GOLD : Märkte und Informationen

  • So langsam haben die US-Universitäten die entsprechenden Lehren aus iher desaströsen, auf Derivatenpoker beruhenden Veranlagungsstrategie der Vergangenheit gezogen.


    Die Universität von Texas macht den bescheidenen Anfang und läßt sich zum Aufwärmen schon mal fürs Erste Gold im Wert von fast 1 Milliarde Dollar (6.643 große Barren bzw. 664,300 Unzen) physisch ausliefern. Die anderen werden es den Texanern bestimmt bald gleichtun:


    Texas University Endowment Storing About $1 Billion in Gold Bars


    The University of Texas Investment Management Co., the second-largest U.S. academic endowment, took delivery of almost $1 billion in gold bullion and is storing the bars in a New York vault, according to the fund’s board.


    http://www.bloomberg.com/news/…billion-in-gold-bars.html


    Grüße


    auratico

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  • Jetzt geht's langsam ab.


    Solche Meldungen sind die absoluten Multiplikatoren. Wenn eine Uni so in Gold investiert und das kommuniziert wird, werde tausende Einzelpersonen folgen.

    Delphin
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    "Whee! This investing stuff is easy!"
    (Mogambo Guru)

    Einmal editiert, zuletzt von Delphin ()


  • auratico war schneller. Hier aber noch meine Einschätzung dazu - unter Bezug auf den ZH-Kommentar:


    Aktuelle Info von Bloomberg, kommentiert von Zerohedge : Die Uni Texas (immerhin fast 20 Mrd Dollar an Stiftungsgeldern unter eigenem Management!) lässt sich physisches Gold ("bullion gold") für 1 Mrd Dollar allokiert ausliefern. Dies mit explizitem Hinweis auf das "exzessive Gelddrucken der Zentralbanken".


    => Man muss vielleicht nicht gleich so mutig und euphorisch wie Zerohedge werden, die das jetzt schon als DEN (!) Tipping Point ansehen. Also als DEN Wendepunkt sowohl in Sachen Comex-GoldSilber-Manipulation als auch in der Folge dann im mega-großen Ponzi-Spiel des weltweiten ungedeckten Papiergelds. Immerhin aber sprechen wir von mehr als 21 Tonnen Gold. Oder fast 1% der Welt-Jahresförderung. Gekauft von nur EINER Institution, die damit gerade mal zu 5% in phys. Gold investiert ist und natürlich "if need be" mal locker das 20-fache nachlegen könnte! Und/oder eben 100 andere Institutionen. Es gibt genügend Geldpools im Mrd-Bereich oder höher. Von den unbegrenzt druckfähigen Groß- und Zentralbanken ganz zu schweigen.


    => Vielleicht hat Zerohedge also recht. Es ist in jedem Fall Tatsache, dass hier ein nicht unbedeutender Geldpool einer Institution aus dem engeren Elitenkreis fahnenflüchtig geworden ist. Viele werden folgen. Und FALLS es der Tipping Point ist, kann und wird alles sehr schnell gehen. NOCH ist das nicht meine Prognose - jedenfalls noch nicht für 2011. Aber die Beschleunigungswarnzeichen sind unübersehbar. Zieht Euch warm an. Auch wenn dies NICHT wie von ZH vermutet der erste Dominostein gewesen sein sollte.


    Wichtiger Nachtrag zu "allokiert". Bloomberg schreibt:


    "The endowment, which oversees funds held by the University of Texas System and Texas A&M University, has 6,643 bars of bullion, or 664,300 ounces, in a Comex-registered vault in New York owned by HSBC Holdings Plc (HSBA), the London-based bank, according to a report distributed at the meeting in Austin. "


    => Damit sind diese Barren zwar offenbar formal allokiert (und nicht Teil eines ETFs o.ä.). Allerdings qualifiziert sich (ausgerechnet) der HSBC-Tresor in NY NICHT als Ort, wo man sicher und separiert sein Gold lagern sollte, wenn man Mehrfachverkäufe und Entleihungen des Materials ausschließen will. Es ist aus den Quellen nicht erkennbar, ob sich die Uni Texas entsprechende Garantien hat geben lassen und/oder auf physischer Separierung der Ware bestanden hat, was am Tag X des Comex-Defaults enorm wichtig sein wird. Der Hinweis von Bloomberg "Comex-registered vault" ist im Artikel zwar sicher als Gütesiegel gemeint. Für Kenner der Comex ist er jedoch eher eine schrill surrende Alarmsirene...

    Erst wenn die letzte Bank pleite, der letzte Staat ruiniert, die letzte Währung wertlos geworden ist, werdet Ihr merken, dass man Gold nicht drucken kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Pauli ()

  • Zitat

    quote='appendix','
    Die haben doch schon 2010 rund 500 Millionen Dollar in Gold angelegt:


    http://www.goldreporter.de/us-…-dollar-in-gold/gold/866/


    Damals aber erfolgte die Veranlagung offenbar an den Terminmärkten über Futures. Die diesmal physische Auslieferung in diesem Ausmaß dürfte in der Tat im Papierland USA für einiges Aufsehen auch bei anderen großen Vermögensverwaltern sorgen.


    Grüße


    auratico

    2 Mal editiert, zuletzt von auratico ()

    • Offizieller Beitrag

    Also: wer schreibt denen eine Brief des Inhaltes, sie sollten doch besser das Gold physisch nach Texas überführen?
    Und wer kümmert sich darum, wer wie und wie oft die HSBC-Tresore auditiert? Misanthrop könnte das ja mit zwei Gehilfen in einem halben Tag erledigen, aber er darf wohl nicht....


    Lucky

    "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
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  • Pauli


    zum Verschieben großer Vermögen in physisches Material abzustempeln, scheint leichtsinnig. Ich kann mich an der gerichtlichen Einigung, bezüglich fehlender Seriennummern in den Lagerbeständen, aus der persönlichen Erinnerung heraus, nur dunkel an JP Morgan als "Hauptangeklagten" entsinnen. Wohl aber sehr genau an die erste große physische Auslieferung Comex-Goldes 2008 [?] nach Asien. Damals wurde der Deal ebenfalls samt Transport ebenfalls von der HSBC durchgeführt, da bin ich mir sehr sicher.


    Die Quellen für die benannten Vorgänge sind allerdings nicht ohne Aufwand sofort zu finden, das war damals kein Mainstream.


    Jedenfalls sollte man IMHO auf HSBC eher positiv, als Gold-Groß-Dienstleister achten! Das passt schon.


    schöne grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    4 Mal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

  • Bürgerrechtler: Ich weiß jetzt nicht, ob Du bei "HSBC als vertrauenswürdiger Gold-Großdienstleister" einen Ironie-Smilie vergessen hast. Wie auch immer: Dass jemand, der neben JPM die größten Comex-Tresoranlagen betreibt, auch ab und zu mal TATSÄCHLICH GoldSilber im Tresor drin hat und auch mal einen Goldlieferauftrag korrekt abwickeln konnte und kann, bestreitet ja niemand.


    Aber immerhin wurde der HSBC-"Buddy" JPM damals nicht (nur) wegen FEHLENDER Seriennummern verklagt, sondern einmal sogar deswegen, weil er seinen Kunden "Lagergebühren" auf dann nachweislich gar nicht vorhandenes Gold in Rechnung gestellt hat [sic]. Sowas nennt man wohl Chuzpe - war aber jahrelang (ungesühnt) Usus im zunftähnlich organisierten Tresor- und Barrenoligopol namens "Comex-registriert" oder "LBMA-Standard". JPM hat sich übrigens damals rel. teuer verglichen, weil ein Schuldspruch GAR zu geschäftsschädigend gewesen wäre. Die Beweislage war glasklar.


    Seit Jahren warnten die Goldeliten bei den Banken und in den Medien explizit davor, NICHT-LBMA-zertifizierte Goldware zu beziehen oder auch, diese Ware auch nur aus dem "good-delivery-Kreislauf" zu nehmen, weil angeblich wertmindernd. 8o In DIESER abstrusen "Profi-Goldwelt" ist JEDER Schmu möglich, denn es gibt weltweit weniger als 5 oder 10 offizielle Comex- oder LME-Tresore. Die Goldbestände der Welt liegen in enorm hohem Prozentsatz in diesen wenigen Tresoren, die NIE unabhängig auditiert werden. Schon gar nicht alle gleichzeitig, was aber nötig wäre, um Betrug auszuschließen. Besonders bei unallokierten Beständen ohne bekannte Barrennummern (Goldkonten etc.) kann man getrost von einer Unterdeckung größer 80% ausgehen, auch wenn das (mangels Audit) natürlich nicht belegbar ist.


    Über die Rolle von JPM und der HSBC an den reinen PAPIERdrückungen wurde ja hier schon genug geschrieben. Die Debatte wird langsam anachronistisch, denn derzeit wird -wenigstens im SILBERmarkt- die Manipulation derart offensichtlich für eine breite Öffentlichkeit, dass sie seit 9-2010 immer weniger durchzuhalten ist. Die Zeilen hier http://www.goldseiten.de/conte…php?storyid=15376&seite=1 haben noch Recherche-Stand Herbst 2010 (Silber = 20$/oz). We have come a long way since. Aber es ist erst der Anfang vom Ende der Manipulation durch die Bullion Banken.

    Erst wenn die letzte Bank pleite, der letzte Staat ruiniert, die letzte Währung wertlos geworden ist, werdet Ihr merken, dass man Gold nicht drucken kann.

    2 Mal editiert, zuletzt von Pauli ()

  • eine Kleinigkeit irritiert mich an dieser Meldung:

    Die Universität von Texas macht den bescheidenen Anfang und läßt sich zum Aufwärmen schon mal fürs Erste Gold im Wert von fast 1 Milliarde Dollar (6.643 große Barren bzw. 664.300 Unzen) physisch ausliefern.


    das wären 100 Unzen je Barren ...


    Standard-Goldbarren wiegen aber 400 Unzen!

    Ironie, Sarkasmus und Zynismus werden nicht extra gekennzeichnet und sind selbst zu erkennen

    • Offizieller Beitrag

    Die Investition der Texas University in Gold führt zu einer weiteren Überlegung:.
    Vor einiger Zeit hatten wir hier erörtert, in welch winzigem Ausmasse die US Pensonsfonds in Gold investiert sind. Finde leider ein Posting mit angehängtem Link / Tabelle nicht auf die Schnelle.
    Nach meiner Erinnerung beträgt der Anteil bei 2600 öffentlichen Pensionsfonds um 0,4 % bei einem Volumen von 2 Billionen
    (2 Trillionen US) $.

    Kaum abzusehen, was auf dem Goldmarkt eintreten könnte, wenn diese Pensionsfonds ihren Goldanteil auf "nur" 5 % erhöhen würden: 100 Mrd. $ in Gold angelegt bedeuteten rd. 2 200 t oder knapp eine Weltjahres Neuproduktion.


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Hier die logische Begründung der Texas University zur Anlage in physischem Gold.


    "“If you own a paper contract where they can only deliver you 10 cents on the dollar or less, you should probably convert it to physical,” said Bass, who isn’t related to Fort Worth’s billionaire Bass family. He said holding cash wasn’t a better choice because the rate of inflation exceeds money-market rates by 2.5 percent to 3 percent, eroding the value of cash.


    “Central banks are printing more money than they ever have, so what’s the value of money in terms of purchases of goods and services,” Bass said April 15 in a telephone interview. “I look at gold as just another currency that they can’t print any more of.”


    Der Berater der Uni legt die offizielle inflationsrate von 2,5 - 3 % zugrunde. In Wahrheit liegt diese über 5 %, hier erörtert:
    Charttechnik für Gold- und Silberbugs !?


    Gut für Gold = Wahres Geld !


    Grüsse

  • Sehr geehrte Damen und Herren


    Bitte beachten Sie die Anschnallzeichen an der Kabinendecke. Die Notausgänge befinden sich vorne, in der Mitte und hinten.


    Bitte klappen Sie auch das Beistelltischchen nach oben...


    ...es ist mit Turbulenzen zu rechnen.



    Wir wünschen Ihnen weiterhin einen angenehmen Flug mit Yellow-Airways...

  • Laut Eichelburg die Schwelle, wo der Goldpreis dann ins Unermessliche steigt und das Finanzsystem zusammenbricht. :D

    Zumindest in der Tendenz hat er recht. Aber wer wird dann noch Gold/Silber gegen wertloses Papier hergeben wollen?
    Zur Erinnerung: Ende 1923 kostete die Goldunze 87 Billionen Reichsmark. Und wer stand 1924 dann besser da: der mit dem Ünzlein Gold oder der Billionär?

  • Zitat

    Märkte brechen ein


    Die Kapitalmärkte reagierten äußerst verschreckt auf die Nachricht: Die Aktien-Indizes brachen weltweit ein. Der Goldpreis zog kräftig an. In der Spitze kostete das gelbe Metall 1498 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). So viel Dollar mussten noch nie für Gold gezahlt werden. Die Notierungen der zweiten Ersatzwährung Silber erreichten mit 43,52 Dollar den höchsten Stand seit dem Krisenjahr 1980.


    http://www.welt.de/finanzen/ar…keit-der-USA-infrage.html


    S& P macht Eigen-Reklame für die eigene Ernsthaftigkeit ... mal sehen, wie sie bald unter Druck kommen. Evtl. ist das ja auch nur ne abgemachte Finte in der aktuellen Haushaltsdebatte in den USA ... .


    Wie auch immer: Gold profitiert.



    Gruß,
    gutso

  • Zumindest in der Tendenz hat er recht. Aber wer wird dann noch Gold/Silber gegen wertloses Papier hergeben wollen?


    Hm, na ja. Also er hat das auch bei 1000 Dollar eigentlich schon gesagt. Und bei ich glaub 1200 auch. Vermutlich hat er das schon beim 1980-ATH von 850 gesagt (da hab ich ihn noch nicht gelesen....). Letztlich ist das nicht an irgendeiner Zahl als Schwelle festzumachen.


    Und Verkäufer finden sich auch (fast) immer. Insbesondere, solange man mit dem FIAT noch losziehen kann, um irgendetwas anderes (Aktien, Häuser, Kochtöpfe, Brötchen....) zu kaufen, solange wird sich auch ein Marktpreis für Gold in Fiat finden, was ja dem Punkt gleichkommt, an dem sich jemand findet, der das Gold für diese Menge Fiat abgibt.



    Heute wurde der Anstieg bei Gold über 1500 erfolgreich verhindert. Denke schon, dass man da die psychologische Schwelle meiden wollte. Zumal das doch auch wirklich zu doof aussieht, wenn der Dollar gegen Euro ganz gut steigt, aber das ultimative Geld=Gold nochmal kräftig gegen den Dollar steigt. Bei Silber war man leider noch etwas erfolgreicher als bei Gold beim Drücken, aber auch da ist der Euro-Anleger heute noch im plus.....


    Die im Weltartikel (siehe gutsos post über mir) genannten Effekte auf den Euro hielten halt nur ne viertel Stunde oder so. Natürlich müsste der Euro steigen, wenn die Kreditwürdigkeit der US of A sinken. Aber das wurde dann halt doch schnell verhindert. Alles manipulierte Papiermärkte halt. Und die Devisenmärkte sind die manipuliertesten von allen. Wie sollte es auch anders sein bei einem Markt, dessen Produkte alle in unbegrenzter Menge auf Knopfdruck produziert werden können.....

    Einmal editiert, zuletzt von Xray1 ()

  • Das ist heute das erste mal, dass ich erlebt habe, dass die Internetseite von proaurum.de nicht mehr anspricht - wegen Wartung.


    gemini

    "Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei." - Kleingeldprinzessin

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