GOLD : Märkte und Informationen

  • Der Anstieg des Goldpreises seit 2000, ist ja nicht Folge eines gut gehüteten Geheimnisses, sd. nichts anderes, als eine Reaktion auf negative Realzinsen.


    Oder für einen langsam sich aufzeigenden Verfall der Währungen die auf .... nix anderes als Vertrauen aufgebaut sind. Je tiefer es fällt umso stärker steigt das Gold, je mehr Vertrauen besteht umso tiefer fällt es.


    Wünsche


    ...einen goldigen Tag


    Tut

    "Um klar zu sehen genügt oft schon eine geringe Veränderung des Blickwinkels"

    • Offizieller Beitrag

    Besonders hervorzuheben die Äusserung des Zentralbankgouverneurs zur Rolle des Goldes. "Gold als wirklicher Wert".
    Wie so oft hier herausgestellt, sind die Asiaten dem Westen in dieser Hinsicht voraus. Nach China, Indien, Sri Lanka, ....


    "....Sri Lanka's central bank has been buying gold for the past five or six months as it diversifies its reserves amid volatile markets, the bank's governor said in an interview on Thursday.


    'We have been fairly strong accumulators of gold reserves over the past few months,' Sri Lanka Central Bank Governor Ajith Nivard Cabraal told Reuters in a telephone interview from the southern Indian city of Chennai.


    'We haven't stopped yet,' he added, declining to quantify how much gold the central bank had bought or how much of the more than $4.8 billion of the country's reserves were in gold.


    'Many countries are today diversifying. They are also looking at intrinsic value of their reserves, so gold would be a natural candidate for that kind of reserve accumulation,' he said. .."


    http://www.forbes.com/feeds/afx/2009/11/05/afx7089016.html


    Grüsse
    Edel Man

  • Gold in US-Dollar, 3 Monate: Den grünen Pfeil setzten wir am 28. Oktober bei einem Goldpreis um 1.030 US-Dollar. (siehe Grafik)


    Am heutigen 3. November nun tatsächlich ein ähnliches Bild: Am späten Nachmittag unserer Zeit sprang der Goldfuture in New York (Goldpreis zur Lieferung im Dezember) zunächst bis auf 1081,70 US-Dollar - auch der Spotpreis notierte über 1.080 Dollar - hielt sich auf hohem Niveau und stieg später weiter an.


    Was sind die Gründe für die ungewöhnliche Goldstärke?


    Tatort Terminmarkt
    Dazu ein kleiner Exkurs: Am Terminmarkt spielen sich derzeit Dinge ab, die der breiten Öffentlichkeit verborgen bleiben. Ganz offensichtlich haben einige große Banken derzeit immer wieder Probleme, am Monatsende ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen, weil Kontrahenten auf physische Gold-Lieferung bestehen. Wie aus Insiderkreisen zu erfahren ist, waren die Institute zuletzt bereit, einen hohen Aufpreis zu zahlen - man spricht von bis zu 20 Prozent über dem Spotpreis - um die Lieferverpflichtungen in bar ausgleichen.


    Das Papiergold-Problem
    Schon seit geraumer Zeit ist klar, dass im Rahmen von Termin- und Swap-Geschäften durch große Finanzinstitute und Notenbanken (Verkauf- mit gleichzeitiger Rückkauf-Vereinbarung zu vorab festgelegten Konditionen) mehr Gold in Papierform verkauft wird, als physisch überhaupt vorhanden ist. Mehrfach haben wir bereits auf ein großes Volumen an Vorwärtsverkäufen weniger großer US-Banken an der Warenterminbörse COMEX berichtet.


    Feinde des Goldpreisanstiegs
    Warum verkaufen diese Institute so massiv Gold (und Silber ) auf Termin? Als einen Grund für solche Maßnahmen wird von kritischen Beobachtern die gezielte Drückung des Goldpreises genannt. Notenbanken und Regierungen müssen die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen der breiten Öffentlichkeit gegenüber dem ungedeckten Papiergeld aufrechterhalten. Ein hoher Goldpreis signalisiert Währungsschwäche und konterkariert das eigene Schuldgeldsystem. Das zusätzliche Interesse einiger Banken: Im Zuge des kontinuierlichen Goldpreisanstiegs der vergangenen Monate müssen regelmäßig Leerverkäufe zu möglichst günstigen Preisen aufgelöst werden.


    In früheren Jahren hat sich nach der letzten Goldhausse (ab Anfang der Achtzigerjahre) bei sinkenden Preisen gutes Geld mit Wetten auf weiter fallende Goldpreise verdienen lassen. Hier hat sich bei einigen besonders stark engagierten Akteuren offensichtlich einiges an “Ballast” angesammelt, was nicht mehr ohne Probleme (und hohe Kosten) durch einfaches Eingehen von Gegenpositionen in Papierform glattstellen lässt.


    Der Goldpreis: Mächtig Dampf im Kessel
    Was passiert wohl, wenn die Halter von Verkaufs-Optionen und die Betreiber von Leerverkäufen jede Menge physisches Gold liefern müssen, das sie gar nicht besitzen? Die Kontrahenten wären gezwungen alles Gold zusammenzukratzen, was nur irgendwie verfügbar ist. Der Goldpreis würde in der Tat explodieren. Inwieweit diese Aspekte beim aktuellen Goldpreisschub tatsächlich eine Rolle spielen, wissen wir nicht. Sicher ist, dass es derzeit eine starke Gold-Nachfrage gibt, die mit den marktüblichen Argumenten (z.B. Dollar-Schwäche) nicht ohne weiteres zu erklären ist. Nebeneffekt: Der Goldkurs in Euro zog prozentual noch stärker an. Sicher ist auch das zahlreiche Short-Seller sich derzeit eindecken müssen, um keine Mega-Verluste einzufahren. Dieser so genannte "Short Squeeze" beschleunigt den Goldpreisanstieg zusätzlich.


    Handeln wie die Insider
    Geradezu als mathematische Gewissheit dürfte gelten, dass die aktuelle Überschuldungs- und Geldexpansionskrise früher oder später den Exitus der Papiergeld-Systeme herbeiführen wird. Es ist davon auszugehen, dass immer mehr große Investoren dies verinnerlichen und sich deshalb mit physischem Edelmetall eindecken. Auch hier wird zusätzliche Goldnachfrage generiert. Es kann also als Privatanleger kein Fehler sein, die gleiche Strategie zu fahren und physisches Gold und Silber zu kaufen. Die Insider tun es auch.
    Quelle: Boersego Autor: Jochen Stanzl

  • Klasse Beobachtung zu den Anstiegen bei Ende der Kontraktzeiten in dem Artikel.
    Dann wollen wir hoffen, daß sich in den professionellen Kreisen diese Tatsachen überall herumsprechen und die nötigen Konsequenzen physischer Auslieferung gezogen werden...
    Aber bei einem Gerücht, wie man von 20% über Spot kassieren kann, muß man wohl keine EM-Abteilung extra dazu drängen, statt Papier das Material zu fordern - selbst wenn man es gar nicht will. :D

  • Bloomberg: Gold May Rise on Central-Bank Buying Speculation

    Zitat

    Seventeen of 23 traders, investors and analysts surveyed by Bloomberg, or 74 percent, said bullion would rise next week.


    Ist in meinen Ohren ein Signal wieder vorsichtiger zu werden. Wenn 17 von 23 tradern bullish sind heisst das nämlich nix anderes als das selbige schon gekauft haben und die Käufer weniger werden. Natürlich nur eine Kurzfristüberlegung.

  • Bloomberg: Gold May Rise on Central-Bank Buying Speculation


    Ist in meinen Ohren ein Signal wieder vorsichtiger zu werden. Wenn 17 von 23 tradern bullish sind heisst das nämlich nix anderes als das selbige schon gekauft haben und die Käufer weniger werden. Natürlich nur eine Kurzfristüberlegung.


    Auch kurzfristig bleibe ich eher optimistisch. Die "Korrektur" war das kurze Unterschreiten des 1032-ATH, jetzt denke ich, dass kurzfristig eher die 1150 genommen werden bevor die nächste Korrektur einsetzt.



    edit: Was außerdem bemerkenswert ist: der Siegel meldet auf einen Verkäufer nur noch 3 Käufer. Wenn das beim größeren Online-Händler so ist, dürfte das insgesamt bedeuten, dass von Privat netto verkauft wird momentan. Da ja offenbar die asiatischen Zentralbanken weiter kaufen (siehe Sri Lanka), stört mich das noch nicht. Offenbar geht weiter eher das Big Money/Smart Money in Gold, die Milchmädchen sind noch weit weg.....

    Einmal editiert, zuletzt von Xray1 ()

    • Offizieller Beitrag

    Die zitierten 23 müssen nicht unbedingt repräsentativ für das Sentiment sein.
    Besser wäre schon der gelegentlich gezeigte Hulbert Index, der aber nur ztw. veröffentlich wird.


    Hier mal der Sentiment Index von animusX, den man mit neutral bezeichnen kann:


    http://www.goldseiten.de/content/kurse/sentiment.php


    Meldungen über vermehrten Goldkauf von Zentralbanken hellen die Stimmung schon etwas auf...


    GOLD : Märkte und Informationen


    Grüsse

  • Die FAZ beginnt nun vorsichtig, ihre Leser über die Einzelheiten beim Erwerb von Goldmünzen aufzukären und den Unterschied zu Medaillen etc. herauszustellen. Immerhin eine Veränderung gegenüber den dort ansonsten üblichen Listen mit Goldzertifikaten - eine interessante Verlagerung.
    Dennoch am Ende der übliche Hammer:


    "In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass der Besitz von Edelmetallen in Krisenzeiten verboten war."



    Vorsicht bei Medaillen


    06. November 2009 Der allgemeine Boom im Edelmetall- und Rohstoffbereich, der ausgelöst wird durch eine ominöse Sorge der Anleger über die Folgen der extremen finanz- und geldpolitischen Maßnahmen von Regierungen und Zentralbanken, sorgt dafür, dass immer mehr Angebote in diesem Bereich auf den Markt kommen.


    Das führt dazu, dass unseriöse Trittbrettfahrer gute Chancen haben, gute Geschäfte zu machen. Sei es mit dem Ankauf von Altgold, dem Vertrieb seltsamster Zertifikate oder auch mit dem Verkauf von Medaillen und Münzen.


    http://www.faz.net/s/Rub58BA8E…Tpl~Ecommon~Sspezial.html


    Grüße
    auratico

    Einmal editiert, zuletzt von auratico ()

  • Ab 14:30 gings ja wieder richtig rund. Vorher dümpelte alles freundlich vor sich hin, plötzlich im Verhältnis riesige Ausschläge als ob irgendjemand gerne die 1100 nehmen wollte, und irgendjemand anderes das unbedingt verhindern wollte. Bei 1098 wurde die Bremse gezogen, und zwar richtig, fast auf einen Schlag bis auf 1087. Natürlich sind das alles nur +/- rund 1%, aber trotzdem auffällig wie stark die Ausschläge sind im Vergleich zu vorher.


  • 06. November 2009 Der allgemeine Boom im Edelmetall- und Rohstoffbereich, der ausgelöst wird durch eine ominöse Sorge der Anleger über die Folgen der extremen finanz- und geldpolitischen Maßnahmen von Regierungen und Zentralbanken, sorgt dafür, dass immer mehr Angebote in diesem Bereich auf den Markt kommen.


    Tja, ganz schön "ominös", unsere Sorgen hinsichtlich der Finanz- und Geldpolitik im Dollar/Euroraum ...


    :wall:

    Hinab in die Hölle, hinauf auf den Thron, am schnellsten empfängt man alleine den Lohn.

  • Ab 14:30 gings ja wieder richtig rund. Vorher dümpelte alles freundlich vor sich hin, plötzlich im Verhältnis riesige Ausschläge als ob irgendjemand gerne die 1100 nehmen wollte, und irgendjemand anderes das unbedingt verhindern wollte. Bei 1098 wurde die Bremse gezogen, und zwar richtig, fast auf einen Schlag bis auf 1087. Natürlich sind das alles nur +/- rund 1%, aber trotzdem auffällig wie stark die Ausschläge sind im Vergleich zu vorher.


    Das wird an den Arbeitsmarktdaten aus Amiland gelegen haben.

    ,,Nicht was wir sehen, wohl aber wie wir sehen, bestimmt den Wert des Geschehenen'' Blaise Pascal

  • Also..meine anaconda meint.....sie zuckt grad wieder....es wird kalt und Schnee kommt.


    Was vielke leute so alles zu wissen glauben......wie gesagt..ich glaube 3 Pfund Rinderwade geben eine gute suppe.


    Ansonsten....Leute...habt ihr euer Gold...die Inder und Schlitzis laßen euch nichts mehr.


    cu DL.....das große Geld stellt sich langsam in den Markt....und sagt....ich will sehen [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]

    Plutonia lebe hoch und Gold ahoi


  • Das wird an den Arbeitsmarktdaten aus Amiland gelegen haben.

    Stimmt, die 10,2 Prozent angebliche Arbeitslosigkeit dort wars wohl. Obwohl die Erwartungen der Anallüsten ja was die Jobabbauzahlen angeht dank der "Revisionen" der beiden Vormonate im Prinzip sogar positiv überrascht wurden, wenn man die Zahlen für die drei Monate zusammenzählt. Na ja, viel Logik (und Wahrheit) steckt vermutlich eh nicht in den ganzen Zahlenspielen. Wir werden an Gold noch viel Freude haben, daran habe ich keinen Zweifel.

  • 1.100,30 USD/oz :whistling: :whistling: :whistling:

    "Auro loquente omnis oratio inanis est."- Wenn das Gold redet, dann schweigt die Welt.


    -------------------------------------------- CRASH J.P.MORGAN - BUY SILVER----------------------------------------------

  • Koennten die markanten Ausschlaege des New-Yorker Handels auch ohne weiteres zu den ansonsten ruhigeren Nebenzeiten stattfinden [?] oder muessten dazu erst GoldVerschiebungen an die jeweiligen MarktPlaetze stattfinden ?


    Dh. (ca.): Koennten die Verantwortlichen bspw. einfach zu e. anderen Uhrzeit in Tokio oder Honkong/London die _gleichen_ Deals abwickeln, ohne vorherige extra-Vorbereitungen ?
    Oder sind gewisse HandelsVorgaenge erstmal ortsgebunden und muessen aus verschiedenen Gruenden an den jeweiligen LokalBoersen ausgefuehrt oder zumindest Kurs-wirksam vorbereitet werden ?

    2 Mal editiert, zuletzt von chefboss ()

  • Koennten die markanten Ausschlaege des New-Yorker Handels auch ohne weiteres zu den ansonsten ruhigeren Nebenzeiten stattfinden [?] oder muessten dazu erst GoldVerschiebungen an die jeweiligen MarktPlaetze stattfinden ?


    Dh. (ca.): Koennten die Verantwortlichen bspw. einfach zu e. anderen Uhrzeit in Tokio oder Honkong/London die _gleichen_ Deals abwickeln, ohne vorherige extra-Vorbereitungen ?
    Oder sind gewisse HandelsVorgaenge erstmal ortsgebunden und muessen aus verschiedenen Gruenden an den jeweiligen LokalBoersen ausgefuehrt oder zumindest Kurs-wirksam vorbereitet werden ?


    Im Goldmarkt ist das Preisfixing in London ( 2x am Tag) entscheidend. Da geht es um reelles Metall. Alles andere sind Papiergoldmärkte oder regionaler Kleinkram.

    • Offizieller Beitrag

    Was mich :boese: :boese: :boese: ist, daß noch immer jeder Sack Reis im Land der Unbegrenzten Schwindeleien derarte Wellen schlägt auch auf ganz andere Märkte (Gold, Devisen, Russen- und Deutsche Börse)(....)


    Das sehen wir so gemeinsam! Aber das ist ja nicht neu, statt Aufregung Verachtung über die sog.Profis drüben macht gelassener....


    Der Schwächling Fiatkaiser $ wird momentan auch hin-und hergeprügelt, das wirkt sich auf Gold --und Silber aus,noch...


    Grüsse

  • Im Goldmarkt ist das Preisfixing in London ( 2x am Tag) entscheidend. Da geht es um reelles Metall. Alles andere sind Papiergoldmärkte oder regionaler Kleinkram.


    Das stimmt natürlich, aber der LBMA-Markt orientiert sich natürlich auch daran, was die Papiermärkte in NY und anderswo gerade machen, jedenfalls noch......Das würde sich erst ändern, wenn die Papiermärkte defaulten, was ich aber so schnell nicht sehe.



    Ansonsten: Dass die 1100 heute schon kurz geknackt wurde, ist doch sehr schön, der Trend stimmt weiterhin. Es ist noch nicht so lange her, da hätte ich mit 1100 nicht vor 2010 gerechnet.

Schriftgröße:  A A A A A