Gerade bei Schmuck aus EM bin ich immer fassungslos, wie leichtfertig Leute heute diesen für wertloses Papier verkloppen. Gerade bei älterem Schmuck, der seit Generation in den Familien bewahrt wurde, kann ich das verkaufen nicht nachvollziehen. [..] Für mich ist das wie eine Ohrfeige für die toten Vorfahren.
Zumal Schmuck nichts kostet, keinen großen Platz braucht, nicht umgelagert werden muss und somit null Kosten oder Aufwand benötigt.
Einerseits kann ich deine Gefühle nachvollziehen; meine (Ur)Großeltern waren von beiden Weltkriegen gebeutelt. Und ich bin auch gegen leichtsinniges Verprassen (erzogen worden).
Andererseits kann mich erinnern, dass im Herbst letzten Jahres hier oder bei silber.de jemand dafür 'gefeiert' wurde, weil er Kofferraumladungen Kilobarren gegen tonnenweise Blech, buntes Plastik, Glas und Elektronik auf vier Rädern als Spaßmobil getauscht hat, die auch noch alle paar Monate in die Werktstatt und zum TÜV muss, sprich hohe Folgekosten verursacht.
Hätte besagter Käufer zwei, drei Monate länger gewartet, wären noch diverse Luxus-eBikes oder Motorräder mehr drin gewesen.
Damals galt der Beifall dem klugen Silber-Investor, jetzt gilt das "Buh" den Leuten, zu höheren Kursen extrem schlecht verwertbare Modeartikel mit sehr geringem praktischen Nutzen veräußern? Nicht jeder 90 Jahre alter Ehering ist Kulturgut und der Markt für Modeartikel, die über 50 Jahre auf dem Buckel haben, ist auch sehr 'vielfältig' & steinig.
Ich denke, da spielt viel Kopfkino mit zu den Hintergründen, die wir nicht ansatzweise kennen.
Daher kommen mir so pauschale Aussagen vor wie mit zweierlei Maß gemessen.
(Zumal die ganzen Inflations- & Kräschpropheten hier doch dafür sein müssten, das Geld rauszuhauen, solange man es noch in halbwegs gesittenen und ruhigen Lebzeiten genießen kann.)