsschulden stiegen von 5,2 Mrd. im Jahr 1914 auf 105,3 Mrd. Papiermark 1918. Aber auch die Papiermarkmenge wuchs. Denn weil es ab 1916 immer schwieriger wurde, Abnehmer für die Staatsschulden zu finden, sprang die Reichsbank ein. Sie kaufte die Papiere und bezahlte mit neu gedrucktem Geld. 1914 belief sie die Papiermarkgeldmenge auf knapp 5,9 Mrd. Papiermark, 1918 war sie auf 32,9 Mrd. Papiermark gewachsen. In der Zeit von August 1914 bis November 1918 stiegen die Großhandelspreise um 115 %, die Kaufkraft der Papiermark wurde also mehr als halbiert. In der gleichen Zeit wertete die Papiermark (an der Berliner Börse) um etwa 84 % gegenüber dem Dollar ab.
Politische Zwänge
Das "Delirium der Milliarden" nahm jedoch erst in der Nachkriegszeit seinen unheilvollen Lauf. Die neue Weimarer Republik sah sich gewaltigen wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen gegenüber. 1920 betrug die Industrieproduktion nur 61 % des Niveaus von 1913, 1923 war sie auf 54 % gefallen. Die durch den Versailler Vertrag erzwungenen Landabtretungen hatten die Leistungsfähigkeit des Reiches geschwächt. Hinzu kamen Reparationsleistungen (im Mai 1921 wurden sie auf 132 Mrd. Goldmark festgesetzt), die in Fremdwährung und Naturalien zu leisten waren.
Vor allem aber wollten die neuen demokratischen Regierungen der Weimarer Republik den Ansprüchen ihrer Wähler so umfassend wie möglich nachkommen. Weil aber die Steuereinnahmen dazu nicht ausreichten, begann die Reichsbank, die Notenpresse laufen zu lassen. Bereits Ende 1919 war die Geldmenge auf knapp 51 Mrd. Papiermark gewachsen. Der Staatshaushalt blieb chronisch defizitär. Von April 1920 bis März 1921 betrug der Steueranteil an allen Staatsausgaben im Durchschnitt weniger als 37 %, der Rest wurde mit Reichsbankkrediten, durch die neue Papiermark in Umlauf gebracht wurden, finanziert. Zwar besserte sich die Lage bis etwa Mitte 1922. Der Steueranteil aller Staatsausgaben erreichte sogar kurzzeitig 75 %. Aber dann brach sich das Unheil Bahn: Die Auseinandersetzung um den angeblichen Rückstand der deutschen Reparationszahlungen, die sich bereits gegen Ende 1922 abzeichnete, ebnete den Weg in das deutsche Währungsdesaster.
Französische und belgische Truppen besetzten zwischen dem 11. und 16. Januar 1923 das Ruhrgebiet, das industrielle Herzstück des Reiches. Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Wilhelm Kuno rief am 13. Januar 1923 zum "passiven Widerstand" auf: Belegschaften und Betriebe in den besetzten Gebieten sollten sich den Befehlen der Besatzer widersetzen. Die Reichsregierung sicherte die Lohnfortzahlungen für das Nichtarbeiten zu. Der deutsche Staatshaushalt wurde durch die Verpflichtungen, die der "Ruhrkampf" mit sich brachte, nun völlig überfordert. Die Reichsbank begann, die staatlichen Zahlungen durch das Drucken von immer neuem Geld bedingungslos zu finanzieren: Steuerausfälle, Auszahlungen für Löhne, Sozialleistungen und Subventionen für defizitäre Staatsbetriebe.
Im Mai 1923 geriet die Papiermark-Geldmenge außer Rand und Band. Im Mai 1923 stieg sie auf 8 610 Mrd., im April waren es bereits 17 340 Mrd., im August 669 703 Mrd. und im November 1923 waren es dann 400 Trillionen, also 400 x 10^18 Mrd.
Die Großhandelspreise stiegen mit astronomischen Raten, von Ende 1919 bis November 1923 um 1,8^13 %. Am Ende des Krieges 1918 hätte man theoretisch 500 Milliarden Eier für das gleiche Geld erwerben können, für das man fünf Jahre später ein einziges Ei kaufen konnte. Der Außenwert der Papiermark fiel ins Bodenlose. Im Juli 1914 entsprachen 4,2 Reichsmark 1 Dollar; und 1 Dollar entsprach damals 1 / 20,67 Feinunzen Gold. Bis November 1923 hatte sich der Papiermarkpreis (an der Berliner Börse) für einen goldgedeckten Greenback um 8,9^12 % verteuert. Die Papiermark hatte im Grunde nur noch "Brennwert".
Arbeitslosigkeit explodiert
Mit dem Zusammenbruch des Geldes explodierte die Arbeitslosigkeit. Seit Kriegsende war sie stets sehr niedrig gewesen - weil die Wirtschaft durch Staatsausgaben, finanziert durch Kreditaufnahmen und Geldmengenausweitungen, künstlich in Gang gehalten worden war. Die Arbeitslosenquote lag Ende 1919 bei 2,9 %, 1920 bei 4,1 %, 1921 bei 1,6 % und 1922 bei 2,8 %. Mit dem herannahenden "Tod des Geldes" änderte sich das. Im August 1923 war sie bereits bei 6,3 % angelangt, dann stieg sie auf 19,1 % im Oktober, 23,4 % im November und erreichte 28,2 % im Dezember. Weite Teile der Bevölkerung, vor allem der Mittelstand, verarmten.
Die Hyperinflation zerstörte die bürgerliche Gesellschaft. Die Deutschen litten an Hunger und Kälte. Es gab kommunistisch angetriebene Unruhen in Sachsen und Thüringen von Januar bis September 1923. Adolf Hitler versuchte am 8. und 9. November 1923 in München durch einen bewaffneten Putsch die Regierung in Berlin abzusetzen und die Macht zu erlangen. Die neue Republik stand am Rand des Bürgerkriegs.
Reichskanzler Gustav Stresemann hatte den "Ruhrkampf" bereits am 26. September 1923 beendet. Angesichts der untragbaren Situation begann die Regierung mit der "Stabilisierung" der Währung. Am 15. Oktober 1923 wurde die "Deutsche Rentenbank" gegründet. Sie sollte Rentenmark ausgeben, die durch (im Grunde fiktive) Hypotheken- und Grundschulden auf Immobilien von Landwirtschaft, Industrie und Gewerbe im Deutschen Reich gedeckt war. Die Rentenmark hatte, anders als die Papiermark, eine sachliche Deckung. Die Rentenmark war kein gesetzliches Zahlungsmittel, sie war eine Inhaberschuldverschreibung. Ihr wurde der Wert 1 Goldmark zugewiesen. Dieser Wert rührte aus dem Versprechen der Rentenbank, dass der Halter von 500 Rentenmark sie jederzeit in eine Anleihe mit einem Wert von 500 Goldmark eintauschen könne.
[...]
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[...]
Problem Reichsbank
Das zentrale Problem war nun die Reichsbank. Ihr unkündbarer Präsident Rudolf E. A. Havenstein war im wahrsten Sinne des Wortes nicht zu stoppen: Er ließ angesichts der Finanzierungsprobleme des Reiches die Reichsbank immer mehr Papiermark in Umlauf bringen. Endlich, am 15. November 1923, hörte die Reichsbank auf, Staatsschulden aufzukaufen und dadurch die Geldmenge auszuweiten. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass 1 Bill. Papiermark 1 Rentenmark entsprachen. Am 20. November 1923 starb Havenstein plötzlich an Herzversagen. Und an genau diesem Tag schreitet Hjalmar Schacht, der bereits am 12. November 1923 von Stresemann zum Währungskommissar bestellt worden war, zur Tat. Er stabilisierte die Papiermark gegenüber dem Dollar: Die Reichsbank intervenierte in den Devisenmärkten, setzte durch, dass 4,2 Bill. Papiermark 1 Dollar entsprachen. Und da 1 Bill. Papiermark 1 Rentenmark gleichgesetzt waren, betrug nun das Austauschverhältnis zwischen Rentenmark und Dollar nun wieder 4,2.
Genau die Wertrelation stand also wieder, die vor Ausbruch des Krieges zwischen Reichsmark und Dollar gegolten hatte. Das "Wunder der Rentenmark" ist zugleich das Ende der Hyperinflation. Um die internationale Glaubwürdigkeit des deutschen Geldes wiederherzustellen, waren allerdings weitere Maßnahmen notwendig, wie zum Beispiel die Gründung der "Golddiskontbank" mit Hilfe britischer Kredite im April 1924.
Wie konnte es dazu kommen, dass das Geld eines höchst entwickelten und kultivierten Gemeinwesens vollends zerstört wurde? Viele Erklärungen sind vorgebracht worden. So seien es die Reparationszahlungen gewesen, die dem Deutschen Reich auferlegt wurden; auch wird häufig auf die Zahlungsbilanzdefizite der Weimarer Republik verwiesen oder auf die Abwertung der Reichsmark gegenüber anderen Währungen, die die Importpreise für die Deutschen und damit auch die heimischen Preise in die Höhe getrieben und den Geldwert zerstört hätten.
Doch all diese Erklärungen laufen ins Leere, wie der deutsche Ökonom Hans F. Sennholz unmissverständlich aufzeigt. Denn jede Papiermark, so Sennholz, wurde von Deutschen gedruckt und ausgegeben, und zwar von einer Zentralbank, die geführt wurde von Deutschen, und die unter der Aufsicht einer Regierung von deutschen Politikern stand. Die Hyperinflation, die Zerstörung des deutschen Geldes, war das Werk deutscher Politiker und Technokraten. Die Hyperinflation war die Folge einer bewusst von Menschenhand herbeigeführten grenzenlosen Geldmengenvermehrung.
Lehren aus dem Desaster
Was sind die Lehren, die aus der deutschen Hyperinflation zu ziehen sind? Die erste Lehre ist, dass selbst eine politisch unabhängige Zentralbank keinen verlässlichen Schutz vor Geldwertzerstörung bietet. Die Reichsbank wurde per Gesetz bereits im Jahr 1922 - und zwar auf Drängen der Alliierten, quasi als Gegenleistung für eine vorübergehende Aussetzung der Reparationszahlungen - politisch unabhängig gemacht. Und dennoch wählte die Reichsbankführung den Weg in die Hyperinflation. Als die Geldpolitiker der Reichsbank nämlich sahen, dass die junge demokratische Republik immer stärker auf Reichsbankkredite zurückgreifen musste, um nicht zahlungsunfähig zu werden, gab sie, weil es sich aus Sicht der Zentralbankführung um eine Existenzfrage des Deutschen Reiches handelte, immer mehr Geld aus, um die letztlich leider unstillbaren Finanzansprüche der (Tages-)Politiker zu erfüllen. Das Ergebnis der Staatstreue der Zentralbankräte war die totale Zerstörung der Reichs- beziehungsweise Papiermark.
Die zweite Lehre ist, dass ungedecktes Papiergeld nicht funktionieren kann. Hjalmar Schacht, in seiner 1953 erschienen Autobiografie, deutet diese Erkenntnis an: "Die Banknote oder das Staatspapiergeld haben sich nur dadurch einführen können, dass der Staat oder die Notenbank versprachen, den ausgegebenen Papiergeldschein jederzeit in Gold umzutauschen. Diese Möglichkeit der Einlösung in Gold jederzeit sicherzustellen, muss also das Bestreben aller Papiergeldherausgeber sein. Ein Staat oder eine Notenbank, die diese Möglichkeit durch Fahrlässigkeit oder Willkür verscherzen, versündigen sich gegen die Staatsbürger."
Hinter Schachts Worten versteckt sich letztlich jedoch eine zentrale ökonomische Einsicht: dass ungedecktes (Papier-)Geld immer und überall politisiertes Geld ist, sich damit als ein Störfaktor im System der freien Märkte erweist. Die Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie hatten das bereits frühzeitig, im Grunde bereits 1912, abschließend erkannt und erklärt.
Die Versuchung ist wieder da
Das Papiergeld, das durch Bankkreditvergabe aus dem Nichts geschaffen wird, ist nicht nur chronisch inflationär, es führt vor allem auch zu Fehlentwicklungen, "Boom- und-Bust-Zyklen" und vor allem einer Überschuldung der Volkswirtschaft. Und ist eine solche Situation erst einmal entstanden, vor allem eine Überschuldung von Staaten und Banken, erscheint das Ausweiten der Geldmenge als die Politik des vergleichbar kleinsten Übels, um den aufgelaufenen Problemen zu entkommen. Im Grunde ist der Problemaufriss, dem sich die entwickelten Volkswirtschaften gegenübersehen, nicht viel anders als der in der Weimarer Republik: Heute, angesichts der Überschuldung von Staaten und Banken, ist die Versuchung wieder groß, dass die Drehzahl der - diesmal elektronischen - Notenpresse immer weiter erhöht wird, um den Problemen, die das Papiergeld gebracht hat, zu entkommen.
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Thorsten Polleit, Chefökonom von Degussa Goldhandel und Präsident des Ludwig von Mises Instituts Deutschland -