Moin moin,
Markus Blaschzok liefert zuverlässig solide Analysen ab. Der Abwertungswettlauf von $ und € treibt den Goldpreis. Für den Anstieg sind also die großen Adressen zuständig und es wird vermutlich weiter gehen.
Zwischenzeitliche kleine Rücksetzer sind dann Kaufgelegenheiten.
"EZB wird das Inflationsziel anpassen
Sehr interessant waren zudem Lagardes Aussagen zur kürzlichen Änderung des Inflationsziels der US-Notenbank (Fed). Die Fed hatte das Ziel für den Anstieg des statistischen Warenkorbs (CPI-U) zur Berechnung des Kaufkraftverlustes von "höchstens" auf "durchschnittlich" zwei Prozent verändert. Während man früher bei einem zu starken Anstieg der amerikanischen Konsumentenpreise prozyklisch mit Zinsanhebungen reagierte, um die ungedeckte Kreditvergabe einzuschränken und die Währungsabwertung wieder zu verlangsamen, will man künftig durchschnittlich zwei Prozent Inflation anpeilen.
Das Perfide daran ist, dass man die vergangene Entwicklung der Teuerung von unter zwei Prozent heranziehen will, um künftige Anstiege deutlich über zwei Prozent zu rechtfertigen. Dies bedeutet, dass man selbst dann, wenn die offiziell ausgewiesene Teuerungsrate bei fünf oder mehr Prozent liegen sollte, dies mit dem Verweis auf in der Vergangenheit niedrige Teuerungsraten und als kurzfristige Folge der Pandemiemaßnahmen rechtfertigen wird.
EZB-Chefin Lagarde bezeichnete am Donnerstag die Anpassung des geldpolitischen Inflationsziels der Fed als interessant und man werde auch im EZB-Rat schon sehr bald darüber diskutieren. Damit ist klar, dass auch die EZB diese Anpassungen in Bälde ankündigen und letztlich ebenso umsetzen wird, was weiteren Abwertungsdruck auf den Euro und Aufwertungsdruck für den Goldpreis nach sich ziehen wird.
Zweistellige Inflationsraten wie in den siebziger Jahren
Da die reale Teuerungsrate nach seriösen Berechnungsmodellen ohnehin 6-8% höher liegt, wird diese Strategieänderung durchaus reale Inflationsraten von zeitweise 15% nach sich ziehen, womit diese dann ähnlich hoch wie in der Stagflation der siebziger Jahre wären."
Falls es zum Szenario von Markus Krall kommt mit Bankenrettung und Vertrauensverlust in EZB und Währung,
könnten die kollabierenden Renten- und Aktienmärkte EM und Minen kurzfristig mitreißen, weil in einem hoch gehebelten Markt nur noch Cash zählt und alles verkauft wird, was noch verkauft werden kann.
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Immer dann, wenn die Börsenbullen in der größten Euphorie sind, steht ein Bär schon um die Ecke
Wäre natürlich super, wenn jemand rechtzeitig, drei Tage vorher, Bescheid sagt. Hat das schon mal geklappt?
LG Vatapitta