Berühmt für ihre Treffsicherheit hinsichtlich der Goldpreisentwicklung waren die Analysten von Goldman Sachs in der Vergangenheit nun wahrlich nicht. Dennoch werden ihre Analysen und Prognosen bekanntlich weltweit zur Kenntnis genommen. So wahrscheinlich auch diesmal die Voraussage - angesichts der derzeitigen Flaute beim Gold kein schlechtes Timing -, dass es mit dem Goldpreis 2013 und 2014 deutlich nach unten gehen werde.
Das Hauptargument dabei stützt sich auf die Voraussage, dass die US-Wirtschaft aus dem Gröbsten raus sei, der private Konsum und die Investitionen zunehmen werden und VOR ALLEM, dass die Zinsen steigen werden. Letzteres steht zwar in ziemlichem Widerspruch zur gegenwärtigen offiziellen Richtung der Fed, aber in gewisser Weise ist die Fed ja auch Teil von Goldman Sachs und den anderen US-Großbanken. Ähnlich wie damals in den 80er, so argumentiert Goldman Sachs nun, wird mit den steigenden Zinsen der Goldpreis herunterkommen. Dass der damalige Fed-Chef Volcker die Zinsen in den zweistelligen Bereich trieb, um dies zu erreichen, erwähnt Goldman freilich nicht. Etwas ähnlich Drastisches wäre heute unmöglich, das gesamte Finanzsystem wäre angesichts der aberwitzigen Verschuldung auf der Stelle zerstört.
Mir scheint das Timing dieser Prognose das Interessanteste zu sein, denn es ist mE sehr wohl möglich, dass der Goldpreis noch länger nicht vorankommt, aber nicht um dann endgültig abzudrehen, sondern um nach ca. zwei Jahren Weiterwursteln gegen 2014 erst richtig abheben könnte, wenn die Erfolglosigkeit der ganzen QE-Maßnahmen in Bezug auf Arbeitsplatzschaffung und Konjunktur offensichtlich sein werden. Goldman aber behauptet das Gegenteil, nämlich dass die Geldmengenausweitungen für den Finanzsektor ausgeglichen werden durch stärkeren Konsum und einen erholten Immobiliensektor.
Wäre interessant, wenn jemand hier im Forum dazu Stellung nehmen könnte ...
http://www.businessinsider.com…ket-2012-12#ixzz2ECZDtYfB
Grüße
auraticoe n