GOLD : Märkte und Informationen

  • ...mit den Metallen kann man zufrieden sein. Hier fällt Gold (leider) etwas ab. Annualisiert wäre das eine Hammergesamtperformance...


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    Die Aktien ? Hier sollten wir das Mäntelchen des Schweigens ausbreiten. ;(


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    Der Optimist glaubt , dass wir zur Zeit im besten Deutschland aller Zeiten leben. Der Pessimist befürchtet es !

    • Offizieller Beitrag


    Obgleich der Artikel von Gross hier zuvor sehr kontrovers diskutiert wurde, komme ich darauf zurück. Daß jeder von uns einen großen Vorbehalt gegenüber Statements bekannter Leute einnimmt und welche Schlüsse er für sich daraus ableitet, ist die eine Sache.


    Dis andere die, welche Breitenwirkung diese haben. Und hier stimme ich mit Bürgerrechtler und anderen sowie Jim Sinclair überein -- der auch diesen Artikel bei sich einstellte --, daß diese Äusserungen des PIMCO Chefs enormes Gewicht besitzen. Ob sie wahrhaftig sind, ist nicht so relevant, sondern eben die dort relativ hervorgehobene Rolle des Goldes im Vergleich zu Fiatgeld / Bonds.


    Grüsse
    Edel

  • Wie auch Edelman,
    Bürgerrechtler und Tomster hier schon schrieben, ist der
    Beitrag den Bill Gross auf der Pimco-Webside veröffentlicht hat, hier komplett
    zu kurz gekommen. Deshalb krame ich ihn nochmal heraus. Er ist absolut wichtig
    für den zukünftige Entwicklung der Edelmetalle, da auch Bill Gross als
    Verwalter von grossen Vermögen seinen Kunden rät, zukünftig nicht mehr auf die
    üblichen Staatsanleihen zu setzen. Und er begründet auch weshalb.


    Über die Reaktionen hier im Forum habe ich mich teilweise sehr geärgert, weil man,
    bis auf wenige Ausnahmen, Pimco’s Aufruf entweder nicht verstanden hat, oder
    ihn nicht gelesen hat und ihn trotzdem einfach abbügelt.


    (Den entsprechenden Autoren möchte ich mal ein wenig den Eulen-Spiegel
    vorhalten. Das Ergebnis könnt ihr bei Interesse betrachten bei:
    (Gold: Meinungen und Diskussionen (etwa gleichzeitig eingestellt, (weissnicht wie ich es verlinken kann und mag gerade auch nicht mehr suchen))


    Gold ... Meinungen und Diskussionen (Done, Edel. Sehr lesenswert ! )


    Wer ist Bill Gross? Das wurde schon von anderen erwähnt. Damit man das besser
    verstehen kann möchte ich ein paar Beispiele bringen, er ist der Martin
    Winterkorn des Automobilmarktes, der Uli Hoeness des deutschen Fussballs.


    Wäre es für die jeweiligen Bereiche bedeutsam, wenn Herr Winterkorn sagen
    würde, er sähe das Ende des privaten Automobilverkehrs nahen und würde
    zukünftig den Bau von PKW’s drosseln bzw. die Anzahl der Modelle deutlich
    reduzieren? Wenn Herr Hoeness sagen würde, er plane den Profi-Fussballbetrieb
    einzustellen und Bayern München mehr auf die Bereiche Basketball und Volleyball
    umzustellen?


    – Ich denke schon. Vergleiche hinken natürlich immer, aber vielleicht werden
    jetzt einige mehr wach.


    Wer es eilig hat soll sich einfach
    seine Investitionstips am Ende ansehen (Punkt 1-6). Ich versuche alles so gut
    ich es kann, sinngemäss richtig zu beschreiben. (also keine Übersetzung). Das
    Original siehe: (http://www.pimco.com/EN/Insigh…aspx#.UQp3KOIdHWo.twitter)


    Bill Gross schreibt auf Pimpco’s Webside übrigens auch nicht für Euch, sondern
    er wendet sich an seine Kunden. Er versucht Ihnen – wie er es ausdrückt – eine paar
    Aspekte der Finanzwirtschaft zu vermitteln, die selbst die meisten Ökonomen,
    nicht verstehen oder beachten.


    Er erklärt Ihnen dass es so etwas wie Fractional Reserve Banking gibt. Dass
    also eine Bank einen grösseren Betrag an Geld verleiht, als sie selbst auf
    Ihren Konten als Guthaben hinterlegt hat.


    Er beschreibt dass für das Funktionieren eines solchen Kreditwesens es nötig
    ist, eine ständige Aufschuldung zu betreiben. Dies sei ein Faktor der das System instabil mache. Per Definition.
    Systemimmanent.


    Das Banken und Zentralbankwesen sei ein notwendiger Bestandteil
    für Wirtschaftswachstum. Gerade durch das Vertrauen, das durch die
    Zentralbanken als (Lenders oft he last resort) die letztendlichen Garanten für ausfallende
    Schuldner – aufgebaut wurde, habe sich der Hebel, mit dem die Banken Kredite
    vergeben haben, vergrössert. Auf 10:1 und darüber hinaus. Die Instabilität sei
    dadurch deutlich gewachsen.


    Nun zitiert er Minsky, der in seiner Betrachtung der Ökonomie aufgezeigt hat,
    dass das moderne Geldwesen bzw. Kreditsystem unterschiedliche Phasen durchlebt.
    Am Anfang ist die Stabilität des Systems hoch, bei moderatem Wachstum fliesst ein
    hoher Prozentsatz der Kredite in die Produktion neuer Produkte, also als
    Investition in die Realwirtschaft. Durch das daraus entstehende Vertrauen
    werden die Marktteilnehmer mutiger, die Kreditvergabe höher, die Wirtschaft
    fängt an zu brummen. Aber die Anzahl der Kredite steigt deutlich an. Somit
    fliesst aber ein höherer Prozentsatz der Neukredite eben nicht mehr
    Investitionen, sondern in die Begleichung von Altschulden. Die Schuldenlast
    wird erdrückend. Die Marktteilnehmer stoppen Investitionen. Mehr und mehr geht
    bei dieser Art der „Ponzi-Finanzierung“ (2013), das Geld an die grossen
    Kreditgeber und Spekulanten und immer weniger an die Realwirtschaft.


    B.G. verweist in zwei Schaubildern darauf wie sich eine Überschuldete
    Volkswirtschaft (VW) verhält. Das zeige sich am Wachstum und daran wieviel
    Dollar Neukredit man einsetzen muss um einen Dollar BIP zu erwirtschaften (real
    GDP).


    USA --- Neukredit (Input) --- Real GDP (output)
    ------------------------------------------------------
    1980 ----- 4 $ --- 1 $
    ab 2000 ---- 10 $ --- 1 $
    ab 2006 ---- 20 $ --- 1 $


    Er zeigt in einem Schaubild ein Blick auf die japanische Wirtschaft, wo die
    Realwirtschaft nach der Kreditblase in den 80 Jahren mehr und kontrahiert und
    ein immer grösserer Teil der Neukredite für den Schuldendienst aufgebracht
    werden mussten. Er erwähnt, dass alle weitentwickelten Ökonomien in einem
    ähnlichen Stadium seien, sowohl die USA, als auch Europa und Japan.


    Bill Gross verweist darauf, dass derzeit die ersten Spekulationsgeschäfte am Derivatemarkt
    platzen und bei den beteiligten Großbanken Löcher in Milliardenhöhe reißen. (z.B. gerade in Italien)


    Conclusio
    - Das Ende des Geldsystems ist NICHT nah.
    - Die benutzte Metapher der Supernova ist eher lehrhaft gemeint als wörtlich zu
    nehmen
    - Das Geldsystem ist in die sich selbst zerstörende Phase übergegangen.
    - Nochmal, das Geldsystem bevorzugt bei der Kreditvergabe nicht mehr die
    kleinen und mittleren Produktionsbetriebe sondern bevorzugt Gross-spekulanten
    und geht in die von Minsky beschriebene Ponzi Finanzierungs Phase über.



    Er sagt, das Kreditsystem verhält sich genau wie Minsky in seinem Ponzi-Schema
    vorausgesagt hatte und leitet daraus Investment-Empfehlungen
    (1-6)
    für seine Kunden ab:


    1. Positionieren sie sich eher für eine Inflation, als eine Deflation. In der
    Endphase wird die Kredit-Supernova mehr Inflation als Wachstum produzieren. Bei Anleihen, kaufen sie lieber Kurz
    als Langläufer, kaufen sie Inflationsgeschütze Anleihen, kämpfen sie nicht gegen
    die Zentralbanken, kaufen sie Anleihen, die jene kaufen werden, zuerst. Kaufen
    sie Offshore Souvereign Bonds wie (z.B. Mexico, Brasilien, Italien for
    example).


    2. Geben sie sich mit einer geringeren
    Rendite zufrieden.
    Kaufen sie zum Beispiel Fremdwährungen (Bra, Mex, Can,
    Austr., sind Kandidaten).


    3. Investieren Sie in Global Equities mit einem stabilen Cash Flow.


    4. Schwenken Sie um, raus aus Finanzprodukten, rein in Dinge, in die sie Beissen können. (falls das Ihre
    Investitionsvereinbarungen zulassen). Gold,
    Rohstoffe, gehen sie in alles was man weniger schnell reproduzieren kann als
    Kredit
    .


    5. Sind sie sich der Risiken bewusst,
    die das Recht auf Eigentum mit sich bringt. Es kann konfisziert werden.


    6. Schätzen sie die Supernova Charakteristik
    unseres Kreditsystems richtig ein
    . Ab einem gewissen Punkt wird es in etwas
    anderes transformiert werden.

    Delphin
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    "Whee! This investing stuff is easy!"
    (Mogambo Guru)

    2 Mal editiert, zuletzt von Delphin ()


  • - Das Ende des Geldsystems ist NICHT nah.


    Delphin, danke für die Arbeit die Du Dir gemacht hast.


    Als Conclusio wolltest Du vermutlich sagen:


    Das Ende des Geldsystems ist nah bzw. das Ende des Gelsystemsn ist NICHT fern.


    lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

  • ...danke für Deine ausführliche Zusammenfassung. Ich vermute/befürchte ich bin auch einer von denen über die Du Dich geärgert hast ? ;)


    Vielleicht darf ich ein paar Sätze zu meiner Entschuldigung vorbringen ?


    1) Ist es nun trotz der erstaunlichen Ausführlichkeit so, dass Gross zumindest für uns Goldbugs nichts sensationell neues sagt. Im Grunde genommen sage ich seit (mindestens) 5 Jahren das gleiche...und kein Schwein interessiert's. [smilie_happy]


    2) überrascht also nicht die Zustandsanalyse an sich, als viel mehr der Zeitpunkt und die ungewohnt schnörkellose Klarheit von einem 'System-Insider'.


    3) Lese ich Bill Gross' Kolumne (inzwischen eher selten) seit ca. 13 Jahren immer mal wieder. Bisher hat sie mir in meinen Investitionsentscheidungen aber keine profitablen Hinweise gebracht.Gross wird ja u. A. gut geschrieben, er habe vor dem Platzen der Techblase gewarnt. Falls das stimmen sollte, hat er das aber sehr dezent vorgetragen. Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern.


    4) Gibt sich Bill Gross traditionell gerne auch dezent 'systemkritisch'. Allerdings ohne das 'System' bisher ernsthaft in Frage gestellt zu haben. So gesehen mag die letzte Kolumne eine 'neue Qualität' haben. Wenn Gross hier sagt, das Kino 'könnte' brennen...wäre das für mich aber noch kein Grund zum Ausgang zu stürzen.


    5) Verfolgt einer wie Gross natürlich auch 'Eigeninteressen'. Wahrscheinlich etwas dezenter wie ein Soros.


    6) Muss man Gross insbesondere in den letzten Jahren einen ziemlichen 'Schlingerkurs' attestieren. Beispiele:


    http://www.handelsblatt.com/fi…-in-die-usa-/3933788.html


    http://www.ftd.de/finanzen/mae…atsanleihen/60097668.html


    http://www.ftd.de/unternehmen/…atsanleihen/60103759.html


    Die Zeit witzelte sogar: Vom Anleiheköbnig zum Froschkönig !?



    P.s.: Gerade noch Deine Analyse in 'Gold...Meinungen und Diskussionen gelesen. Sehr lustig geschrieben. Aber...
    Pimco ist nicht der Himmel und Bill Gross ist nicht Gott ! :D
    Ausrufezeichen !

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  • Danke und nein,
    im Original schreibt Bill:




    Well,
    first I will admit that my supernova metaphor is more instructive than literal.
    The end of the global monetary system is
    not nigh
    (also: nicht nah). But the entropic characterization is most illustrative....


    Hat mich erst auch gewundert, aber er geht wohl davon aus, dass sich das System noch eine Weile halten kann. Aber der Prozess ist ingange gesetzt. So wie ich ihn verstehe meint er 'unaufhaltsam'.

    Delphin
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  • Delphin
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    • Offizieller Beitrag

    Auch mein Dank, Delphin, für Deine ausführliche Aufarbeitung ! [smilie_blume]


    Der Vergleich mit Koryphäen anderer Branchen ist treffend:
    Was würden unsere Forenmitglieder aufbegehren, wenn die Moderation und Topposter unter uns jetzt Kreditaufnahmen in luftgedeckten Fiatwährungen empfehlen würden und Konsumausgaben statt Anlage in Edelmetallen ( wie es leider der unselige Greenspan vor Jahren tat )...


    Noch zu Gross selbst: Es ist gar nicht lange her -- oder noch der Fall? -- daß er in engstem Kontakt mit der Treasury stand und dort kaum eine Entscheidung zu Bonds ohne seinen Rat fiel, Fotos mit Geithner sind mir u.a erinnerlich. Eine Änderung dieses engen Verhältisses mag ihn neben Fehleinschätzungen zu Richtungswechseln bewogen haben.
    Es bleibt dabei die Tatsache, daß er gigantische Vermögen verwaltet und so direkt oder zumindest indirekt äusserst großen Einfluß ausübt.


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Gemeint ist hier das Zentralbankgold der USA in „Fort Nix“.
    Im Interview mit John Rubino / DollarCollapse eine Hammeraussage von National Numismatics’ Tom Cloud, der sicher nicht leichtfertig so daher plaudert. Im weiteren Verlauf geht er u.a auch auf die Engpässe bei den Silver Eagles ein, sowie die Goldpreisbewegung, bei der er einen Ausbruch bevorstehen sieht.


    Am Ende des Interviews einige Anmerkungen zur Zinspolitik, Goldanlegern und Bonds.


    „..Everybody in the industry knows the US doesn’t have the gold and can’t deliver it. They’ve leased it all out.
    It’s important to understand that there are two big stashes of gold in the US. Fort Knox supposedly holds the gold that belongs to us...


    Right now the big money is moving and the little money is not. The little guy is gonna wait till gold jumps over 1700 to start buying. We’ve been in this channel between 1600 and 1700 for a long time, but we’ll break out pretty soon. Then you’ll see everybody pile in..“


    http://dollarcollapse.com/prec…e-the-gold/#disqus_thread


    Grüße
    Edel

    • Offizieller Beitrag


    Beim Durchschauen der zurückliegenden Beiträge fiel mir diese Passage wieder auf. Dies sind derartig aberwitzige Größenordnungen, die unsereins kaum in ihren Auswirkungen abschätzen kann.
    Gab es nicht eine eiserne Regel, die etwa 1:1 vorsieht ??.


    Jedenfalls ist der Schluß nicht abwegig, daß die Währung der extremst verschuldeten und uneffektiven Nation auf diese Weise progressiv an Wert verlieren wird, trotz aller Versuche des US Governments, mit gefakten Statistiken kommendes Unheil zu vertuschen. Im Dollarthread ist dies mehrfach detaiiliert aufgezeigt worden.


    Das große Bild kann nur dahin führen, daß mit dem künftigen Abwenden der BRICS und Asiens vom Dollar, den stetigen Goldkäufen Asiens und dem wachsenden Vertrauensverlust in alle Fiatwährungen die progressive Stufe 3 der Goldhausse m.E. ganz sicher bevorsteht.


    Grüsse
    Edel

  • ?..Everybody in the industry knows the US doesn?t have the gold and can?t deliver it. They?ve leased it all out.
    It?s important to understand that there are two big stashes of gold in the US. Fort Knox supposedly holds the gold that belongs to us...



    Na ja Edel. Deutschland hat das Gold jedenfalls auch nicht, aber das merkt ihr ja erst in 7 Jahren :thumbsup:
    Wie kann man eigentlich so blöd sein und das Gold von den Amis zu verlangen....aber erst in 7 Jahren? Wenn Deutschland mit der Schweiz auch so nachlässig umginge, hätten wir das Bankgeheimnis noch bis mindestens 2057.

    3 Mal editiert, zuletzt von zwyss ()

  • Beim Durchschauen der zurückliegenden Beiträge fiel mir diese Passage wieder auf. Dies sind derartig aberwitzige Größenordnungen, die unsereins kaum in ihren Auswirkungen abschätzen kann.
    Gab es nicht eine eiserne Regel, die etwa 1:1 vorsieht ??.


    Jedenfalls ist der Schluß nicht abwegig, daß die Währung der extremst verschuldeten und uneffektiven Nation auf diese Weise progressiv an Wert verlieren wird, trotz aller Versuche des US Governments, mit gefakten Statistiken kommendes Unheil zu vertuschen. Im Dollarthread ist dies mehrfach detaiiliert aufgezeigt worden.


    und auch ein wenig gesucht. Bin aber auf keinen grünen Zweig gekommen. Ich frage mich ob die Verschuldung die Nettoneuverschuldung ist, also: Verschuldung = Verschuldung aktuell - Verschuldung Vorjahr
    oder einfach die Summe des Verschuldung des aktuellen Jahres. Nebel!


    Die Veränderung ist, wie schon von Dir beschrieben, sicherlich negativ. Das System frisst sich selbst auf. Jeder Penny der im Folgejahr für die Schuldentilgung benötigt wird, fehlt für Investitionen oder Sozialausgaben. Und ein steigendes Verhältnis deutet auch nicht auf eine sich erholende Wirtschaft hin, sonst würden die sprudelnden Steuereinnahmen die Quote verringern können.

    Delphin
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  • Na ja Edel. Deutschland hat das Gold jedenfalls auch nicht, aber das merkt ihr ja erst in 7 Jahren
    Wie kann man eigentlich so blöd sein und das Gold von den Amis zu verlangen....aber erst in 7 Jahren? Wenn Deutschland mit der Schweiz auch so nachlässig umginge, hätten wir das Bankgeheimnis noch bis mindestens 2057.


    Lustig, zwyss, die Lösung ist aber auch nicht besser als die schweizerische. Alles Gold verkaufen, zum Wohle der der grossen Brüder und der Humanität.Ausser ihr habt heimlich wieder gekauft. Habt ihr?

    Delphin
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    (Mogambo Guru)

    Einmal editiert, zuletzt von Delphin ()


  • Wie kann man eigentlich so blöd sein und das Gold von den Amis zu verlangen....aber erst in 7 Jahren?


    zwyss,
    ich würde das nicht als Blödheit sondern als Verzweiflungstat deuten.


    Was soll man tun, wenn man weiß, dass kein Gold mehr vorhanden ist, aber die Öffentlichkeit die Rückführung der Goldbestände fordert.


    Wenn es in diesem Fall für die Bundesbanker/Politik überhaupt noch einen Ausweg gibt, dann vielleicht in Gestalt einer "Scheinlösung" - in der Hoffnung, dass sich durch die Rückführung von 50 Tonnen/Jahr die Situation wieder beruhigt.


    Verzweiflung - nichts als Verzweiflung! [smilie_happy]


    lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

  • gabs vor 15 Jahren einen steigenden POG und:


    "...30 jährige Staatsanleihen sackten ( ! ) in der vergangenen Woche vor dem Hintergrund der Ereignisse in Washington ab, weil sie den Anlegern plötzlich nicht mehr so attraktiv erschienen."


    Danke wassergeist, für den fröhlichen Feierabend! :thumbsup:


    Aber ich wollte mich an dieser Stelle eigentlich auch noch einmal für @delphins erfrischende Beiträge zur Förderung der Forenkultur bedanken. Letzteres nicht nur für den Sachbeitrag hier, auch für die nette Allegorie im Nebenfaden. Einfach Klasse! [smilie_blume]


    Zum Thema:



    Jedenfalls ist der Schluß nicht abwegig, daß die Währung der extremst verschuldeten und uneffektiven Nation auf diese Weise progressiv an Wert verlieren wird, trotz aller Versuche des US Governments, mit gefakten Statistiken kommendes Unheil zu vertuschen.

    möchte ich folgende hübsche Grafik verlinken:


    http://etwasanderekritik.files…eschichte.jpg?w=529&h=373


    (Bitte anklicken: Tut mir leid, entweder bin ich zu blöd oder die Grafik läßt sich, warum auch immer nicht einstellen, vielleicht kann das einer erledigen)


    Quelle: http://etwasanderekritik.wordp…-2013-ca-10h-freigegeben/


    Bis auf @Grünundblau sollte das eigentlich umfassend und überzeugend wirken?!


    Schöne Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    3 Mal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

    • Offizieller Beitrag

    und auch ein wenig gesucht. Bin aber auf keinen grünen Zweig gekommen. Ich frage mich ob die Verschuldung die Nettoneuverschuldung ist, also: Verschuldung = Verschuldung aktuell - Verschuldung Vorjahr
    oder einfach die Summe des Verschuldung des aktuellen Jahres. Nebel!


    Die Veränderung ist, wie schon von Dir beschrieben, sicherlich negativ. Das System frisst sich selbst auf. Jeder Penny der im Folgejahr für die Schuldentilgung benötigt wird, fehlt für Investitionen oder Sozialausgaben. Und ein steigendes Verhältnis deutet auch nicht auf eine sich erholende Wirtschaft hin, sonst würden die sprudelnden Steuereinnahmen die Quote verringern können.


    So ist es, der Prozeß ist nahezu unaufhaltsam.


    Es dürfte sich hier um die Neuverschuldung handeln, ist auch logisch. Hierzu PIMCO / Gross im Originaltext :


    "...Each additional dollar of credit seems to create less and less heat. In the 1980s, it took four dollars of new credit to generate $1 of real GDP. Over the last decade, it has taken $10, and since 2006, $20 to produce the same result. Minsky’s Ponzi finance at the 2013 stage goes more and more to creditors and market speculators and less and less to the real economy. This “Credit New Normal” is entropic much like the physical universe and the “heat” or real growth that new credit now generates becomes less and less each year: 2% real growth now instead of an historical 3.5% over the past 50 years; likely even less as the future unfolds. ...“


    http://www.pimco.com/EN/Insights/Pages/Credit-Supernova.aspx


    Grüsse
    Edel

  • Lustig, zwyss, die Lösung ist aber auch nicht besser als die schweizerische. Alles Gold verkaufen, zum Wohle der der grossen Brüder und der Humanität.Ausser ihr habt heimlich wieder gekauft. Habt ihr?


    Per Ende 2012: Die SNB hat Gold für lächerliche 50 Mrd CHF, also rund 1000 Tonnen. Ist dies viel im Vergleich mit Deutschland?


    Dafür laufen die Tresore über mit USD und EUR. Im Vergleich mit Gold mehr als doppelt soviel USD und mehr als 4 Mal soviel EUR.


    Schon mal erwähnt: Die Bilanzsumme der SNB beträgt fast soviel wie das BIP der CH. Gefährliche Sache. Ich hoffe, dass im Verlauf des Eurohöhenfluges im Januar einige der Schrottzettel wieder auf den Markt geworfen wurden...

  • [Blockierte Grafik: http://etwasanderekritik.files…wc3a4hrungsgeschichte.jpg]


    @ bürgerrechtler


    Du hättest alles ab der Dateiendung (*.jpg) löschen müssen. Da werden für den Browser nochmals Breite (w) und Höhe (h) zur Darstellung (in dem Fall ->w=529&h=373) definiert. Willst Du das in die Boardsoftware einbetten, beißt es sich ein wenig und streikt. Will halt nur den reinen Link ohne weitere Darstellungsanweisungen. :)


    Der zugehörige Artikel ist lesenswert: Claudio Grass: Echtgeld vs Falschgeld!

    (Vergesst niemals, diese Leute wollen, dass Ihr pleite und tot seid, dass Eure Kinder vergewaltigt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden, und sie finden das witzig". -Sam Hyde.)

    Einmal editiert, zuletzt von Tomster ()

  • sei bedankt! [smilie_blume]


    ich möchte zart kommentieren, daß wunderbar ersichtlich, keinesfalls Weltkrieg 1, den Untergang stabiler Verhältnisse zementiert hat. Nein der verbrecherische New-Deal:


    http://de.wikipedia.org/wiki/New_Deal


    ist verantwortlich für den dauerhaft und exponentiell steigenden Entreicherungsindex der Währungsbesitzer. Die Krise um 1930 war wohl die letzte Chance zur Rückkehr zu realen Verhältnissen. Endlich war der Preisindex wieder korrekt. Der Leidensdruck mag individuell unglaublich gewesen sein, jedoch der Boden wurde erreicht. Auch ohne "New-Deal" hätte sich mit ehrlichem und freiem Gelde die Situation stabilisiert. Aber nein, es wurde zum Sozialismus geblasen, Keynes war aus der Flasche und die Dinge nahmen ihren Lauf.


    gruenundblau alias deflationator, daß diese Preisblase platzen wird ist klar. Aber die alten Schuldscheine namens Euro oder Dollar werden im selben Augenblick wertlos. Niente!


    Schöne Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    Einmal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

  • Per Ende 2012: Die SNB hat Gold für lächerliche 50 Mrd CHF, also rund 1000 Tonnen. Ist dies viel im Vergleich mit Deutschland?


    Du, an Eurer Stelle würde ich nehmen was ich bekommen kann. Ausserdem bräuchten wir dringend eine Vergleichswährung, die € und $ Feuer unter dem Hintern macht. Von mir aus kann das gerne der CHF sein.
    Ansonsten fällt die Entwertung von $ und € nicht auf.


    Meine Befürchtung ist, dass die Notenbanken sich gegenseitig so weit absprechen und gemeinsam inflationieren bei gleichzeitiger finanzieller Repression, dass die Auswirkungen der ständig steigenden Verschuldung noch für jahrzehnte unter der Decke gehalten werden können. Bei gleichzeitiger realer Verarmung Ihrer Bevölkerung.
    Sollten sie es schaffen, jegliche Konkurrenz auf staatlicher Ebene abzuschalten, dann hätten sie eine echte Chance auf den ständigen, warmen, vollautomatisierten Geldstrom der Umverteilung. Eine starke Schweiz mit einer hohen Golddeckung wäre da ein schöner Kontrapunkt. Vielleicht nicht mächtig genugt, aber ein gutes Vorbild. Ich würde sofort wieder umtauschen.

    Delphin
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