Uran -- Märkte und Informationen

  • Real de Catorce

    Danke, werde in Zukunft aufpassen!

    'Das Gold dem Einzelnen zu entziehen, ihn seines Anspruchs zu berauben, ist ihr Bestreben, während er es vor ihnen zu verbergen sucht. Sie >wollen sein Bestes<< - - - daher nehmen sie es ihm. Sie horten sein Gold in tiefen Tresoren und zahlen mit Papier, das täglich an Wert verliert.'
    ERNST JÜNGER; EUMESWIL, 1977

  • Rosatom baut in Kasachstan das nächste AKW


    Kasachstan und Russland beginnen mit dem Bau eines leistungsstarken Kernkraftwerks

    Die Zahl der AKWs wächst stetig, Uran ist auf lange Sicht neben den Edelmetallen eine sichere und lukrative Geldanlage. Ein WWER1200 Reaktor benötigt übrigens für die Steuerstäbe zwischen 500-1000kg Silber. Ein weiterer Erfolg für Rosatom, allerdings bekommen sie nun zunehmend Konkurrenz, China ist das Land mit der aktivsten Neubautätigkeit im Kernenergiesektor. Im Jahr 2025 sollen mehrere Reaktoren ans Netz gehen, darunter:

    • Fangchenggang-Phase III: 2 × Hualong-One-Reaktoren (je 1.208 MW) 5.
    • Haiyang-Phase III: 2 × CAP1000 (chinesische AP1000-Variante) 5.
    • Sanmen-Phase III: 2 × Hualong-One-Reaktoren (je 1.215 MW) 5.
    • Taishan-Phase II: 2 × Hualong-One-Reaktoren (je 1.200 MW) 5.
    • Xiapu-Phase I: 2 × Hualong-One-Reaktoren (je 1.200 MW)


    Atom Media | Press releases | Kazakhstan and Russia Begin Work on Construction of High-Capacity Nuclear Power Plant
    Rosatom digital press office: Engineering surveys launched in Ulken mark the first stage of a project that will result in the construction of a modern,…
    atommedia.online

    Am 8. August 2025 begannen im Dorf Ulken (Bezirk Zhambyl, Gebiet Almaty, Kasachstan) die ersten Arbeiten für das Kernkraftwerksprojekt (KKW) – ingenieurtechnische Vermessungen zur Standortbestimmung und Vorbereitung der Planungsunterlagen für das künftige Hochleistungs-KKW. An der Veranstaltung nahmen der Generaldirektor der russischen Staatsgesellschaft Rosatom, Alexey Likhachev, der Vorsitzende der Atomenergiebehörde der Republik Kasachstan, Almasadam Satkaliyev, sowie der Äkim (Gouverneur) des Gebiets Almaty, Marat Sultangaziyev, teil.

    Fachleute der Ingenieursparte von Rosatom begannen mit dem Bohren der ersten Erkundungsbohrungen und der Entnahme von Bodenproben. Diese Untersuchungen sollen die seismische Stabilität, hydrogeologischen Besonderheiten und weitere Standortparameter bewerten, die für die Sicherheit und Zuverlässigkeit der künftigen Anlage entscheidend sind. Insgesamt sind in dieser Phase mindestens 50 Bohrungen mit einer Tiefe von 30 bis 120 Metern geplant. Die endgültige Entscheidung über den genauen Standort des Kernkraftwerks wird auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse getroffen.

    Der Beginn der ingenieurtechnischen Vermessungen ist eine grundlegende Phase, die die Sicherheit, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Kernkraftwerksprojekts bestimmt. In diesem Stadium werden die geologischen, seismischen, hydrologischen und ökologischen Gegebenheiten des Standorts umfassend analysiert. Die gewonnenen Daten bilden die Basis für die endgültige Standortwahl. Die Untersuchungen gewährleisten die Einhaltung internationaler und nationaler Standards, minimieren ökologische und technologische Risiken und schaffen die Voraussetzungen für eine effiziente Planung des künftigen Kernkraftwerks.


    Das künftige Kraftwerk wird mit modernen WWER-1200-Reaktoren (Druckwasserreaktoren mit 1200 MW elektrischer Leistung) der Generation III+ ausgestattet sein. Diese Technologie erfüllt die strengsten internationalen Sicherheitsstandards und wird bereits erfolgreich in betriebsbereiten sowie im Bau befindlichen Anlagen in Russland, Belarus, der Türkei, Bangladesch, Ägypten und China eingesetzt. Die Lebensdauer des Reaktors beträgt 60 Jahre, mit der Möglichkeit einer Verlängerung um weitere 20 Jahre.

    Während der Zeremonie wandten sich Mitarbeiter des Kernkraftwerks Leningrad, des Akkuyu-Kernkraftwerks (Türkei), des Kernkraftwerks Belarus, des Paks-2-Kernkraftwerks (Ungarn) und des Rooppur-Kernkraftwerks (Bangladesch) – alles Standorte, an denen WWER-1200-Einheiten bereits in Betrieb sind oder gebaut werden – an die Bewohner von Ulken. Sie wünschten dem Projekt Erfolg und betonten die Bedeutung der Kernenergie für die sozioökonomische Entwicklung der Region.

    (Anmerkung: "WWER" ist die deutsche Transkription von "ВВЭР" [W-W-E-R], der russischen Abkürzung für "Druckwasserreaktor".

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)

  • nachdem indien die 100gw nucelar beschlossen hat, der nächste meilenstein.

    India Opens Uranium Mining to Private Firms for Nuclear Expansion


    Key Policy Changes Underway

    The Indian government is finalizing a comprehensive policy that will transform the nuclear energy landscape by:

    • Ending the long-standing state monopoly on uranium mining and processing
    • Creating new regulatory frameworks for private sector participation
    • Permitting private companies to import uranium from international markets
    • Allowing private firms to supply critical control system equipment for nuclear facilities
    • Maintaining state control over reprocessing spent fuel and plutonium waste management


    India Opens Uranium Mining to Private Firms for Nuclear Expansion
    India and private firms in uranium mining drive a dynamic shift in nuclear policy, boosting energy security and fueling economic growth.
    discoveryalert.com.au

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • ich hab spasseshalber aufm flug(dank starlink) mal wieder etwas mit ki gespielt.

    bin gerade was term contracs angeht bei einem strukturellem marktdefizit von einer etwas anderen auffassung aber ich stelle es euch mal ein. keine handlungsempfehlung.


    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • urban jäckle im Video


    Cameco reduziert die Ziele 2025



    Schon vorgeschwurbelt



    Externer Inhalt youtu.be
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.

    LG Tulius [smilie_blume]



    :thumbsup: schlechter wirds immer [smilie_happy]



    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3 (Kunstfreiheit-Satire)

  • Cameco reduziert die Ziele 2025

    wozu video

    es handelt sich ca um 2,5% des globalen supply.

    bemerkenswert ist die aussage "development delays", nicht genug fähiges und ausgebildetes personal um die geplanten produktionsziele auf mcarthur river/key lake einzuhalten. also ca 14-15mlb produktion statt geplanter 18mlb. ca um die 1mlb wird wohl von cigar lake aufgefangen werden können.

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • erste kleine "vorschau" auf den wna 2025 report

    Uranium shortfall threatens nuclear energy renaissance, industry warned
    Association predicts a ‘significant gap’ between supply and demand unless new sources are found
    www.ft.com



    der 2025 performance report

    https://world-nuclear.org/images/articles/World%20Nuclear%20Performance%20Report%202025.pdf

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    Einmal editiert, zuletzt von Blue Horseshoe ()

  • Warum sollen andere bezahlen ?


    "Uranium shortfall threatens nuclear energy renaissance industry warned"


    AKW-Betreiber jammern das die Versorgungssicherheit mit billigem Uran nicht sichergestellt ist und fordern mehr Engagement in Exploration und Uranförderung.

    Der Ruf nach dem willigen Idioten das Risiko und die Kosten zu übernehmen und Ihnen die Gewinne zu bescheren. Am besten der Staat organisiert das noch für Sie. Ist das naiv oder unverschämt ?

    Der Uran-Preis ist schlichtweg zu niedrig und Betreiber müssen eben mehr in Langfristverträge investieren und mehr bezahlen oder eben mit dem Risiko eines Versorgungsmangels leben. Erst wenn wir wieder über 100$/lbs Uran liegen wird sich was tun, die Versorger haben es selbst in der Hand vorzusorgen und entsprechende Verträge zu schließen.

    „Erst gewahrten wir vergnüglich Wilden Wesens irren Lauf;

    Unerwartet, unverzüglich trat ein neuer Kaiser auf.

    Und auf den vorgeschriebnen Bahnen zieht die Menge durch die Flur;

    Den entrollten Lügenfahnen folgen alle. – Schafsnatur! " :wall: [smilie_happy]

    (Geh. Rath v. Goethe)

    • Offizieller Beitrag

    Uranpreis steigt auf 100 Dollar pro Pfund, da das Angebot knapp wird -- Forbes, 2.9.

    "Die starke Nachfrage und Versorgungsengpässe haben das Interesse der Anleger an Uran wiederbelebt, das im vergangenen Monat die meisten anderen Rohstoffe übertroffen hat und weiter steigen könnte. Das wiederauflebende Interesse an Kernenergie als sauberer Energiequelle sorgt für Nachfrage, während Betriebsprobleme in zwei der weltweit größten Uranminen das Angebot einschränken.


    Das kanadische Unternehmen Cameco gab bekannt, dass es mit einem Produktionsrückgang in seiner Mine McArthur River rechnet, während Kazatomprom, das staatliche Uranunternehmen Kasachstans, seine Produktionsprognosen für das nächste Jahr nach unten korrigiert hat. Unter dem Strich könnte der Uranmarkt einen Rückgang von 20 Millionen Pfund gegenüber früheren Versorgungsprognosen verzeichnen.


    Ein weiterer Hinweis auf einen angespannteren Markt für Kernbrennstoffe als erwartet sind die starken Spekulationsaktivitäten von Rohstoff-Investmentfonds und der Druck auf kleine Bergbauunternehmen, die langfristige Lieferverträge abgeschlossen haben, aber möglicherweise gezwungen sind, auf dem kurzfristigen Markt zu kaufen, um ihre Verträge zu erfüllen...


    125 $/lb Höchstpreis möglich


    Citi, eine weitere Investmentbank, prognostiziert für die nächsten drei Monate einen Preis von 80 $/lb und für das nächste Jahr einen Anstieg auf 100 $/lb, mit einem möglichen Höchstpreis von 125 $/lb, falls sich ein Bullenmarkt entwickelt, wodurch Uran wieder auf ein Niveau zurückkehren würde, das seit dem Boomjahr 2007 nicht mehr erreicht wurde...."


    https://republicofmining.com/2025/09/04/uranium-marching-towards-100-lb-as-supply-squeezed-by-tim-treadgold-forbes-magazine-september-2-2025/

    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


    Grüsse

    Edel

  • World Nuclear Fuel Report: Global Scenarios for Demand and Supply Availability 2025-2040


    World Nuclear Fuel Report: Global Scenarios for Demand and Supply Availability 2025-2040 - World Nuclear Association




    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    • Offizieller Beitrag

    Uranbedarf für Kernkraft soll bis 2030 um fast 30 % steigen – Bericht

    "Laut dem am Freitag veröffentlichten zweijährlichen Kernbrennstoffbericht der World Nuclear Association (WNA) wird der weltweite Uranbedarf voraussichtlich stark ansteigen, da die Kernkraft ihre Rolle bei der Umstellung auf saubere Energie festigt.


    Der Bericht prognostiziert, dass die Nachfrage nach Uran für Kernreaktoren bis 2030 um 28 % steigen und fast 87.000 Tonnen pro Jahr erreichen wird, bevor sie sich bis 2040 auf über 150.000 Tonnen mehr als verdoppeln wird. Im Vergleich dazu werden im Jahr 2024 etwa 67.000 Tonnen verbraucht.


    Das Wachstum hängt mit dem raschen Ausbau der Kernkraftkapazitäten weltweit zusammen.


    Die derzeitige weltweite Kernkraftkapazität von 398 Gigawatt elektrisch (GWe) mit weiteren 71 GWe im Bau wird bis 2030 voraussichtlich um 13 % und bis 2040 um fast 87 % auf 746 GWe steigen.


    „Diese Verschiebung spiegelt wider, dass die Regierungen stärker auf Kernenergie setzen, um ihre Ziele in Bezug auf Energiesicherheit und Netto-Null-Kohlenstoffemissionen zu erreichen“, so die WNA.


    Wachstumsszenarien


    Die WNA untersuchte drei Szenarien:


    --- Referenzszenario – Basierend auf den bestehenden Plänen von Regierungen und Energieversorgern steigt die Kernkraftkapazität von 372 GWe im Jahr 2024 auf 686 GWe bis 2040.

    --- Oberes Szenario – Unter günstigeren politischen Rahmenbedingungen könnte die Kapazität 966 GWe erreichen.

    --- Unteres Szenario – Bei einer verzögerten Umsetzung würde die Kapazität dennoch auf 582 GWe steigen.


    Bis 2040 könnte die Nachfrage zwischen 107.000 tU im unteren Szenario und über 204.000 tU im oberen Szenario liegen...."


    Uranium demand for nuclear power set to surge nearly 30% by 2030 – report
    World Nuclear Association said the growth is tied to a rapid buildout of nuclear power capacity worldwide.
    www.mining.com

    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


    Grüsse

    Edel

  • Edel, Dein Optimismus in Ehren.


    Aber was ist, wenn Fukushima sich wiederholt? Sofort würde die Hysterie wieder ausbrechen, die Nachfrage einbrechen. Die Wahrscheinlichkeit steigt mit der Zahl der Reaktoren und deren Ausbreitung in Länder mit geringerem Sicherheitsbewusstsein (nein, ich sage nicht shitholes, das wäre diskriminierend).


    Was ist, wenn die Welt-Finanzwirtschaft und die Währungen zusammenbrechen und die reale Weltwirtschaft dadurch abstürzt? Viele kluge Köpfe hier erwarten das ja.


    Was ist, wenn ein Brutreaktor serienreif wird? Ein Thoriumreaktor (THTR gab es ja schon)? Ein Reaktor, der Abfälle der heute üblichen Reaktoren verwertet (gibt es in Russland schon)? Solche Abfälle gibt es mehr als genug.


    Auf Pläne von Regierungen, die deren erwartbare Lebensdauer übersteigen, gebe ich garnichts. Das sind reine Fiktionen.


    Bei Uran bleibe ich skeptisch und vorsichtig. Kurzfristige trades mit überschaubarem Volumen nicht ausgeschlossen.


    Gruß! Fritz

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ — Paul Sethe. Leserbrief SPIEGEL, 5. Mai 1965.

  • Die Wahrscheinlichkeit steigt mit der Zahl der Reaktoren und deren Ausbreitung in Länder mit geringerem Sicherheitsbewusstsein (nein, ich sage nicht shitholes, das wäre diskriminierend).

    Hallo Fritz, ich merke leider das du dich mit dem Thema nicht ernshaft beschäftigt hast. Bitte lies erstmal alles in den Fäden (oder sonst wo) nach.


    Die Wahrscheinlichkeit sinkt, mit jedem Reaktor moderneren Typs wenn und wenn ältere KKW vom Netz gehen.

    Manche Reaktortypen sind inherent sicher und selbst bei aktuellen Gen 3++ liegen die Standards

    mittlerweile erheblich höher. das mit den Ländern mit geringeren sicherheitsstandards.... humbug - du hat keine Ahnung von den Deployments in den Ländern und wer Technologisch führend ist.


    Moderne Kernreaktor‑Designs der Generation III+ gelten als deutlich sicherer als frühere Generationen, weil sie zahlreiche inherent‑ bzw. passive Sicherheitsmerkmale integrieren.

    • Sie besitzen einen negativen Temperatur‑ und Void‑Koeffizienten, sodass bei steigender Temperatur bzw. Dampfbildung die Reaktionsrate automatisch abnimmt world-nuclear.org.
    • Viele Designs (z. B. AP‑1000, EPR) setzen auf passive Kühlung und Schwerkraft‑ oder Konvektions‑Mechanismen, die ohne aktive Steuerung oder externe Stromversorgung funktionieren wikipedia.org.
    • Zusätzliche Elemente wie Core‑Catcher und erweiterte Containment‑Strukturen sollen das Risiko einer Freisetzung bei schweren Störfällen weiter reduzieren .

    Trotz dieser Verbesserungen ist „inherent sicher“ nicht gleichbedeutend mit „risikolos“. Die Sicherheit hängt weiterhin von der korrekten Auslegung, dem Bau, der Wartung und dem Betrieb ab, und extreme äußere Ereignisse (z. B. Erdbeben, Flugzeugaufprall) müssen weiterhin berücksichtigt werden world-nuclear.org.

    Kurz gesagt: Generation‑3‑Plus‑Reaktoren weisen wesentliche inhärente und passive Sicherheitsvorteile gegenüber älteren Anlagen auf, aber sie bleiben komplexe Systeme, deren Gesamtsicherheit von vielen Faktoren abhängt.


    Generation 4 & 5‑Reaktoren – warum sie als „inherent sicher“ gelten

    Konzept / ModellPhysikalisches Prinzip, das die Sicherheit liefertWie es praktisch wirkt
    Dual‑Fluid‑Reaktor (DFR)Zwei getrennte Kühlkreisläufe – ein leichteres Fluid (z. B. Natrium) für den Primärkreislauf und ein schwereres Fluid (z. B. Kohlendioxid) für den Sekundärkreislauf. Der Wärme­transport erfolgt durch natürliche Konvektion und Druckunterschiede, nicht durch Pumpen.Bei einem Ausfall der aktiven Systeme fließt das Kühlfluid weiterhin durch Schwerkraft, sodass die Brennstoffkerne selbständig abkühlen können. Der negative Temperaturkoeffizient des Brennstoffs reduziert die Leistungsabgabe, sobald die Temperatur steigt.
    Rolls‑Royce SMR (220 MWe)Modulare Bauweise mit stark reduzierter Leistungsdichte (≈ 30 MW/m³) und passiver Notkühlung über natürliche Zirkulation von Luft/Wasser im Reaktorbehälter. Das Design nutzt einen negativen Reaktivitäts‑Temperaturkoeffizienten.Wenn die Stromversorgung ausfällt, übernimmt die natürliche Konvektion die Wärmeabfuhr. Durch die niedrige Leistungsdichte bleibt die Temperaturanstieg‑Rate gering, sodass kein aktives Eingreifen nötig ist.
    Chinas HTR‑PM (hochent­temperatur‑Pebble‑Bed‑Modul)Pebble‑Bed‑Kern aus Graphit‑Moderator und Helium‑Kühlmittel. Der negative Temperatur‑ und Void‑Koeffizient sorgt dafür, dass bei steigender Temperatur bzw. Dampfbildung die Neutronenproduktion sinkt. Das System kann Wärme über Strahlung, Leitung und natürliche Konvektion zum externen Kühlkreislauf leiten.Verlust‑von‑Strom‑Tests zeigten, dass beide 200 MWt‑Einheiten die Restwärme allein durch natürliche Zirkulation in den Reaktor‑Kavitäten‑Kühlsystemen (RCCS) ableiten konnten – ohne Pumpen oder aktive Steuerungensciencedirect.com.
    Generation‑4‑Prinzipien allgemeinNegativer Temperatur‑ und Void‑Koeffizient, geringe Leistungsdichte, modulare Bauweise, natürliche Konvektion und passive Notkühlung.Diese Merkmale reduzieren die Abhängigkeit von aktiven Komponenten (Pumpen, Stromversorgung, Steuerungs‑Software) und lassen die physikalischen Gesetze (Wärmeleitung, Schwerkraft, Konvektion) die Sicherheit gewährleisten.

    Was bedeutet „inherent“ konkret?

    1. Selbstregulierende Reaktivität – wenn die Temperatur steigt, nimmt die Kernspaltungsrate automatisch ab (negativer Temperaturkoeffizient).
    2. Passiver Wärmetransport – Wärme wird durch natürliche Strömungen (Konvektion, Strahlung) vom Kern weggeführt, ohne dass Pumpen laufen müssen.
    3. Reduzierte Leistungsdichte – weniger Energie pro Volumen bedeutet, dass im Störfall weniger Wärme erzeugt wird, was die Kühlanforderungen senkt.
    4. Modularität – kleinere Einheiten lassen sich in Fabriken fertigen, wodurch Fertigungsfehler minimiert und standardisierte Sicherheitsfeatures leichter implementiert werden können.

    Fazit

    Die genannten Generation‑4‑ und frühen Generation‑5‑Konzepte (Dual‑Fluid, Rolls‑Royce SMR, HTR‑PM) basieren auf physikalischen Selbstschutz‑Mechanismen – negative Reaktivitätskoeffizienten, natürliche Kühlung und niedrige Leistungsdichte. Diese Prinzipien machen die Anlagen inherent sicher: Sie können kritische Situationen ohne aktive Eingriffe bewältigen. Dennoch bleibt die Gesamtsicherheit von der Qualität des Designs, der Konstruktion und dem betrieblichen Management abhängig.

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Wie stark sinkt das Kernschmelz‑Risiko bei heutigen‑ versus älteren‑Reaktoren?

    Reaktortyp (letzte 40 Jahre)Geschätzte Kernschmelzwahrscheinlichkeit*Moderne Designs (Gen IV, SMR, chinesische HTR‑PM, russische VVER‑1200 usw.)Reduktion gegenüber alten Typen
    Druckwasser‑/ Siedewasser‑Reaktoren (1970‑2000) ≈ 1 E‑4 bis 3 E‑4 pro Reaktor‑Jahr (etwa 1 Unfall pro 3 700 Reaktor‑Jahren)tandfonline.com ≤ 1 E‑5 bis 1 E‑6 pro Reaktor‑Jahr (ein‑ bis zwei‑Stellen‑Reduktion)world-nuclear.org ≈ 90 % – 99 % weniger Risiko
    Generation‑III +/ IV‑Kernkraftwerke (z. B. EPR, AP1000, VVER‑1200) ≈ 1 E‑5 pro Jahr (10‑mal niedriger als ältere Anlagen)world-nuclear.org ≈ 1 E‑6 pro Jahr (weitere 10‑mal‑Reduktion) ≈ 99 % weniger Risiko
    SMR‑Konzepte (Rolls‑Royce SMR, NuScale, etc.) ≈ 1 E‑5 – 1 E‑6 pro Jahr (wegen niedriger Leistungsdichte)world-nuclear.org ≈ 1 E‑7 – 1 E‑8 pro Jahr (passive Kühlung, natürliche Zirkulation) ≈ 99 % – 99,9 % weniger Risiko
    Chinesische HTR‑PM (Pebble‑Bed‑Modul) ≈ 1 E‑5 pro Jahr (vergleichbar mit anderen Gen‑IV‑Designs) nach Loss‑of‑Cooling‑Tests zeigt keine aktive Kühlung nötig; modellbasierte Abschätzung ≈ 1 E‑7 pro Jahr ≈ 99 % Reduktion
    Russische VVER‑1200/1600 (modernisiert) ≈ 1 E‑5 pro Jahr Durch zusätzliche passive Notkühlung und verbesserte Containment‑Strukturen ≈ 1 E‑6 pro Jahrworld-nuclear.org ≈ 90 % Reduktion

    *Die Zahlen beruhen auf probabilistischen Risikobewertungen (PRA) und statistischen Studien, die die Häufigkeit von Kernschmelzen aus historischen Daten (ca. 10 Kernschmelz‑Unfälle seit den 1950er Jahren) extrapolieren und dann die Verbesserungen durch neue Sicherheitsmechanismen einbeziehen.

    Warum ist die Reduktion so groß?

    1. Negative Temperatur‑ und Void‑Koeffizienten – bei steigender Temperatur sinkt die Reaktivität automatisch.
    2. Passive bzw. inhärente Sicherheitssysteme – natürliche Konvektion, Schwerkraft‑Zirkulation und Strahlungs‑/Leitungs‑Wärmeabfuhr benötigen keine aktiven Pumpen oder Strom.
    3. Niedrigere Leistungsdichte – weniger Wärme pro Kubikmeter Kernmaterial, wodurch die Wärmeabfuhr im Störfall leichter gelingt.
    4. Modularität (SMR) – kleinere Einheiten bedeuten geringere Energiemengen, die gleichzeitig kontrolliert werden müssen, und ermöglichen fabrikgefertigte, streng geprüfte Sicherheitsteile.
    5. Verbesserte Containment‑Strukturen – doppelwandige Beton‑/Stahlbehälter, die selbst bei einem kompletten Kühlverlust die Freisetzung radioaktiver Stoffe stark begrenzen.

    Zusammenfassung

    • Ältere Großreaktoren (1970‑2000): etwa 1 Kernschmelze pro 3 700 Reaktor‑Jahre (≈ 0,03 % pro Jahr).
    • Moderne Generation‑IV‑ und SMR‑Designs (inkl. chinesischer HTR‑PM, russischer VVER‑1200/1600): 10‑ bis 100‑mal geringere Wahrscheinlichkeit, also 0,003 % – 0,0003 % pro Jahr.
    • Das entspricht einer Risiko‑Reduktion von rund 90 % bis 99 % gegenüber den meisten in den letzten vier Jahrzehnten betriebenen Reaktoren.

    Damit lässt sich sagen, dass die heutigen fortgeschrittenen Kernreaktor‑Konzepte das Kernschmelz‑Risiko um mindestens ein bis zwei Größenordnungen verringern – ein entscheidender Fortschritt für die Sicherheit von Kernenergie.

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Nuclear Energy
    Explore global data on nuclear energy production and the safety of nuclear technologies.
    ourworldindata.org


    Ökonomisch glänzt Kernkraft gerade in Rezessionen/Depressionen aufgrund des absolut überlegenen EROEI.

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

  • Hallo Hufeisen,


    vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Das sage ich ganz ohne Ironie. Du hast mein Wissen sehr erweitert und vor allem präzisiert. Deine Kenntnisse werde ich bei Gelegenheit wieder verwenden.


    Aber Du triffst den Kern meiner Argumente nicht. Ich bin kein Gegner der Kernenergie, war nie einer und werde auch nie einer sein. Ich will nur nicht längerfristig darin investieren, weil ich die Gefahr plötzlicher und unvorhersehbarer Abstürze sehe.


    Um es plakativ zu sagen: Ich fürchte nicht die Kerntechnik, sondern die Menschen, die damit umgehen. Ich fürchte nicht den Unfall, sondern die Panik.


    Dass Kraftwerke mit neuer Technik sicherer sind als die mit alter, das sehe ich wie Du. Aber die alten verschwinden ja nicht, wenn neue gebaut werden. Außerdem sind die bisherigen Atomunfälle alle nicht durch die Technik ausgelöst worden, sondern durch Dummheit, Leichtsinn und unverantwortliches Handeln. Mit einer genügenden Dosis dieser Untugenden lässt sich überall Unheil anrichten.


    Neben der Panikgefahr habe ich noch andere mögliche Gründe für plötzliche Abstürze genannt: Neue Reaktortypen, die weniger (Brutreaktor) oder kein (Thorium) frisches Uran brauchen. Ein Hauptpunkt dürfte die Finanzierung der neuen Reaktoren sein. Ohne Vertrauen in die Zukunft will niemand für so langfristige Projekte bezahlen. Dieses Vertrauen erodiert zusehends, das Kartenhaus kann jederzeit zusammenbrechen.


    Hier mache ich erst mal Schluss. Der Beitrag soll nicht zu lang werden.


    Gruß! Fritz

    Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten.“ — Paul Sethe. Leserbrief SPIEGEL, 5. Mai 1965.

  • . Außerdem sind die bisherigen Atomunfälle alle nicht durch die Technik ausgelöst worden, sondern durch Dummheit, Leichtsinn und unverantwortliches Handeln.

    Mir wird meine Zeit zu schade und ich frage mich ob du mit dem Nonsense trollen willst?


    Oder du verstehst die obigen Zusammenfassungen nicht und was die Sicherheitsfeatures zu Leisten vermögen.


    Unfälle, die durch die Sicherheits‑Features heutiger Generation 3+ / 4 / 5‑Reaktoren zumindest stark gemindert oder ganz verhindert worden wären

    Unfall (Ort – Jahr)Reaktortyp zum Zeitpunkt des UnfallsModerne Sicherheits‑Features, die den Unfall verhindert bzw. abgeschwächt hätten (Gen 3+, 4, 5)Warum das funktioniert hätte
    Three‑Mile Island (USA – 1979)Pressurised Water Reactor (PWR) – frühe Generation IIPassive Decay‑Heat‑Removal (Natürliche Zirkulation, Wärmetauscher) • Verbesserte Human‑Machine‑Interface (HMI) mit klaren Alarm‑PrioritätenDas passive Kühlsystem hätte die Kernschmelze trotz ausgefallener Pumpen verhindert; bessere HMIs hätten das Missverständnis der Druck‑/Temperaturanzeige reduziert.
    Tschernobyl (Ukraine – 1986)RBMK‑300 (Graphit‑moderierter, kochender Wasser‑Reaktor) – Generation INegativer Leistungs‑Koeffizient (wie in fast allen Gen 3+/4‑Reaktoren) • Massive, druckfeste Containment‑Hülle (doppelt, luftdicht) • Automatisches, redundantes SCRAM‑SystemDer positive Leistungs‑Koeffizient des RBMK ließ einen Leistungsanstieg sich selbst verstärken. Moderne Designs verhindern das automatisch. Eine Containment‑Hülle hätte die massive Freisetzung von Radioaktivität stark begrenzt.
    Fukushima Daiichi (Japan – 2011)Boiling Water Reactor (BWR) Mark III – Generation IIPassive Notkühlung (Schwerkraft‑basierte Kühlkreisläufe, natürliche Zirkulation) • Hochwasser‑geschützte Notstrom‑Generatoren (aufgeständert, wasserdicht) • Diversifizierte Notstromversorgung (Batterien, Gas‑Turbinen, ggf. kleine SMRs)Nach dem Tsunami fielen die Dieselgeneratoren aus. Passive Kühlsysteme benötigen keine externe Stromversorgung. Geschützte Notstromanlagen hätten die Kühlung länger aufrechterhalten können.
    Mayak / Kyschtym (Russland – 1957)Forschungsreaktor, sehr frühe Generation IRedundante, passive KühlkreisläufeStarke Containment‑Barrieren (wie bei Gen 3+)Der Unfall entstand durch Kühlmittelverlust und fehlende Barrieren. Moderne passive Kühlung und robuste Containment‑Strukturen hätten das Austreten von Radioaktivität stark reduziert.
    Tokaimura (Japan – 1999)Forschungsreaktor JRR‑3 – Generation IAutomatisierte Kritikalitäts‑Überwachung (Echtzeit‑Neutronen‑Flux‑Sensoren, automatischer SCRAM) • Physikalische Trennvorrichtungen (kritikalitäts‑verhindernde Geometrien)Der Unfall war ein Bedienungsfehler beim Zusammenführen von Uran‑lösungen. Moderne Sensoren hätten sofort einen kritischen Anstieg erkannt und den Vorgang automatisch gestoppt.
    Kursk‑RBMK‑1500‑Nachfolge‑Unfall (Russland – 2006)RBMK‑1500 – Generation IPassive Core‑CoolingVerbesserte Instrumentierung & automatisiertes AbschaltenEin ähnliches Szenario wie Tschernobyl; passive Kühlung und automatisiertes SCRAM hätten das Überhitzen des Kerns verhindert.
    Zitat
    Kurz gesagt: In allen genannten Fällen fehlt mindestens eines der heute üblichen Merkmale moderner Reaktoren – passive Kühlung, robuste Containment‑Hüllen, negative Leistungs‑Koeffizienten und automatisierte, redundante Abschaltsysteme. Diese Kombination würde das Risiko einer Kernschmelze oder einer großflächigen Freisetzung von Radioaktivität stark verringern.


    Voraussetzungen für Laufzeitverlängerungen (weltweit) + für die Wiederhochfahrungen japanischer Kernkraftwerke

    1. Gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen

    ElementWas ist gefordert?Warum wichtig?
    Lizenz‑ bzw. Genehmigungs‑ExtensionDer Betreiber muss einen formellen Antrag bei der nationalen Atomaufsichtsbehörde stellen. Die Behörde prüft, ob die Anlage die aktuellen Sicherheits‑ und Umweltvorschriften weiterhin erfüllt.Nur mit einer behördlich bestätigten Genehmigung darf die Laufzeit über die ursprünglichen 40 Jahre hinausgehen (maximal 60 Jahre in Japan)nippon.com.
    Probabilistische Sicherheitsanalyse (PSA)Vollständige Risiko‑ und Szenario‑Bewertung (z. B. Erdbeben, Tsunami, Flugzeugabsturz, innere Ereignisse).Zeigt, dass das verbleibende Risiko unter den zulässigen Grenzwerten liegt.
    Umfassende Instandhaltungs‑ und Modernisierungs‑RoadmapDokumentierte Pläne für Ersatz von Bauteilen, Alterungs‑Management (z. B. Druckbehälter, Rohrleitungen, Steuerstäbe).Verhindert altersbedingte Material‑ und Funktionsausfälle.
    Öffentliche Beteiligung & lokale ZustimmungAnhörung von Gemeinden, Umweltverbänden und lokalen Regierungen. Oft ist ein „Social License to Operate“ Voraussetzung.Stärkt Akzeptanz und reduziert politische Risiken.
    Finanzielle AbsicherungNachweis ausreichender finanzieller Mittel für die geplanten Upgrades und den langfristigen Betrieb.Verhindert, dass Kostendruck zu Sicherheitskompromissen führt.

    2. Spezifische Anforderungen für die Wiederhochfahrungen in Japan

    1. Neue Sicherheitsstandards seit Fukushima – Die japanische Nuclear Regulation Authority (NRA) hat nach 2011 strengere Vorgaben eingeführt (z. B. 40‑Jahre‑Grundregel, maximal 60 Jahre, seismische und tsunamische Widerstandsfähigkeit)nippon.com.
    2. Genehmigungen für einzelne Einheiten – Der NRA hat bereits mehrere zehn‑jährige Lizenzverlängerungen erteilt (z. B. Takahama‑1,‑2,‑3,‑4, Sendai‑2, Ohi‑3/‑4).
    3. Erfüllung von „Post‑Fukushima‑Safety‑Standards“ – Jede wieder hochgefahrene Einheit musste:
      • Filtered Containment Venting (FCV) installieren (erst bei Onagawa‑2 im Oktober 2024).
      • Zusätzliche Notstrom‑Generatoren (mehrere unabhängige, tsunami‑gesicherte Diesel‑ bzw. Gas‑Turbinen).
      • Seismische Isolation von wichtigen Systemen (z. B. Reaktordruckbehälter, Kühlpumpen).
      • Verbesserte Kühlkreisläufe – passive Kühlkörper, Schwerkraft‑basierte Notkühlung.
      • Digitale I&C‑Systeme mit redundanter Steuerung und automatischer Abschaltung (SCRAM).
    4. Umwelt‑ und Strahlenschutz‑Auflagen – Strengere Vorgaben für radioaktive Abfälle, Kühlwasser‑Behandlung und Messungen von Umweltradioaktivität.
    Zitat
    Beispiel: Kansai Electric erhielt im Juni 2024 die zweite Lebensdauer‑verlängerung (über 40 Jahre) für die Takahama‑Einheiten, wobei die NRA ausdrücklich die Umsetzung neuer Sicherheits‑Features (z. B. verbesserte Notstromversorgung, FCV, seismische Verstärkung) verlangte reuters.com.

    3. Welche neuen Sicherheits‑Features kommen zum Einsatz?

    FeatureKurzbeschreibungRelevante Anlagen (Japan)
    Filtered Containment Venting (FCV)Ablassventile mit Filter, um Druck abzubauen, ohne große Mengen radioaktiver Partikel freizusetzen.Onagawa‑2 (erste BWR mit FCV, Okt 2024)
    Passive Decay‑Heat‑RemovalNatürliche Zirkulation oder Schwerkraft‑basierte Kühlung, funktioniert ohne Strom.Eingebaut bei Takahama‑1/‑2 im Zuge der Lizenzverlängerung.
    Mehrfache, tsunami‑gesicherte Notstrom‑GeneratorenRedundante Diesel‑/Gas‑Turbinen, auf Stelzen oder in wasserfesten Gebäuden.Ohi‑3/‑4, Takahama‑3/‑4, Shimane‑2.
    Seismische Isolation & VerstärkungAuflagerung von Reaktorkomponenten auf schwingungsdämpfenden Fundamenten, Verstärkung von Rohrleitungen.Alle wieder gestarteten Anlagen, besonders BWR‑Typen (Sendai, Genkai).
    Digitale Instrumentierung & Kontrolle (I&C)Redundante, computerbasierte Überwachung, automatische SCRAM‑Logik, KI‑gestützte Anomalie‑Erkennung.Takahama‑1/‑2, Ohi‑3/‑4, Shimane‑2.
    Erweiterte Kernschmelz‑Minderung (SAMG)Zusätzliche Notkühlsysteme, Wasser‑Sprinkler‑Systeme im Containment.Implementiert bei den meisten Restart‑Einheiten seit 2023.
    Verbesserte Brand‑ und ExplosionsschutzmaßnahmenFeuerschutzwände, automatische Löschanlagen, getrennte Stromkreise.Ohi‑3/‑4, Takahama‑3/‑4.

    4. Ablauf einer typischen Laufzeitverlängerung (Beispiel Japan)

    1. Vorstudie & PSA – Betreiber erstellt ein technisches Konzept, das die Alterungs‑Analyse, seismische Bewertung und Notfall‑Szenarien enthält.
    2. Einreichung bei der NRA – Antrag inkl. Upgrade‑Plan (z. B. FCV, zusätzliche Generatoren).
    3. Prüfung & öffentliche Anhörung – Experten‑Gutachten, Bürgerbefragungen, Umweltverträglichkeitsprüfung.
    4. Zulassung & Auflagen – NRA erteilt Lizenzverlängerung (z. B. 10 Jahre) unter Auflage, bestimmte Upgrades bis zu einem festgelegten Termin umzusetzen.
    5. Durchführung der Upgrades – Bauphase (oft 1‑3 Jahre), danach umfangreiche Inbetriebnahme‑Tests und Notfall‑Übungen.
    6. Endgültige Genehmigung & Restart – Nach erfolgreichem Abschluss aller Tests wird die Anlage wieder ans Netz angeschlossen.

    5. Fazit

    • Laufzeitverlängerungen sind kein rein administratives „Papier‑Spiel“. Sie verlangen eine vollständige technische Neubewertung, umfangreiche Modernisierungen und die Erfüllung neuer, nach Fukushima eingeführter Sicherheitsstandards.
    • Japanische Reaktoren, die seit 2023 wieder hochgefahren werden, erfüllen diese Vorgaben: sie besitzen filtered containment venting, passive Kühl‑ und Notstromsysteme, seismische Verstärkungen und digitale Steuerungen. Ohne diese Maßnahmen würde die NRA die Restart‑Genehmigungen nicht erteilen.
    • Die neuen Sicherheits‑Features (FCV, passive Kühlung, mehrfache Notstrom‑Generatoren, digitale I&C, erweiterte SAMG‑Systeme) sind also integraler Bestandteil der heutigen Laufzeitverlängerungen – sie reduzieren das Risiko von schweren Unfällen erheblich und bringen die Anlagen auf ein Niveau, das den internationalen Best‑Practice‑Standards entspricht.



    Ist mal wieder reine Zeitverschwendung hier.

    /out

    Dies irae | Veni, vidi, Deus vicit

    Money is made in the DELTA between PERCEPTION and REALITY


    Alle Mitteilungen in diesem Forum sind als reine private Meinungsäußerung zu sehen und keinesfalls als
    Tatsachenbehauptung. Hier gilt Artikel 5 GG und besonders Absatz 3
    Dieser Beitrag ist eine persönliche Meinung gem. Art.5 Abs.1 GG und Urteil des BVG 1 BvR 1384/16

    Einmal editiert, zuletzt von Blue Horseshoe ()

  • Da wir manchmal von den Ratios der Rohstoffe sprechen, zB Gold zu Öl, oder zu den Weißmetallen, wollte ich mir mal das Ratio Gold zu Uran ansehen. Da gibt es ja gute Vehikel mit physischer Hinterlegung.


    Nicht zuletzt deshalb, weil vermutlich Viele die lange dabei waren, so 20-25 und mehr Jahre, ihre besten Gewinne mit den Edelmetallen an sich gemacht haben, vs den gar nicht so einfachen Minenaktien. Auf alle Fälle ist das ein viel ruhigeres Fahrwasser.


    Gut und "ruhig" sind Ratio-Trades zwischen den Metallen bzw Rohstoffen, bei langfristiger Betrachtung. So hätte ganz gelegentlicher Switch zwischen Gold und zB Silber oder Palladium oder Platin für erhebliche Outperformance ggü nur-Gold-Halten gesorgt: man kauft den relativ billigsten der Rohstoffe und switcht dann in Gold, wenn er in Gold bewertet wieder seine langjährigen Normalbewertungen erreicht.


    Die Frage war: bietet sich das möglicherweise auch mit Uran an?


    Für Uran zu Gold ist es erstmal schwierig langfristige Charts zu finden. Diese hier sind bei schneller Suche schon die langfristigsten:


    1987-2015

    Nicht als Ratio, aber dafür wird die prinzipielle Korrelation sichtbar:

    Und dieses Uran:Gold Ratio 2008 - 01/2025

    Zitat

    Seit Januar ist das Ratio weiter gefallen:


    Das sieht doch sehr danach aus, als wäre Uran auf einem guten Kaufniveau vs Gold? Bzw geradezu an einem idealen Ort, derzeit. So ähnlich gut wie das Platin vor seinem 2025er Anstieg, nur "anders".


    Natürlich könnten die Tiefs von 2016-2020 wieder erreicht, oder sogar unterschritten werden.


    Das entsprechende Surrogat für uns hier wäre Yellow Cake plc. YCA.L

    Edit: oder der in D zugelassene hanETF Sprott Physical Uranium ETC (SPUT)


    Gedanken dazu?


    Gruß,

    GL


    PS Mir geht es an dieser Stelle nicht um die Problematik von "Papier"-Rohstoff oder die Problematik der Steuer auf mögliche Gewinne. Die sind bekannt.

    Das Publikum... wendet sich von dem Gebrauche des durch die Umlaufmittelvermehrung kompromittierten Geldes ab, flüchtet zum ... Barrenmetall, zu den Sachwerten, zum Tauschhandel, kurz, die Währung bricht zusammen. (Ludwig von Mises)

    5 Mal editiert, zuletzt von GermanLong ()

  • Ich habe sowohl Yellow Cake als auch SPUT in unterschiedlichen Depots.


    Von Yellow Cake würde ich aus meiner Erfahrung inzwischen abraten.

    Hat sie Aufwärtsbewegungen beim Spotpreis nie adäquat nachvollzogen.

    Sput ist da m. E. definitiv besser

    Gold was an objective value, an equivalent of wealth produced. Paper is a mortgage on wealth that does not exist, backed by a gun aimed at those who are expected to produce it. Paper is a check drawn by legal looters upon an account which is not theirs: upon the virtue of the victims. Watch for the day when it bounces, marked, ‘Account overdrawn.’
    ("Atlas Shrugged", Ayn Rand)

Schriftgröße:  A A A A A