GOLD : Märkte und Informationen

  • ... gehandelt und analysiert.


    Ich frage da mal anders: Ist die Schuldenkrise loesbar, oder wie behauptet wird, gar beendet???


    Wird es ein Umdenken geben? Hier ist gemeint ob die Superreichen beginnen werden, die kapitalistische Denke und das Handeln zu veraendern?


    Wird es in Euroa gelingen, die Massenarbeitslosigkeit zu stoppen?


    Wird es uns gelingen, den Trend zu den Billigjobs zu stoppen?


    Wird das Problem Zinseszins und somit exponentielles Schuldenwachstum zu stoppen sein?


    Wird die "Schuldenbremse" umsetzbar sein?


    Wenn hier jemand ist, der eine der Fragen mit JA beantworten kann, bin ich wirklich gespannt womit das begruendet wird! [smilie_denk]



    Die Lage ist fatal, es werden nur noch Unmengen an Geld hin und her bewegt, immer neue seltsame "Bankprodukte" erschaffen, es gibt dadurch immer mehr Opfer die eben gegen groessere Geldmengen nicht ankommen koennen. Trends kann man durch Glueck und Geschick treffen, doch aufgrund der Tatsache, dass 90% eben keine Profis sind, werden die frueher oder spaeter abrasiert! ICH zaehle mich mit dazu, obwohl ich eigentlich viel oefter richtig als falsch liege! Wichtig ist, nicht in persoenlicher Selbstueberschaetzung zu meinen, man haette das Wissen. Das alleine reicht naemlich nicht, denn die ganz grossen, die setzen um was uns beherrschen wird und beherrscht!


    Heute findet der Krieg eben anders statt! Unfaehige Politiker meinen das Spiel zu kontrollieren, sie sind aber nur Marionetten. Wer erinnert sich noch daran: EURORETTUNG! Heute jammern die gleichen Leute, dass der Euro zu stark wird... was denn nun??? Ein Wettlauf findet statt, wer hat die weicheste Waehrung um noch die Chance zu haben zu exportieren.


    Wir sehen, wie die Welt massenweise immer schlechtere Gueter produziert, die dann zu Dumpingpreisen verschleudert werden. Kostendruck aller Orten entsteht, die Betriebe arbeiten am Limit, haben keine Chancen wegen der Grossen, die die Preise diktieren, noch etwas zu verdienen. Die Wirtschaft und die Politik schreit nach FACHKRAEFTEN und hat die eigenen Arbeitslosen, die Millionenfach da sind, laengst abgeschrieben! Die Realitaet sieht duester aus, denn die Grossen Unternehmen, sie muessen Profite erwirtschaften, die sie bei den Zulieferern raussaugen. Man nenne mir bitte noch einen Zulieferer in Deutschland, der noch profitabel arbeitet, damit meine ich keine DAX Unternehmen wie Conti sondern eben Betriebe, die z.B. die Autoindustrie beliefern. Durch die Transparenz der Unternehmen, die vorgeschrieben ist, sieht man schnell die Probleme! Deutschland macht als das Zugpferd der EU eigentlich alle anderen Laender kautt. Hier wird weiter an der Kostenspirale gedrueckt, es muss MEHR, effizienter und schneller gearbeitet werden, WO bitteschoen sollen da die "Suedlaender" eine Chance haben je gleich zu ziehen? Es findet ein perverser Konzentrationsprozess seit Jahren statt. Von einst vielen Betrieben bleiben wenige, letztlich voll von den grossen Betrieben abhaengig, uebrig. Das weltweite Kosten druecken und auspressen der Bevoelkerung ist inzwischen in einem finalen Prozess. Der Euro war fuer Europa und dessen Menschen, das schlimmste was man ihnen antun konnte. Alle Macht liegt bei den Banken! Die NWO ist das Ziel!!! Hier hat die Politik wahrlich hervorragende Arbeit geleistet! :thumbdown:


    Fazit: Es kommen viele kleinere, mittlere Crashs auf uns zu. Letztlich steigt staendig die Zahl der Verlierer und Armen. Physische Edelmetalle koennen eine sinnvolle Absicherung sein und sind allemale besser als sich diverse Bankprodukte anzulachen, will heissen, wer was retten will muss zu diesen alternativlosen altmodischen Miteln greifen. Juengst erst hat mir ein Freund, welcher AUSDRUECKLICH auf seine Schwerbehinderung hingewiesen hat und damit unterstrichen hat NICHTS spekulatives machen zu wollen, bei der Sparkasse einen Fonds gekauft, der nun pleite ist. Die ach so sichere Geldanlage von 20000 Euro, sie ist weg, und von Beratungsfehler will da keiner etwas hoeren. Wer meint das sei ein Einzelfall, der irrt gewaltig! Dann doch lieber das stinke langweilige nicht zinsbringende Gold und Silber!!! Weiter meine ich, dass eine Jahresrendite von 8% auf sicht fuer die naechsten 10 Jahre ein eher konservatives Ziel sind. Natuerlich alles unter Schankungen versteht sich!!!


    Ab und an ist es auch nicht falsch, seine Investments umzuschichten. Das ist sicher kein Verbrechen. 8)


    Uebrigens: LANGfristig sind wir alle TOT! [smilie_happy]

    • Offizieller Beitrag

    Keine deiner Frage kann man einfach so mit "JA " beantworten - ich sehe alle im Moment als "NEIN".


    Es ist ja noch "Suppe da" - es geht einer Mehrheit noch immer sehr gut, vielleicht zu gut. Insofern denke ich, dass die hier Versammelten - Trolle ausgenommen - sich sehr wohl langfristige Gedanken machen. Würden sie nur das Leben genießen und mehr oder weniger in den Tag hinein leben (wie ein Teil der Jugend - leider), dann wären sie nicht hier.


    Und natürlich endet das Leben des Individuums einmal - man weiß nicht wann - aber oft hat man Kinder, Enkel, Urenkel...An der Straße, wo ich wohne, ist wenige Wochen vor ihrem 90-sten eine Frau verstorben, die hatte Dutzende Enkel und bereits einige Urenkel....
    Ich erinnere mich, irgendwo mal gelesen zu haben, dass einige der allergrössten Vermögen nach extrem langfristigen Plänen (über Generationen) gemacht worden sind (nicht, dass so etwa mein Ziel wäre).


    Gruss,
    Lucky

    "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
    "Die meisten Politiker sind ja Vollidioten! Schmeißt diese Idioten RAUS!" Marc Faber, Schweizer Finanzanalyst, Thailand, nach einem Bier...
    "The whole game is rigged" Gerald Celente

  • ...........................................Ab und an ist es auch nicht falsch, seine Investments umzuschichten. Das ist sicher kein Verbrechen.
    .................


    Stimmt.
    Frage ist, was willst Du wohin umschichten ?

    Wenn man mir schon nicht das Wasser reichen kann, dann reicht mir wenigstens den Wein.

  • Man fragt sich schon, wieso ist so ein larvierter Edelmetall-Bär Mitglied ausgerechnet im Goldseitenforum ?


    Berechtigte Frage!
    Aus Nächstenliebe gegenüber den Goldbugs wird er es jedenfalls nicht tun.


    Toll la li troll la la...


    lg meggy

    Mad in Germany

    Alter weißer Mann mit neuer Gas- und Holzheizung

    Bis $1000/oz ist Gold superbillig, bis $3000 ist es billig, erst ab $10000 wird es teuer.

    Bis $50/oz ist Silber superbillig, bis $150 ist es billig, ab $500 wird es teuer. W.E.

  • Mal sehen ob wirklich raus kommt, was da gelaufen ist.


    Wenn das Foto noch im Beitrag ist, ein Hinweis: Da wo der Polizeiwagen davor steht, ist der Goldankauf seit ein paar Monaten, rechts daneben der Hauseingang und wiederum rechts daneben ein alteingesessener Juwelier (man sieht am rechten Bildrand noch den Beginn einer golden Reklameschrift des Juweliers).


    Merkwürdig, dem wollte niemand was, weder verkaufen, noch an die Wäsche. :hae:


    Ist auch gut so, nur was lief dann bei dem Ex-Perten ab ;(

    "Im alten Rom hat ein Senator vorgeschlagen, man sollte alle Sklaven mit einem weissen Armband versehen, um sie besser erkennen zu können. „Nein“, sagte ein weiser Senator, „Wenn sie sehen wie viele sie sind, dann gibt es einen Aufstand gegen uns.“


    Einmal editiert, zuletzt von ECU ()

  • Ist auch gut so, nur was lief dann bei dem Ex-Perten ab ;(

    Vielleicht wollte er den Kunden sauber über den Tisch ziehen und ist an den Falschen geraten.
    Wenn ich schon Premium-Goldankauf lese, überkommt mich ein Würgereiz.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

    • Offizieller Beitrag

    (aus dem Englischen übersetzt von mir)


    "Ich habe seit Freitag ununterbrochen gearbeitet, um Ihre mails zu beantworten. Da ich immer im Haus drin gewesen war, musste ich etwas an die frische Luft hinaus gehen. Zu meinem Erstaunen waren bei meiner Rückkehr mehr neue mails hereingekommen, als ich in den letzten drei Tagen beantwortet hatte! Es ist klar, dass ich nicht alle beantworten kann, aber das heißt nicht, dass ich es nicht versuchen werde.


    Ich begreife die Verantwortung, die entstand, indem ich Ihnen meine Meinung kund tat. Zu sagen, dass ich die ernsthafte Natur dessen, was ich sage, verstände, wäre eine Weltklasse-Untertreibung. Die Leute, zu denen ich spreche, sind nicht die gehebelten Papiergold-Händler. Ich spreche zu denen, die ohne geliehenes Geld in Gold investiert haben als Schutz gegen die Instabilität des westlichen Finanzsystems.


    Für mich ist es keine Frage, dass Gold um und über $3500 gehandelt werden wird. Nur die Volatilität in Gold wird extremer werden: also ihr Verrückten, die ihr mit hohem Kredit in Gold seid, ihr seid jenseits meiner Hilfe.


    Wenn ihr euch solche Sorgen macht, dass ihr nicht mehr gerade denken könnt, wieso investiert ihr überhaupt in etwas? Aus freiem Willen lege ich euch meine 50 Jahre in diesem Geschäft offen, um euch zu sagen, dass Gold bei $3500 und darüber notieren wird. Ich habe 100% von dem, was ich bin und was ich habe, meiner Gold-bezogenen Position überantwortet. Ich habe null Sorgen bezüglich meinem Investment in Gold. Absolut keine, was auch immer.


    Ich hatte Ihnen gesagt, als Gold unter $1000 gedrückt worden war, dass es bei 1650 und darüber notieren werde. Für diese Analyse war ich von vielen Leuten übel gescholten worden; Leute, welche die Gleichen sind, die heute ausgesprochene Bären sind.


    Gold wird bei und über $3500 gehandelt werden und keine Manipulatoren, private oder öffentliche, können das verhindern. Gold ist nicht für die Schwachen, aber dann werden die Schwachen die Krise im westlichen Finanzsystem nicht überleben, welche man mit jeder möglichen PR-Waffe versucht, aus der Sichtweite zu verbannen.


    Alle ihr Bären, die ihr heute Abend mit mir kommunizieren wollen, ihr verschwendet eure Zeit.


    Aufrichtig,
    Jim



    Link folgt hier: http://www.jsmineset.com/ (später als heute zum 28. Jan.2013 gehen)


    Lucky

    "Das einzige Geld, auf das ich mich verlassen kann, ist das Gold, das ich besitze" J.Sinclair
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    Einmal editiert, zuletzt von LuckyFriday ()

    • Offizieller Beitrag

    „...Diese Entscheidung wird Bestandteil der Bemühung der Regierung, sowohl den Goldmarkt und den Kapitalmarkt zu fördern....“


    Kommentar von Sinclair zu dieser Meldung:
    „Die Richtung des Goldes geht von West nach Ost. Tatsächlich aus jeder Richtung zum Osten.“


    Es ist das, was wir seit Jahren hier berichten, mit ambivalentem Gefühl: Der Westen schwächt seine Position des einzigen wahren Geldes, andererseits läßt die hohe Nachfrage aus dem Osten einen tiefen Fall des Goldpreises kaum mehr zu.


    "...Beijing, Jan 26 (IANS) China's securities regulator has published provisional rules for the operation of gold exchange-traded funds (ETF), paving the way for introducing such business into the country's financial market.

    The move will be part of government efforts to boost the development of both the gold market and the capital market...."

    http://in.news.yahoo.com/china…aded-funds-052201538.html


    Grüsse
    Edel

    • Offizieller Beitrag

    (aus dem Englischen übersetzt von mir)(....)

    Wenn ihr euch solche Sorgen macht, dass ihr nicht mehr gerade denken könnt, wieso investiert ihr überhaupt in etwas? Aus freiem Willen lege ich euch meine 50 Jahre in diesem Geschäft offen, um euch zu sagen, dass Gold bei $3500 und darüber notieren wird. Ich habe 100% von dem, was ich bin und was ich habe, meiner Gold-bezogenen Position überantwortet. Ich habe null Sorgen bezüglich meinem Investment in Gold. Absolut keine, was auch immer.](....)


    Der Ärger von JS ist gut zu verstehen, sein Einsatz für die Saches des Goldes ist sowieso bewundernswert. Mit seinen zig Mio $ in physischem Gold könnte er sich in Tanzania in der Nähe seiner Familie oder anderswo ein geruhsameres Leben machen.


    Aber wie das so ist, das Thema läßt echte Goldbugs nicht so leicht los.
    Den letzten Satz des Zitatteils, farbig markíert, unterstreiche ich für meinen Teil voll, nehme infolgedessen an den Diskussionen, was wohl später geschehen mag oder richtig sei, baw. nicht teil.
    Die Schlußfloskel sincerly ist als Ende eines Briefes / Mitteilung = Mit freundlichen Grüßen


    http://www.jsmineset.com/2013/…leveraged-gold-investors/


    Grüsse
    Edel

  • Wo er Recht hat, hat er Recht. Wer jetzt zickt und zaudert, ist für seine Verhältnisse falsch investiert.
    Meiner Meinung nach ist Gold gerade jetzt ein solides Investment. Auf 3500 Dollar wurde ich mich nich festlegen, aber auf langfristige Vermögenssicherung.

  • Man kann es sogar noch vorsichtiger formulieren, trifft es damit aber auf jeden Fall auf den Punkt:
    Gold ist Garant für WertERHALT.


    Selbst wenn der Preis hüpft und schwankt - es ist ...


    - ein begrenzter Rohstoff
    - mit hoher Akzeptanz
    - und Verwendung im Verbraucherbereich (Feinelektronik), Industrie und den Luxusgütern


    Selbiges gilt ja auch für Silber (wennglich mit anderer Gewichtung)


    Bei Platin und Palladium dürfte Punkt 2 das größte Problem sein.



    In Zeiten totaler Unsicherheit garantieren diese Metalle also wenigstens (bzw. immerhin), dass keine Werte einfach vernichtet werden, sondern in einer Form angelegt sind, die per se einen praktischen Wert und damit eine Nachfrage haben.


    Und zwar unabhängig von irgendwelchen Preisvermutungen.


    Sofern nicht plötzlich irgendwo noch Millionen von Tonnen Gold gefunden werden (neue Lagerstätten) kann man damit zumindest nicht total falsch liegen.


    Wobei ich persönlich - zumindest in Deutschland - mittelfristig auch die Bundesschatzbriefe und die normalen Tagesgeldkonten zu schätzen weiß.
    Letzteres inbesondere, weils letztlich n Girokonto mit Zinsen ist ;).
    Da ist man natürlich nicht gegen plötzlichen totalen Wertverlust gewappnet, aber sicher ist wohl auch, dass es nicht mehr wie in den 20ern kommen wird, dass plötzlich innerhalb weniger Tage das Geld millionenfach an Wert verliert.

    Copito argentum sum.

    Einmal editiert, zuletzt von Metaller ()

  • Insbesondere für die Skeptiker in diesem Programm möchte ich untig auf einige verblüffende Fakten hinweisen. Ich gehöre persönlich zu den erklärten Goldoptimisten mit Kurszielen um 10.000 $, gemessen an aktueller Geldmenge. Hauptsächlich begründe ich dies mit der imho wiederkehrenden Geschichte:


    [Blockierte Grafik: https://dl.dropbox.com/u/14773…tary%20Base%202012-09.png]


    Quelle: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=263743


    mit wichtigen Erläuterungen. Der grundlegende fundamentale Sachverhalt für diese Preisprognose ist allerdings nicht neu und wurde auch hier schon ausführlich diskutiert. Ich möchte daher gar nicht weiter in diese Richtung argumentieren.


    Die folgende Sichtweise soll sich daher an die vermeintlich berechtigte Denkweise der anwesenden Bären, Zweifler und Bedenkenträger richten:

    "Menschenskinder, Gold ist eine neue Bubble, die platzen wird, fast Dausend Prozent im langjährigen Bullenmarkt, das kann nicht so weitergehen"


    Bitte sehr, erst einmal aber vorab ein letzter Blick zur Geldpolitik, hier auf die Zentralbank-Bilanz-Summen:


    [Blockierte Grafik: https://dl.dropbox.com/u/14773…26Goldpreise2012-11-b.png]


    Quelle: http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=268800


    im Verhältnis zum Goldpreis. Danke HuangJin, für diese augenöffnenden Darstellungen. Denn es geht in letzterer Grafik nicht etwa um Geldmengen, nein ausschließlich um die klitzekleinen Bilanzausweitungen der Zentralbanken im Verhältnis zum Goldpreis. Wo ist hier die Blase?


    Aber wir können uns einer besonders skeptischen Sichtweise zum aktuellen Goldpreis auch aus einer ganz anderen Sicht annähern. Genauer als dem schnöden Hinweis, daß eine gute Herren- oder Damenausstattung (Toga) in der Antike ebenso eine Unze Güldenes erforderte, wie heute ein geschneiderter Anzug oder Kostüm wohl auch. Also lassen wir dergleichen Oberflächlichkeit bitte kurz gedanklich beiseite und wenden uns ebenfalls kurz von den Fluten des Staatspapiergeldes ab.


    In Deutschland haben wir bekanntlich im Assekuranzwesen, den hübschen "gleitenden Neuwertfaktor". Der Baupreisindex auf die Preise von 1914, dem Ende der letzten stabilen Währung in unserem Lande. Wem die Erklärung nicht reicht, der darf gerne hier nachschlagen:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Gleitender_Neuwertfaktor


    daraus:


    "Der Grund, weshalb man ausgerechnet das Jahr 1914 als Basis nimmt, ist,
    dass dieses das letzte Jahr war, in dem die Baupreise „stabil“
    (aussagekräftig) waren..."


    Coole Begründung, aber wir wollen uns bitte nicht daran aufhalten oder belustigen und nehmen einfach zur Kenntnis, der Faktor beträgt für 2013 also 16,20.


    Hinter dieser unauffällig und unspektakulär wirkenden Zahl verbirgt sich jedoch ein durchaus brisanter Sachverhalt. Einfach die Tatsache, daß die Baukosten, beispielsweise ein kleines Häuschen betreffend, für die Familie gebaut, in den letzten Hundert Jahren von ca. 10.000 Reichsmark auf nunmehr 162.000 EUR angestiegen sind. Was ist daran nun so Besonderes? Die Inflation, das wissen wir doch alle! Nein, das Spektakuläre liegt einfach in folgender Rechnung:


    10.000 alte Reichsmark geteilt durch 20 machte damals einfach 500 gute alte Reichsmarkzwanziger bis zum bezahlten Eigenheim. 500 multipliziert mit 7,168 Gramm fein ergibt nun wieder 3584 Gramm echtes Gold.


    So, nun stelle man sich bitte den Glücksfall vor, ein urgroßväterlicher Erblasser aus der guten alten Zeit hätte kein Papier hinterlassen, nein im Mauerwerk des Hauses liegt die Truhe aus dem Jahre 1914. Mit 500 Zwanzigern aus der Kaiserzeit, nach dem Bombentreffer im letzten Kriege allerdings zum Klumpen verschmolzen, unansehnlich, nichts für den Münzfachhandel am Bodensee. Dann sehen wir doch einmal nach, was eine Scheideanstalt heute dazu sagt:


    http://www.allgemeine-gold.de/…ontend/show_startseite/de


    Aha, tragen wir also den Klumpen für EUR 38,70 das Gramm zur Schmelze und erhalten damit 3584 mal diesen Betrag. Mit EUR 138.701 Eurionen dürfen wir die Anstalt schließlich wieder verlassen. Von mir aus können wir gerne die Rechnung auch mit alten Zwanzigern im Normalzustand aufmachen:


    http://www.mp-edelmetalle.de/m…hland/kaiserreich-20-mark


    also EUR 280 pro (einfachen) Willi. Wir verbessern damit das Ergebnis auf glatte 140.000 europäische Schuldentaler. Zum gleichen Haus, am Ausgangspunkt der Betrachtung, bleibt aber immer noch ein GAP von 22.000 EUR.


    Gold in der Bubble? Auch ganz ohne Geldmengenvergleiche ein Lacher!


    Schöne Grüße

    WIR SIND DAS GELD!

    2 Mal editiert, zuletzt von Bürgerrechtler ()

  • Bürgerrechtler: Genau dieses Argument habe ich auch schon mal irgendwo hierzuforum gebraucht - allerdings vor einiger Zeit, als das Gelbmetall in EZB-Schuldscheinen ausgedrückt gerade ziemlich auf dem ATH stand und der besagte "Gap" deshalb prozentual geringer(!) war als jetzt gerade eben.


    Allerdings ist die isoliert betrachtete "Einheitswert"-Sache bei Grundstücken nicht gaaaaaanz so aussagekräftig wie die "normalen" Verbraucherpreise.


    Ich kopiere hier mal etwas aus dem Artikel "Goldmark" in der Wiki:


    "Umrechnungshinweise (Kaufkraft) laut Hamburger Staatsarchiv und Statistischem Bundesamt (Quelle Fredrik Matthaei[1]):
    1 Goldmark (1873–1899) = 9,86 Euro
    1 Goldmark (1900–1912) = 5,17 Euro
    1 Goldmark (1913/14) = 4,87 Euro
    1 Papiermark (1915) = 3,73 Euro
    Anmerkung: Dem oben dargestellten Preisverfall der Goldmark von etwa 1:2,02 bis Kriegsbeginn (hier ausgedrückt in Euro) stehen die Preisreihen an realen Gütern und Dienstleistungen der Deutschen Konsumvereine und der von Jürgen Kuczynski entgegen, die nur etwa 1:1,45 von 1871 bis Juli 1914 entsprechen."


    Ich habe den wohl eher zutreffenden Teil mal hervorgehoben. Kuczynski ist da nämlich sehr(!) viel aussagekräftiger. Und die Goldmark in 1914 war kaufkraftmäßig so roundabout 7,- heutige €. Also ein "Goldfuchs" waren ca. 140,- € "reine Kaufkraft". Okay, jetzt ist da in der Tat ein MERKLICHER "Gap" zum aktuellen Handelspreis des Gelbmetalls. Aber selbst wenn man so roundabout 20,- "Kaufkraft-€" für das Gramm Au fein rechnet (der Ingenieur treibt die Genauigkeit einer Zahlenangabe nie weiter, als es dem Charakter der Sache entspricht ;) .... und hier geht's wie gesagt nur um die GRÖSZENORDNUNG...), und heute etwa das Doppelte in EZB-Zetteln bezahlt werden muß: Who cares?! KAUFKRAFTerhalt ist immer noch gegeben. Außerdem ist mein persönlicher EK immer noch etwas unter 20,- €/g (aber nicht mehr sooooooooooo extrem, weil ich halt schon noch rege nachgekauft habe, selbst als die phys. Unze ca. 1350,- € kostete...).

    Und nicht vergessen: "Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück: Null." [Voltaire, 1694-1778]
    Gold, das du dir schon heute kannst besorgen,
    Kaufe derzeit besser nicht erst morgen! :D

  • Bürgerrechtler:
    Da wirfst du etwas durcheinander.


    Im Artikel heißt es ja an mehrere Stelle ganz klar, dass der Wert von 1914 ein rein fiktiver Wert .


    Das ist häufig im Versicherungsrecht und den Wirtschaftswissenschaften so.
    Oder auch in der psychologischen Statistik.


    Dort heißt es dann immer: "es wird vereinbart, dass ..." meaning - "wir legen das jetzt so fest, damit wir einen kalkulatorischen Ausgangspunkt haben".


    Man könnte den auch "Wert 2029" messen und sagen, dass 2029 alles toll sein wird.
    Es würde keinen Unterschied machen.


    Mit tatsächlichen Wertverhältnissen aus dem Jahr 1914 hat das nicht viel zu tun.



    Zudem wird auch nochmal ganz klar drauf hingewiesen, dass der gleitende Neuwertfaktor kein Mittel zur Wertbestimmung einer Immobilie, sondern der Bestimmung der Kosten des Wiederaufbaus im Rahmen der versicherungsrechtlichen Betrachtung ist.


    Dein Beitrag haut damit nicht hin.

    Copito argentum sum.

    Einmal editiert, zuletzt von Metaller ()

  • Dort heißt es dann immer: "es wird vereinbart, dass ..." meaning - "wir legen das jetzt so fest, damit wir einen kalkulatorischen Ausgangspunkt haben".

    Den man sicherlich nicht ausgewürfelt hat.

    Demokratie ist die Diktatur der Dummen (Friedrich von Schiller)
    Das Grundprinzip der Parteien-Demokratie ist, die Bürger von der Macht fernzuhalten (Michael Winkler)
    Wer die Zeichen der Zeit nicht erkennt, wird von ihr überrollt werden. 8o
    Wer Banken sein Geld überlässt, macht sich mitschuldig :!:

  • Den man sicherlich nicht ausgewürfelt hat.


    Ähm doch ... das ist ja der Punkt.


    Viele Basis-Werte in Statistik, Wirtschaftswissenschaft, Steuerrecht, Naturwissenschaft und so weiter basieren nicht auf Wissenschaft, Forschung oder echter Kalkulation.
    Es sind pure Referenzwerte, denen eine beliebige Zahl zugeordnet wurde.


    Ein Beispiel, das man vielleicht noch aus der Schule kennt (und eines der populärsten):
    Alle Elemente im Periodensystem haben einen Elektronegativitätswert. Der sagt aus, wie stark ein Atom Elektronen an sich zieht.


    Fluor macht das am stärksten. Es hat WILLKÜRLICH dafür den Wert 4,0 bekommen. Keine Berechnung, keine Testverfahren. Einfach eine Zahl (daher auch dimensionslos).
    Es hätte auch die 89,7 sein können oder 13,9 oder 29292929292.
    Würde keinen Unterschied machen, da einfach so zugeordnet.


    Auch ist dabei wichtig: diese ganzen Referenwerte sind meist KEINE Verhältniswerte, sondern in der Regel maximal Intervallwerte (http://de.wikipedia.org/wiki/Skalenniveau).
    Manchmal sogar noch weniger (Ordinalwerte).

    Copito argentum sum.

  • @ Metaller


    Ich glaube Du bringst da etwas durcheinander und verstehst "unser" Denkmodel nicht. In Deiner Wahrnehmung, dass hast Du durch eigene Aussagen bestätigt, ist Gold ein Rohstoff. Für viele von uns ist es das eben nicht, sondern Geld. Das letzte Jahr in dem Gold offiziell Geld war, ist nun mal in Deutschland 1914. Gold als Währung stabilisiert Preise über große Zeiträume.


    Es ist jedoch seit 1914 zur Schattenwährung und durch genügend Hirnwäsche zum "Rohstoff" für den Mainstream geworden. Der Bezugspunkt zu 1914 ist übrigens nicht wie von Dir suggeriert rein zufällig und künstlich/fiktiv ausgedacht, sondern Zitat wiki:


    Zitat

    Der Grund, weshalb man ausgerechnet das Jahr 1914 als Basis nimmt, ist, dass dieses das letzte Jahr war, in dem die Baupreise „stabil“ (aussagekräftig) waren und nicht besonderen (Bau-)Preissteigerungen, wie z. B. durch den Ersten Weltkrieg [...]

    aka Inflationierung, aka Neuwährungen aka weitere Kriege etc. etc.


    Es steht also klipp und klar da, dass der Wert als Ausgangspunkt gewählt wurde, weil es das letzte Jahr mit stabilen Baupreisen war. Woher kam die Stabilität? Woher kommt die Instabilität? Was unterscheidet 1914 so sehr von 1915? Am deutlichsten doch wohl der Bruch des Geldsystems und der Wechsel zur reinen Fiatwährung.


    Ein wenig selber Denken ist schon angesag und vor allem hinterfragen. Das fehlt mir bei Deinen "gottgegebenen Beiträgen" völlig. Wer ernsthaft erwartet, dass in der Wikipedia wortwörtlich steht, "1914 wurde als Ausgangspunkt gewählt weil es das letzte Jahr einer goldbasierten Währung war und der Papierschrott nur noch floatet", und genau diese (Anspruchs)Haltung suggeriert Dein Beitrag, der hat den Erziehungsauftrag der Wikipedia sowie der Mainstreammedien noch nicht verstanden. Um einen der besten Filme aller Zeiten zu zitieren: ""Mit anderen Worten: Das Ganze ist ein großes Scheissesandwich und jeder von uns kriegt einen Bissen davon ab."!

    (Vergesst niemals, diese Leute wollen, dass Ihr pleite und tot seid, dass Eure Kinder vergewaltigt und einer Gehirnwäsche unterzogen werden, und sie finden das witzig". -Sam Hyde.)

    Einmal editiert, zuletzt von Tomster ()

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