Kommen sie nun langsam auf den Trichter
Der Gold-Rekord ist auch ein Misstrauensvotum gegen die Politik
Aus dem Inhalt:
- Der Kollateralschaden, den die großen Notenbanken – weltweit, nicht nur in der Euro-Zone – mit ihrer grenzenlosen Liquiditätsschwemme und ihrer Null-Zins-Politik in Kauf nehmen, ist ein weltweiter Markt für Staatsanleihen, an dem inzwischen Papier im Volumen von über 14 Billionen Dollar negative Renditen einbringen.
- Schon seit Jahren ist zu beobachten, dass diese Entwicklung eine eindeutige Korrelation zum Goldpreis aufweist – Großinvestoren schichten offenbar von Anleihen, die sie Geld kosten, in das Edelmetall um.
- Nun rächt sich, dass die Politik fast ein Jahrzehnt lang die Zeit ungenutzt verstreichen ließ, um nach der verheerenden Finanz- und Euro-Krise mit entschlossenen Reformen die Fundamente der Staatsfinanzen zu stabilisieren.
- Und noch weiß niemand, wie weit die Hilfspakete tragen.
- Dabei war die Schuldenlast der westlichen Industrienationen schon vor der Corona-Pandemie immens – und auch nur deshalb zu schultern, weil die Zentralbanken die Zinsen niedrig hielten und so Vermögen vom Bürger zum Staat umverteilen.
- Die Staaten geraten an die Grenze der Schuldentragfähigkeit. Und auch das drückt der Goldpreis aus.
- Viele Anleger dürften sich nun fragen, ob der Preis weiter steigen wird.
Das hängt von vielen Faktoren ab. Einer der wichtigsten ist die Frage, ob Politik und Notenbanken eine stabile Währung als Wert an sich erkennen – und auch danach handeln.
Diese Erkenntnis ist jedenfalls seitens der Politik in keinster Weise zu erkennen - man könnte eher glauben, dass ihr Handeln Absicht ist.
So langsam wird es aber - zumindest einigen - Menschen bewusst, dass die Gelddruck-Orgien und verpasste Reformen nicht unbedingt für den Wert ihrer bunten Zettel dienlich ist und sich immer mehr Sachwerten zuwenden.
Ein Spruch von Kurt Biedenkopf passt auch gut zu den derzeit irrational bewerteten Aktienmärkten und der tatsächlichen wirtschaftlichen Lage:
Die Realität frisst sich durch. Früher oder später.