Also bitte!
Angebot und Nachfrage bestimmen in einem freien Markt den Preis.
Nein, das ist ein weitverbreiteter Denkfehler der in unseren Schulen und Zeitungen nur zu gerne verbreitet wird.
Gehen wir vom idealen Markt aus, in dem Angebot und Nachfrage sich ausgleichen, keine Seite ein Monopol hat,
d.h. es ausreichend Käufer und Verkäufer für eine bestimmte Ware, z.B. einen Flaschenöffner, gibt.
Wo wird dann der durchschnitll. Preis für unseren Flaschenöffner liegen ?
Er wird genau dem durschnittl. Aufwand (abhängig vom Stand der Produktivkräfte) entsprechen, der zu seiner Herstellung
(+ Transport+Vermarktung usw.)
notwendig war. Auf diesem Niveau wird sich der Preis einpendeln.
Zu diesem Preis wird er zu kaufen sein, da der durschnittl. Käufer keineswegs in irgendeiner Notsituation sein wird,
in der sein Leben vom Erwerb dieses Flaschenöffners abhängig sein wird und er deshalb "alles" dafür zahlen wird.
So ist's auch mit allen anderen Waren.
Das ist der Inhalt des sogennanten Wertgesetzes, (geht auf Adam Smith / Ricardo zurück) und wird in der "modernen"
VWL-Lehre gar nicht so gerne gesehen, weil es vielem Unsinn schlagartig den Boden entzieht.
In deinem Beispiel weiter unten gehst du eben nicht von einem freien Markt aus, sondern einem
extremen Monopol: Irgendeiner hat als einziger was ganz Tolles, was jeder will.
Wo glaubst Du, läge der Preis, wenn es sehr viele gäbe, die das anbieten würden ?
Nur darüber macht das oben genannte Wertgesetz eine Aussage.
Gruss PT