GOLD : Märkte und Informationen

  • „Der Markt kann sich halbieren – das wird ungemütlich“

    Zitat

    Bei den Rohstoffen könnten die Edelmetalle in der zweiten Krisenphase vielleicht ein Eigenleben führen und nicht – wie am Anfang der Finanzkrise – mit nach unten driften. Anleger nehmen sie jetzt als Krisenschutz wahr und als Rettungsanker in Zeiten explodierender Staatsverschuldung. Auch Gold als Währungsersatz, oder besser: als beste Währung, dürfte hier eine Rolle spielen. Schließlich betreiben alle Regierungen die gleiche unseriöse Ausgabepolitik. Ich empfehle für die Anlage ein Zehntel bis ein Fünftel des Kapitals in Edelmetalle zu stecken. Ansonsten wird man in den kommenden Jahren viel mentale Beweglichkeit für das eigene Depot brauchen.

    Link zum ganzen Interview

    "There is no art which one government sooner learns of another than that of draining money from the pockets of the people."
    Adam Smith (1723-1790): The Wealth of Nations

    • Offizieller Beitrag

    Und zwar Goldminen: Gold. Hatte Gold zuletzt besser als die Minen abgeschnitten, könnte sich das Bild umkehren, ganz im Gegensatz zu der auch in unserem Forum verbreiteten Auffassung.....


    Falls sich der kleine Ausbruch der Minen bestätigen sollte, wäre das sehr gut für Gold, oder aber vice versa....


    Altmeister Russel hält auch die extreme Dollarhausse wegen Griechenland für übertrieben,"foolish". Ultimativ erfolgt die Flucht aus dem Dollar in Gold :


    "Gold als Totenglocke des Dollar"


    http://www.321gold.com/editorials/russell/russell050410.html


    Grüsse


  • Altmeister Russel hält auch die extreme Dollarhausse wegen Griechenland für übertrieben,"foolish". Ultimativ erfolgt die Flucht aus dem Dollar in Gold :


    Ist schon lustig, alle US-Goldbugs halten die momentane Dollar-Stärke für Unsinn. Alle europäischen Systemkritiker dagegen sind sich einig, dass es den Euro übermorgen zerreißt. Als Goldbug hält man vermutlich immer das eigene tägliche Fiat für das gammligste. Mal sehen, wer recht behält. Als physische Anleger kann uns das zwar im Prinzip egal sein, trotzdem spannend.

    Einmal editiert, zuletzt von Xray1 ()

  • Dr_Meyer:


    Du kannst Fragen stellen!?! Das Preisniveau solcher klassischer, vor allem kultur-, kunst-, währungs- und zeitgeschichtlich als teilweise einzige überhaupt noch unverfälscht erhaltene Originalquellen interessanter numismatischer Schätzchen KANN man nicht so schön eineindeutig beziffern wie den POG in Form solcher aktueller Massenprodukte wie Krügis und so. :)


    Aber als profunder Kenner der "Szene" kann ich hier nur kurz feststellen, daß die Preise bei wirklich gut erhaltenen und/oder numismatisch besonders interessanten antiken oder mittelalterlichen Sammlermünzen bereits in 2008 die aktuelle Explosion des POG vorweggenommen haben. Derzeit ist z.T. ein Niveau erreicht, wo selbst recht gut betuchte Sammler sagen, daß die Preise jenseits von Gut und Böse sind. Das führt dann zum Wegbrechen der eigentlich relevanten Schicht von Interessenten: historisch interessierte Intellektuelle, die als Angestellte oder kleine Beamte nicht einfach so mit 500-€-Scheinen um sich schmeißen können, sondern für die schon ein 100er viel Geld ist. Dies führt zu einem "Austrocknen" des intellektuellen Backgrounds in der Sammlerszene, sie blutet also am unteren Rand aus. Ergebnis: letztlich sinkende Nachfrage...


    Komme gerade von der Auktion bei Emporium Hamburg: z.T. gab's da schon wieder echte Schnäppchen. Der "kleine Crash" fängt möglicherweise also schon an... (Mich als Echtinteressenten freut's :) !)

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

  • Ich denke mal,


    ab eine Dow : POG Verhaeltnis von 1:1 sollte man allmaehlich nachdenken, sein Vermoegen teilweise umzuschichten. Dass war bisher zweimal in den letzten 100 Jahren der Fall. Zuletzt 1980.
    Wer da in den DOW gegangen ist und Ende 1999 (bei einem Verhaeltnis von ueber 1:40) wieder in Gold der hat sein Schnaeppchen gemacht. Jetzt steht der naechste Event an.


    Ich gehe nicht von einem Totalen Zusammenbruch der Wirtschaft aus. Das Papiergeld mag zusammenfallen. Aber es werden immer irgendwo ueberschuesse produziert, die die Produzenten gegen andere Sachen eintauschen wollen.


    Otoshi

    Einmal editiert, zuletzt von Otoshi ()

    • Offizieller Beitrag

    Ist schon lustig, alle US-Goldbugs halten die momentane Dollar-Stärke für Unsinn. Alle europäischen Systemkritiker dagegen sind sich einig, dass es den Euro übermorgen zerreißt. Als Goldbug hält man vermutlich immer das eigene tägliche Fiat für das gammligste. Mal sehen, wer recht behält. Als physische Anleger kann uns das zwar im Prinzip egal sein, trotzdem spannend.


    Nicht so egal,im Gegenteil profitieren wir in Europa als Goldbugs vom schwachen Euro.


    Im übrigen die Exportnationen auch, ganz im Gegensatz zu den USA, denen mit stärkerem Dollar die Probleme noch wachsen !
    Apropos: Der $ als auch der € sind beide Fiatmonster, nur unterscheiden sich die Einschätzungen immer öfter, wer als erster kollabiert.


    Es sind die erfahrenen US Goldbugs, wie Russel oder Sinclair, viel profilierter -- seit 50 Jahren in der Börse -- als europäische Pressefuzzis und stets mäkelnden Europäer, die alles besser wissen und zerreden....


    Einige Zahlen:
    --- Griechenland benötigt irgendwie 150 Mrd €, der Rest PIGS mal mit weiteren 1-2 Billionen „Kosten“ geschätzt.
    --- Die USA benötigen etwa 5 Bio $ jahrlich !!. Und deren offizielle Statisiken sind grauenerregend manipuliert und absolut irreführend.


    Wenn ein Kontinent in eine verheerende Rezession rutscht, ist dies mE.eher Nordamerika, namentlich die USA, weit vor Europa...


    Grüsse
    Edel

  • Nicht irgendwann, sondern ständig :D und jeder Schweizer ist mit 10.000 Franken im Boot, was manchen nicht erfreut. :D


    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=161812

    Wie es aussieht, ist der Markt stärker:
    http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=162189


    Es ist schon eine seltsame Sache mit den Papierwährungen :S

    im Gegenteil profitieren wir in Europa als Goldbugs vom schwachen Euro.

    Wer Gold VERKAUFT, bekommt mehr Eurotz-Fiat. Daß es sich bei den momentanen Verkäufern um Goldbugs handelt, bezweifle ich. Wird sich stattdessen eher um Geldzähler wie appendix handeln.

    Gold bringt keine Zinsen, also: Kauft Kriegsanleihen ... ähh ... MeFo-Wechsel ... ähh ... Sondervermögen ...!

    Einmal editiert, zuletzt von trenntWände ()

  • Vielen Dank für die Antwort, sehr interessant.


    Ist ähnlich wie auf dem Kunstmarkt: haben haben professionelle Investoren den Markt so weit getrieben, dass selbst große Museen nicht mehr kaufen können.

    • Offizieller Beitrag

    (....)
    Es ist schon eine seltsame Sache mit den Papierwährungen :S


    Wer Gold VERKAUFT, bekommt mehr Eurotz-Fiat. (....)


    Natürlich völlig richtig; Richtig aber auch Höherbewertung der Bestände. ;)
    .

    • Offizieller Beitrag

    Besagter EURO, der gerade die 1,27 knackt?


    Auch Teuro genannt, aber bald nicht mehr, wenn das so weitergeht. Er verliert momentan nicht nur gegen den $....


    Aber darüber kann man streiten, wie es alalong weitergeht, sh. vorherige Postings.


    Was oft und gern vergessen wird: Bei seiner Einführung stand er bei 1,17 zum $, ist noch etwas Luft bis dahin.


    Die Goldbestände werden jedenfalls dadurch momentan nicht billiger, sh. Rekordhoch Eurogold. :)
    .

  • Nichts ist so sicher wie der Tod und die Golddrückung der Comex um 14:00


    ..und siehe da püntklich um 14:00 gehst abwärst ... :wall:


    Das hat heute aber nicht sehr lange gehalten.....
    Momentan zieht jemand die Bremse bei 1197. Genauso, wie irgendjemand bei 1,27Dollar für nen Euro erstmal wieder ne Grenze einzieht. Das sieht für mich sehr nach ZB-Interventionen aus beim Euro. Könnte mir da sogar die FED vorstellen, damit nicht alles in Panikmodus übergeht. Wo doch auch heute die Aktienmärkte auch weiter schwächeln.
    Schätze mal, bei Gold wird man versuchen, die 1200 diese Woche zu halten. Aber sieht nach viel Druck im Kessel aus.


    Übrigens, das erste mal über 1000 $ war ja zu einem Zeitpunkt nahe am $/Euro ATH von 1,60. Wenn man den heutigen Euro-Preis von 940 Euro mit 1,60 umrechnet, wären wir bei 1500$. Der bisherige Bullenmarkt seit 2001 sieht ja immer so aus, dass erstmal eine Währung vorprescht im Gold und dann das Gegenstück flott aufholt, wobei das immer mit einer Abwertung der Währungen zueinander ablief. Würde mich nicht wundern, wenn wir das weiter so sehen werden. Dann wird Gold in Euro bei 1000 stehen bleiben und in Dollar gehts weiter bis 1500 oder 1600. Und so weiter und so fort, bis das Fiat entwertet ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Xray1 ()

  • Haben die da drüben heute Feiertag, oder schlafen die da noch alle? :S


    Ich vermisse die Drückerkolonnen ... :wacko: Heute sieht der Chart so anders aus ...


    Gruss


    bettel

    Important information of the German "Propaganda Ministry":


    - Gold ist ein barbarisches Relikt und man kann es nicht essen!
    - Gold bringt keine Rendite und auch keine Zinsen!
    - Gold kann fallen und außerdem ist Gold böse!
    - Gold kann verboten werden, um das Volk zu schützen!


    - Mehr als 1000 Gründe die für Geld sprechen: "Hier ist Ihr Geld sicher (FBL)!" :D

  • Dann wird Gold in Euro bei 1000 stehen bleiben und in Dollar gehts weiter bis 1500 oder 1600. Und so weiter und so fort, bis das Fiat entwertet ist.

    Genau das denke ich auch. Im Grunde müsste es so kommen. Entscheiden tun dies wohl allerdings jene, die am fallenden Euro kräftig verdienen.
    S.h., wenn nun nach und nach die nächste EU-Sau durchs Dorf getrieben wird, und man weiterhin so tut, als sei der totkranke Patient USA samt US-Dollar kerngesund und der rettende Hafen, dann könnte Gold in Euro noch weitaus höher steigen, bis eine überfällige Anpassung im Dollar (im Zuge einer Abwertung des USD) vollzogen wird.

    "Blinder Glaube an die Obrigkeit ist der schlimmste Feind der Wahrheit"
    Albert Einstein

  • Genau das denke ich auch. Im Grunde müsste es so kommen. Entscheiden tun dies wohl allerdings jene, die am fallenden Euro kräftig verdienen.
    S.h., wenn nun nach und nach die nächste EU-Sau durchs Dorf getrieben wird, und man weiterhin so tut, als sei der totkranke Patient USA samt US-Dollar kerngesund und der rettende Hafen, dann könnte Gold in Euro noch weitaus höher steigen, bis eine überfällige Anpassung im Dollar (im Zuge einer Abwertung des USD) vollzogen wird.


    Der fast-Aktiencrash in USA (Dow mal kurz -9%) zeigt, dass sollte es US-Amerikanische Interessen an einem crashartig fallenden Euro gegeben haben, dann haben die aber sehr mit dem Feuer gespielt. Die USA sind insgesamt viel abhängiger von ihren Aktienmärkten als wir! So ein Panikmodus wie heute kurzzeitig kann dort alles zerreißen. Die ebenso schlagartige Erholung des Dow kann nur auf das PPT zurückzuführen sein. Heute ist ein Tag gewaltiger Interventionen.

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