Beiträge von Henry

    Schulden der öffentlichen Hand steigen drastisch!
    Die Schulden der öffentlichen Haushalte sind im ersten Halbjahr drastisch auf insgesamt 1,6 Milliarden Euro angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilte, nahmen sie damit im Vergleich zur Jahresmitte 2008 um 7,2 Prozent oder 107,5 Milliarden Euro zu.
    Die Schulden der öffentliche Haushalte am Kreditmarkt sind innerhalb eines Jahres um 7,2 Prozent gestiegen. Der Schuldenstand ohne kurzfristige Kassenkredite betrug nach Mitteilung des Statistisches Bundesamtes zur Jahresmitte 1,602 Billionen Euro. Das waren 107,5 Milliarden Euro mehr als ein Jahr zuvor.
    Der größte Zuwachs wurde beim Bund registriert. Dessen Schulden am Kreditmarkt summierten sich am 30. Juni dieses Jahres auf 1,0285 Billionen Euro – ein Anstieg im Jahresvergleich um 9,6 Prozent. Bei den Ländern erhöhten sich die Zahlungsverpflichtungen um 4,2 Prozent auf 499 Milliarden Euro. Die Kreditmarktschulden der Gemeinden sanken im selben Zeitraum um 3,4 Prozent auf rund 75 Milliarden Euro.
    Allerdings haben die Gemeinden in letzter Zeit häufiger mit Kassenkrediten gearbeitet. Einschließlich dieser Kurzfrist-Schulden kletterten die Verbindlichkeiten der Gemeinden um 0,9 Prozent auf 107,4 Milliarden Euro.
    Gruß Henry


    http://www.welt.de/wirtschaft/…nd-steigen-drastisch.html

    Umtauschaktionen würde ich auch nicht machen.
    Für Gold spricht, das es leichter zu verkaufen ist.
    Sollte es einmal wieder zu einem Goldstandard kommen, z.B. nach einem Währungscrash, wäre Gold sicher auch im Vorteil.
    Ob ein mögliches Goldverbot für oder gegen Gold spricht lasse ich mal offen. Liquider wird es dadurch sicher nicht.
    Gegen Gold spricht, dass es nur begrenzt industriell verbraucht wird, d.h. der gesamt Goldbestand oberhalb der Erde steigt von Jahr zu Jahr.
    Sollte es nicht zu einem Goldstandard kommen und ich langfristig denken würde, z.B. als junger Mensch für die Rente sparen, würde ich Silber bevorzugen.
    Auch wenn wir es sehr wahrscheinlich nicht mehr erleben werden, bin ich trotzdem der Meinung, dass der Tag kommen wird, wo Silber teurer sein wird als Gold. Jetzt werden sicher viele lachen, aber so sehe ich die Zukunft. Platin war auch einmal preiswerter als Gold. Auf jeden Fall wird sich die Ratio sicher zugunsten von Silber verschieben. Silber ist einfach das nützlichere Metall und wird stärker industriell verbraucht.
    Gruß Henry

    Bank Closing Information - September 18, 2009
    These links contain useful information for the customers and vendors of these closed banks.


    Irwin Union Bank, F.S.B., Louisville, KY
    Irwin Union Bank and Trust Company, Columbus, IN

    Hier wie üblich am Samstag auf Deutsch:
    In den USA sind am Wochenende wieder zwei Banken bankrott gegangen. Damit erhöht sich die Zahl der US-Bankpleiten auf 94 allein in diesem Jahr. Mit Einlagen von insgesamt 4,8 Milliarden Dollar war die Irwin Union Bank and Trust Company das sechstgrößte Geldinstitut in den USA.

    Wieder zwei Bankpleiten in den USA. Wie der US-Bankengarantiefonds FDIC am Freitag mitteilte, meldeten die Irwin Union Bank and Trust Company mit Sitz in Colombus im Bundesstaat Indiana und die Irwin Union Bank FSB mit Sitz in Louisville im Bundesstaat Kentucky Insolvenz an, die beide zur börsennotierten Irwin-Financial-Gruppe gehörten.

    apa/ag. washington

    Die Banken gehörten zu den größeren Geldhäusern in den USA: Mit Einlagen von insgesamt 4,8 Milliarden Dollar (rund 3,3 Milliarden Euro) war die Irwin Union Bank and Trust Company das sechstgrößte Geldinstitut in den USA, das in diesem Jahr pleite ging.

    Bei der Irwin Union Bank FSB standen 934 Millionen Dollar in den Büchern. Das Gros der Einlagen wurde von der First Financial Bank im Bundesstaat Ohio übernommen. Der Gesamtverlust durch die beiden Bankenpleiten wurde von der FDIC auf 850 Millionen Dollar veranschlagt. Insgesamt stieg die Zahl der Pleiten von US-Banken in diesem Jahr damit auf 94.

    http://www.mmnews.de/index.php…r-2-US-Banken-pleite.html
    http://www.bernerzeitung.ch/wi…ind-pleite/story/29830686
    Gruß Henry

    WestLB steht kurz vor Gründung der ersten "Bad Bank"
    Düsseldorf (Reuters) - Die WestLB könnte als erstes von der Finanzkrise gebeuteltes Geldhaus in Deutschland noch im September die Gründung einer sogenannten "Bad Bank" für faule Wertpapiere festzurren.
    Der nordrhein- westfälische Finanzminister Helmut Linssen sagte am Donnerstag in Düsseldorf, in den Verhandlungen mit den staatlichen Behörden könne sich bereits "in den nächsten Tagen eine Lösung abzeichnen". Die WestLB verhandle mit dem staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin und der Finanzaufsicht BaFin, fügte der CDU-Politiker hinzu. Im Umfeld der WestLB-Eigner hatte es in der Vergangenheit immer wieder geheißen, die Gespräche kämen rasch voran.
    Finanzkreisen zufolge will die Bank in einem ersten Schritt ein Portfolio von strukturierten Wertpapieren mit einem Volumen von rund 6,4 Milliarden Euro auslagern. In einem weiteren Schritt sollen Risiko-Papiere, Kredite und Staatsanleihen mit einem Volumen von rund 80 Milliarden Euro aus den Bilanzen der WestLB genommen werden.
    Das sogenannte Bad-Bank-Gesetz soll Banken helfen, ihre Bilanzen von faulen Wertpapieren zu bereinigen und die Folgen der Finanzkrise durch eine Entlastung ihrer Bilanzen und der Kapitalquoten besser zu bewältigen. Der Bundesregierung zufolge können insgesamt Anlagen im Wert von Hunderten von Milliarden Euro aus den Bilanzen genommen werden. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück hatte gesagt, er gehe davon aus, dass neben der WestLB auch die HSH Nordbank von der Möglichkeit einer "Bad Bank" Gebrauch machen könnte. Die HSH prüft nach eigenen Angaben mehrere Modelle.
    Die WestLB will das Modell auch nutzen, um sich in eine Kernbank und eine Abwicklungsbank aufzuspalten. Die Kernbank soll dann in eine Fusion mit einer anderen Landesbank eingebracht werden. Die EU-Kommission verlangt im Gegenzug zur Billigung bereits bestehender öffentlicher Garantien für das Düsseldorfer Geldhaus einen Eignerwechsel bis 2011. Auch anderen Landesbanken drohen harte Auflagen der EU-Wettbewerbshüter.
    http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE58G0CB20090917
    http://www.bild.de/BILD/Newsti…2009/09/17/15-westlb.html
    Gruß Henry

    China: Gold-Export Verbot?
    In China gibt es Gerüchte, dass die Regierung offenbar ein Gold-Export-Verbot durchsetzen will. Die Chinesen setzen offenbar zunehmend auf Gold, weil sie einen Verfall des Dollar befürchten.

    In der Online-Edition der Financial Times wird über ein Goldexport-Verbot durch China spekuliert. Die Gerüchte erhalten Nahrung von Commodity Online, wo über einen zunehmenden "Goldhunger" der Chinesen hingewiesen wird. Bereits seit einiger Zeit gibt es offenbar auch Hinweise auf ein Exportverbot für Seltene Erden, der Hauptgrundstoff für Hightechprodukte.


    Wenn das Gerücht stimmen würde und China tatsächlich die Goldexporte einstellen würde, wäre das schon sehr bemerkenswert: Immerhin ist China seit 2007 nach der Ablösung des 100-jährigen Marktführers Südafrika das größte Goldproduktions-Land der Welt.

    Zugegebenermaßen muss die Ankündigung keine große Außenwirkung entfalten, denn vermutlich hätten die Chinesen seit der Aufforderung ihrer eigenen Regierung, GoldSilber zu kaufen (wir berichteten) auch selbst die ca. 250 Tonnen Eigenproduktion p.a. aufgekauft, so dass es eines expliziten Exportverbots vielleicht gar nicht bedürfte.


    Aber das Gerücht zeigt schon, dass die chinesische Regierung alles daran setzt, möglichst viel Edelmetall im Lande zu halten. Von einem IMPORTverbot ist jedenfalls keine Rede! Das würde ja auch die Regierung selbst ständig verletzen ( durch vermutlich hohe und ständige heimliche Einkäufe).

    Vermutlich wird es eine offizielle Bestätigung dieser Meldung aus China nicht geben. Aber wie gut "DE FACTO" Verbote funktionieren, sieht man ja seit mind. 10 Jahren an der offiziell nie bestätigten "DE FACTO"-Goldpreisdrückung.

    Ein de facto Exportverbot für SILBER gibt es in China gemäß gleicher Quelle übrigens auch bereits. Auch hier ist von einem IMPORTverbot keine Rede. Die einzige Chance, an chinesisches GoldSilber zu kommen, werden für den Westen wohl bald nur noch Minenbeteiligungen in China sein.

    Noch gibt es Zugang für Westler in einige Gesellschaften (die chinesische Silvercorp ist sogar in Kanada gelistet). Mal sehen, wie lange noch.
    http://www.mmnews.de/index.php…a-Gold-Export-Verbot.html
    Gruß Henry

    Sorry, dass ich es nicht so ausdruecklich kenntlich machte. Ich wollte diese Aussage keineswegs Dir unterstellen noch ist mir die antibakterielle Wirkung von Silber unbekannt.


    Aber ob stinkgebremste Silbersocken der Killer-Turbo fuer den Rohstoffmarkt werden ? Daran haette ich meine Zweifel, insofern wirkt die Erwaehnung durch einen serioesen Rohstoffanalysten schon reichlich laecherlich.

    Tollar,
    hast Du schon mal vom Butterfly Effect gehört?
    http://de.sevenload.com/videos/cB2VYUN-Butterfly-Effect
    Gruß Henry

    Iren starten Bad Bank
    Die irische Regierung schreibt Wirtschaftsgeschichte. Als erster Staat in Europa gründen die Iren eine einheitliche landesweite Bad Bank, die den schwer angeschlagenen Banken bei der Bewältigung der Finanzkrise helfen soll.
    Finanzminister Brian Lenihan kündigte am Mittwoch vor dem Parlament an, dass die National Asset Management Agency (Nama) den Geldhäusern Kredite im Wert von 77 Mrd. Euro mit einem Abschlag von 30 Prozent abkaufen wird. Insgesamt soll die Nama rund 10 000 riskante Darlehen übernehmen. Dafür werde der irische Staat etwa 54 Mrd. Euro bezahlen, sagte Lenihan. Die Summe entspricht knapp einem Drittel der Wirtschaftsleistung der Insel. Der Prozess soll bis Ende Juni 2010 dauern. Den aktuellen Marktwert der riskanten Kredite bezifferte der Finanzminister auf 47 Mrd. Euro.
    Die Entscheidung über die Konditionen für das Projekt war mit Spannung erwartet worden. "Wir erleben einen der interessantesten Tage in der irischen Wirtschaftsgeschichte", sagte Ciaran Callagha vom Brokerhaus NCB.
    Die von der Fianna-Fail-Partei geführte Regierungskoalition hat versprochen, die Kredite und Hypotheken nach objektiven Kriterien zu bewerten. Doch das ist ein Drahtseilakt. Kauft die Nama den Banken die Kreditpositionen zu teuer ab, reduziert dies zwar die Abschreibungen der Banken und deren Verlust, bürdet dem Steuerzahler aber zu hohe Belastungen auf. Anders herum müssen die Banken hohe Abschreibungen vornehmen, die sie letztlich nur mit Staatshilfe werden schultern können.
    Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem etwas niedrigeren Preisabschlag von 27,5 Prozent gerechnet. Analysten gehen davon aus, dass die irischen Banken frisches Kapital brauchen, um die Lücke aufzufüllen, die durch den Abschlag auf die Kredite entsteht, die sie an die Nama weitergeben wollen. Dadurch dürfte der Anteil des Staates am Bankensystem weiter steigen.
    Weiter...
    http://www.handelsblatt.com/un…-starten-bad-bank;2457661
    Gruß Henry

    Der Artikel erinnert mich sehr an Neue-Markt-Hype-Rhetorik. Langsam schiessen sich die Analysten ein und noch so absurde Argumente werden angefuehrt.

    Von wann ist denn mein Zitat? Und steht das Zitat im Zusammenhang mit dem o.g. Artikel?
    Aber Silber ist halt gut gegen unangenehme Gerüche, egal ob es bei 10 $ steht oder bei 20 $.

    Gruß Henry

    Silber profitiert vom Konjunkturaufschwung
    16. September 2009 Bei aller Beachtung, die der Goldpreis für das Überschreiten der 1000-Dollar-Marke in der vergangenen Woche bekommen hat, ist für Silber wenig Aufmerksamkeit übriggeblieben. Dabei hat sich dessen Preis mit einem Anstieg von fast 40 Prozent seit Jahresanfang auf aktuell 16,50 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) viel besser entwickelt als der Goldpreis, der im gleichen Zeitraum nur 12 Prozent zugelegt hat.
    Diese Preisentwicklung reflektiert die besondere Stellung, die dem Rohstoff zukommt: Während sich die Preise für die „echten Industriemetalle“ wie zum Beispiel Kupfer in diesem Zeitraum teilweise mehr als verdoppelt haben, entwickelte sich das Edelmetall vergleichsweise moderat - obwohl mehr als 50 Prozent der Nachfrage aus der Industrie stammen. Gold wird dagegen nur zu etwa 10 Prozent in der Industrie eingesetzt.
    Die Nachfrage steigt mit dem Wirtschaftswachstum
    In dieser Zwitterstellung zwischen Industrie- und Edelmetall liegt gerade in Zeiten einer wirtschaftlichen Erholung der Reiz des Silbers: Einerseits gilt es - ebenso wie Gold - als Ersatzwährung und Absicherung gegen eine mögliche Inflation. Andererseits steigt seine Nachfrage mit dem Wirtschaftswachstum. „Der Silberpreis legt zum Beginn des Aufschwungs immer überproportional zu“, hat Thorsten Proettel, Rohstoffanalyst der LBBW, beobachtet.
    In den vergangenen neun Jahren hat die industrielle Silber-Nachfrage nach Daten des britischen Edelmetall-Forschungsinstituts GFMS um 32 Prozent zugelegt. Die Elektrotechnik schätzt die physikalischen Eigenschaften von Silber ebenso wie die Solarbranche. Zudem wird es wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften verstärkt zur Herstellung technischer Textilien verwendet. Selbst in hochwertigen Socken steckt zum Teil schon etwas Silber. Noch stärker ist seit 1999 jedoch die Investmentnachfrage nach dem Edelmetall gestiegen: Die Münzproduzenten haben gut 120 Prozent mehr nachgefragt.
    http://www.faz.net/s/RubF3F7C1…Tpl~Ecommon~Scontent.html
    Gruß Henry

    Gibt die Antwort nicht der Link mit dem Youtube Video?
    Ansonsten noch mal hier:
    Die Erklärung geht ab ca. 1,3 Minuten los.
    Vielleicht fast das mal jemand zusammen.
    Mein englisch ist nicht so gut.
    http://www.youtube.com/watch?v=c2zsN0zgi6o
    Gruß Henry

    http://www.spiegel.de/wirtscha…men/0,1518,648730,00.html


    die usa haben es herausgefordert und das nicht zum ersten mal seit dem letzten herbst. diesmal gibt es die passende antwort. und es wird nicht das letzte mal gewesen sein, dass solche streits eskalieren.
    kommt eigentlich in irgendeinem der vielen oekonomischen modelle der letzten monate auch mal die möglichkeit von weltweitem protektionismus vor?

    goldmob
    Hier noch mal ein etwas älterer Artikel von mmnews:
    Droht ein Weltwirtschaftskrieg
    US-Protektionismus als Gefahr für die Weltwirtschaft. Wenn die Staaten dieser Erde nun anfangen, aufgrund der Krise zu protektionistischen Maßnahmen zu greifen, wird es bitter. Natürlich ganz besonders für Deutschland als Exportweltmeister.


    Man weiß, dass gerade die demokratische Partei in den USA einen Hang zu protektionistischen Tendenzen hat. So verwundert es nicht, dass bei der Verteilung des über 800 Mrd. Dollar schweren Rettungspaketes in den USA die ersten Triebe dieser bitteren Frucht bereits zu erkennen sind. Bei den geplanten Infrastrukturmaßnahmen soll ausschließlich Stahl und Eisen aus den USA eingesetzt werden, so lange es nicht zu Lieferengpässen oder einen Kostenanstieg um über 25 % kommt. Ein weiterer Entwurf sieht sogar vor, dass alle Materialien und Ausrüstungsgegenstände, die bei diesen Programmen eingesetzt werden, aus US-Produktion stammen müssen. Das Gesetz soll noch im Februar beschlossen werden.

    Einfach, aber falsch

    Natürlich klingt es gerade in den Ohren des einfachen US-Arbeiters sinnvoll. Es ist das patriotische Denken, der New Deal mit der amerikanischen Industrie: Keine Billigimporte aus China mehr, die den Wettbewerb erschweren. Das Geld kommt nur noch und ausschließlich den Amerikanern zu Gute. Warum sollte auch ein Cent ins Ausland fließen? In der Krise ist sich der Mensch immer selbst am nächsten.

    Wenn es doch so einfach wäre.

    Protektionismus führte auch schon 1929 zu einer Verschärfung der Krise


    Das Problem ist natürlich einfach, aber offensichtlich nicht einfach genug, um es den US-Abgeordneten im Repräsentantenhaus klar zu machen. Der Rest der Welt wird nicht tatenlos zusehen. Eine solche Entscheidung kann zur Initialzündung für andere Länder werden. Wenn jedoch der Protektionismus erst die Welt heimsucht, wird der internationale Handel massiv erschwert werden. Leider erinnern sich nur wenige daran, dass es nach 1929 gerade auch der Protektionismus (z.B. in Frankreich) war, der die damalige Krise massiv verschärft hat.

    Der Blinde und der Lahme


    Völlig außer Acht gelassen wird von den US-Amerikanern, dass ganz besonders der gefürchtete Billigimporteur für Stahl und Eisen China sich vor den Kopf gestoßen fühlen könnte. Nun besitzt aber China US-Staatsanleihen in gigantischem Ausmaß. Insgesamt hat China über 680 Mrd. Dollar in US-Staatsanleihen angelegt. Was passiert, wenn China diese Anleihen ins Spiel bringt?

    Doch China braucht gar nicht diesen Knüppel rauszuholen. Bis jetzt war China den Forderungen der USA nach einer Aufwertung des Yuans immer, wenn auch zögerlich, nachgekommen. Wenn sich nun die USA beim Stahl quer stellt, könnte China zunächst den Yuan wieder massiv abwerten, gerade auch weil die chinesische Wirtschaft zurzeit sowieso Probleme hat. Ein abwertender Yuan würde chinesische Produkte in den USA erheblich verbilligen, so dass die Konkurrenz für amerikanische Produkte natürlich stärker würde. Das würde in den USA weitere Arbeitsplätze gefährden und die Deflation verstärken. Da im Moment Unternehmenskredite in den USA kaum zu bekommen sind, würde ein solches Preisdumping eine Reihe von sowieso schon angeschlagenen US-Unternehmen in den Konkurs treiben.

    Die Reaktion auf die Reaktion

    Um es einmal weiter zu spinnen: Die USA könnte auf diese Abwertung des Yuans mit massiven Strafzöllen auf chinesische Produkte reagieren. Eine geniale Idee, denn dann müssten Produkte wieder in den USA hergestellt werden. Das würde doch sofort neue Arbeitsplätze schaffen! Man sieht, auf den ersten Blick sind diese protektionistischen Maßnahmen immer sehr einladend.

    Der Geschädigte wäre der Verbraucher

    Wir befänden uns mit diesem Schritt aber urplötzlich mitten in einem Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China. Wie gesagt, aufgrund der immensen US-Staatsanleihen, die China innehat, hat die USA hierbei einfach die schlechteren Karten. Doch lassen wir das weiterhin außen vor. Nehmen wir an, die USA erheben Zölle, die schlussendlich die Preise der Waren aus China auf US-Niveau bringen. Die US-Bürger sollen nur noch US-Produkte kaufen.

    Diese US-Produkte sind natürlich erheblich teurer. Die Kosten hierfür müsste demnach der US-Verbraucher tragen. Gerade in der aktuellen Situation wäre das eine Katastrophe! Es ist doch gerade der Konsum, der in den USA zurzeit massiv belastet ist. Die Verbraucher könnten sich demnach nur noch auf das Wesentlichste beschränken, Opfer wäre der Einzelhandel. Auch hier droht damit ein weiterer massiver Abbau von Arbeitsplätzen. Was auf den ersten Blick so schön für den US-Bürger aussieht, wird schlussendlich zum tödlichen Bumerang.

    Inflationsgefahren

    Diese Entwicklung hätte aber noch eine weitere Folge: Die Inflation würde stark zulegen. Darauf müsste die Fed mit steigenden Zinsen reagieren. Das wiederum birgt in der aktuellen Krise größte Gefahren.

    Der Untergang der Exportindustrie

    Ganz außen vorgelassen habe ich, dass natürlich auch die US-Exportindustrie ganz erhebliche Probleme kriegen würde, da natürlich sofort auch andere Länder Strafzölle verhängen oder vergleichbare Gesetze beschließen.

    Selbst wenn das nicht geschieht, hätte die Exportindustrie schnell ein weiteres Problem. Wenn sie zum Beispiel nicht auf den Billigimportstahl aus China zurückgreifen kann, sondern auf teureren US-Stahl, kann sie am Weltmarkt auch ohne Zölle nicht mehr konkurrieren. Da wird dann auch keine Abwertung des Dollars mehr helfen. Also auch hier sind Arbeitskräfte gefährdet.

    Nur ein Ausschnitt


    Ich kann hier natürlich nur einen kleinen Teil der erheblichen Folgen protektionistischer Maßnahmen erläutern, tatsächlich wären diese aber Gift für die Weltwirtschaft. Die Folgen für die Industrieländer wären dramatisch. Insgesamt würde es zu einem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit führen, und das kann eigentlich niemand wollen.

    Kein Wirtschaftskrieg erwartet

    Meines Erachtens wird es aber nicht zu einem offenen Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China kommen (noch nicht). China braucht die USA als Absatzmarkt. Es ist zu schwierig für China, in Europa Fuß zu fassen, und der Konsum in Asien reicht noch nicht aus, um die chinesische Produktion zu absorbieren. Auf der anderen Seite wird sich Barack Obama natürlich die Frage stellen, wer ihm denn das 800 Mrd. Dollar Konjunkturprogramm überhaupt finanzieren soll, wenn nicht die Chinesen?

    Gruß Henry


    http://www.mmnews.de/index.php…Weltwirtschaftskrieg.html