Alles anzeigenGrundsätzlich bin ich kein Gegner der Kernenergie. Aber einige Punkte kommen hier zu kurz.
Die Kernenergie wird noch lange eine Rolle spielen, das vermute ich auch. Aber der Widerstand dagegen ist ebenfalls eine Tatsache. Steht nicht in Zwentendorf ein Reaktor, den "das bessere Deutschland" gebaut, aber auf Grund einer Volksabstimmung nie angeworfen hat?
Neue Reaktoren werden gebaut, aber sie sind irre teuer; alte laufen aus. Was da überwiegt, hat Wurschtler mit Recht in Frage gestellt.
Sollte wieder etwas passieren wie in Fukushima, Tschernobyl oder auch nur Three Mile Island, oder ein Flugzeug auf ein Kernkraftwerk stürzen, oder sonst dergleichen, dann wird der Widerstand gewaltig anwachsen; mehr Reaktoren werden stillgelegt, weniger gebaut.
Neue Technologien könnten den Uranbedarf gewaltig vermindern. Ich nenne nur die Stichworte Brüter, Thorium, Fusion. All das gibt es schon, die Frage ist nur, ob es sich durchsetzt.
Danke, damit bin ich hier nicht der einzige, der ein paar kritische Worte schreibt. ![]()
Ich bleibe dabei, dass es fundamental eher schlecht für die langfristige Uran-Nachfrage aussieht.
Die Neubauprojekte gleichen die Stilllegungen alter Reaktoren wahrscheinlich nicht aus, zudem ist durch die zukünftigen moderneren Reaktoren ein geringerer Verbrauch zu erwarten.
Ein weiteres Problem sehe ich darin, dass es Uran gewühlt wie "Sand am Meer" gibt. Die Reserven sind gigantisch.
Viele Uran-Minen arbeiten auf Sparflamme oder haben Uran eingebunkert.
Nehmen wir mal anl, dass die Nachfrage stark ansteigt (was ich wiegesagt für unwahrscheinlich halte), dann können viele Minen ihre Produktion ganz leicht steigern und ihre Bestände abbauen. D.h. der Preisanstieg würde dadurch stark gedämpft und massiv in die Länge gezogen werden.
Ich denke, dass man bei Uran noch einen sehr langen Atem braucht. Neben meinen Goldminen habe ich da lieber andere Rohstoffwerte im Depot, z.B. Gazprom, welches sich die letzte Zeit ebenfalls prächtig entwickelt hat. ![]()