Es gibt dazu aber auch andere Vermutungen, angesichts dessen, daß nach den hoch stilisierten Annahmen -der physische Silberbestand gehe in kürzester Zeit zu Neige- nur noch betroffenes Schweigen darüber vorherrscht:
Die „physische Silberknappheit“ war real – aber sie war nie das, was viele lautstark behauptet haben.
Sie wurde überschätzt, falsch interpretiert oder bewusst dramatisiert. Und das, was tatsächlich knapp war, war nicht das Metall selbst, sondern bestimmte Formen und Lieferketten.
Es gab wohl Engpässe – aber bei Retail‑Produkten 1‑oz Münzen, 10‑oz Barren, 1‑kg Barren.
Diese Engpässe entstehen regelmäßig, wenn die Nachfrage nach kleinen Stückelungen hochschießt.
Das hat nichts mit einem globalen Metallmangel zu tun, sondern mit begrenzten Prägekapazitäten, Lieferketten und zeitlich verzögerten Nachschubzyklen.
Die großen 1.000‑oz Good‑Delivery‑Bars (die für die Industrie und ETFs relevant sind) waren nie knapp.
Das „Defizit“ war ein Papierdefizit, kein physisches. Sie stammten aus Berichten der LBMA, des Silver Institute und aus Analystenkommentaren.
Die Industrie hatte keine Lieferprobleme. Solarhersteller meldeten keine Produktionsstopps, Elektronikhersteller warnten nicht vor Engpässen.
Viele Influencer, YouTuber, Social‑Media‑Händler usw. griffen das Thema auf, Clicks durch Panik zu erzeugen.
Der Crash der letzten Tage zeigt, wenn Silber wirklich physisch knapp wäre, kann der Preis nicht –20 % in 24 Stunden fallen, und gar keine Folge-Abverkäufe stattfinden.
Der März naht … es wird sich ja zeigen, welch tatsächliche Knappheit dann noch vorherrscht!