Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seinem neuen Konjunkturausblick mit einer Weltrezession, die in ihrer Tiefe nur noch mit einer Krise vergleichbar ist: der Großen Depression nach 1929
Die Finanzkrise jedenfalls, in der die Weltwirtschaft erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg schrumpfte, war mit einem Minus von 0,1 Prozent nichts im Vergleich zu dem Wachstumsverlust, den der IWF jetzt für dieses Jahr erwartet.
So rechnet der IWF für das Jahr 2020 mit einem Einbruch der Weltwirtschaft um drei Prozent. In seiner Prognose vor dem Ausbruch der Coronakrise war der IWF noch von einem Plus in Höhe von 3,4 Prozent ausgegangen. Noch nie hat der IWF seine Prognose so drastisch nach unten korrigiert. Der jetzige Abschwung fällt nicht nur dramatischer aus, er verläuft völlig anders als alle Rezessionen nach dem Zweiten Weltkrieg
Deutschland etwa muss 2020 mit einem BIP-Verlust von sieben Prozent rechnen, die USA mit einem Minus von 6,1 Prozent. Frankreichs Wirtschaft schrumpft demnach um 7,2 Prozent, Spaniens um acht Prozent und Italiens sogar um 9,1 Prozent.
Die Coronakrise, so Gopinath, könnte die Weltwirtschaft insgesamt in diesem und im nächsten Jahr um neun Billionen Dollar ärmer machen. Immerhin: Nach dem Einbruch in diesem Jahr soll die Weltwirtschaft 2021 wieder stark wachsen, der IWF rechnet mit einem Plus von 5,8 Prozent.