GOLD : Märkte und Informationen

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    Ein Forumsmitglied hat mir geschrieben, dass sein Vater oder Opa als leitender Bankangestellter 1923 dabei war, als die Steuer für Immo besitzer berechnet wurde und alle Immo besitzer als Lastenausgleich zu Geldbesitzern zur Kasse gebeten wurden.
    Ich habe ihn gebeten, mal genau nachzufragen, wie das damals war.

    Das wäre wirklich mal interessant zu erfahren wie das damlas abgelaufen ist. Die Frage ist ob das heute noch ohne größerer Unruhen möglich wäre.

    Ich bin früher täglich zur Börse gegangen, weil ich nirgendwo auf der Welt so viele Dummköpfe pro Quadratmeter treffen kann wie dort. (Kostolany)


  • Der Liquiditätsentzug der Wirtschaft ist bisher eher theoretischer Natur aufgrund der noch rel. kleinen Volumina, das wird wohl erst kritisch wenn die Bildzeitung zum Goldkauf rät.
    Und wenn es soweit ist, dürfte auch unser Geldsystem für die breite Masse wahrnehmbar am Ende sein, so dass der Liquiditätsentzug in einem höher inflationären Markt kaum bis gar keine deflationären Auswirkungen haben dürfte.


    Oder seh ich da was falsch?

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird, dann verkommt alles Bestehende auf der Erde, denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“ Friedrich von Schiller

    • Offizieller Beitrag


    Diese Fragen sind bereits vorhergehend beantwortet worden, dennoch noch einige Anmerkungen:


    Die Fragestellung könnte exakt entgegengesetzt lauten. Warum geht Gold so deutlich nach oben. ?


    --- Deficit spending / Bailouts erreichen irrational hohe Beträge.
    --- Die herumgeisternden Derivate , einige 100 Bio $, übersteigen das Weltbruttosozialprodukt.
    --- Der Wert allen Goldes beträgt Bruchteile von Promille aller Wertanlagen.
    --- Der Wert des jährlich neu geförderten Goldes, etwa 2000 t, beträgt rd. 50 Mrd €, etwa die Neuverschuldung BRD 2010!
    --- Die USA verschulden sich jährlich neu mit Billionen $...
    --- ALLe Imperien der Weltgeschichte sind zerfallen, das wird die $ Hegemonie ebenfalls erleiden....
    --- Gold hat hingegen seine Kaufkraft über 5000 Jahre und mehr etwa gehalten..

    Noch Fragen ? ;)


    Grüsse
    Edel

  • heute meinen Onkel gesprochen
    der Onkel ist 84 Jahre alt


    er hatte seit 1975 immer ca. 200.000 DM auf dem Konto
    und die Zinserträge nutzte er um sein Einkommen aufzubessern


    er hat auch Antiquitäten im Wert von ca. 100.000 Euro
    Barockkomode mit Würfelintarsien
    Barocksessel
    Kabinettschränkchen
    Stahlstiche
    Kupferstiche
    Zinnkannen
    Zinnkerzenständer aus dem Kloster
    u.v.m.


    der Onkel sagte seine Goldanlage war die beste Geldanlage
    so um 1970 sagte er kostet 1 Kilogramm Gold 4000.- DM
    heute kostet ein 1 Kilogramm 25.000.- Euro


    Ich erwiderte mit Antiquitäten hast Du doch beim Einkauf ein paar Schnäppchen gemacht
    und die Antiquitäten sind doch auch gut zu verkaufen.


    Der Onkel erwiderte auch bei Anitquitäten kann der Marktpreis sinken
    er hatte Zinnteller und Zinnkannen im Jahr 1972 eingekauft
    und die Sammlerpreise sind gesunken, keiner will mehr diese Zinnkannen zu diesem Einkaufspreis


    Der Onkel sagte nicht Antiquitäten sondern
    Gold sei langfristig die beste Geldanlage.


    Mein Onkel hatte sich auch mal von der Bank beraten lassen
    und kaufte Canadische Dollar
    dann waren damals schnell 4000.- DM verloren.


    Ein Mann mit Erfahrungswerten.

  • der Onkel sagte seine Goldanlage war die beste Geldanlage
    so um 1970 sagte er kostet 1 Kilogramm Gold 4000.- DM
    heute kostet ein 1 Kilogramm 25.000.- Euro


    Der letzte Preis ist von der Realität schon überholt. Es waren sogar gaaanz kurzfristig schonmal über 30.000,- € ... ;(


    Das mit den 4000,- DM um 1970 möchte ich jetzt mal hinterfragen. Die Unze kam damals 35 ... 40,- $, das Kilo also ca. 1200,- $ (nur ganz größenordnungsmäßig gerechnet). Aber war der Dollar damals nicht schon deutlich(!) unter 3,- DM?


    Aber stimmt, mein alter Münzsammlerfreund erzählte mir immer, daß so ein "Goldfuchs" (20,- RM Wilhelm II) zu dieser "goldenen Zeit" im Handel nur ca. 40,- DM kam. Da war der Goldpreis möglicherweise wirklich nur mit unter 30,- DM dabei, der "Rest" war dann Marge (und diese prozentual sehr viel höher als heute für "Massenware"/Anlegermünzen üblich). DAS waren noch Zeiten, stimmt... :D

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

  • Mithras, diesen niedrigen Preis anno 70 kann ich auch nicht glauben; der Kiloverkaufspreis schwankte zw. 5075 DM( 1957) und 4850 DM (1963). Preise für 20er waren 1955= 43,- DM und 73,50 DM Jahresschluss 1962 ! Also ganz gegen den Trend. Meine günstigste Doppelkrone habe ich Mitte der 90er Jahre für DM 149 gekauft. Bei MDM ! :) So was gab es also auch einmal. mfG.

    • Offizieller Beitrag

    Aus alten persönlichen Unterlagen (HB 5/1977)


    20 Mark......... Okt.1968........... Okt.1972................Okt.1976


    .....................69,38..................99,90.................166,50 DM


    20 Dollar.........237,00.................277,00................510,00 DM


    Grüsse
    Edel

  • Mithras, diesen niedrigen Preis anno 70 kann ich auch nicht glauben; der Kiloverkaufspreis schwankte zw. 5075 DM( 1957) und 4850 DM (1963). Preise für 20er waren 1955= 43,- DM und 73,50 DM Jahresschluss 1962 ! Also ganz gegen den Trend. Meine günstigste Doppelkrone habe ich Mitte der 90er Jahre für DM 149 gekauft. Bei MDM ! :) So was gab es also auch einmal. mfG.


    Ich habe den mittlerweile auch schon 80jährigen Mann soeben angerufen: Das mit dem "doppelten Nennwert in DM" meinte er in der Tat bezogen auf die Zeit gleich nach der Währungsreform. :) "In den Siebzigern kamen die häufigen 20-Markstücke dann schon um 100,- DM herum." - was sich exakt mit Edels Tabelle deckt.


    Er bestätigte auch, daß Reichsgold damals ein teures Hobby war und diese Stücke seinerzeit IMMER numismatisch betrachtet wurden, also der Sammlerwert einen erheblichen(!) Teil des Verkaufspreises ausmachte, auch bei "ganz ordinären Willys". Das war ja auch die Zeit der "Hausmann-Fälschungen". (Das sind supergut gemachte Echtgold-Replikate seltener Reichsgoldprägungen bzw. Nominale, gedacht als "Belegstücke" für Sammler, die sich die Raritäten in echt nicht leisten konnten/wollten. In "meiner" Wechselstube werden die z.T. heute noch verkauft und sind schon wieder fast kulturgeschichtlich interessant - wenn man die zum Spot(t)preis kaufen kann, macht man als Goldbug eh nix falsch, weil der Feingoldgehalt eher HÖHER ist: z.T. aus Sovereign-Legierung geprägt, statt nur mit 900er Au.)


    Und noch was anderes sagte er, BEVOR Edel hier seine Tabelle reinstellte: "Leute, die 'nur das Gold' interessierte, kauften damals am besten Dollars oder 'Exoten' wie Mexikanische Pesos, die hatten nämlich keinerlei Sammleraufschläge." Und siehe Edels Tabelle: 1972 hätte so'n 20-Dollar-Stück rein vom Feingehalt her ca. 400,- DM kosten müssen, wenn der "Goldfuchs" mit 100,- DM gehandelt wurde.


    Danke Euch beiden.


    Man soll eben konkrete Aussagen nicht nur "über drei Ecken" wiedergeben. ;)


    Und Edith sagt noch folgendes, denn diese Anmerkung von Onkel Hans fand ich auch ein sehr interessantes Zeitzeugnis: "Letztlich war je nach individueller Lebenssituation so ein 'Goldfuchs' damals real gar nicht so viel billiger, sondern sogar für manche Leute eher teurer als heute, denn man darf nicht das seinerzeitige Lohnniveau vergessen." Und stimmt: Bei meinem betont sparsamen Lebensstil gelingt es mir als "mittlerem Angestellten" locker, pro Monat immer noch 5 Sovereigns oder "Willys" von dem Geld zu kaufen, das am Monatsende übrig bleibt. Wer aber hätte Anfang der 70er pro Monat 500,- DM sparen können?! Diese prosperierenden Zeiten kamen in der BRD erst später...

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

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    • Offizieller Beitrag

    Aus einem anderen Sräd :sleeping: hierher kopiert:
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    Wenn die Mainstream-Medien zum Goldkauf anraten und der Taxifahrer und der Frisör sich mit dem Thema "Gold" beschäftigen, ist es dann nicht Zeit, über eine Blasenbildung beim Gold nachzudenken?
    (....)


    Eigentlich mag ich zu dem Thema "Goldblase" nichts mehr hören und sehen.


    Dies geistert schon seit Jahren immer wieder hier herum.


    Nur eines dazu:
    So lange ich in meinem wirklich großen Clan der einzige Goldbug bin, ist von einer "Blase" weit und breit nichts zu sehen. ^^


    Und das wird noch einige Jahre lang so bleiben. 8)
    .

  • Aus einem anderen Sräd :sleeping: hierher kopiert:
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    ....So lange ich in meinem wirklich großen Clan der einzige Goldbug bin, ist von einer "Blase" weit und breit nichts zu sehen. ^^


    Und das wird noch einige Jahre lang so bleiben. 8)
    .



    Ich habe mir gestern den Spaß erlaubt meine Mitarbeiter , die ja eigentlich beruflich sogar mit Edelmetallen zu tun haben, wenn auch peripher, sowie alle meine 'Tageskunden', das waren so ca. 20 - 25 Leutchens, alle Bildungs- und Einkommensschichten , bunt gemischt, zu fragen, was sie schätzen, was ein Kilogramm Gold kostet . Die Bandbreite der Schäzungen lag zwischen 4 €uro ( 8o ) und 16 000 € . (Eine Nennung) Das meiste lag so im Bereich 1000 € bis 5000 €. Während das Kilo Silber allgemein zu hoch geschätzt wurde. ( Bis 10 000 €uro) Allerdings war da jeweils schon das 'Rätsel' um den Goldpreis gelüftet. ;)


    Breitest denkbare Unkenntnis wo man hinschaut...nix Blase ! Ich denke im Januar 2000 kannte jede Friseuse den Kurs von Em-TV oder commerce one... :D

    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

  • Mal überschlägig:
    Bei 82 Mio Einwohnern und nur 4 köpfigen Familien haben wir 20,5 Mio Haushalte
    Von denen kauft jeder 5. Haushalt eine Unze.
    Macht auf einen Schlag 127 Tonnen.
    Das müsste man hören können. :whistling:


    Und das wäre nur 1 Unze für 20 % der Haushalte.


    Ich glaub ne Blase sähe anders aus. :hae:


  • Ich komm auf mehr, ich komm auf 155 Tonnen. 5.000.000 mal 31,1g durch 1.000.000 macht 155,5 Tonnen.


    Wie viele Unzen wurden 2009 in den großen Bullions Kruger, Maple, Eagle, Phil, Nugget, Panda, Brittania denn so verprägt? So könnte man eine Vorstellung entwickeln über die Kapazitäten im Kleinanlagebereich. Barren ist ja wahrscheinlich noch schwerer einzuschätzen, aber bei vielen ebenso beliebt wie Münzen.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn denn schon: [ 20,5 Mio x o,2 x 31,1 ] : 1 Mio = 127, 5 t ;)


    Vor einiger Zeit hatten wir hier die Jahreskäufe von Deutschland, Schweiz und Österreich; die Menge könnte so etwa sogar zutreffen... ?)
    Bin zu bequem, nachzublättern.
    .

  • Wenn denn schon: [ 20,5 Mio x o,2 x 31,1 ] : 1 Mio = 127, 5 t ;)


    Vor einiger Zeit hatten wir hier die Jahreskäufe von Deutschland, Schweiz und Österreich; die Menge könnte so etwa sogar zutreffen... ?)
    Bin zu bequem, nachzublättern.
    .


    He, he, stimmt natürlisch....
    Hab jeden 4. Haushalt, nicht jeden 5. gerechnet. :wall: Manchmal ist man gerad etwas vernebelt im Kopf.
    Also back to topic....

    • Offizieller Beitrag


    He, he, stimmt natürlisch....
    Hab jeden 4. Haushalt, nicht jeden 5. gerechnet. :wall: Manchmal ist man gerad etwas vernebelt im Kopf.
    Also back to topic....


    "Nix für ungut" ^^


    Hab hier zurückliegende Anhaltswerte gefunden:


    GOLD : Märkte und Informationen
    .

  • Dazu kommt dann noch:
    Nicht nur wir hier in good old Germany sind so schlau.
    Da kommt europaweit ganz schön was zusammen.


    Wenn die Blase also auftreten sollte: Gute Güte, das HÖRT man!!!
    Da sind über kurz oder lang HUNDERTE von Tonnen weg! :D


    Zur Zeit also: Don' t panic!

  • Zitat

    Mit dem Ende der vergangenen Woche und dem Beginn Dieser ist die Goldnachfrage extrem angestiegen. Die Bestseller sind neben dem Krügerrand die Klassiker wie American Eagles, Maple Leaf und der Philharmoniker. Das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen beträgt hohe 20:1. [. . .]
    Angesichts der aktuellen Nachrichtenlage ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass wir in der Berliner Geschäftsstelle auf eine äußerst lebhafte Woche zurückblicken können, wobei sich Vergleiche mit der Lage im Herbst 2008 aufdrängen, als die Kunden vor unseren Kassenschaltern Schlange standen. Wieder waren es zahlreiche „Neukunden“ die sich das erste Mal mit diesem Thema beschäftigen und wieder haben wir die Situation, dass wir in einigen wichtigen Gattungen ausverkauft sind.

    Proaurum Tageskommentar vom 3.5.10


    Zitat

    Aufgrund der extrem starken Nachfrage sind leider nur noch wenige Produkte sofort lieferbar. Wir bemühen uns Ihnen weitere Waren anbieten zu können. Vorbestellungen nehmen wir nicht entgegen.

    Ticker auf der Westgold-Startseite, wo es kaum noch 1-Unzen-Münzen zu kaufen gibt.

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

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