Gibt es eine Quintessenz, worin die Warnung nun besteht?
kannste dir wie zumeist schenken:
Gregor Gregersen warnt deutsche Goldbesitzer nicht davor, Gold zu besitzen, sondern davor, wo und in welcher Form sie ihr Gold halten. Seine Argumentation basiert auf einem Szenario einer schweren Währungs- oder Finanzkrise. Die wichtigsten Warnungen sind:
- Gold im Bankensystem könnte im Krisenfall angreifbar sein.
- Er verweist auf die US-Goldbeschlagnahmung von 1933, als Privatpersonen ihr Gold an den Staat abgeben mussten.
- Seine These lautet: Sollte es erneut zu einer schweren Dollar- oder Finanzkrise kommen, könnten Staaten wieder außergewöhnliche Maßnahmen ergreifen.
- Internationale Banken könnten ausländische Anordnungen befolgen müssen.
- Er argumentiert, dass Banken mit starker Präsenz in den USA oder im SWIFT-System unter US-Druck geraten könnten.
- Deshalb bevorzugt er Lagerorte außerhalb dieses Einflussbereichs, insbesondere Singapur.
- Papiergold sei kein Ersatz für physisches Gold.
- ETFs, unallokierte Goldkonten oder andere Papieransprüche könnten seiner Ansicht nach in einer Krise problematisch sein, wenn viele Anleger gleichzeitig physische Auslieferung verlangen.
- Deshalb empfiehlt er ausschließlich eindeutig zugeordnetes ("allocated") physisches Gold.
- In einer Krise könnte physisches Gold knapp werden.
- Er verweist auf 2008, als zwar der Börsenpreis fiel, physische Münzen und Barren aber kaum erhältlich waren bzw. nur mit hohen Aufschlägen verkauft wurden.
- Seine Schlussfolgerung: Erst in der Krise Gold kaufen zu wollen, könne zu spät sein.
- Diversifikation des Lagerorts.
- Er hält es für sinnvoll, einen Teil des Goldes im Heimatland verfügbar zu haben und einen weiteren Teil in einem politisch stabilen Ausland zu lagern.
- Dadurch soll man nach seiner Auffassung auf verschiedene Krisenszenarien vorbereitet sein.
Wovor warnt er konkret deutsche Goldbesitzer?
Er zeichnet folgendes Szenario:
- Eine schwere Vertrauenskrise des US-Dollars.
- Darauf folgende staatliche Eingriffe in den Goldmarkt (z. B. Beschränkungen oder Nationalisierung).
- Mögliche Auswirkungen auch auf Goldbestände außerhalb der USA, wenn diese über international vernetzte Banken oder Verwahrer gehalten werden.
- Schwierigkeiten, in einer Krise überhaupt noch physisches Gold kaufen oder liefern zu lassen.
Wie belastbar sind diese Aussagen?
Hier ist wichtig zu unterscheiden zwischen Fakten und Spekulation:
- Historisch belegt ist, dass die USA 1933 den privaten Goldbesitz stark einschränkten.
- Fakt ist auch, dass physisches Gold in Krisenzeiten zeitweise mit hohen Aufgeldern gehandelt wird.
- Nicht belegt ist hingegen seine Prognose, dass die USA oder andere westliche Staaten erneut Gold nationalisieren oder deutsche Goldbesitzer direkt betreffen werden. Das ist seine persönliche Einschätzung eines möglichen Krisenszenarios und keine Vorhersage mit gesicherter Grundlage.
Kurz gesagt: Gregersen plädiert für physisches, eindeutig zugeordnetes Gold außerhalb des Bankensystems und möglichst geografisch diversifiziert, weil er eine schwere Währungskrise für wahrscheinlich hält. Seine Warnungen beruhen auf dieser makroökonomischen Einschätzung, nicht auf bereits angekündigten politischen Maßnahmen.