Zitatquote='tut.anch.amun'
Sauber gemacht Herr Dracula! Dann wird eben nicht mehr mit Geld sondern nur noch mit Schulden gezockt.
Diese Entwicklung war nun aber klar abzusehen, dass der höchstgradig angeschlagene Euro, dessen Probleme jene des USD in den Schatten zu stellen drohen, zum neuen Carry Trade-Vehikel der Wahl werden wird - eine Rolle, die in den vergangenen Jahren der USD und auch der Yen übernommen hatten. Jetzt dreht sich der Wind, und zwar mit sonnenklaren und raschen Zeichen. Der Verfall des Euro vollzieht sich mit atemberaubender Geschwindigkeit, es fließen enorme Summen aus dem Euroraum ab in USD. Für US-Investoren natürlich eine gemähte Wiese: man leiht sich Geld in einer stark verfallenden Währung (die 80 Cent werden kommen, die Parität eine Frage von Wochen), die überdies noch ein wesentlich geringeres Zinsniveau hat.
Solche Entwicklungen an den Devisenmärkten sind so gut wie immer zumindest mittelfristig. Es wird Bocksprünge geben, kurze Erhohlungsrallys des Euro, aber dessen Zeit als vermeintliche Hartwährung gegen den Dollar ist beendet, da nun ganz offiziell das alte südeuropäische Währungsverständnis die Eurozone dominiert, also Lira und Drachme statt DM und Gulden. Die globalen Kapitalflüsse werden entsprechend umgeleitet hin zum Ufer, wo man das kleinere Übel vermutet.
Grüße
auratico