GOLD : Märkte und Informationen


  • Bis auf den letzten Satz (Meinung, kein Faktum) 100 Prozent Zustimmung zu Deinem Vortrag.


    Wie immer geht es sich bei Geschäften ums Geld. Mehr Geld, als der Markt zubilligt kann nur der verdienen, der mehr weis, sein Wissen umsetzt und es nicht teilt.
    Jemand, der short geht, möchte an die Longs möglichst gut verkaufen. Bei übervollen Lagern ist das aber nicht möglich, weil den Long-Spekulanten das Interesse fehlt, Long zu gehen.
    Long geht nur, wer Knappheit / Preissteigerungen erwartet. Bei großen, bekannten Beständen ist das kaum zu erwarten....



    Insofern - so die Bilanz meines jahrelangen Meinungsbildungsprozesses - gebe ich nichts auf Informationen, die vom Terminmarkt, speziell von der Comex kommen.
    Völlige Zeitverschwendung sich damit zu beschäftigen! Es gibt (offiziell) 150.000 Tonen. Jedoch das bereits seit den 80ern.... rechnet man je Jahr 4.00 Tonnen (inkl. illegalen Bergbau, daher höher, als offiziell angegeben) dazu - ist es bereits doppelt so viel = 300.000 Tonnen, was aber nicht kommuniziert und diskutiert wird.


    Fazit: nichts genaues weiß man nicht. Dass hohe Goldpreise von Politik und ZB nicht gerne gesehen werden weis hier ebenso jeder, wie dass irgendwann ende im Gelände beim Schulden-Ponzi-Spiel ist.


    Wenn Banken verurteilt werden sollten, dann aus zwei Gründen:


    (1) sie damit vor Strafverfolgung zukünftiger Administrationen zu schützen
    (2) ein paar Gewinne abzuschöpfen, wenn die sich damit dann "frei kaufen".


    Weil: die Politik wollte das ja schließlich auch...


    Verarsche pur & alles wie gehabt.


    Alles klar?

    Was ist an dem Begriff "Bankrott" denn nur so schwer zu verstehen?.





  • Zitat: "PPS, LaoTse meinte laut Überlieferung: "Kluge Kaufleute, so heißt es, würden von ihren Geschäften nichts erzählen und wirklich Gelehrte verhalten sich so, als wären sie ungebildet." Zitatende


    Wie wahr. Das sollte sich jeder Spekulant hinter die Ohren schreiben :)



    Jeder, der was kauft, ohne es im weitesten Sinne "selbst" zu ge-/verbrauchen oder zu benutzen, der ist ein Spekulant.
    Ob man es möchte oder nicht: Spekulation gehört dazu. Das geht schon 150 m vor der Ampel los, wenn man das Gas weglässt und den Gang rausnimmt,
    um die Ampelkreuzung beim Umspringen auf Grün zu queren und den lästigen und zeitraubenden Brems- und Anfahrvorgang zu vermeiden.
    Kennt man seine Strecke, kann man das sehr gut einschätzen. Dem weniger beobachtenden und analysierenden Hintermann mag dieses Verhalten seltsam vorkommen....
    that´s live.


    PS: Hoffentlich beschränkt sich Deine Spekulation auf rein physische Investments - Kunst ist auch ein gutes Investment - sofern es genug andere gibt, die das Investment als Kunst ansehen :)

    • Offizieller Beitrag

    Moin mesodor


    Schön, Dich mal wieder hier zu sehen. Einige Punkte mag ich kommentieren:


    ...... Es gibt (offiziell) 150.000 Tonen. Jedoch das bereits seit den 80ern.... rechnet man je Jahr 4.00 Tonnen (inkl. illegalen Bergbau, daher höher, als offiziell angegeben) dazu - ist es bereits doppelt so viel = 300.000 Tonnen, was aber nicht kommuniziert und diskutiert wird.


    Fazit: nichts genaues weiß man nicht.....


    So ungefähr... ;) Die Angaben der Weltgoldmenge schwanken zwischen 170 - 180 000 t. Die Weltneuproduktion aus Minen beträgt rd. 2800 t, die angegebenen 4000 T sind richtig einschl. Altgoldrücklauf, die Differenz ist Bestand.
    Was sehr im Unklaren liegt, sind Uraltbestände zB. in China, die nicht genau erfaßt sind.


    ....Jeder, der was kauft, ohne es im weitesten Sinne "selbst" zu ge-/verbrauchen oder zu benutzen, der ist ein Spekulant.
    Ob man es möchte oder nicht: Spekulation gehört dazu.....


    PS: Hoffentlich beschränkt sich Deine Spekulation auf rein physische Investments....


    Aber warum denn dies ? Gerade physisches Gold sollte einen festen Bestand im Vermögen bilden, bei mir ist das so. Bei Händlern sieht das anders aus.
    Für die Spekulation ebenso geeignet sind für den Normalbürger Papiere, sofern sie ein vertretbares Ausmaß nicht überschreiten bei geeigeneten persönlichen Voraussetzungen. In unserem Falle Rohstoff und Edelmetallaktien.
    Derivate sind hochspekulativ und zu meiden; leider wird mit ihnen der Markt von Profis manipuliert.....
    Aber auch zur Absicherung von Kursverlusten bei Edelmetallen sind Absicherungsaktivitäten durchaus richtig.


    "Ziel einer jeden wirtschaftlichen Spekulation ist es, einen finanziellen Vorteil durch die künftige Realisierung einer erwarteten Markteinschätzung zu erzielen. Das finanzielle Ergebnis einer jeden Spekulation besteht dabei stets in der Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis eines Marktgegenstandes..."
    Quelle: Wikipedia


    Das alte Zitat, daß Minen ein Loch sind, in das man nur Geld hineinwirft, ist zu abgegriffen. Spätestens, wenn Gold wieder eine Rolle in neuen Währungssystemen spielt, wird die Bedeutung von guten Edelmetallminen erkannt und wieder gewichtet.


    Grüsse
    Edel

  • Wie wichtig oder uninteressant Meldungen zum CoT, zu Futures oder zur Comex sind, soll jeder selbst entscheiden. Das muss man nicht weiter diskutieren!


    Wenn aber (professionelle) Kommentatoren Sensationsmeldungen verbreiten, die bei näherer Betrachtung kompletter Unsinn sind, so ärgert mich das. Und ich finde man sollte dagegen vorgehen, soweit das eben möglich ist!


    Generell finde ich die kritiklose Verbreitung von Nachrichten wie sie im Internet üblich ist, als Riesen Schaden für unsere Gesellschaft. Ich will aber nicht permanent gegen Windmühlen kämpfen...

    • Offizieller Beitrag

    Dies ist ein sehenswerter Langzeitvergleich, insoweit im Vergleich zur heftigen Korrektur der letzten Jahre --- Auch wenn die wenigsten unter uns so früh Gold kaufen konnten....


    Jedenfalls hat sich Gold als Langzeitanlage immer bewährt, und das über viele viele Generationen hinaus. Das als Erinnerung an diejenigen, die das große Bild nicht so gut kennen oder Korrekturen überbewerten.... Aber es gab öfter Perioden, wo ein Einstieg oder Zukauf sinnvoll war, möglicherweise befinden wir uns derzeit wieder in einer ähnlichen Phase.

    "And once the Gold peg officially ended with France dropping it in 1967, the precious metal has outperformed both the Dow and the S&P 500 by a massive margin....


    Indeed, once Gold was no longer pegged to world currencies there was only a single period in which stocks outperformed the precious metal. That period was from 1997-2000 during the height of the Tech Bubble (the single biggest stock market bubble in over 100 years).


    In simple terms, as a long-term investment, Gold has been better than stocks.

    As for physical Cash…"


    http://news.goldseek.com/GoldSeek/1434031320.php


    Grüsse
    Edel

  • " “Was wir beobachten kommt einer kompletten Kapitulation gleich”, sagt der leitende Investmentstratege Rob Haworth"
    Quelle: http://www.cash.ch/news/boerse…nd_kauft_mehr-3334499-450


    So, jetzt wird der Gaul tot geredet. Und währnd die einen bereits einen Arbeitsausschuss ins Leben rufen, der sich mit der Fragestellung befassen wird, wie man einen toten Gaul reitet, werden andere überprüfen, ob der Gaul wirklich tot ist, oder sich nur ausruht.


    Noch ein paar dieser Meldungen und ich gehe von steigenden Kursen aus :thumbsup:

  • Noch ein paar dieser Meldungen und ich gehe von steigenden Kursen aus :thumbsup:


    Das will ich aber mal nicht hoffen "winterherz"! Denn wenn es nach den "Phlips Hopfs-Jünger" ginge, wären wir ja schon längst bei 200 Euro die Unze ... :D Ich habe gehört, es gäbe noch "echte Kerle" mit goldenen "Bullen-Eiern" in der Hose, die nur darauf warten ... Von mir aus sehr gerne, dann bräuchte ich mir zumindest keine Sorgen mehr um die (von uns) -sehr hart erarbeitete und nicht vom Staat "konfiszierte Kohle"- machen.


    Huch ... ich sehe gerade, so etwas ähnliches (sinngemäss) schrieb ich 2008 schon einmal ... 8| (Nein - nicht hier). Strategie (AU) nach wie vor bei 900 ein bisschen, 800 ein bisschen mehr, 700 noch ein bisschen mehr und bei 650 und weniger -VOLLE Möhre! Und ein bisschen "AG" nicht vergessen, gelle.-. Nur her damit! :thumbsup:


    So wertes GSF - das soll's dann mal für's erste wieder gewesen sein ...


    Gruss


    bettel


    Bei manchen "Leuten", soll selbst ein "Goldverbot" nicht wirklich weiterhelfen, eher ein "Bargeldverbot" - Welches allerdings zu einer "Sofortwandlung" führen würde ... [smilie_happy]

    Important information of the German "Propaganda Ministry":


    - Gold ist ein barbarisches Relikt und man kann es nicht essen!
    - Gold bringt keine Rendite und auch keine Zinsen!
    - Gold kann fallen und außerdem ist Gold böse!
    - Gold kann verboten werden, um das Volk zu schützen!


    - Mehr als 1000 Gründe die für Geld sprechen: "Hier ist Ihr Geld sicher (FBL)!" :D

    • Offizieller Beitrag

    „Dies ist ein sehenswerter Langzeitvergleich, insoweit im Vergleich zur heftigen Korrektur der letzten Jahre --- Auch wenn die wenigsten unter uns so früh Gold kaufen konnten....


    Jedenfalls hat sich Gold als Langzeitanlage immer bewährt, und das über viele viele Generationen..“


    GOLD : Märkte und Informationen


    Aber ebenso zum Hinschauen dieser Vergleich "US Dollars to One Ounce of US Gold" , in meinem Archiv gefunden, sh. Anhang.


    Grüsse
    Edel

  • ... in Form eines Verlustes der Preisstabilität!


    http://blog.tagesanzeiger.ch/n…zentralbank-eigenkapital/



    Was im Artikel nicht besprochen wird, ist die für mich interessante Frage, was die Folge sein wird, wenn die Zentralbanken ihre (offizielle) Unabhängigkeit zwangsläufig dann wieder verlieren werden, wenn der Druck unerträglich wird - und was es heisst, wenn dann der "Lender of last resort" ganz offiziell wieder der Staat ist!


    Bei den aktuellen Bilanzen dort mit horrenden Verschuldungen gemessen am BIP, wäre die Folge wohl ganz klar: Ein schlagartiger Verlust der (ohnehin nur relativen) Preisstabilität, denn Politiker konnten noch nie in der Menschheitsgeschichte längerfristig gut mit Geld umgehen:


    http://www.kas.de/wf/de/71.12932/


    Zitat

    Wie bereits Alesina/Summers (1990) beeindruckend dargestellt haben, gibt es auch eine empirische Evidenz: Staaten mit autonomen Zentralbanken weisen empirisch eine geringere durchschnittliche Inflationsrate auf, ohne dafür mit einem schwächeren oder volatileren Wachstum zu bezahlen. Solche Korrelationen können wegen ihrer Grobheit zwar kritisiert werden, da die Unabhängigkeit einer Zentralbank schwer zu messen ist, dennoch haben in der Vergangenheit die Gesellschaften, welche der Geldwertstabilität einen höheren Wert beimessen, die Geldpolitik i. d. R. in die Hände einer unabhängigen Zentralbank übergeben.


    Ungeachtet der Unmöglichkeit, dass ein Lender of last Resort Pleite gehen kann, - weil er dann einfach neues Geld druckt - ist die eigentliche Bankrotterklärung eines solchen Lender of last Resort dann der Verlust der Kontrolle über die Preisstabilität!


    Ich sehe das als mittel- bis langfristige Steilvorlage für die Edelmetallpreise an. Denn demnach dürfte spätestens mit Einstellung der Unabhängigkeit der Zentralbanken in einzelnen Staaten die Spekulation bei den Edelmetallen massiv in eine bullische Richtung beginnen.
    Aktuell sehen alle noch die Pappwände unabhängiger Handelnder dastehen ... aber wie lange ... .


    Die einzige Unwägbarkeit die ich sehe, ist, dass es an den Märkten gewaltige Schwankungen geben könnte, bis sich das alles voll durchsetzt. Das muss einem bewusst sein.



    Gruß,
    gutso

  • Die ganz Schlauen....also das sog. smart money glaubt noch immer daran.....bei dem engen Loch rauszukommen.


    Sie meinen es gibt dann noch Gold.


    cu DL....und da haben Sie sich geschnitten

    Plutonia lebe hoch und Gold ahoi


  • [b][size=14]Ungeachtet der Unmöglichkeit, dass ein Lender of last Resort Pleite gehen kann, - weil er dann einfach neues Geld druckt... -


    Das funktioniert allerdings nur dann, wenn die Kredite in der eigenen Währung bestehen.


    lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.


  • Das funktioniert allerdings nur dann, wenn die Kredite in der eigenen Währung bestehen.


    lg meggy


    Oder wenn es alle grob gesagt konzertiert machen, wie seit 2008, ... aber ich denke schon auch, der Punkt den du nennst wird zumindest die Volatilität betreffend wirken. Wirklich gleichzeitig wird man es selten schaffen.


    Grüße,
    gutso

    Einmal editiert, zuletzt von gutso ()

    • Offizieller Beitrag

    Oder :
    1 oz Gold wird wieder den Dow wert

    Sehr unterhaltsame Spekulationen, in denen Goldpreisoptimisten voll auf ihre Kosten kommen. Sehenswert die Geschichte des Ratio Gold : Dow in der Tabelle.


    Der Autor mit Empfehlungen, die über das Thema Gold hinausgehen.....


    "Those in control will not allow the gold price to reach $18,000 an ounce where the 18,000 DOW sits today, but the DOW could drop 90%, as it did in 1929, to 1800 and gold rise to $1,800 an ounce! Could one accept the very real possibility that the DOW will unhinge by 50%…and gold rise to $9,000 an ounce? Look at these historical DOW to GOLD ratios....


    Let me recommend to you, as the market continues to stay buoyed, that you:


    1. Take at the least 30-40% of your money off the equity market table!
    2. Hold some cash and buy real assets of gold and silver!
    3. Place close stops at 25-30% off your stocks current value as insurance, so you won’t get hurt too bad when the market abruptly reverses.
    4. Look at some energy sector stocks or miners that are some 50-90% down and value priced and potentially set to double in the coming years.


    Protect your family before it’s too late! "


    http://www.munknee.com/what-if…gold-in-the-coming-years/


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    Die Frage (oftmals gestellt und Dauerthema) hier beantwortet -- frei nach Arora, der für 2014 richtig lag. Wahrscheinlich sei Gold wiederum besser; Gute Charts ...


    Am Schluß des Artikels Ratings für Gold und Silber über verschiedene Zeiträume.


    "At this time the probability is high that over the next 12 months gold will be a better risk adjusted investment than silver. Here are the reasons for this conclusion....


    Smart Money
    Every time in the recent past precious metals have rallied, smart money has sold silver more aggressively than gold. Unless macroeconomic conditions change, silver is likely to experience more selling pressure than gold."


    http://www.kitco.com/commentar…Or-Silver-Redux-2015.html


    Grüsse
    Edel

  • schließlich sieht man es an den Chartvergleichen (Spot Preise versus Weltbörsen) über die letzten Jahrzehnte immer wieder ... .




    Danke für den Link!


    Clive Maund spricht mir übrigens diesmal zwar (abgesehen vom üblichen, reisserischen Stil), dazu exakt aus der Seele, allerdings glaube ich eben auch, dass Gold sehr viel stabiler bleiben wird in den kommenden Turbulenzen, als Silber; am Ende werden dann beide wieder durchstarten:


    Zitat

    Unsere Taktiken haben zwei Stützpfeiler. 1) Barliquidität: den US-Dollar und 2) Baisse-ETF a) für Anleihen, wann immer es einen Sprung gibt, und b) für den Aktienmarkt, ab sofort.


    Die Kühneren könnten vielleicht über Out-of-the-money-Puts nachdenken, und man sollte “solange ausholen, bis man trifft“, zur nächsten Runde übergehen, bis der Einbruch da ist. Wir sehen von Käufen im Edelmetallsektor solange ab, bis dieser letzte Rückfall vorüber ist. Diese Bewegung könnte Gold wahrscheinlich in den Bereich von 850 $ bis 1.000 $ schicken und Silber auf ca. 10 $.


    http://www.goldseiten.de/artikel/249000--Anleihe-Bombe-.html


    Grüsse,
    gutso

  • wahrscheinlich hat das griechische Gold in etwa die selben Eigenschaften wie das österreichische Papiergold ... also z.B. die physikalische Dichte von Elektronen die verwirrt durch Datenkabel irren, nämlich: 0.


    Aaa soo! Man könnte natürlich die Krise auch deshalb so weit treiben, damit das griechische "Gold" in etwa die Unkosten der Gläubiger deckt, ja genau, ich denke, das ist wohl der Plan, deshalb auch das permanente sabbernde Haifischgrinsen dieses Kleiderständers Varoufakis, er weiss das natürlich, wir alle gehören zu den Gewinnern! :D


    Möge es ihn wenigstens ein paar graue Haare kosten.


    Grüße,
    gutso


    ;)

Schriftgröße:  A A A A A