Im September zeigte sich eine auffällige Diskrepanz zwischen Goldpreis und Investitionsnachfrage. Während die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen stark stiegen, fiel der Goldpreis, und gleichzeitig legten die Bestände an Gold-ETFs den zweiten Monat in Folge zu. Die anhaltenden Zuflüsse deuten darauf hin, dass Anleger den unmittelbaren Gegenwind durch höhere Realrenditen ausblendeten und sich stattdessen darauf konzentrierten, welche Auswirkungen diese höheren Kreditkosten letztendlich auf die Tragfähigkeit der Staatsfinanzen und die bereits hohe Staatsverschuldung haben könnten. Dies wirft eine interessante Frage auf: Was geschieht mit dem Goldpreis, sobald sich die Renditen stabilisieren und der Inflationsimpuls durch höhere Energiepreise nachlässt? Sollte sich die Investitionsnachfrage in einem derart schwierigen Zinsumfeld als robust erwiesen haben, könnte eine Entspannung dieser Lage einen starken Rückenwind erzeugen. (Grafikquelle: Bloomberg
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